Frage von luluSexy, 80

Was kann man von einem Einfamilienhaus für 30.000€ erwarten?

Ich schaue mir gerade bei Immobilienscout zwangszuversteigernde Einfamilienhäuser & treffe dabei auf Preise von 20.000-50.000€ für Baujahr 1970 & 150qm Wohnfläche.
Wirkt auf mich, als würde damit was nicht in Ordnung sein oder sind derartige Immobilien bei Zwangsversteigerungen stehts so günstig?

Antwort
von ChristianLE, 77

Wirkt auf mich, als würde damit was nicht in Ordnung sein oder sind derartige Immobilien bei Zwangsversteigerungen stehts so günstig?

Die angegebenen Preise stellen das Mindestgebot dar und nicht den tatsächlichen Kaufpreis. Wenn Du Glück hast, bist Du der alleinige Bieter, wenn Du Pech hast, bieten zig andere mit und der Kaufpreis erhöht sich.

Ich erinnere mich an eine Zwangsversteigerung in Dresden an der ich teilgenommen habe. Das Startgebot für das Objekt lag bei 100.000 EUR, letztendlich wurde es für > 300.000 € versteigert.

Grundsätzlich ist aber davon auszugehen, dass das Mindestgebot dem Verkehrswert entspricht.

Warum der Preis so niedrig ist, lässt sich so pauschal nicht beantworten. Das könnte zum einen am Zustand liegen, zum anderen aber auch an der Lage. Wenn sich das Objekt beispielsweise 50m von einer Autobahn im tiefsten Brandenburg befindet, dann drückt das den Preis.

Es kann beispielsweise auch sein, dass einer Person ein Wohnungsrecht für das Haus eingeräumt wurde und das Haus auch nach Erwerb gar nicht nutzbar ist.

Es wäre demnach grundsätzlich empfehlenswert, sich das Objekt anzuschauen, bzw. mögliche Belastungen (rechtlich und materiell) vorab zu prüfen.

Blind sollte man so etwas nie erwerben.

Kommentar von FutFreeestylio ,

Grundsätzlich ist aber davon auszugehen, dass das Mindestgebot dem Verkehrswert entspricht.

nein, das mindestgebot sind die kosten des verfahrens

wenn etwas für das mindestgebot verkauft wird, sieht die bank keinen cent des geldes

das geht alles für die zwangsversteigerung und etwaige grundsteuerschulden, meine ich, dann drauf

Kommentar von ChristianLE ,

Korrekt. Mein Fehler

Antwort
von gerd47, 39

Tja, wenn man das von vornherein wüßte. Du kannst davon ausgehen, dass bei Zwangsversteigerungen die Immobilien zu Preisen verkloppt und verschleudert werden, die dem tatsächlichen Wert in keiner Weise entsprechen. Die in den Ankündigungen der Gerichte veröffentlichten "Verkehrswerte" liegen nicht selten 30 - 40% unter dem tätsächlichen Marktwert. Den Gerichten kommt es nur darauf an, die Verfahrenskosten zu decken und dann die Ansprüche der Gläubiger zu berfriedigen. In dieser Reihenfolge - erst bedient sich Väterchen Staat. Die Bedürfnisse der seitherigen Eigentümer und ob für die sogar noch etwas übrig bleibt, ist ihnen völlig egal. Da ist oftmals ein Gekungel und Geschacher im Gange, dass unsereinem das Blut in den Adern gefriert. Ich habe auch den Eindruck, dass die "Verkehrswerte", die von so genannten unabhängigen Sachverständigen ermittelt wurden, zuvor schon festgelegt worden sind und so manche "Gutachten" das Papier nicht wert sind, auf die sie geschrieben wurden. Dazu muß man allerdings das gesamte Prozedere der Zwangsversteigerungen kennen - da sträuben sich einem die Haare, was da für ein Schindluder getrieben wird. Und das von "ordentlichen" Gerichten. Hier ist also große Vorsicht geboten.

Fakt ist, dass der Noch-Eigentümer immer noch das Hausrecht besitzt und außer einem Zwangsverwalter bzw. Gerichtsvollzieher sonst niemand ins Haus lassen muß - weder den vom Gericht bestellten Sachverständigen noch einen Kaufinteressenten. Der/die können sich dann das Haus von der Grundstücksgrenze aus anschauen und sein "Gutachten" abgeben bzw. ihre Eindrücke sammeln. Was das dann wert ist, brauche ich wohl nicht zu beschreiben. Denn von außen auf den tatsächlichen Zustand eines Hauses zu schließen ist nahezu unmöglich. Falls du Interesse an so einer Immobilie hast, dann bleibt dir nur, mit dem Eigentümer gütlich einen Besichtigungstermin zu vereinbaren. Mache dich aber darauf gefaßt, dass der Noch-Eigentümer dir als Interessenten nicht sehr freundlich begegnen wird.

Antwort
von Kutscher1990, 80

Also das kommt auf die Lage und den Zustand des Hauses an. Am besten sollte man vorher genau ansehen was man kaufen möchte. Lass dir alles zeigen. Wie ist die Wärmedämmung ? Wie alt ist die Heizungsanlage ? Ist die Elektrik, Gas, Wasser und Abwasserinstallation in Ordnung ? Wie sieht es mit dem Dach aus ? Feuchte Wände oder Schimmel ? Wie alt sind Fenster und Türen ? Für mich ist das nur ein Teil der Fragen die sich da aufwerfen und vorher geklärt werden müssen um nicht in eine Falle zu tippen. Sonst wird aus dem Traum schnell ein Albtraum und das denke ich will niemand.

Antwort
von priesterlein, 59

Elektrik, Dach, Außenfenster und -türen, Isolierung und eventuell Heizung neu zu machen. Wenn man Pech hat, müssen auch der Dachstuhl und ein paar Wände mal ausgetauscht werden.

Die Basis meiner Antwort: Ein 1969er Haus.

Antwort
von lucasmarijan, 53

Bedeutet du musst sehr viel reinstecken
Wenn die Substanz aber ok ist ( kein Schimmel, Strom , Wasser Mauern ) kannst du es riskieren . Lass aber lieber nen Sachverständigen ran

Antwort
von Feurigel1, 24

Sind genauso in Ordnung wie ein Auto für 500 EUR

Antwort
von schelm1, 46

Eine extreme Ostlage!

Kommentar von lesterb42 ,

Könnte auch extreme Westlage sein. Südost NRW, Südniedersachsen, Nordhessen, Nordost Bayern

Antwort
von Still, 57

Bei einer Immobile gibt es drei Kriterien: Lage, Lage, Lage

Bei so geringen Preisen liegt das Haus JWD und es wäre vermutlich preiswerter es abzureissen und ein neues Haus auf dem Grundstück zu errichten.

Antwort
von uumiw, 41

In der Regel weichen Versteigerungspreise um nicht mehr al 30% vom Marktwert ab. Kann sicher in EInzelfällen sein. Aber: vor Kauf musst Du unbedingt einen Sachverständigen, den Du beauftragst, die Immobilie prüfen lassen. Der soll Dir eine Mängelliste machen sowie die zu erwartenden Instandhaltungsaufwendungen der nächsten 5 Jahre. Sehr teuer werden kann

Dach, Heizung, Fassade, Rohre/leitungen, Wärmedämmung, Schwamm/Schimmel...

Ein Sachverständiger lohnt sich immer. Lieber 1.000 Euro verbraten als später auf einem Müllhaufen oder einem Schuldenberg sitzen.

Antwort
von Reisekoffer3a, 51

Das sind sehr alte Häuser (Bj. 1970 !!), eventuell noch in schlechter

Lage. Da kann die komplette Renovierung soviel kosten wie der

Kaufpreis,oder evtl. noch mehr !

Kommentar von FutFreeestylio ,

ok, 1970 ist also sehr alt für dich?

was sind häuser aus den 50ern oder 20ern?

antik?

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