Frage von Cello2000,

Was kann man tun, wenn ein knapp zweijähriges Kind im Kinderhort den ganzen Tag weint?

Ging gerade am Spielplatz des Hortes vorbei. Ein kleines Mädchen weint seit Stunden herzzerbrechend, weil es von der Mami getrennt ist. Die Pflegerin gibt sich die allergrößte Mühe, aber es nützt nichts. So ein Kinderschmerz ist doch schrecklich, was meint ihr?

Hilfreichste Antwort von meeresatem,
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Knapp zwei Jahre ist (in diesem Fall) zu früh, ein Kind bei ihm fremden Menschen abzugeben. Die Mama oder der Papa müssten dann eben zu Hause bleiben, bis das Kind reif ist, in einen Kindergarten zu gehen. Mit 3-4 Jahren kann man darüber vielleicht nachdenken. Außerdem ist es auch eine Zumutung für die Kinderbetreuerung, die sich dann um das Kind intensiv kümmern muss und andere Kinder vernachlässigt.

Die Mama müsste die Situation sehen und genau in Kenntnis gesetzt werden. Das würde niemand ertragen, zu wissen, dass das Kind solche Heimwehschmerzen hat.

Möchte das Kind allerdings als Kontaktperson immer nur die Mama und akzeptiert auch keine anderen Familienmitglieder (vielleicht die Oma oder den Papa ?) und ist es für die Mama auch zu kraftverzehrend sich 24 h am Tag dem Kind zu widmen, könnte man über ein 3-5 stündige "Abgabe" nachdenken, 11 Stunden ist in jedem Fall zu lang (wenn das Kind so reagiert).

Antwort von unknown1966,
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Jetzt kommt mal wieder meine grobe Antwort:

Garnichts. Jedes Kind muß lernen, daß die Mutter (und auch der Vater) nicht uneingeschränkt zur Verfügung steht. Der Kindergarten ist der erst Schritt zu einem eigenständigen selbstbestimmten Leben und mehr, als die Erzieherin in diesem Moment leistet, ist weder möglich noch sinnvoll.

Kommentar von unknown1966,

Na 7:00 bis 18:00 ist schon hart. Da soll sich Muttia auch mal die Frage stellen, ob das ok ist.

Kommentar von d3xter,

Jo, die Mutter definitiv. Aber das Fachpersonal im KiGa kann da auch nicht mehr machen.

Kommentar von wiralle2010,

Naja, es ist schon richtig lange...!!! Aber andererseits ist es auch der großen Mehrheit nicht recht, wenn man von Hartz IV lebt und sich "darauf ausruht", dass man Kinder zu hüten hat. Wie man's macht, ist es am Ende verkehrt. Wobei ich mir nicht denken kann, dass sie 11h arbeitet... hm... grübel!

Kommentar von Miezekatze32,

11 Stunden im Kindergarten ist für eine 2jährige einfach zu lang. In dem Alter haben Kinder noch kein Zeitgefühl und sie können sich nicht vorstellen, dass die Mama jemals wieder kommt. Deine Antwort ist wirklich sehr grob und nicht sehr einfühlsam. Die Kleine ist doch erst 2.

Kommentar von unknown1966,

Ist mal wieder sehr schade wenn wesentliche Informationen in der Fragestellung selber nicht enthalten sind, sondern erst aus anderen Kommentaren transparent werden. So hat sich Deine Anmerkung mit meiner überschnitten.

Kommentar von Cello2000,

ja, du b i s t definitiv gefühlskalt. Wahrscheinlich bis du selbst nicht in der Lage, zwischenmenschliche Bindung aufzubauen, weil es dir in der frühen Kindheit ebenso verbaut wurde wie hier. Es ist verantwortungslos, ein Kind so zu vernachlässigen.

Kommentar von unknown1966,

Ja richtig! Nur derjenige, der die gleiche Meinung wie der Fragesteller hat ist ein guter Antworter. - Warum fragst Du dann?

Kommentar von wiralle2010,

schwupps! Und schon ist unknown1966 der Buhmann!!! Chic!

Kommentar von unknown1966,

Das macht nix, ich konnte im Kindergarten früh den Weg zu einem eigenständigen selbstbestimmten Leben einschlagen und bin daher nicht auf Mitläufertum oder die Zustimmung anderer angewiesen.

;-)

Kommentar von Snanifo,

Aber ein bisschen Kritik wird soch ein eigeständiger und selbstbestimmter Mensch doch vertragen können, ohne gleich pampig und beleidigt zu werden!?

Was heißt denn das, "ein Kind muss lernen, dass Mütter......nicht uneingeschränkt zur Verfügung stehen". Für das Kind heißt das, es hat eine Not, und keiner hört ihm zu und hilft ihm. Mit Lernen im oben genanten Sinne hat das nicht zu tun, ich würde diese Verhaltensweise sogar in die Nähe der Verwahrlosung bzw. des Abstellens zuordnen. Ist das etwas zu grob?

Meines Wissens muss man (übrigens nicht nur bei Kindern) demjenigen die Gelegenheit geben, genau das zu lernen. Das ist tatsächlich bei manchen Kindern, nicht bei allen, nicht so einfach, zumal bei täglich 11 Stunden. Für alleinstehende Mütter gibt es aber in dieser unserer Gesellschaft außer Hartz IV keine realistische Alternative, außer der Elternzeit, und die dauer meines Wissens nur max. 14 Monate.

Antwort von Christa251248,
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Also wenn es mein Kind wäre, würde ich es sofort aus dem Kindergarten raus nehmen,da ich es nicht ertragen könnte mein Kind gedanklich immer weinen zu sehen.Wäre ich berufstätig würde ich mich evtl. für ein Jahr vom Arbeitgeber freistellen lassen, oder eine andere Möglichkeit überdenken, jedenfalls das Wohl meines Kindes ging mir vor.

Antwort von notknowing,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Knapp 2 ist VIEL zu früh. Offensichtlich oder? Nur weil es in Deutschland "normal" ist sein Kind früh abzugeben, heiß das NICHT, dass es für die Entwicklung des Kindes gut ist. Mag sein dass man zu dem Ergebnis kommt, dass Arbeit und Eltern sein sich nur schwer vereinbaren lassen. JA!!! DAS STIMMT. DAS IST SO. Politiker die etwas anderes behaupten haben dafür "gute" , wirtschaftliche Gründe. Wenn du die Wahrheit wissen willst, dann stell Dir vor , du würdest die Mutter des weinenden Mädchens folgendes Fragen: "Mal angenommen du hättest 10 Millionen Euro(sprich keine Existenzängste) und siehst dein Kind so Weinen... Was würde die Stimme Deines Herzens Dir sagen?" Siehst du? Der Rest, der jetzt noch Aber sagt, ist Angst-motiviertes Wirtschafts-denken... Das goldene Kalb unserer Zivilisation. Mir tut das Mädchen Leid und die meisten pragmatischen Kommentare hier weh.

Antwort von TygerLylly,
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Nichts machen! Ein Kind muss sowas lernen und man sollte es nicht durch betüdeln bestärken.

Kommentar von windsbraut0307,

Halte ich für eine recht altertümliche Methode der Kindererziehung... genauso könnte man sagen:" Kinder müssen schreien, damit sie ihre Lunge stärken". Wenn uns als Erwachsene ein geliebter Mensch genommen wird, gesteht man uns doch auch zu zu trauern. Die Kirche räumt uns so gar ein ganzes Trauerjahr ein. Ist es so unverständlch den Schmerz eines Kindes zu verstehen, dass noch nicht begreifen kann....? Ein Kind das weint hat einen Grund dafür und es wichtig, dass man ihm zurseite steht, als Mutter oder Vater, damit es sich sicher fühlt.

Kommentar von TygerLylly,

Ich wurde so erzogen, dass nicht bei jedem Brüllen jemand mit einem Pflaster ankam. Als ich in den Kindergarten musste und geheult habe, hat meine Mutter sich weggedreht und ist gegangen. Und ich bin dankbar dafür! Einige alte Schulfreunde wurden verhätschelt und es sind heute, mal salopp formuliert, Weicheier. Das mit dem Lungestärken ist sicher Schwachsinn. Immer darauf einzugehen, sobald ein Kind weint ist aber sicher auch falsch!

Antwort von windsbraut0307,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Stellt sich die Frage, ob das Kind wirklich weint, weil es von der Mutti getrennt ist, oder ob es schon den Bogen raus hat und weiß was es tun muss um seinen Willen durchzusetzen. Und wirklich stundenlang? Ja stehst du denn stundenlang am Zaun des Kindergartens um sowas zu beobachten? Aber ich gebe dir Recht, es ist herzerweichend und wenn ich die Kindergartenerzieherin wäre, würde ich schon mal die Mutter des Kindes anrufen.

Antwort von mikael,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ja, finde ich auch, grausam.

Antwort von wiralle2010,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Weint sie denn wirklich stundenlang??? Ich kenne das so, dass die Kinder erst weinen und 5 min später dermaßen abgelenkt sind, dass eitel Freud und Sonnenschein herrscht! Vllt war's ja doch nur eine Momentaufnahme...

Kommentar von Cello2000,

Ich sprach mit der Pflegerin, eine sehr nette, liebevolle und fürsorgliche Frau. Das Kind wird um 7.oo h gebracht, und 18.00 h abgeholt. Es ist schon ganz erschöpft vom WEinen und will sich nicht trösten lassen und auch nicht ablenken. Die Mutter müsse Geld verdienen, hieß es. "Das Leben ist nun mal so" sagte die Pflegerin. Mir blutet das Herz

Kommentar von harrybanks,

Die Mutter hätte das Kind aber früher an ihre Abwesentheit angewöhnen müssen. Anfangs für eine halbe Stunde, dann immer mehr. Vielleicht auch mal die ersten Tage mit dem Kind im Hort bleiben und für eine Stunde weggehen, dann wieder kommen. Das Kind muss die Gewissheit haben, dass es nicht verlassen wurde, sondern dass die Mutter wieder kommt.

Einen Hund lässt man auch nicht plötzlich den ganzen Tag alleine.

Kommentar von Cello2000,

Man muß die Bring- und Abholzeit und die Wege zum Arbeitsplatz mit einrechnen, dann ist es leider tatsächlich 11 Stunden, die das Kleine Mädchen von seiner Mami getrennt ist.

Antwort von gottesanbeterin,
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Für das Kind kannst du gar nichts tun; du kannst feststellen, dass diese Gesellschaft unmenschlich ist, doch das wissen wir ja schon; und du kannst dir vornehmen deshalb (noch) menschlicher zu werden/sein und damit deiner Umgebung ein gutes Beispiel werden/sein.

Antwort von heureka47,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Welche genauen Gründe das in diesem konkreten Einzelfall hat, weiß hier niemand.

Aber mir ist seit langem klar, daß die große Mehrheit der Menschen in der zivilisierten Gesellschaft kein angemessenes Verständnis für emotionale bzw. geistig-seelische Bedürfnisse hat.

Wer es aber ausnahmsweise ist, weiß davon wie ich oder könnte sich in entsprechender Literatur noch weitergehend darüber informieren.

Literatur- und weitere Hinweise findet man in meinem TIPP "Kollektive Zivilisations-Neurose / Krankheit der Gesellschaft".

Kommentar von Sicurion,

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Antwort von Miezekatze32,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Irgendwann wird sich das Kind daran gewöhnen (müssen). Leider! Dass das Leben hart ist, muss die Kleine schon viel zu früh erfahren. Sie hat Glück, dass die Pflegerin so liebevoll und einfühlsam ist.

Kommentar von notknowing,

Das Leben ist nicht hart - es sei denn, du machst es dazu.... Deine Wahl.

Kommentar von Miezekatze32,

ein Kind hat da leider keinen Einfluss drauf, es ist der Situation ausgeliefert und kann sich nicht wehren.

Antwort von helleskoepfchen,

Das kleine Mädchen wird nicht von 07.00 - 18.00 h ununterbrochen weinen. Vielleicht ist das Mädchen auch nur für ein paar Stunden in der Kita. Mein Sohn war mit 2 für 2,5 Std, 2 Tage die Woche in einer Spielgruppe. Dort hat es ihm sehr gut gefallen. In den Kindergarten ist er dann mit 4,5 Jahren gegangen. 2 Jahre Kindergarten sind völlig ausreichend. Ich kann nicht sagen, dass ich mir mit meiner Methode ein unselbständisches Kind herangezogen habe. Er ist sehr selbstbewußt und hat meine Nähe im Kleinkindalter genossen. Die Meinungen gehen hier aber wirklich total auseinander. Ich denke da sehr konservativ und sehe das Kind bei der Mutter. Auf meinen Job habe ich während dieser Zeit verzichtet. Finanziell war es zwar sehr eng aber dafür habe ich mein Kind gerne betreut. Das muss wirklich jede Mutter für sich entscheiden, ob sie es ihrem Kind zumuten möchte oder nicht. Wenn sie natürlich alleinerziehend ist, bleibt ihr meistens keine andere Wahl. Obwohl ich da auch noch geteilter Meinung bin. Also bitte nicht die Mutter verurteilen. Das Kind wird es schon irgendwie hinbekommen. Im seltesten Fall sind die Kinder 11 Std in einer Kita. Mir tun übrigens alle Kinder leid, die weinen! Schließlich können sie ihre Bedürfnisse noch nicht klar ausdrücken. Denke da eben wie eine Mutter.

Gruß, helleskoepfchen

Antwort von Anna198,

Ein Kind wird immer das lernen, was man ihm spielerisch interessant macht. Wenn du beim bloßen Vorbeigehen schon genau weißt, warum das Kind so geweint hat, und wie lange es wirklich dort bleiben muß, dann bist Du ja fast schon ein Hellseher? Erzieherische Maßnahmen in Punkto Herzeleid darf es unter keinen Umständen geben - vielleicht liest Du, was hier unter den jungen Leuten vorgeht - wie wenig geliebt und verstanden die sich oftmals fühlen - was man in den meisten Fällen auf solche erzieherische Maßnahmen zurückführen kann. Wenn eine Erzieherin nach kurzer Zeit nicht in der Lage ist, das Kind abzulenken und seine Aufmerksamkeit zu gewinnen, dann hat sie m.E. ihr Aufgabengebiet verfehlt- aber das ist Sache der Mutter, dass herauszufinden- wolln wir mal hoffen, dass sie das tut- kann ja auch sein, dass das Kind gerade den 1. Tag dort war?

Antwort von BlackMamba187,

Die Eltern müssen das Kind anders erziehen.. ihr zeigen dass es auch andere Menschen gibt, denen sie vertrauen und sich sicher fühlen können..

ich war auch so ein Kind.. ich habe jeden Tag aufs neue geweint, wenn meine Mutter ging bis ich dann irgendwann vor erschöpfung einschlief.. ich kann nur sagen, dass es ein grausames Gefühl auch für das Kind ist, indem moment verlassen zu werden, aber trotzdem immer aufs neue hofft dass es am nächsten Tag nicht so ablaufen wird. Es ist so ein Angst GEfühl.. schrecklich, grausam..

ich würde versuchen meinem Kind klarzumachen, auf irgendeiner weise, dass es keine Angst zu haben braucht.. mit dort bleiben.. schauen ob es sich dann gewöhnen kann..

Kommentar von Cello2000,

du tust mir nachträglich sehr leid. Es sollte nicht vorkommen dürfen, daß sokleine Kinder gegen ihren Willen von der Mami getrennt sind. Nicht jedes Kind ist gleich. Und gerade die zarten, sensiblen, leiden am meisten.

Kommentar von BlackMamba187,

Ja, zum Glück bin ich jetzt nicht mehr so! :)

Mich haben sie dann mit meinem kleinen BRUDER der 2 Jahre jünger ist wie ich.. aber indem alter schon etwas offener, neugieriger und überhaupt nicht ängstlich war in eine Gruppe gesteckt.. ;) Dann ging es mir besser.. fühlte mich sicherer..

Du hast recht, nicht jedes Kind ist gleich.. Das sieht man an meinem Bruder, und an mir.. er war und ist immer noch total das gegenteil von mir! ;)

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