Was kann schlimmstenfalls passieren,wenn man Rechnungen auf Grund von Mittellosigkeit nicht zahlen kann?

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8 Antworten

Kann es sogar zu Haftstrafen kommen?

Nein. Schulden zu haben ist nicht strafbar.

Wie oft steht der Gerichtsvollzieher dann vor der Tür?

Wenn die Vermögensauskunft (früher Eidesstattliche Versicherung/Offenbarungseid) abgegeben wurde, werden die Besuche meist weniger.^^


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Das wichtigste für dich jetzt: Aufpassen, was gefordert wird und nur das zahlen, was du wirklich zahlen musst.

Da du ja offenbar die Gläubiger über deine Zahlungsprobleme informiert hast, sind vorgerichtliche Inkasso- und Anwaltsgebühren schonmal nicht durchsetzbar. Ansonsten fehlt es noch an Infos zu den Forderungen.

Lasse dich auch keinesfalls auf Ratenzahlungen mit Inkassobüros ein! Das bringt dir nur unnötige weitere Schulden ein.

Wenn du wirklich nichts abdrücken kannst, wirst du es auf ein gerichtliches Mahnverfahren ankommen lassen müssen. Beim Mahnbescheid, falls nötig, Teilwiderspruch einlegen bei unnötigen Posten und den Rest titulieren lassen. Das ist alles nicht weiter schlimm, da bei dir offenbar eh nichts weiter zu holen ist. Es könnte sein, dass du mit dem Gerichtsvollzieher eine Ratenzahlung ausmachen kannst.

Haftstrafen gibt es dafür übrigens nicht. Nur die Verweigerung der Vermögensauskunft könnte dazu führen.

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Bevor es zu einer Haftstrafe kommt,kommen zuerst mal andere Sachen.Mahnungen,Inkasso,gerichtliches Mahnverfahren,Gerichtsvollzieher,Kontopfändung.So in etwa!Warum gehen deine Gläubiger denn auf keine Ratenzahlung ein?Und warst du mal bei einer Schuldenberatung?


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Kommentar von Resistance2019
12.01.2016, 14:04

Nein, das ist alles erst in letzter Zeit entstanden , da mich das Amt im Stich lässt. Selbst wenn ich bei allen Gläubigern in Raten zahle, komme ich monatlich auf einen Betrag von ca. 100 €, was bei dem niedrigen BaföG-Satz nicht möglich ist. Und was bringt so eine Schuldnerberatung schon,wenn ich die ganzen Ratenverhandlungen etc. sowieso selbst erledigen muss? 

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Es wird zunächst einmal ein Mahnbescheid auf Dich zukommen. Solltest Du dann nicht bezahlen kommt es zu einem Besuch von einem Gerichtsvollzieher. Viele übergeben auch Deine Schulden an eine Inkassofirma. Die berechnen dann sehr viel um Deine Schulden einzutreiben. Sicherlich wäre es besser gewesen Dir Dinge anzuschaffen wenn Du über einen Bafögbescheid verfügen könntest. Dir muss doch klar gewesen sein, dass Du kein Geld hast. In diesem Fall liegt sogar Vorsatz vor.

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Kommentar von SiViHa72
12.01.2016, 13:23

Dabei ist zu Unterscheiden, für den Laien verständlicher: ein Mahnbescheid, gerichtlich, kommt vom Gericht. Dann hat der Gläubiger einen Titel gegen Dich. Nicht zu verwechseln mit der Mahnung durch den Gläubiger selber.

Nach der kann nicht sofort ein GeVo kommen.

2000e sind vermutlich auch mit Bafög nicht gar so einfach abzuzahlen.

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Gerichtsvollzieher käme dann. Nach Offenbarunseid dürfte aber ohnehin nicht mehr viel passieren. Und wenn die Gläubiger auf Ratenzahlung verzichten sind Sie selber Schuld.

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Klar kannst du bei andauernd ausbleibenden Zahlung auch zu einer Gefängnisstrafe verdonnert werden. I.d.R. wird dir aber zuvor die eidesstattliche Versicherung nahe gelegt - was dann auch m.M. der Schlimmste Fall wäre. 
Das die Gläubiger keine Ratenzahlung akzeptieren kann ich schwer glauben. 99% aller Gläubiger sind froh, sich teure Geldeintreiber sowie das Risiko einer eidesstattlichen Versicherung zu minimieren in dem sie dir zumindest eine Ratenzahlung anbieten.

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Kommentar von PatrickLassan
12.01.2016, 13:22

Klar kannst du bei andauernd ausbleibenden Zahlung auch zu einer Gefängnisstrafe verdonnert werden.

Welcher Straftatbestand sollte denn dafür vorliegen?

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Der Gerichtsvollzieher holt die Sachen dann ab.

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Kommentar von Resistance2019
12.01.2016, 14:05

Ich habe nur Kisten mit alten Klamotten. Das einzig wertvolle ist mein Laptop aber ohne den kann ich schlecht Aufgaben für meine Ausbildung erledigen.

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Inkasso auf jeden Fall recht bald, dann werden schon Handy-Verträge zum Problem. GeVo kommt je nachdem, so weit ich weiss, öfter, denn es kann sich ja was lohnendes reingeschlichen haben.

Sobald was in Mahnung gegangen ist, gerichtlich ein Titel erworben wurde, ist die Forderung um die 30 Jahre vollstreckbar.

Privatinsolvenz hat auch spannende Aspekte.

Ist denn der Bafög-Antrag gestellt? Und Du meinst, dann mit dem Bafög die Schulden ion sinnvollen Raten abstottern zu können? Dann würde icgh denen das auf jeden Fall so mitteilen, die bearbeitung des Antrags währt ja nicht ewig.

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Kommentar von PatrickLassan
12.01.2016, 13:49

Sobald was in Mahnung gegangen ist, gerichtlich ein Titel erworben wurde, ist die Forderung um die 30 Jahre vollstreckbar.

D.h. wenn der Gläubiger z.B. einen Vollstreckungsbescheid erwirkt.

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