Frage von youfor8, 130

Was kann man machen, wenn der Gutachter keinen Behandlungsfehler erkennt und der Anwalt nicht weitermachen will?

Hallo zusammen! Ich kenne jemanden der wegen schwerer Erkrankung im Krankenhaus lag und dort behandelt wurde. Bei der Person wurde ein Behandlungsfehler gemacht. Diese Person ist dann zum Anwalt gegangen obwohl er keine Rechtschutzversicherung hat. Der Anwalt hat das MDK und die Bayerische Ärztekammer empfohlen und einen Gutachten gefordert. Beide Stellen kamen zum Entschluß das es kein Behandlungsfehler ist. Danach meinte der Anwalt ein Privatgutachten einholen oder Verklagen.De Person hat ein Privatgutachten machen lassen und dieser kam auch zum Entschluß dass es kein Behandlungsfehler ist. Da der Anwalt kein Erfolg sieht und keine weitere Kosten entstehen soll will der Anwalt nicht mehr weiter machen. Was soll die Person noch machen oder was kann er noch machen?

Antwort
von Interesierter, 50

Hier stellt sich mir zunächst die Frage, wie die Person darauf kommt, es handle sich hier um einen Behandlungsfehler.

Wenn zwei Gutachter im Auftrag des Klägers zu dem Ergebnis kommen, dass kein Behandlungsfehler vorliegt, sehe ich die Wahrscheinlichkeit, dass sich diese beiden Gutachter irren und der Patient Recht hat, für sehr gering an.

Ähnlich wird das der Anwalt sehen. Die Sache ist recht einfach. Will jemand vor Gericht Schadensersatz bzw. Schmerzensgeld einklagen, braucht er Beweise für das Fehlverhalten des Beklagten. Kann er diese Beweise nicht beibringen, wird er den Prozess verlieren. Mit zwei Gutachten, die gegen den Kläger ausgefallen sind, hat der Anwalt rein gar nichts in der Hand, worauf er eine Klage stützen könnte.

Der Kläger könnte nun schauen, ob er evtl. einen dritten Gutachter findet, der einen Behandlungsfehler erkennt. Nur halte ich es für sehr fraglich, ob ein unabhängiger Gutachter, der vom Gericht bestellt wird, dieser Meinung folgt.

Antwort
von Tommkill1981, 35

Wenn des Gutachen beweist, das kein behandlungsfehler vor liegt, dan sollte dein bekannter einfach mal aufhören damit auf Behandlungsfehler zu hoffen.

Die Chanchen stehen ja nicht wirklich gut das er Erfolg haben wird. Selbst wenn der Anwalt das auch schon sagt...

Antwort
von Lumpazi77, 32

Ich tippe mal auf eingebildeten Behandlungsfehler, da empfiehlt sich nichts mehr zu machen !

Kommentar von ErwirdKanzler ,

mein opa hatte einem gutachten widersprochen und ist damit durchgekommen, hatte nur 5 jahre gedauert und wenn der anwalt nicht seine tochter gewesen wäre, hätte der dazu bestimmt keinen bock gehabt

und es war glück, weil er noch 40 jahre alte fotos hatte und damit den damaligen zustand beweisen konnte

Kommentar von Lumpazi77 ,

Lese bitte den Sachverhalt nochmal durch !

Antwort
von wilees, 50

Im Grunde hat er alle Möglichkeiten ausgeschöpft.

MDK und die Bayerische Ärztekammer empfohlen und einen Gutachten
gefordert. Beide Stellen kamen zum Entschluß das es kein
Behandlungsfehler ist. (  Hier war wohl das 1. Gutachten )

Privatgutachten (  --- machen lassen und dieser -- )  kam auch zum Entschluß dass es kein Behandlungsfehler ist.

Da der Anwalt kein Erfolg sieht und keine weitere Kosten entstehen soll will der Anwalt nicht mehr weiter machen. 

Ein vernünftiger Anwalt.

Auch wenn es bitter ist, gesundheitliche Schäden in irgendeiner Art erfahren zu haben, es macht keinen Sinn weiter Kraft und Geld zu verschwenden.

Antwort
von Chillyourbut, 44

Warum will diese Person noch weiteres versuchen einzufordern, wenn die anderen Meinungen klar sagen, es liegt kein Behandlungsfehler vor? Und ist es von dieser Person nur eine Vermutung, oder liegt es schwarz auf weiss vor ihren Augen? Entweder die Meinung von einem anderen Anwalt einholen und wenn es wirklich schwarz auf weiß stehen sollte, dh. wenn sie handfeste Beweise haben sollte und sie dadurch beeinträchtigt wurde, verklagen. Aber ob sie beim Krankenhaus mit einer Anklage vorankommt, ist die nächste Frage... Liebe Grüße!:)

Antwort
von Thaliasp, 61

Vermutlich bleibt der Person nichts anderes übrig als das Urteil zu akzeptieren. Es ist schwierig einem Arzt oder Krankenhaus einen Fehler nachzuweisen. 

Wenn die Person viel Geld hat könnte sie höchstens einen neuen Anwalt suchen und mit dem die ganze Sache nochmals aufrollen. Etwas anderes glaube ich nicht dass es noch gibt. 

Ich schreibe zwar aus der Schweiz, aber ich kann mir nicht vorstellen dass es in Deutschland viel anders ist

Antwort
von Roquetas, 37

Ich würde auf den Anwalt hören und aufgeben. Wie schwer es in Deutschland ist, einen Behandlungsfehler nachzuweisen, hat der Patient ja schon feststellen müssen.

Lies aber mal folgenden Artikel durch:

http://www.berlin.de/special/gesundheit-und-beauty/gesundheit/ratgeber/3096286-2...

Antwort
von MatzeTnet, 29

Es gibt 2 Gutachten, die anscheinend unabhängig voneinander erstellt wurden. Desweiteren rät der Anwalt von weiterem Vorgehen ab, was schon etwas heißen will, da er ja eigentlich ein Interesse an einem weiteren Vorgehen hat (Geld verdienen). An deiner Stelle würde ich deinen Bekannten davon überzeugen, dass vllt doch kein Behandlungsfehler vorliegt.

Antwort
von Glueckskeks01, 46

Die Frage ist, wenn ALLE feststellen, dass es sich nicht um einen Behandlungsfehler handelt, ob es denn dann überhaupt einer ist. Wenn er zu viel Geld übrig hat, dann würde ich weitermachen (mit wenig Sicht auf Erfolg), ansonsten ruhen lassen.

Antwort
von ErwirdKanzler, 27

sie sollte gar nichts mehr machen

ansonsten verbrennt sie geld ohne ende

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