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Was kann man tun wenn seit dem Kriegseinsatz das Gefühl der Angst weg ist`

gefragt von gelidagelida am 24.11.2007 um 19:14 Uhr

hallo, würde einem guten Freund gerne helfen. Er hat seit schrecklichen Erlebnissen das Gefühl für Angst verloren. Kennt jemand gut verständliche Literatur zu diesem Thema oder sonst eine Hilfe. Ein Psychologe war der Meinung, daß es keine Möglichkeit gibt.


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Reply


Kabark
beantwortet von Kabark am 24. November 2007 19:43
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Der Psychologe scheint mal Recht zu haben. Bei manchen legt's halt einfach einen Schalter um. Ich weiss schon, wovon ich rede...


casualuser
beantwortet von casualuser am 24. November 2007 19:29
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Leider sehe ich auch keine Lösung. Wenn ein Psychologe nicht helfen kann, sitzen die Erlebnisse sehr tief.
Die Erlebnisse kannst du selbst mit Sicherheit nicht kurieren, die Auswirkungen aber vielleicht etwas mildern?

Angst bedeutet immer Warnung vor Gefahr. Wenn er diese nicht mehr hat, ist ihm sein Leben nicht mehr viel wert. Ihm zu zeigen, welche lebenswerten Seiten das Leben mit sich bringt, und dass Angst ein gar nicht mal so schlechter Lebensberater ist, kannst du ihm sicher mit ganz viel Geduld nahebringen.
Vor Büchern würde ich instinktiv erst einmal zurückweichen, weil du ja nicht genau weißt, wie er den Inhalt aufnimmt, selbst wenn du ihn kennst.
Vielleicht kannst du dich aber an die ehemaligen Vorgesetzten wenden,die ihm evtl. eine Selbsthilfegruppe empfehlen kann.
Ich wünsche ihm mehr Freunde wie dich.


WolfRichter
beantwortet von WolfRichter am 24. November 2007 19:36
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Wie äußert es sich denn, daß das Gefühl für Angst weg ist?

Ich persönlich empfinde einen gewissen Angstverlust nach meinen Einsätzen nicht als Nachteil. Natürlich gibt es sicher schlimmere Erlebnisse, als ich hatte. (Den Beschuß fand ich nicht so schlimm, aber ich wurde ja auch nicht getroffen.)

Wenn Dein Freund selbst darunter leidet, würde ich ihm auf jeden Fall raten, den Kontakt zu Kameraden zu halten. Ich habe die Erfahrung gemacht, daß niemand, der nicht selbst dabei war, versteht, was man erlebt hat. Afghanistan ist z.B. vollkommen anders, als der Balkan. Als ich nach Balkaneinsätzen nach Kabul gegangen bin, dachte ich, es könne mich nichts mehr erschüttern; war aber nicht so.

Laß ihn reden, wenn er will, aber dränge ihn nicht. Und sage ihm bitte nicht, daß Du ihn verstehst: Das kannst Du nicht und er weiß das.

Kommentar von Simple_avatar4smallgelida am 24. November 2007 21:50

bei seiner jetzigen Tätigkeit ist er häufiger Konfrontationen ausgesetzt die ihm in keinster Weise ängstigen. Er wird dann eben unvorsichtig


anonym
beantwortet von Bruno am 24. November 2007 19:39
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Wie behindert Deinen freund denn dies Nicht Angstempfinden. Wenn nicht, er nur einfach die Tatsache wahrnimmt, dann kann auch ein Psychologe nicht helfen. Umgekehrt, extrem angst haben, das ist zu veraendern.

Kommentar von 1079a100179c7e88556a9448df89ed3dsmallKabark am 24. November 2007 19:42

Yoda? Bist Du es? :-)

Kommentar von 9405f944767584a30d108d50a0131a4asmallDenny Crane (lest mehr dawkins) am 24. November 2007 19:43

lach


Highlight
beantwortet von Highlight am 24. November 2007 19:21
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Wenn man einen schlimmen Krieg überlebt: Wovor sollte man da überhaupt noch Angst haben???? Natürlich ist es möglich, dass er Traumata erlitten hat, die der Behandlung bedürfen, doch dazu muß ein Therapeut /Psychologe Deinen Freund persönlich gesprochen haben....





Sammys
beantwortet von Sammys am 25. November 2007 01:32
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Hier sind einige sehr gute Antworten drunter. Ohne großartig weiterhelfen zu können. Aber aus eigener Erfahrung ist vielleicht auch die Umgebung förderlich, wo er wohnt. Allein schon die Natur, die Nähe zur Landschaft kann unterstützender sein als das Stadtleben. Denn hier mußt du schon klar sein. Und mir sagte eine Freundin, die als Psychotherapeutin arbeitet, auf dem Lande die Leute sacken nicht so ab, wie in der Stadt. Dort kommt man eher wieder zu sich! Und gut finde ich den Satz vom Vorgänger "Laß ihn reden, wenn er will, aber dränge ihn nicht. Und sage ihm bitte nicht, daß Du ihn verstehst: Das kannst Du nicht und er weiß das."

Kommentar von 3fbf5ae46c56cf6a0189124c48debdfcsmallWolfRichter am 25. November 2007 10:49

Je nachdem, wo und wie er eingesetzt war, kann Natur kontraproduktiv sein.

Unter intaktem Asphalt liegen keine Minen.

Kommentar von Simple_avatar4smallgelida am 25. November 2007 12:49

mir gefällt dieser Satz auch ausgesprochen gut. Ich habe das auch bisher so gehandhabt, reden lassen und zuhören


Eddy21
beantwortet von Eddy21 am 24. November 2007 19:35
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Ein Besuch bei der Schewiegermutter kann da hilfreich sein !

Hier bei uns kommen die Schwiegermütter alljährlich auf den Drachenfels in Königswinter !

Doch bedenke, Leichtsinn ist kein Mut, und Vorsicht keine Angst !

Eddy21


demosthenes
beantwortet von demosthenes am 25. November 2007 11:14
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Wo ist das Problem?

Wenn Dein Freund nach seinen Erlebnissen ständig Angst hätte und sich kaum noch aus dem Haus traute - das ist wohl die häufigere Reaktion - dann bräuchte er sicher Hilfe.

Wenn er aber keine Angst mehr hat, dann müsste er allenfalls in bestimmten Situationen den Verstand etwas früher einschalten, weil die "Angst" ihn nicht mehr vor Gefahren warnen kann.




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