Frage von BTyker99, 39

Was könnte den nächsten Börsenkrach auslösen (Soros)?

Ich habe gelesen, dass György Schwartz (aka George Soros), ein bekannter Investor, darauf setzt, dass es bald einen Börsencrash geben soll. Dafür hat er angeblich 840 Mio.$ investiert, um auf fallende Kurse zu setzen.

Als Begründung wird genannt, dass Aktien überbewertet wären. Aber betrifft das sämtliche Aktien, oder nur eine bestimmte Gruppe (welche?)? Und würde sich ein Crash im Wesentlichen auf einige Aktien beschränken (z.B. die einer bestimmten Branche), oder ist es eher wahrscheinlich, dass sie sich auf den gesamten Aktienmarkt, bzw. weltweit auswirkt?

Ich könnte mir auch vorstellen, dass man als berühmter Investor darauf setzen könnte, durch seine eigene, veröffentlichte Meinung einen solchen Crash auslösen zu können. Wäre so etwas denkbar?

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Soros-setzt-eine-Milliarde-auf-Crash-article184375...

Antwort
von RudiRatlos67, 28

Ich könnte mir auch vorstellen, dass man als berühmter Investor darauf
setzen könnte, durch seine eigene, veröffentlichte Meinung einen solchen
Crash auslösen zu können. Wäre so etwas denkbar?

Theoritisch ja,

ob allerdings ein einzelner Invester diese Macht besitzt wage ich zu bezweifeln. Leichter funktioniert das zb mit der Verbreitung von Gerüchten auf zb. Staatsebenen oder bei den Ölmultis. Auch die Zentralbanken FED und EZB haben wahrscheinlich derartige Machenschaften schon genutzt um Kurse so zu beeinflussen das sie deren Politik entsprechen. Das letzte mir bekannte Gerücht, das die Märkte bewegen konnte, kam vor ein oder zwei jahren aus Russland. Worum es genau ging kann ich zzt nicht mal mehr sagen, aber es hatte soweit ich weiß die gewünschte Wirkung nicht verfehlt.

Zur Frage was den nächsten Börsencrash auslösen könnte....
Man kann nur Tippen, derzeit sind meiner Meinung nach zwei massive Gefahren existent die einen Crash auslösen könnten.
Zum einen die aktuelle Überhitzung der Märkte auf lange Sicht gesehen... Die Kurse der großen Indizes haben seit einiger Zeit ein Eigenleben entwickelt (Blase) das aus meiner Sicht weit vom tatsächlichen Marktgeschenen  abweicht. Das hatte es immer mal wieder gegeben und es hat in der Vergangenheit schon oft zu kleineren und größeren Crashs gewührt.
Zum anderen gehe ich von einem Crash aus, wenn Donald Trump zum US Präsidenten gewählt wird. In dem Fall gehe ich könnte ich mir vorstellen, das es einen zweigeteilten Crash gibt. In erster Linie könnte das alle Länder ausser den USA betreffen. In USA könnten die Kurse dagegen bei einem Trump Wahlsieg ebensogut einen Höhenflug auslösen.

Wichtig ist die alte Börsenregel "Buy the Chrash" will sagen... nach einem Crash erholen sich alle Werte wieder.... das hat bislang immer funktioniert und hat mir schon richtig satte Gewinne beschert.

Kommentar von BTyker99 ,

Nur müsste man am besten wissen, wann es soweit ist, damit man noch Geld übrig hat, um es nach dem Crash zu investieren :-)

Kommentar von RudiRatlos67 ,

wenn man ein vernünftiges Kapitalmanagement hat und nicht mit einer ganzen Reihe ausgestoppter Positionen morgens aufwacht, dann sollte ausreichend Kapital vorhanden sein um den Crash zu kaufen

Antwort
von archibaldesel, 22

Ja, eine solche versuchte Marktbeeinflussung ist denkbar.

George Sorros ist ein ewiger Untergangsprophet. Ich habe noch nie einen Beitrag von ihm gesehen, in dem er die Chancen des Aktienmarktes auf eine positive Marktentwicklung beschreibt. Zu Hochzeiten der EUR-Krise hat er auch für Europa den Untergang des Abendlandes prophezeit. Er lag, wie fast immer, falsch.

Ich kenne nur einen einzigen spektakulären Erfolg von Sorros. Das war seine Spekulation gegen das GBP und die Bank of England. Auch da hat er auf Baisse gesetzt.

Jetzt zum Inhalt der Prognose. Der DAX hat zurzeit ein KGV von 12,9. Das durchschnittliche KGV des DAX lag in den letzten 30 Jahren bei 19. In den USA sieht es ähnlich aus. Das KGV des DJ lag durchschnittlich bei 25 und liegt aktuell bei 20. Da kann ich keine signifikante Überbewertung erkennen.

Man muss natürlich schon hinschauen. Zurzeit sind Zinsen praktisch abgeschafft. Immer mehr Geld wird in die Aktienmärkte gespült. Eine liquiditätsbedingte Blasenbildung ist nicht ausgeschlossen.

Antwort
von brummitga, 28

wenn der Mann diese Summe auf eine Crash setzt, wird er alles dafür tun, dass dieser eintritt. Es ist doch immer so, dass des einen Schaden des anderen Gewinn ist.

Kommentar von RudiRatlos67 ,

Dazu müsste er aber neben seinen Investitionen auch über genügend Geld verfügen um ggf kursgewinne zu durchschreiten und zum anderen weiteres kapital in ausreichender Menge nachschießen können um den Crash ggf weiter voran zu treiben. Meiner Meinung nach ist das nicht möglich um die Kurse in der Art zu beeinflussen....
Ein schönes kleines Gerücht zum richtigen Zeitpunkt ist dagegen sehr viel Wirkungsvoller und nicht so kostspielig :)

Kommentar von archibaldesel ,

Wer sagt denn, dass er die Mrd. tatsächlich investiert hat? Kann ja ein kleines Gerücht zum gewünschten Zeitpunkt sein....

Kommentar von BTyker99 ,

Wenn er davon ausgeht, dass sein Gerücht den erwünschten Erfolg hat, wäre es ja sinnvoll, dass er wirklich Verkaufsoptionen erworben hat, sonst würde er ja daran nicht verdienen, wenn ich das richtig verstehe. Dass er die Investition getätigt hat, scheint wohl erwiesen zu sein, weil es wohl in dem Fall eine Pflicht gibt, die Daten zu veröffentlichen (laut dem Artikel).

Antwort
von GuenterLeipzig, 19

Man sollte sich vor solchen pauschalen Aussagen hüten.

Sicher gibt es Aktientitel, die ein hohes KGV haben, aber auch jede Menge, deren KGV deutlich unter 20 ist.

Guckst Du:

http://index.finanztreff.de/indizes_einzelwerte.htn?i=159096

http://index.finanztreff.de/indizes_einzelwerte.htn?i=159194

Günter

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