Frage von tobi2556578, 66

Was könnte ich machen, um von zu Hause auszuziehen und mein Leben auf die Reihe zu bringen?

Hallo, ich bekomme zu Hause mein Leben nicht auf die Reihe. Mich regt alles auf, ich streite fast nur wenn mein Vater oder meine Oma mit mir reden, ich esse fast nichts mehr, ich schlafe fast nichts mehr. Da ich so wenig schlafe und esse leidet die Schule stark darunter, da ich zum einen keine Konzentration mehr habe und zum anderen komme ich oft zu spät oder überhaupt nicht, weil ich nicht aufstehe, weil ich nicht kann vor lauter Müdigkeit. Ich schlafe ca 4 Stunden am Tag. Ein Tag geht schon, aber spätestens am dritten Tag schaff ich es nicht. Und zum Thema Essen: letzte Woche habe ich insgesamt (also in 7 Tagen) soviel gegessen wie normalerweise an einem Tag. Das geht jetzt schon fast einen Monat so. Das zeiht mich alles extrem runter und ich habe auch nicht so viel Lust zum Leben, weil ich keine Zukunft sehe, wenn es so weitergeht. Ich möchte heuer durchkommen, aber wenn es so weitergeht fliege ich heuer und ich möchte nicht noch einmal die zweite Klasse besuchen. Zu Hause drehe ich langsam durch. Der einzige Ausweg ist, dass ich ausziehe. Das Problem ist nur: mein Vater kann mir nicht 1000€ im Monat las Taschengeld geben, da das zu viel ist. Die Mutter kann ich nicht fragen, mit der habe ich letzte Woche abgeschlossen. Ich komme zu Hause generell nicht so gut aus. Seit einer Woche geht es zumindest ein bisschen, ich rede wieder mit den Leuten zu Hause, aber es ist von Tag zu Tag unterschiedlich. Irgendwann rede ich dann wieder nicht mit ihnen. Selbst arbeiten kann ich nicht, da ich die Schule abschließen möchte und Lehre geht auch nicht so gut. Ich möchte Informatiker werden, bin aber nicht so gut darin, deshalb wird mich auch kein Betrieb nehmen und zudem gibt es bei uns auch fast keinen Betrieb der programmiert. In ein Heim möchte ich auch nicht, da es dort Regeln gibt und wenn ich irgendwo eingeschränkt bin und nicht das tun kann was ich möchte drehe ich durch.

Kann ich mich an ein bestimmtes Amt wenden, oder gibt es Einrichtungen die dafür zuständig sind? Oder habt ihr ein paar Ideen, was man machen könnte?

An eine WG habe ich auch schon gedacht, aber trotzdem kostet das zuviel, wären auch wieder bei den 1000€ (immer grob geschätzt).

Danke schon mal im Voraus :)

Antwort
von wilees, 4

Ich habe einmal in Dein Profil geschaut und gesehen, daß Du schon einige Probleme geschildert hast.

Hast Du schon einmal daran gedacht mit dem Jugendamt Kontakt aufzunehmen und Dir dort Unterstützung nach § 35a ( Jugendhilfe ) zu holen.

Diese kannst Du dann u.U. auch über das vollendete 18. Lebensjahr erhalten.

( Sie muß allerdings vor Vollendung des 18.LJ beginnen )

Zu Deinen wirtschaftlichen Vorstellungen mal angemerkt.

Meine 18jährige Tochter besucht die Oberstufe eines berufsbildenden Gymnasiums ( 60Km entfernt ) und bewohnt eine kkleine Einzimmerwohnung. Kostenpunkt incl. Heizunng, Telefon-Festnetz, Strom und aller Nebenkosten Euro 280,--   Für Lebensmittel etc. erhält sie monatlich 150 Euro. Das ist nicht viel, aber mehr habe ich nicht. Sie schafft es. Wenn Du es willst, Du kannst es auch schaffen!

Auch meine 21jährige Tochter kommt mit 150 Euro im Monat im Studium zurecht.

Antwort
von turnmami, 17

BIs zum Ende deiner Erstausbildung sind deine Eltern unterhaltspflichtig. Hier reicht aber die Wohnmöglichkeit zuhause.

Das Jugendamt und das Jobcenter geben hier nur staatl. Hilfen, wenn du zuhause massiv misshandelt werden würdest.

Dein Streit zuhause ist hier kein Grund für das Jugendamt. Auch dein Wunsch nach einer eigenen Wohnung, da im Heim wieder Regeln gibt, erzeugt im Jugendamt wohl nur ein müdes Lächeln.

Jeder Teenager würde gerne eine eigene Wohnung bezahlt haben um dort nach seinen Wünschen zu "hausen". Hierfür gibt es keinerlei staatl. Hilfen (außer Kindergeld).

Such dir einen Nebenjob, dann kannst du dir vielleicht mit 18 ein WG Zimmer leisten.

Antwort
von Fortuna1234, 20

Also du bist 17 und willst ausziehen, nichts dafür tun? Geld bekommen, aber nicht jobben? Freiheiten haben, obwohl noch minderjährig? Du sagst du bekommst dein Leben nicht auf die Reihe und denkst ein Auszug würde helfen?

Nee, man bekommt erst sein Leben in den Griff und steht dann auf eigenen Füßen. Und Freiheiten bekommt man nicht hinterhergeworfen.

Geh nebenher jobben (hast du noch nie mit deinen 17 Jahren mal gearbeitet), hol dir einen 450€ Job und nimm das Kindergeld. Zieh damit in eine WG und bete dafür, dass du nicht die totale Kontrolle verlierst wenn du daheim weg bist.

Ansonsten steht dir nichts zu und das ist auch gut so. Deine Probleme haben nicht mit deinen Eltern zu tun. Du verschläfst, du hast keine Selbstdiziplin, du kommst zu spät. Wenn du ausziehst, wirst du den Müll nicht runterbringen, nicht abspülen, nicht putzen, vermutlich nicht waschen und dein Leben geht komplett den Bach runter. Du bist null selbstständig und schiebst das mit 17 Jahren auf deine Eltern. Nee, nee, so einfach kannst du dir das auch nicht machen.

Wenn du dein Leben in den Griff bekommen willst, dann tu was. Erwarte aber nicht, dass dir alle den Popo hinterhertragen.

Kommentar von tobi2556578 ,

Ich habe schon gearbeitet, aber halt im sommer. Und es reicht nicht einfsch nur im sommer zu arbeiten und dann den rest nicht mehr. Wenn keine ferien sind ist es schwer bis unmöglich eine arbeit zu finden, weil dich niemand nimmt, nur damit du dann nach der schule so gegen 8 für 2 stunden arbeitest. Und ich will auch nicht, dass mir jemand meine freiheit nachwirft, die hol ich mir schon selbst. Und glaub mir, ich würde so mein leben auf die reihe kriegen und nicht alles den bach runterlaufen lassen. Ich weiß, wie ich ticke, ich weiß, dass ich es schaffen würde. Es ist so, dass mich zu hause alles runterzieht. Würde ich ausziehen, zieht mich nicht alles runter und ich würde mein leben wieder auf die reihe bringen.

Kommentar von Fortuna1234 ,

Ich hab immer neben der Schule gearbeitet. Hatte 17 Uhr Schluss und hab meistens 2 Tage unter der Woche gekellnert, gespült, geputzt. Am Wochende auch. Da hab ich sehr viel mehr als nur die erlaubten 400€ (jetzt 450€) verdient. Ohne großen Anreiz auszuziehen.

Von daher: Such dir einen Job. Gerade in der Gastronomie brauchen die Leute genau dann, wenn du Schule aus hast, weil dann auch die anderen mit der Arbeit fertig sind iund dann essen/trinken wollen.

Antwort
von shepherdgrey, 37

Wie alt bist du wenn ich fragen darf ? Ich würde mal versuchen mich mit allen in deinem Haus zusammen zu setzen und zu sprechen. Oftmals merken andere nicht wie sehr ein Mensch unter Streitigkeiten leidet. Vielleicht findet ihr gemeinsam einen Ausweg oder dein Vater kann dir sogar irgendwie helfen außer mit Geld.

Kommentar von tobi2556578 ,

Ach ja, das habe ich vergessen zu erwähnen, ich bin 17, werde heuer noch 18.

Ja, das mit dem zusammensetze und reden, das geht nicht so gut. Zum einen rede ich nicht so gern mit den Leuten zu Hause und mein Kopf lässt das auch nie zu, er weigert sich immer. Und zum anderen hat mein Vater auch keine Zeit. Mein Vater führt ein Hotel und muss da 24/7 für die Gäste bereit sein. Er kann nicht mehr Personal einstellen, da ihm das Geld dazu fehlt. Der einzige Moment wenn er Zeit hat ist entweder Nachmittags manchmal, wo ich aber immer in der Schule oder beim Psychologen bin, oder auf Nacht, so gegen 11, mal früher, mal wird es aber auch 1. Um der Uhrzeit habe ich ehrlich gesagt nicht mehr viel Lust zu reden und ich denke mein Vater wird da auch keine Lust mehr haben, wenn er schon den ganzen Tag gearbeitet hat. Und sonst kann ich nicht mit ihm reden. Es war früher auch schon immer so wenn wir geöffnet hatten: ich brauche was von meinem Vater (längeres Gespräch) oder er braucht meine Hilfe beim PC, dann sitzen wir halt am Tisch und er steht dann alle 2 Minuten auf und geht zu den Gästen, um zu sehen, ob sie was brauchen und so. Ich übertreibe nicht, er geht wirklich alle 2 Minuten zu den Gästen raus. Ein Gespräch ist unmöglich. Deshalb habe ich auch nie Lust mit meinem Vater irgendwelche Themen zu besprechen, da er sowieso alle 2 Minuten zu den Gästen geht.

Kommentar von shepherdgrey ,

ohje das ist das Problem mit der selbstständigkeit. Aber ich bin mir sicher dass es deinen Vater ziemlich traurig machen würde wenn du gehen würdest. Ich denke er bekommt durch die wenige Zeit einfach sehr viel von dir nicht mit... Wenn du bald 18 bist könntest du mal nachsehen im internet oder beim Jungendamt fragen welche finanzielle unterstützung dir vom staat zustehen würde. eine WG wäre da denke ich das richtige für dich.

Kommentar von tobi2556578 ,

Ich denke mir das so:
zum einen musste ich für 11 Jahre bei meiner Mutter wohnen, weil sie zu egoistisch war mich bei meinem Vater wohnen zu lassen, da sah ich meinen Vater nur jedes zweite Wochenende. Früher oder später ziehe ich sowieso aus. Wenn ich ausziehe würde es mir besser gehen, da ich nicht durchdrehe, wenn ich die Leute zu Hause sehe, ich beruhige mich und bin dann auch irgendwann so weit und besuche die Leute zu Hause freiwillig. Logisch macht es meinen Vater traurig, wenn ich ausziehe, aber das müssen jede Eltern mitmachen. Und ich denke mir, nachdem ich für eine Weile ausgezogen bin und sie zu Hause besuche rede ich auch normal mit ihnen und so und dann ist es meinem Vater wenn er so nachdenkt lieber, dass ich ausgezogen bin und dann ihn besuchen komme und normal mit ihm rede, als wie wenn er mich jeden Tag sieht und nicht mit ihm rede, ihm nicht sage was los ist, er mir nicht helfen kann usw.

Antwort
von KaeteK, 10

In ein Heim möchte ich auch nicht, da es dort Regeln gibt und wenn ich
irgendwo eingeschränkt bin und nicht das tun kann was ich möchte drehe
ich durch.

Da haben wir dein Problem ja schon. Wenn du dich an keine Regeln halten kannst, wirst du im Leben nicht klar kommen. Sobald du in Arbeit bist, hast du einen Vorgesetzten, der bestimmt die Regeln.

Du siehst, du bist das Problem - also löse es dann auch selber. lg

Kommentar von tobi2556578 ,

Ich meinte das so: wir werden so schon in extrem vielen Bereichen eingeschränkt. Ich möchte nicht noch mehr eingeschränkt werden. Bei der Arbeit halte ich mich an Regeln, aber wenn ich dann zu Hause bin möchte ich nicht noch mehr Regeln haben an denen ich mich halten soll.

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