Frage von Hocky99, 169

Was kann man in Hiob interpretieren?

Hallo, ich muss eine Vortag in Religion in der 10. Klasse über Hiob halten. Mit dazu gehört auch eine Interpretation über das Buch. Und diese Interpretation ist mein Problem.

Antwort
von tinimini, 86

Treue zum Glauben trotz harter Schicksalsschläge, Und Hiob war kein Jude ,er ist zum Eingottglauben übergetreten, 

Sogar seine Frau war gegen seinem Glauben, keiner stand hinter ihm.

Hiob 2.) Seine Frau ist die erste, die schimpft: 9 Und sein Weib sprach zu ihm: Hältst du noch fest an deiner Frömmigkeit? Ja, sage Gott ab und stirb! (Hiob 19.17) 10 Er aber sprach zu ihr: Du redest, wie die närrischen Weiber reden. Haben wir Gutes empfangen von Gott und sollten das Böse nicht auch annehmen? In diesem allem versündigte sich Hiob nicht mit seinen Lippen. (Hiob 1.22) (Jakobus 5.11) Abersie sagte nicht, das er selber schuld sei.

Hiob - Kapitel 8

Bildads erste Rede

1 Da antwortete Bildad von Suah und sprach: 2 Wie lange willst du solches reden und sollen die Reden deines Mundes so einen stolzen Mut haben?

 3 Meinst du, daß Gott unrecht richte oder der Allmächtige das Recht verkehre? (Hiob 34.10) 4 Haben deine Söhne vor ihm gesündigt, so hat er sie verstoßen um ihrer Missetat willen. (Hiob 1.18-19)

5 So du aber dich beizeiten zu Gott tust und zu dem Allmächtigen flehst, 6 und so du rein und fromm bist, so wird er aufwachen zu dir und wird wieder aufrichten deine Wohnung um deiner Gerechtigkeit willen; (Psalm 35.23) 7 und was du zuerst wenig gehabt hast, wird hernach gar sehr zunehmen. (Hiob 42.10)

 Die Begriffe Hiobsnachricht oder Hiobsbotschaft ist eine schlimme Unglücksnachricht, wie den plötzlichen Tod eines Angehörigen oder engen Freundes.

Umgangssprachlich heute: Die schlechteste aller denkbaren Nachrichten.

Gott und das Leid – eine ewige Frage 1. Leiden sind Strafen für Sünden (gegenüber Gott (bzw.) den Göttern) Dieses Vergeltungsschema (Tun – Ergehen) ist über Jahrtausende und bei allen Völkern das gängigste. Alle Kulte, alle Tempel und alle Gottesverehrung beruhen auf dieser Vorstellung. Man muss die Götter verehren, um deren Rache und Neid zu verhindern. Hunderte von Tempeln – typisch hierfür ist z.B. Rom – zeugen von dieser Einschätzung. Wer Gott nicht verehrt, zieht Strafe auf sich, im Kern ist das der Grund für die Christenverfolgung im römischen Reich, denen der Vorwurf galt „ Ihr verehrt die Götter nicht “, da sie sich weigerten die vorgeschriebenen Opfer durchzuführen. Segen und Fluch hängen eng aneinander. Wer von Gott– oder den Göttern verflucht ist –hat keine Chance. Ihm gelingt im Leben nichts. Er ist von Gott gezeichnet. Diese Vorstellung ist auch bei den Aposteln vorhanden, wenn sie beim Anblick eines Blindgeborenen nach der Ursache fragen: „ Wer hat gesündigt. Er oder seine Eltern?“ Das Sünde und Strafe eng zusammenstehen-ist für sie unstrittig. Mir erzählte ei ne Frau in diesen Tagen (!), dass sie von einer Spachbrückerin angesprochen wurde: „Was müssen Sie angestellt haben, dass Gott Sie so gestraft hat!“Die Frau hat ein behindertes Kind und einen dementen Mann. – Eine schreckliche Feststellung, die letztlich ein unmenschliches Gottesbild aufzeigt! Solche falschen Gottesbilder müssen zurück gewiesen werden! Als ob es einen eindeutigen Zusammenhang von Gottesdienst/Gottesfurcht und Wohlergehen gebe, sind auch noch unsere Lieder und Gebete formuliert. Gott nicht beleidigen (durch Sünde!), was ja den Kommunionkindern noch eingetrichtert wird, alles Böse vermeiden, da-mit man nicht in der Hölle landet. „ Bedenk es recht, wie Gottes Zorn die Sünde schlägt“. Der Gottlose muss untergehen (vgl. Koran!)

Gott und das Leid – eine ewige Frage 1. Leiden sind Strafen für Sünden (gegenüber Gott (bzw.) den Göttern) Dieses Vergeltungsschema (Tun – Ergehen) ist über Jahrtausende und bei allen Völkern das gängigste.

Alle Kulte, alle Tempel und alle Gottesverehrung beruhen auf dieser Vorstellung. Man muss die Götter verehren, um deren Rache und Neid zu verhindern. Hunderte von Tempeln – typisch hierfür ist z.B. Rom – zeugen von dieser Einschätzung. Wer Gott nicht verehrt, zieht Strafe auf sich, im Kern ist das der Grund für die Christenverfolgung im römischen Reich, denen der Vorwurf galt „ Ihr verehrt die Götter nicht “, da sie sich weigerten die vorgeschriebenen Opfer durchzuführen.

 Segen und Fluch hängen eng aneinander. Wer von Gott– oder den Göttern verflucht ist –hat keine Chance. Ihm gelingt im Leben nichts. Er ist von Gott gezeichnet. Diese Vorstellung ist auch bei den Aposteln vorhanden, wenn sie beim Anblick eines Blindgeborenen nach der Ursache fragen: „ Wer hat gesündigt. Er oder seine Eltern?

Das Sünde und Strafe eng zusammenstehen-ist für sie unstrittig. Mir erzählte ei ne Frau in diesen Tagen (!), dass sie von einer Spachbrückerin angesprochen wurde: „Was müssen Sie angestellt haben, dass Gott Sie so gestraft hat!“

Die Frau hat ein behindertes Kind und einen dementen Mann. – Eine schreckliche Feststellung, die letztlich ein unmenschliches Gottesbild aufzeigt! Solche falschen Gottesbilder müssen zurück gewiesen werden! Als ob es einen eindeutigen Zusammenhang von Gottesdienst/Gottesfurcht und Wohlergehen gebe, sind auch noch unsere Lieder und Gebete formuliert. Gott nicht beleidigen (durch Sünde!), was ja den Kommunionkindern noch eingetrichtert wird, alles Böse vermeiden, da-mit man nicht in der Hölle landet. „ Bedenk es recht, wie Gottes Zorn die Sünde schlägt“. Der Gottlose muss untergehen (vgl. Koran!). Gerade in der Fastenzeit wimmelt es von den Vorstellungen, durch Buße dem „gerechten Zorn Gottes “ zu entfliehen in dem man „gerecht“ ist,sich bekehrt, die Gebote treulichst beachtet.Wohl dem, der Gottes Wege geht.

 Wenn auch die Strafen Gottes heutzutage mehr ins Jenseits verlegt werden. Calvin allerdings hatte in der Vorstellung gelebt, dass, wer „gesetzestreu“ handelt, in diesem Leben Wohlstand erwarten kann. Korrespondierend mit dieser Ansicht ist die Vorstellung, dass das Böse vom Teufel verursacht wird (vgl. Hiob, wo dem Teufel Raum gegeben wird Hiob zu schaden; ähnlich: Goethes Das ist nach Max Weber der Ursprung des Kapitalismus‘. 2 Faust) und daher muss man auch die Dämonen und bösen Geister beschwichtigen. Ja, man muss sogar alles Böse aus der Kirche ausrotten. So hat man im Mittelalter Hexen und Ketzer verbrannt, weil man „das Böse aus der Mitte“ (Gen 21,21) tilgen wollte. Wenn man das nicht getan hätte, so die Vorstellung, hätte der Zorn Gottes die ganze Gemeinschaft getroffen. Vollkommen selbstverständlich war die Vorstellung, dass die Naturereignisse Blitz und Unwetter von Gott geschickt werden. So wurde noch zu unserer Zeit der Wettersegen gesprochen: A fulgore et tempestate libera nos Domine. Aber auch Pest, Hunger und Krieg wurden als Folgen sündhaften Handelns verstanden.

 Durch Selbstkasteiung, durch Hungern und Geißeln versuchte man den Zorn Gottes zu besänftigen. So sieht man vor dem geistigen Auge die Geißlerzüge. 2 In einem Lied aus dem 17. Jh. Heißt es: O Gott streck aus dein milde Hand und segne gnädig Leut‘ und Land und halte nach der Güte dein mit den verdienten Plagen ein. ( GL 306) Alles in allem wird deutlich, dass es sich um ur-menschliche Erfahrungen und Einschätzungen handelt, die sich in allen Religionen wieder finden . Man muss rein und heilig sein, wenn man Gott begegnen will. Hier gründet dann auch der Unterschied zwischen Heiligem und Profanem. So müssen die Menschen Gott durch Opfer (Gebet e, Gelübde, Wallfahrten) versöhnen. Und da Jesus das letztlich verbindliche Opfer durch sein Leiden und Sterben gebracht hat, wird sein Opfer – wie man sagt – in der Messe „unblutig“ erneuert, damit Gott gut zu den Menschen ist.Da kann man nur die Frage anschließen: Was hat uns das Christentum gebracht? Nur die Namen der Götter ausgetauscht?? Da man offensichtlich nicht in klarer Konsequenz Schuld und Sühne, Sünde und Strafe nachweisen konnte, keimte der Gedanke der „stellvertretenden Sühne “. Letztlich hieß das (eigentlich im Umkehrschluss), wenn es Leid gab, war irgendwo auch Schuld vorhanden, die es zu sühnen gilt.

Kommentar von tinimini ,

So richtig zugespitzt wurde das dann bei Jesus, der als Unschuldiger die Sünden der ganzen Welt auf sich genommen hat,und dadurch die Schuld der Schuldigen getilgt wird? Jedenfalls kenn das AT keinen Fall, wo dies zutrifft. Auch die Texte vom „leidenden Gottesknecht“ greifen nicht Fürwahr er trug unsere Krankheit und lud auf sich unsere Schmerzen... Er ist um unserer Missetat willen verwundet und um unserer Sünde willen zerschlagen und durch seinen „Opfertod“ gesühnt hat. Allerdings übersieht man, dass das Zitat Johannes d.T. von der Sünde 3(Sing.!) spricht. Auch davon sind unsere Gebete und Lieder voll. Das Problem ist aber, wieso durch den Tod eines Unschuldigen die ganze Welt gerettet wird ? Der alttestamentliche Bezug: Prophet Jona. Die Leute von Ninive bekehren sich und verhindern so die Strafe. Was ist Sünde (Sing.!)? Sie ist die fundamentale Störung des Verhältnisses zwischen Gott und den Menschen. Durch das Auftreten Jesu wird das eigentliche Verhältnis Gottes zu den Menschen offenbar, das schon immer so war, aber über die Geschichte des Menschen hinweg anders gesehen worden ist. Jesus hat es durch Wort, Tat und Tod offenbar gemacht!" (Jes. 53,4f). Von der beherrschenden Annahme aus, dass das NT die Erfüllung des AT ist, griff man auch auf diesen Text zurück. Die (schon sehr frühen) Aus leger haben sehr schnell dieses Zitat auf Jesus bezogen, der wie „ein Lamm zur Schlachtbank geführt“ wurde. Einzelne Aussagen scheinen zu passen und so vereinnahmte man sie für Jesus. Die Vorstellung von einem Sühneleiden stand am Anfang. Dabei bezieht sich dieserText des „Deuterojesaja“auf das Volk Israel, das ja nach seinem Exil – dort war es in de n Augen der Völker ein beklagenswertes Häuflein – nach Sion zurückgekehrt ist und nun als heiles und heiliges Volk vor allen Völkern erscheint.Freilich, das Leiden Jesu wurde mit diesem Jesaja-Text parallelisiert, doch um den Preis, das man nur das rauspickte, was in etwa auf Jesus passen könnte, also eine „kreative Exegese“.(Um dies zu belegen, müsste man den Deutero-Jesaja- Text heranziehen.) 

 Der Gedanke des stellvertretenden Leides „erklärt“ zwar, warum der Gerechte leiden muss,nicht jedoch, warum ein Sünder trotz seiner Sünde weiterleben kann!. Leiden sind Prüfungen von Gott Schon im Buch Hiob, einer weisheitlichen Novelle, wird problematisiert: Warum geht es oft den Sündern/Ungerechten gut und – das ist noch wichtiger – warum muss der Gerechte leiden? Anders formuliert: Was hab ich denn Gott getan?? Das Buch Hiob wurde immer fortgeschrieben und zwar in der Zeit vom 4. bis zum 2. Jh. vor Christus.Die Antworten der drei Freunde Elifas, Bildad und Elihu: Unglück ist Strafe für verborgene, vielleicht nicht bewusste Sünde. Hiob soll sich beugen und geduldig sein; dann wird schon alles wieder gut

Das Vergeltungsdogma beherrscht die Diskussion. Wer Unglück leidet, hat auch Schuld!

Das Glaubenschema ist Thema in jeder Religion und soll die Leute bei der Stange halten, Sie sollen Sühnen und am besten noch Schmerzensgeld Zahlen für ihre Untaten gegen Gott. So werden die Kirchen immer reicher, ,die Hungernden aber nicht weniger auf der Welt.Anstatt uns selber in die Verantwortung zu Nehmen bezahlen wir lieber und denken ,dann ist alles wieder gut.

Aber Gott richtet nicht, Wir sind selber in der Verantwortung.
Warum lässt der Mensch das Leid zu, warum schauen wir weg ?Wo ist der Mensch , Warum rufen wir immer nach Gott, Das sollte sich mal jeder Fragen !

Antwort
von fpdalis, 96

Lese dir das hier https://www.die-bibel.de/bibelwissen/inhalt-und-aufbau/altes-testament/poetische... mal durch.

Antwort
von Philipp59, 49

Hallo Hocky99,

im Buch Hiob geht es hauptsächlich darum, dass ein Mensch auch unter schwersten Prüfungen Gott treu bleiben kann. Dabei wusste Hiob noch nicht einmal davon, dass die Prüfungen nicht von Gott, sondern vom Satan kamen.

Zu beachten ist auch, dass Gott das Geschehen in Verbindung mit Hiob nicht aktiv gesteuert hat; nicht er war der Initiator der Prüfung, sondern ausschließlich Satan, der Teufel. Gott ließ die schreckliche Prüfung zwar zu, doch würde Gott niemals irgend jemandem etwas Schlimmes antun, um ihn zu prüfen (obwohl das von vielen so geglaubt wird). In der Bibel heißt es nämlich über ihn: "Keiner sage, wenn er versucht wird: „Ich werde von Gott versucht.“ Denn Gott kann nicht von üblen Dingen versucht werden, noch versucht er selbst irgend jemand" (Jakobus 1:13).

Im Fall Hiob war Gott von seiner Treue und Ergebenheit völlig überzeugt, denn er stellte Hiob ein gutes Zeugnis aus, als er im Gespräch mit Satan über ihn folgendes sagte: "Hast du dein Herz auf meinen Knecht Hiob gerichtet, dass es seinesgleichen keinen gibt auf der Erde, einen Mann, untadelig und rechtschaffen, gottesfürchtig und von Schlechtem weichend?" (Hiob 1:8). Gott brauchte also keinen Beweis für Hiobs Treue, er hatte nicht den leisesten Zweifel daran.

Satan dachte jedoch, er könne Hiob dazu bewegen, sich von Gott abzuwenden, wenn er nur genug Druck auf ihn ausüben würde. So brachte er ein Unglück nach dem anderen über ihn und schlug ihn schließlich mit einer fruchtbaren Krankheit. Hatte Satan damit Erfolg? Hiob sagte trotz alledem: "Bis ich verscheide, werde ich meine unversehrte Lauterkeit nicht von mir weichen lassen" (Hiob 27:5).

Wenn man den Bericht über Hiob genau liest, dann stellt man fest, dass es nicht nur um den Fall Hiob allein ging. Ein winziges Detail in dem Bericht verrät, dass es um weit mehr als nur um einen einzigen Menschen ging. Nachdem Satan Hiob bereits alles Hab und Gut genommen und alle seine 10 Kinder getötet hatte, er jedoch weiterhin an seiner Lauterkeit festhielt sagte Satan zu Gott: "Haut um Haut, und alles, was ein Mensch hat, wird er für seine Seele geben. Strecke zur Abwechslung doch deine Hand aus, und rühre an sein Gebein und sein Fleisch, [und sieh,] ob er dir nicht direkt ins Angesicht fluchen wird" (Hiob 2:4). Als Satan also sagte "alles was ein Mensch hat..." zog er nicht nur die Treue Hiobs sondern die aller Menschen in Zweifel. Satan behauptete quasi, es gäbe niemanden, der Gott unter Prüfungen Gott treu bleiben würde. Das war im Grunde eine Streitfrage von universeller Bedeutung!

Ohne dass Hiob von alledem wusste, wurde durch seine unerschütterliche Lauterkeit gegenüber Gott ein Exempel statuiert: Menschen sind Gott nicht nur so lange treu, wie es ihnen gut geht und sie unter seinem Schutz stehen (das hatte Satan ja über Hiob behauptet). Es gibt tatsächlich Menschen, die bleiben Gott unter allen Umständen treu, egal was geschieht, da sie nicht von selbstsüchtigen Beweggründen, sondern von Liebe zu Gott angetrieben werden.

Auf diesem Hintergrund betrachtet, hatte die Prüfung Hiobs sehr wohl einen Sinn. Außer dass sie zeigte, dass auch unvollkommene Menschen Gott unter jeglicher Prüfung Gott treu bleiben können, mag sie den einzelnen veranlassen darüber nachzudenken, wie es um sein eigenes Verhältnis zu Gott bestellt ist. Er mag sich fragen, wie er sich wohl verhalten würde, wenn in seinem Leben Schwierigkeiten auftauchten, die seine Treu Gott gegenüber auf die Probe stellten.

LG Philipp

Antwort
von ichhasseminions, 77

Lies es.

Kurzform: Streit zwischen Gott und Teufel.

Frage: Der Teufel sagt niemand glaubt wahrhaft an Gott.

Gott sagt: Hiob schon.

Teufel sagt: Hiob gehts ja auch gut.

Gott sorgt dafür, dass Hiob alles verliert. Familie, Besitz, Gesundheit...einfach alles.

Hiob sagt: Ich wäre am liebsten nicht geboren worden, aber ich glaube trotzdem noch an Gott.

Gott sagt: Siehste Teufel...Hiob ist cool. Der glaubt an mich.

Teufel sagt: Das reicht mir trotzdem nicht.

Gott sagt: Jetzt ist aber mal gut.

Und gibt Hiob das ganze Zeug wieder zurück.

Eine mögliche Interpretation: Das Buch soll in der Bibel dafür Sorgen, dass du auch in schlechten Zeiten an Gott glaubst. Der ganze Mist der dir passiert ist nur ein Test vom Teufel.

Kommentar von JuengerJesu ,

Danke das ist auch die wahrheit

Kommentar von JuengerJesu ,

Respect an dich

Antwort
von BerthaDieBaer, 53

Guck dir dafür am besten besonders die Gottesantwort aus dem Wettersturm an. Was sagt er darin? Was wirft er Hiob vor? Rechtfertigt er sich? Welche Beispiele nennt er? Daraus lässt sich die sehr einfache Schlussfolgerung ziehen, dass Gottes Handeln nicht hinterfragt werden soll und er sich dafür nicht rechtfertigen muss, da er allmächtig ist und Gründe für sein Handeln hat. Außerdem stellt er klar, dass Hiobs Freunde sich falsch verhalten haben, indem sie meinten, zu verstehen, wie Gott richtet. Damit zerstört Gott das alte jüdische Vergeltungsschema, dass die Guten belohnt und die Schlechten bestraft werden.
Lies dir am besten die Gottesantwort und Hiobs Antwort darauf durch. Googlen kann man das Thema auch gut, obwohl es natürlich nicht die eine richtige Interpretation gibt. Letztendlich bekommt Hiob aber das doppelte von seinem ursprünglichen Besitzt wieder, weil er sich nicht von Gott abgewendet oder nicht auf den Satan hereingefallen ist, sondern seine Klage vor Gott gebracht hat und sich ihm ergeben hat. Gott muss sich dafür nicht rechtfertigen, weil der Mensch seine Intention nicht verstehen kann.

Antwort
von suziesext04, 34

hi Hocky - Hiob ist bestimmt die interessanteste Figur im Alten Testament, find ich, denn der, der das Buch geschrieben hat, war n einziger Aufruhr gegen ne olle Religionsauffassung.

Also. Die ganz alten Theologen sagen: zwischen Gott und dem auserwählten Volk gibts n Vertrag, ein bindendes Rechtsgeschäft, nämlich: das Volk hält seine Gebote und Gesetze und Gott schützt es vor seinen Feinden und sorgt dass es ihm wohlergehe im Land wo Milch und Honig fliesst.

In der realen Menschheitsgeschichte gibts keinen solchen Zusammenhang zwischen Moralischsein und Lebensglück.

Hiob ist der erste und einzige in ner heiligen Schrift, der mit Gott streitet, ihn anklagt und sagt: Gott du bist n unzuverlässiger, treuloser Vertragspartner.

 Ich war gerecht, hab mein Leben lang deine Gebote gehalten und zur Belohnung müllst du mich zu mit einen Schicksschlag nach m andern.

Heisst, im Sinn von dem Autor: zwischen Gott und Mensch gibts überhaupt keinen solchen Geschäftsvertrag, ne Religion, also die Beziehung von Mensch zu Gott, muss ma ganz anders nachdenken. Die Lösung im Buch Hiob für det Dilemma, find ich nicht befriedigend und nicht überzeugend.

Aber war das erste mal in der Bibel, dass die Leut absichtlich provoziert werden, selber über das ganze Problem sehr sehr scharf und gründlich nachzudenken.

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