Frage von Lucifer93, 32

Was kann mann bei Trauer machen?

Ich und meine Familie mussten unsern ersten Hund am 21.12.15 ein schläfern lassen auf grund einer Arthrose und bandscheiben probleme und er hat mir sehr viel bedeutet und wir kannten uns 15 Jahre und 4 Monate und immer wenn ich mir ein altes Foto von ihn anschaue kann ich es bis heute nicht glauben das er Tod ist und es kommt mir wie ein Traum vor aus den mann einfach zu gerne aufwachen möchte .Und nun ist meine frage was mann da tun kann

Antwort
von Fotografin1958, 22

Erst einmal herzliches Beileid! Ich kann mit Dir fühlen. Ich musste mich schon oft - viel zu oft - von meinen geliebten Katzen verabschieden, um sie über den Regenbogen zu schicken. Bis heute habe ich keiner meiner Katzen vergessen. Manchmal trauer ich noch um sie und vermisse sie.

Meine Methode ist hart: Wenige Tage nach dem Tod eines geliebten Gefährten hole ich mir eine Katze (oder auch zwei Katzen) aus dem Tierheim. Warum? Weil es zu viele Tiere in den Heimen gibt, die sehnlichst auf ein neues Zuhause, auf liebevolle Menschen warten. Ich nehme auch gerne "Problemfälle" und werde nach einer gewissen Eingewöhnungszeit mit ganz viel Liebe, Anhänglichkeit, Zutraulichkeit und Dankbarkeit belohnt. Zwar wurde ich häufig gewarnt, Tierheim-Tiere wären schwierig und unberechenbar ... aber davon habe ich bis heute nichts mitbekommen!

Kommentar von banane131 ,

So ist es! Genau so tu ich auch.....

Antwort
von Manja1707, 12

Ich denke mit der Trauer wird jeder anders umgehen, da gibt es kein "besser" oder "schlechter" sondern für den Betroffenen muss es passen. Vor fünf Jahren haben wir erfahren, dass unser Hund Krebs hat und da könnte ich mich schon innerlich darauf einstellen, dass ich mich von ihm verabschieden muss. Durch Medikamente ging es ihm noch mehrere Monate recht gut, doch dann ging es sehr schnell. Ich habe mich schon in dieser " Verabschiedungszeit" dazu entschlossen, möglichst bald wieder einen Vierbeiner zu nehmen, weil das bei uns einfach zu unserem Leben dazugehört. Deswegen habe ich den verstorbenen Hund nicht weniger lieb oder ihn gleich vergessen. Ich wollte diesmal einen armen Hund aus dem Tierschutz, außerdem einen Mischling, denn gezüchtet werden sowieso so viele, aber die Mischlinge brauchen auch ein Plätzchen. Wir haben über eine Tierschutzorganisation eine Hündin die ausgesetzt wurde in Bulgarien genommen. Und was soll ich sagen, sie ist der liebste Hund, so klug, brav, mutig und kuschelt gerne. Ein Traumhund! Es gibt so viele arme Tiere die ein Plätzchen suchen. Natürlich ist mir bewusst, dass ein Hund nicht so alt wird wie ein Mensch und irgendwann wieder ein schmerzlicher Abschied kommt, aber das wird aufgewogen durch die wunderbare Zeit die wir gemeinsam verbringen, wir nehmen sie überall hin mit, auch in Urlaub. Man bekommt soviel Liebe zurück, es ist einfach schöner mit Hund!

Antwort
von miaLaiin, 21

Vor ein paar Jahren mussten wir auch unseren geliebten Hund einschläfern lassen, weil er Krebs hatte. Die erste Zeit danach war hart. Ich hab von ihm geträumt und war völlig verwirrt als ich aufwachte und er nicht mehr da war. Ich war eine ganze Weile lang traurig und hab noch lange ab und zu geweint.

Was mir geholfen hat, war ein Foto von ihm aufzustellen und mit schönen Erinnerungen an ihn zu denken. Ich weiß, nichts kann ihn ersetzen, aber wir haben uns 2 Jahre später einen neuen Hund zugelegt, den wir auch über alles lieben. Es hilft mit dem Tod klar zu kommen.

Kommentar von Lucifer93 ,

Ich habe mir auch vor kurzen ein paar gute Fotos von ihn in den Bilder Rahmen gestellt und das schlimme an der Sache ist das ich vor den Tag immer angst hatte ihn zu verlieren wir beide waren wirklich die dicksten Kumpels überhaupt und vom Charakter waren wir uns auch total ähnlich als ich ihn Kennengelernt habe war ich 6 Jahre und 11 Monate alt und er selber war damals in seinen hunde Jahren auch nicht viel älter als ich :(

Antwort
von DonCredo, 6

Hi Lucifer93! Das kann Dir denke ich absolut jeder Tierbesitzer hier nachfühlen und das ist ganz normal so - finde ich wenigstens. Mein Weg ist da nicht, gleich wieder was Neues zu adoptieren, der alte Wegbegleiter muss auch im Herzen erstmal gehen können. Aber: vielleicht hilft es Dir, den Focus etwas weg vom Tod und dem Vermissen zu verlegen. Sage Dir, dass der Tod unvermeidbar ist und sehe es gerade in diesem Fall auch als Erlösung für Deinen Freund an, für die er/sie Dir sicher dankbar sein wird. Erinnere Dich an die schönen Stunden, gehe bekannte Wege und wenn es sein muss weine auch mal um ihn - aber lass ihn jetzt seinen Weg gehen und fülle die Leere mit schönen Erinnerungen. Vergessen wirst Du ihn eh nicht und nach einer Zeit bist Du bereit für den nächsten Freund. Liebe Grüsse Don

Antwort
von Maienblume, 16

Durch diese Trauer mußt Du leider durch, die läßt sich nur aushalten, nicht ausschalten.

Ich kann Dir aber sagen, daß es mit der Zeit ein wenig besser wird.

Dein Hund wird immer einen Platz in Deinem Herzen haben!

Und wenn Du mit lieben Menschen über ihn reden kannst, und schöne Erinnerungen wachrufst, wird Dir das auf lange Sicht auch helfen.

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