Frage von Tenail, 613

Was können wir bei einer falschen Rechnung von EOS DID machen?

Hallo, meine Lebenspartnerin hat letztens ein Schreiben von dem Inkassounternehem EOS DID erhalten. Darin wird sie aufgefordert 300 € von OTTO zu bezahlen. Sie hat aber in ihrem Leben nie etwas da bestellt. Daraufhin haben wir von EOS eine Rechnungskopie und eine Kopie von den Mahn/Vollstreckungsbescheid angefordert. Das haben wir dann auch bekommen. Die Rechnung ist auf einen ganz anderen Nachnamen ausgeschrieben und über 8 Jahre alt. Wenn der Name wenigstens ähnlich klingen würde, könnte man das nachvollziehen. Aber der ist komplett anders. Anscheinend gehen die davon aus dass meine Partnerin danach geheiratet hat, was aber auch nicht stimmt. Sie hat noch nie geheiratet. Die Adresse und der Vorname stimmen allerdings auf der Rechnung. Auf dem Bescheid stimmt hingegen alles. Wir wissen nicht was wir dagegen machen können. Waren sogar schon beim Amtsgericht. Die haben gesagt, man kann nichts dagegen machen, Ungerechtigkeit gibt es nunmal und wir sollen in den sauren Apfel beissen und trotzdem bezahlen. (Das bei einem Gericht zu hören ist schon Unfassbar). Wir sehen das aber dennoch nicht ein, dass die Betrüger ungeschoren davon kommen. Was können wir noch machen?

Antwort
von mepeisen, 485

Wie Franneck und Kevin schreiben, brauchst du mehr Infos, um den korrekten Weg einzuschlagen. Fordere daher unbedingt schon heute per Fax oder Telefon vom Amtsgericht eine Aktenkopie an und betonte, dass es eilt, da offenbar eine Personenverwechslung vorliegt, die man aber beweisen muss, und man 14 Tage Fristen zu wahren hat.

Sobald die Kopie da ist, schaue ganz genau durch, ob irgendetwas daran komisch ist.

Hat deine Partnerin auch wirklich zu dem Zeitpunkt des Titels noch dort gewohnt? Oder ist sie damals umgezogen?

Dann würde ich heute noch zur Polizei gehen und Strafanzeige gegen unbekannt erstatten wegen Betrugs und Identitätsmissbrauchs. Wenn die Rechnung auf jemand anderen lautet, hat womöglich irgendwer (der eigentliche Schuldner? Das Inkasso?) eine absichtliche Personenverwechslung herbei geführt. Sprich: Irgendwer hat da den Namen ausgetauscht.

Antwort
von kevin1905, 393

Wir wissen nicht was wir dagegen machen können.

Ihr braucht die Zustellungsurkunde zu dem Mahn- und Vollstreckungsbescheid und müsst schauen wohin diese gegangen ist und dies abgleichen mit dem Melderegistereintrag deiner Partnerin.

Waren sogar schon beim Amtsgericht.

Wolltet ihr einen Beratungshilfeschein oder was trieb euch zum Amtsgericht?

Ihr braucht einen Rechtsanwalt.

Die haben gesagt, man kann nichts dagegen machen

Es kommt drauf an, wenn der Mahn- und vollstreckungsbescheid korrekt zugestellt wurden ist es in der Tat schwierig, daher rate ich ja zur Rechtsberatung. Bei 300,- € Forderungsstand und ohne RSV oder Beratungshilfe kann dies aber teuer werden.

Antwort
von franneck1989, 331

Auf dem Bescheid stimmt hingegen alles.

Wurde dieser euch damals auch zugestellt? Was sagt die zugehörige Zustellungsurkunde?

Nur wenn der Vollstreckungsbescheid damals nicht korrekt zugestellt wurde, kann man diesen nachträglich aus der Welt schaffen. Dann solltet ihr zu einem Anwalt gehen. Mit diesem dann Wiedereinsetzung in den vorigen Stand (§233 ZPO) beantragen. Dann kann dem Vollstreckungsbescheid widersprochen werden.

Wichtig: Fristen beachten, d.h. das ganze noch vor Weihanchten in die Wege leiten!

Antwort
von Tenail, 260

Ist ja auch das "Lustige". Sie hat nie einen Bescheid bekommen. Beim Amtsgericht waren wir, um Beratungshilfe zu beantragen. Die haben das da direkt geprüft und haben gesagt, dass ein rechtsgültiger Vollstreckungsbescheid vorliegt und haben uns dann direkt wieder weggeschickt mit dem Kommentar "Ungerechigkeit gibt es nunmal". Unsere Überlegung ist jetzt, einen Ledigenschein zu besorgen, um zu beweisen, dass meine Partnerin nie geheiratet hat. Dannn müsste doch der Vertrag rückwirkend nichtig gemacht werden, da falscher Name. Oder irre ich mich?

Antwort
von Tenail, 248

Ist ja auch das "Lustige". Sie hat nie einen Bescheid bekommen. Beim
Amtsgericht waren wir, um Beratungshilfe zu beantragen. Die haben das da
direkt geprüft und haben gesagt, dass ein rechtsgültiger
Vollstreckungsbescheid vorliegt und haben uns dann direkt wieder
weggeschickt mit dem Kommentar "Ungerechigkeit gibt es nunmal". Unsere
Überlegung ist jetzt, einen Ledigenschein zu besorgen, um zu beweisen,
dass meine Partnerin nie geheiratet hat. Dannn müsste doch der Vertrag
rückwirkend nichtig gemacht werden, da falscher Name. Oder irre ich
mich?

Antwort
von quanTim, 254

wenn ich mich recht erinnere, dann gibt es sowas wie eine regelmäßige verjährung. 3 jahre nach einem kauf, mit stichtag am 31 Dezember läuft der anspruch auf auszahlung ab.
da die rechnung 8 jahre alt ist, und sich seid 8 jahren niemand darum gekümmert hat, sollte die forderung hinfällig sein. Egal welche namen auf dem papier stehen.

Kommentar von franneck1989 ,

Es liegt ein Vollstreckungsbescheid vor, der verjährt erst nach 30 Jahren

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten