Frage von Claubel, 32

Was kann man machen wenn die Baugenehmigung für Gebäude auf eigenem Grundstück nirgendwo mehr schriftlich zu finden ist?

Auf meinem Grundstück stehen mehrere kleine Nebengebäude, die vor 1945 errichtet wurden. Da im Krieg alle Unterlagen beim Amt vernichtet wurden, und der Vorbesitzer auch keinerlei Unterlagen darüber mehr besitzt, droht mir nun der Abriss der Gebäude? Sie stehen zu nahe an der Grenze zum Nachbarn, und man sagte beim Amt, wenn nichts mehr vorliegen würde, wird nach heutigem Baurecht entschieden. Das hieße, Abriss! Ich habe eine Grenzbebauungserlaubnis des Nachbarn vorliegen, aber hat sie überhaupt Relevanz wenn das Amt sagt, das entspricht nicht den heute geltenden Bauvorschriften? Der Vorbesitzer kann bezeugen, dass sein Vater die Genehmigung vom damaligen Bauamt zur Errichtung der Nebengebäude hatte!

Nach dem Krieg wurde die Errichtung einer Garage genehmigt. In der Baugenehmigung steht als einzige Auflage, man  muss das Gebäude vom Klinker und von den Dachpfannen her, dem Nebengebäude (es ist das, worüber keine Baugebnehmigung mehr vorliegt) in Form und Farbe anpassen. Also. das man  hat damals eine Anpassung an ein Gebäude verlangt, dass es laut heutiger Aussage gar nicht gegeben haben soll...das heißt doch, dass das Bauamt von dem Gebäude, was jetzt weg soll, Kentniss hatte.

Was kann ich tun?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Weisefrau, 21

Hallo, ich habe mal im Bauaufsichtsamt gearbeitet. Du brauchst einen Anwalt. Nur der kann dir helfen, damit du eine Duldung erlangst für das Gebäude.

Kommentar von Claubel ,

Ich habe die Frage noch ergänzt, das ist jetzt erst sichtbar. Da wurde noch ein Gebäude nach dem Krieg errrichtet, und zwar mit Baugenehmigung. Darin heißt es, man mussd as neue Gebäude äußerlich dem bestehenden Gebäude (also dem Gebäude, ws es ja gar nicht gibt) vom Klinker und vom Dach her anpassen.

Antwort
von Blindi56, 16

In unserer Siedlung wurde sowas alles als "Altbestand" angesehen und durfte, auch eindeutig ohne Baugenehmigung, stehen bleiben. Zumal, wenn Du eine ausdrückliche Erlaubnis des Nachbarn hast, und der sein Grundstück nicht verkauft hat... WENN der es mal verkauft, wird es wohl wieder "Altbestand" sein.

Scheint aber Ermessenssache zu sein. "Einfacher" wäre wohl Abriss, denn WENN es zu Klagen kommt, kann sich sowas dann ewig hinziehen.


Antwort
von Mignon2, 20

Setze dich mit einem Rechtsanwalt, der auf Baurecht spezialisiert ist, in Verbindung.

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