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Was kann man gegen stark vermehrte Schweißbildung machen?

gefragt von pcdymo am 23.04.2007 um 9:01 Uhr

Ein Freund hat seit letzten Sommer eine sehr start Schweißbildung! Hat jemand hier Erfahrungen (Medikamente, OP, ...?)?


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Reply


anonym
beantwortet von Auskunft am 23. April 2007 09:54
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Die Hyperhidrose ist eine vermehrte Schweißproduktion, die sich entweder an bestimmten Körperteilen zeigt oder den gesamten Körper betreffen kann. Häufig wird sie nicht als Krankheit gesehen. Die Betroffenen finden sich mit dem starken Schwitzen ab, obwohl sie darunter sehr leiden. Es gibt verschiedene Methoden, die Hyperhidrose zu behandeln:

Konservative Therapie:

Botulinumtoxin A

Botulinumtoxin A ist das Gift vom Clostridium botulinum, dem Erreger des Botulismus. Bei der Hyperhidrose wird es eingesetzt, um die Schweißproduktion zu verhindern. Botulinumtoxin ist ein Nervengift. Es hemmt die Ausschüttung Botenstoffs (Acetylcholin) an den Nervenendigungen (Synapsen). Dadurch wird die Nervenleitung blockiert und die Schweißproduktion über längere Zeit fast komplett eingestellt. Die Anwendung mit Botulinumtoxin eignet sich vor allem bei der Hyperhydrosis axillaris.

Das Botulinumtoxin wird in extremer Verdünnung unter die Haut der betroffenen Körperstellen gespritzt. Je nach Fläche handelt es sich um 40 bis 50 Einstiche. Manche Personen sprechen nicht auf diese Behandlung an, da sie Antikörper gegen das Toxin besitzen.

Nebenwirkungen dieser Behandlung sind nicht bekannt, die Methode selbst kann aber als sehr unangenehm empfunden werden. Die Vielzahl an erforderlichen Injektionen kann ohne Betäubung vor allem an Händen und Füßen sehr schmerzhaft sein. Außerdem kann in der ersten Zeit die Beweglichkeit der Finger eingeschränkt sein.

Antitranspirantien

Antitranspirantien sind Substanzen, die auf die Haut aufgetragen werden und die Drüsenausführungsgänge verschließen sollen. Sie bieten sich vor allem bei Ganzkörperschwitzen an, können aber auch bei lokaler Hyperhidrose angewendet werden.

Iontophorese

Die Iontophorese ist eine Anwendung mit schwachem Gleichstrom. Die Methode kommt bei einer Hyperhidrose an Händen und Füßen in Frage. Bei der Iontophorese werden die betroffenen Körperteile in ein Salzbad getaucht, während dem Salzwasser gleichzeitig über Elektroden ein schwacher Gleichstrom zugeführt wird. Die Wirkungsweise dieser Behandlung ist nicht eindeutig geklärt. Man geht davon aus, dass es dabei die Schweißdrüsenzellen gehemmt werden. In der Regel reicht eine Anwendung allein nicht aus, sondern sie muss anfangs täglich, später etwa ein- bis zweimal wöchentlich wiederholt werden.

Medikamentöse Therapie

Medikamente werden vor allem bei der Hyperhidrose am ganzen Körper angewendet, wenn Antitranspirantien keine ausreichende Wirkung erzielen. Dabei werden Anticholinergika oder Salbeiprodukte verwendet.

Chirurgische Therapie

Die chirurgische Therapie wird dann eingesetzt, wenn konservative Behandlungen keinen dauerhaften und zufriedenstellenden Erfolg erzielen.

Schweißdrüsenexzision

Eine Schweißdrüsenexzision kann bei axillärer Hyperhidrose angewendet, wenn vorher bereits andere Methoden keine zufriedenstellende Wirkung erzielt haben. Bei dieser Therapie werden chirurgisch die Schweißdrüsen der Achselhöhle entfernt. Je nach Ausbreitung müssen dabei eventuell mehrere Schnitte gemacht werden. Mögliche Nebenwirkungen sind Wundheilungsstörungen oder verdickte Narben.

Subkutane Schweißdrüsen-Saugkürettage

Bei der subkutanen Schweißdrüsen-Saugkürettage wird durch kleine Hautschnitte das Unterhautfettgewebe abgesaugt. Gleichzeitig werden die Nerven, welche die Schweißdrüsen versorgen, durchtrennt. Diese Methode stellt die Schweißproduktion nicht völlig sein. Mögliche Nebenwirkungen sind auch hier Wundheilungsstörungen oder verdickte Narben.

ETS (Endoskopische transthorakale Sympathektomie)

Bei der endoskopischen transthorakalen Sympathektomie (ETS) werden Fasern des sympathischen Nervensystems im Brustbereich durchtrennt. Sie wird durchgeführt, wenn ein großer Leidensdruck des Betroffenen besteht und keine anderen Methoden Erfolg gezeigt haben. Die Erfolgsrate dieser Operation ist sehr hoch bei Hyperhidrosen im Kopfbereich, an den Händen und in den Achseln.

(siehe: www.onmeda.de)


anonym
beantwortet von Schwesterle12 am 24. April 2007 16:01
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Hallo,

ich kenne dieses Problem von meinem Ehemann. Es gibt schon die verschiedensten Op-Möglichkeiten, doch ob man gleich zu so harten Maßnahmen greifen will? Mein Mann nimmt, wenn er solche Schwitzattaken hat eine Tablette Sormodren. Bei ihm hilft es innerhalb von 10-20 Minuten. Es ist damit sehr zufrieden. Ich finde das auf jeden Fall besser, als gleich zu operieren.




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