Frage von Tobi29042000, 44

Was können wir für die Flüchtlinge tun?

Guten Abend,

als Verein haben wir eine gute Möglichkeit, den Flüchtlingen zu helfen. Wir haben jedoch keinerlei Erfahrung und daher wende ich mich als Leiter nun an Euch:

Wir waren bei den Flüchtlingen, die hier im Dorf untergebracht sind. Diese nettesten Menschen der Welt (!) sind unglaublich bescheiden und - ich breche den Satz jetzt hier ab, denn ich halte es nicht für nötig hier Lob und Gründe für die Hilfe weiter auflisten zu MÜSSEN - ...

Sie meinten zu uns, sie wären sehr zufrieden, denn hier hätte man nichts gegen sie. Einige würden natürlich nicht so offen sein, aber im Vergleich zu "Kollegen, die mit gereist sind" hätten sie es sehr gut, weil es keinen offenen hass wie bei den anderen gibt. ABER: (und das ist der Grund meiner Frage) Ihnen wäre unendlich langweilihg.--Sie dürfen ja auch den ganzen Tag nichts machen, und daher die Frage: Was können wir als gemeinnütziger Verein (Kolping) für diese Menschen tun / was könnten wir mit ihnen Unternehmen? Am Samstag haben wir bereits einen Kegelabend geplant, aber das reicht uns nicht.

Habt Ihr Erfahrung oder kennt Ihr Programme? Was würdet Ihr mit ihnen machen oder was ist in eurer Gegend typisch?

Danke für alle Antworten! Tobias

PS: Ich lasse hier genauere Bezeichnungen wie den exakten Verein raus, weil die Frage schonmal gesperrt wurde.

Antwort
von GroupieNo1, 44

Wir binden jedes Wochenende eine Familie in unser Leben ein und machen ganz normale Unternehmungen wie sonst auch. Mal in die Berge oder nach München oder sonst was.
Es kommt drauf an, was euch als Verein an Mitteln zusteht. Ausflüge mit ihnen unternehmen.
Ansonsten kocht etwas gemeinsam, die verschiedenen Kulturen zusammen sind recht interessant. Mit den Frauen könnt ihr einen Handarbeit Workshop machen. Nähen, Stricken ... Mit den Männern, etwas bauen.!schafft euch ein Projekt an, etwas aus Holz zum Beispiel und das dann versteigern, wieder zu Gunsten der Flüchtlinge. Mit den Kindern etwas basteln. Oder so "banale" Dinge wie Fußball spielen, bei schlechtem Wetter Brettspiele machen oder mal gemeinsam in ein Museum gehen.

Kommentar von Tobi29042000 ,

Danke für die Reaktion!


Ich hatte vergessen zu erwähnen, dass bei uns 22 Männer untergebracht sind, sonst niemand.


Danke für die Tipps!

Kommentar von GroupieNo1 ,

Dann macht doch n Fußball Turnier ihr bekommt doch 2 Mannschaften schon alleine mit Flüchtlingen hin. Und das mit dem hohen klappt auch mit Männern ;) ist ein ganz lustiger Austausch, hatten wir auch schon.
Oder geht mal Schlittschuh fahren. Das ist ganz lustig mit denen, gerade die Afrikaner die tatsächlich noch nie Schnee und Eis sahen

Antwort
von PeterSchu, 33

Das hängt davon ab, welche andern Hilfen schon gegeben sind. Es werden natürlich Sprachkurse gebraucht und ggf. Kleiderspenden. Aber sowas sollte koordiniert sein und es kann nicht jeder Verein einfach drauflos agieren.

Was aber wichtig sein kann, wäre eine Begleitung im Alltag. Also zum Beispiel Einkäufe erledigen oder andere Alltagsaufgaben. Je nach Herkunftsland kennen die Leute ja möglicherweise die Gepflogenheiten noch nicht.

Des Weiteren kann es auch nützlich sein, die Umgebung kennenzulernen. Sei es irgendwelche Sehenswürdigkeiten oder Freizeiteinrichtungen, oder aber den Besuch von Sport-. oder anderen Vereinen, wo vielleicht mal jemand ein Fußballspiel sehen mag oder sogar mitspielen möchte. Ihr könnte ja mit den Vereinen abtsimmen, welche Möglichkeiten sie sehen. All dies ist gleichzeitig auch hilfreich beim Lernen der deutschen Sprache.

Denkbar ist auch eine Art Familienpatenschaft. Das heißt, ein Einheimischer bzw eine Familie übernimmt die Betreuung einer Flüchtlingsfamilie. Das kann ein 1-2-maliger Besuch in der Woche sein oder aber bei Bedarf weitere Kontakte oder Hilfen.

Kommentar von Tobi29042000 ,

Danke für die Antwort, aber es geht besonders darum, was man gegen die Langeweile tun kann. Der Rest ist so organisiert, wie Du es als optimal beschrieben hast ;)

LG

Kommentar von PeterSchu ,

Ich würde eben auch fragen, wo die Interessen liegen. Und es kann nicht schaden, dabei die Umgebung kennenzulernen. Man kann ja ggf. mal Veranstaltungen, Konzerte, einen Weihnachtsmarkt besuchen, oder andere Dinge. Und auch die hiesigen Gepflogenheiten kennenlernen. Bei uns stellte es sich zum Beispiel heraus, dass einige in ihrer Heimat nicht das Feiern von Geburtstagen kannten. All dies kann man auch nebenbei vermitteln.

Antwort
von 1988Ritter, 17

Ich würde denen nicht unbedingt heile Welt und Wellness vorgaukeln. Diese Menschen werden nicht für den Rest ihres Lebens betreut, irgendwann sind sie auf sich selbst gestellt. Damit das dann kein Sprung ins kalte Wasser wird, empfehle ich realitätsbezogene Unternehmungen.

Geht für alte und behinderte Menschen in Eurer Gemeinde gemeinschaftlich einkaufen und Besorgungen erledigen. Dadurch lernen sie Sozialverhalten, und das Leben mit unserer bestehenden Infrastruktur kennen.

Antwort
von himako333, 11

Kommt ja drauf an woher die Gäste kommen... sinnvoll ist es immer mit denen die Schrift und das Sprechen zu üben .. es bieten sich die Bücher der Grundschulkinder an .. ihr könnt Euch ja regelmäßig treffen und mit ihnen üben. Mit denen einkaufen gehen und zu Behörden begleiten. Spielnachmittage werden bei uns auch sehr gut besucht .

Antwort
von hierzulande65, 38

Gesellschaftsspiele spielen und dabei viel reden, damit sie die Sprache lernen. Ich würde keine kostenintensiven Unternehmungen machen, denn das werden die sich später dann auch nicht leisten können. Du gaukelst denen dann nur ein Leben vor, was sie später nicht führen können (finanziell gesehen). Wer kann es sich leisten, jede Woche kegeln zu gehen? Man sollte alles im Rahmen halten.

Kommentar von Tobi29042000 ,

Danke für die Antwort.

Es war nie die Rede von "jede Woche", und das ist es ja auch: unser Verein könnte sich das selbst nicht leisten.

Danke für den Tipp mit den Spielen,

LG

Kommentar von hierzulande65 ,

Karaoke oder Scharade spielen wäre auch noch eine Idee.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community