Was kann man gegen Selbsthass machen?

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7 Antworten

Hallo vanicherrycoke,

sich selbst zu hassen ist kein unabänderliches Schicksal! So wie Du gelernt hast, Dich zu hassen (es wurde Dir ja nicht in die Wiege gelegt), so kannst zu es auch wieder "verlernen". Das setzt jedoch bewusste Anstrengungen voraus. Was kannst Du also tun?

Der Feind eines gesunden Selbstvertrauens ist in uns selbst: unsere innere Stimme, die uns ständig verurteilt und kritisiert. Wir müssen begreifen, dass dieser innere Kritiker uns eigentlich keinen Gefallen tut, im Gegenteil: Er ist die Ursache dafür, dass wir uns selbst ablehnen und er beraubt uns unserer Selbstachtung. Ein wichtiger Schritt ist es, nicht diesen Kritiker über unseren Selbstwert bestimmen zu lassen, sondern wieder selbst die Regie zu übernehmen. Das ist sicher leichter gesagt als getan. Wie kann das gelingen?

Wenn uns wieder einmal unsere innere Stimme verurteilt, warum dies widerstandslos annehmen, ohne es erst einmal zu hinterfragen und infrage zu stellen? Statt sich also selber zu sagen: "Ich mache immer alles falsch", oder "das schaffe ich nie", könnten wir uns klar machen, dass Fehler und Schwächen kein Grund sind, uns zu schämen oder uns zu verurteilen. Besser ist es, für die eigenen Fehler und Schwächen Verständnis aufzubringen und sich selbst anzunehmen. Die Bibel verhilft zu einem ausgeglichenen Selbstbild, wenn sie sagt:" Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst." Wie dieser Text zeigt, brauchen wir ein gewisses Maß an Eigenliebe, um psychisch gesund und stabil sein. Das soll allerdings nicht bedeuten, dass es nicht mehr nötig wäre, sich zu verändern oder zu verbessern.

Es ist auch ein schöner Gedanke, dass Gott Dich persönlich für wichtig hält. Ein Bibelschreiber, der berühmte König David von Israel, brachte das einmal wie folgt zum Ausdruck:" Du selbst hast mein Sitzen und mein Aufstehen erkannt. Du hast meine Gedanken von fern bemerkt.   Mein Wandern und mein Liegen hast du ermessen, und du bist ja mit all meinen Wegen vertraut geworden." (Psalm Kapitel 139:2,3).Gott hatte sich also mit den Einzelheiten im Leben Davids befasst. Sein Interesse ging sogar so weit, dass er sich mit den innersten Gedanken Davids beschäftigte. Ein solches persönliches Interesse hat Gott auch heute an jedem einzelnen von uns. Wie bei David, so blickt er auch auf Dein Leben und hat persönliches Interesse an Dir.

Willst Du Deine Selbstachtung aufbauen, dann lerne es, gut zu Dir selbst zu sein und zeige Verständnis für Deine Fehler und Schwächen. Versuche Dich selbst immer so zu behandeln, wie Du einen Dir sympathischen Menschen behandeln würdest: Liebevoll, geduldig und verständnisvoll. Wenn Du Dir jedoch immer wieder Selbstvorwürfe machst und Selbstkritik übst, streust Du in gewisser Weise Salz in Deine Wunden. Sei Dir darüber im Klaren, dass Du Dich und Dein Leben nicht verbesserst, wenn Du Sich selbst ablehnst oder Dein eigenes Ich hasst. Halte Deinen inneren Kritiker möglichst klein, in dem Du Dich nicht immer wieder von Deiner unerbittlichen Selbstkritik herunterziehen lässt.

Was einer gesunden Selbstachtung entgegen läuft, ist, wenn Du Dich immer wieder mit anderen vergleichst, oder an dem Idealbild misst, das Du von Dir selbst hast. Dieses Idealbild stammt meistens nicht von einem selbst, sondern von Menschen, die einen im Laufe des Lebens geformt haben: Z. B. die Eltern, Lehrer oder Gleichaltrige. Somit stammt das Idealbild, dem Du möglicherweise hinterher läufst, nicht von Dir selbst, sondern andere haben es für Dich ausgedacht. Wäre es nicht viel besser, zu dem zu werden, der Du sein möchtest?

Manchmal sind es auch recht kleine und einfache Dinge, die Dir zu mehr Selbstbewusstsein verhelfen können. Du kannst z. B. mit einem Lächeln innerhalb kürzester Zeit Deine Gefühle positiv beeinflussen. Das funktioniert selbst dann, wenn Dir nach Lachen gar nicht zumute ist. Das kommt daher, weil unser Geist mit unserem Körper verbunden ist. Auch die Körperhaltung ist mitbestimmend dafür, ob Du Dich klein und mickrig oder gar selbstbewusst fühlst. Eine aufrechte, gerade Haltung vermittelt ein anders Gefühl, als wenn Du mit gesenktem Kopf und hängenden Schultern umher läufst. Ein weiterer Tipp ist die richtige Atemtechnik. Sobald Du hektisch und aufgeregt bist, wird Deine Atmung automatisch flach. Wenn Du ganz bewusst darauf achtest, immer dann, wenn Du erregt bist, langsam tief ein und auszuatmen, wirst Du sehen, dass Du ruhiger wirst.

Falls Du mal wieder in einem seelischen Tief steckst, kann auch körperliche Bewegung wahre Wunder wirken. Fahre Fahrrad, geh joggen oder mache einfach nur einen Spaziergang. Ganz bestimmt wirst Du Dich hinterher besser und ausgeglichener fühlen.

Ich wünsche Dir mit diesen Tipps viel Erfolg!

LG Philipp

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Stelle Dir einfach drei Fragen: „Wer bin ich?“, „Was kann ich gut?“ oder „Wo liegen meine Engpässe auf dem Weg zu mehr Glück und Zufriedenheit?“. Wer sein Leben in die Hand nimmt, muss sich selbst besser kennenlernen. Selbsterkenntnis hilft Dir enorm dabei, mit allen möglichen Herausforderungen des Lebens, mit anderen Menschen oder den eigenen Stimmungen besser klarzukommen. Und die Selbsterkenntnis hört auch nie auf. Je mehr Du über Dich selbst herausfindet, desto spannender wird es. „Empfinde ich mich als Opfer in diesem Leben oder als Macher und Gestalter?“ Wer sich als Opfer anderer Menschen, der Umstände, seiner Krankheit, der Politik oder der Wirtschaft sieht, der schwächt sich allein durch diese Einstellung und schadet sich damit selbst. Nicht falsch verstehen: Natürlich wird vielen von uns übel mitgespielt. Manchmal kommen wir einfach auch unter die Räder größerer Entwicklungen, über die wir wirklich keinerlei Einfluss haben. Manchmal haben wir durch unsere Taten und Unterlassungen selbst unseren Anteil an unseren Schwierigkeiten gehabt. Und oft können wir wirklich überhaupt nichts dafür. Aber es hilft ja nichts: So ist das Leben nun mal. Es geht an dieser Stelle nicht darum, wer Schuld an meiner Misere hat. Es geht darum, wie ich es erreiche, dass es mir wieder besser geht. Wer unzufrieden mit seinem Leben ist, stelle sich folgende Frage: „Worauf will ich meine Aufmerksamkeit und Energie verwenden?“ Ich kann mich darauf konzentrieren, wie schwer ich es habe, wie gemein die anderen sind, wie fies die Welt ist und dass ich ja doch nichts machen kann. Damit gebe ich mich und mein Leben auf, ich mache mich selbst zum Opfer und ich zementiere damit meine Handlungsunfähigkeit und Ohnmacht. Natürlich macht das niemand mit Absicht oder aus Blödheit. Natürlich nicht. Das spielt aber keine Rolle – die Wirkung ist die gleiche. Die bessere Alternative: Ich konzentriere mich wieder und wieder darauf, was ich selbst tun kann, um meine Situation zu verbessern. Das ist oft schwer, anstrengend und kostet Überwindung. Aber es setzt auch plötzlich Energie frei. Etwas zu unternehmen fühlt sich 1000x besser an, als sich ohnmächtig und hilflos zu fühlen. Und man kann immer etwas tun, wenn man konsequent nach Lösungen sucht und systematisch die eigenen Möglichkeiten ausreizt. Dadurch nehme ich automatisch mein Leben in die Hand und werde zum Macher. Kein Therapeut kann Dir helfen, wenn Du nicht bereit bist, Dir helfen zu lassen. Wie so eine Hilfe aussieht: Therapeuten helfen Dir dabei, Dich wieder besser zu spüren, damit Du rechtzeitig gut für Dich sorgst. Noch anders gesagt: Erwarte nicht von den anderen oder der Welt um Dich herum, dass sie sich ändert. Ändere Du etwas. Ändere Dich. Ändere Deine Einstellung zu Dir selbst. Nimm Dein Leben in deine Hand. Nur Du kannst wissen, was Dir guttut. Lebe Dein Leben und nicht das Leben, dass andere Dir vorgeben. Sei einfach Du selbst. Die Opferrolle zu verlassen, bedeutet Eigenverantwortung zu übernehmen. Damit meine ich, dass es zuallererst die eigene Aufgabe ist, dafür zu sorgen, dass es Dir gut geht. Und dass Du Dir darüber bewusst bist, dass Du Teil eines Systems bist, dass Du mitgestalten kann. Ob das nun in der eigenen Familie, in der Firma oder in der Gesellschaft ist. Nur Du allein bist verantwortlich für die Dinge, die Du veranlasst, die Du unterlässt und die zu zulässt. Verhalte Dich stets so, dass es Dich nicht verletzt, wenn Dein Verhalten andere verletzt, ist es deren Problem. Du hast das Recht, Dein Verhalten nicht zu rechtfertigen. Du hast das Recht, die Verantwortung für die Probleme anderer Menschen abzulehnen. Du hast das Recht Deine Meinung und Deine Wertvorstellungen zu äußern. Du hast das Recht, jederzeit Deine Meinung zu ändern. Du hast das Recht, nein zu sagen, ohne Dich schuldig zu fühlen. Von Herzen ganz liebe Grüße

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Hallo liebe vanicherrycoke!

Ich will dir echt keine prädigt halten aber Reiß dich mal zusammen!! Du hast so ein Glück kein Handicap zu haben und nicht in Armut oder Hungersnot zu leben, viele Menschen sind neidisch auf dein Leben, doch du willst es wegschmeißen echt egoistisch! Du kannst alles an dir verändern, es liegt alles in deiner Hand! Wenn du unzufrieden mit deinem Aussehen bist geh zum gym ernähre dich gesund verzichte auf süßes etc.. Wenn du dir dumm vorkommst, was du ganz bestimmt nicht bist, lies Bücher und guck dokus um dein Wissen zu erweitern! Das mit dem bestrafen, vergiss das mal BITTE schnell! Lerne dich zu lieben, egal was es auch sein mag vielleicht dein hübsches Lächeln oder deine schönen Augen, du bist schön so wie du bist!! 

Ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen, wenn nicht schreib mir doch gern eine Nachricht! Ich glaube an dich, dass solltest du auch tun! :) 

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Kommentar von Sawe123
17.05.2016, 09:12

Sie hat sich sicher nicht ausgesucht,dass sie sich selbst hasst. Natürlich gibt es Leute, die ihr Leben beneiden, aber durch diese Frage zeigt sie auch, dass sie es Leben will und sich bessern will. Natürlich verletzt man andere damit, wenn man sich umbringt, aber manchmal scheint es der einzige Ausweg zu sein. Hast du dich jemals selbst verletzt und/oder an Suizid gedacht? Der Schmerz und das Blut beim Ritzen werfen Glückshormone aus, daher macht es auch so schnell abhängig. Man kann auch unzufrieden mit sich sein, wenn man sich gesund ernährt und Sport macht. So geht es mir ja auch. Sich lieben zu lernen, dauert seine Zeit. Man muss sich jeden Tag vor den Spiegel stellen und eine schöne Stelle am Körper/an sich finden u D jeden Tag eine neue. Man kann mal seinen Kleidungsstil ändern, das gibt ein auch Selbstbewusstsein. Man kann sich Idole und aufmunternde Musik suchen. Man kann sich neue Hobbys suchen (Fotografieren, Sportart, Zeichnen,...) So habe ich es gemacht bzw mache es immer noch. Man kann auch Freunde fragen "Warum magst du mich? Was ist so toll an mir?" . Man darf seine Ansprüche an sich selbst nicht zu hoch setzen. Auch wenn man das alles macht, dauert es. Um mit dem Ritzen aufzuhören braucht man Skills (rotelinien.de). Eine Skillkiste kann durchaus helfen. Ich will und wollte dich jetzt nicht angreifen, falls es so rüberkommt. Ich wollte lediglich meine Meinung sagen. Ich habe sowas alles selbst erlebt und kann sie daher auch verstehen.

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Überlege was du an deinem Körper liebst ... Wenn es auch ,,nur" ein Zahn ist ... Oder dein Charakter?... Ich kann ein Video von dagibee empfehlen es heißt sich selbst lieben lernen ...  Vllt magst du dagi nicht aber es hat mir gut geholfen.. Sonst rede mit deinen Freunden oder deinen Eltern viel Glück dabei

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Kommentar von vanicherrycoke
15.05.2016, 21:14

Danke ich schau mal vorbei.

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Kommentar von Mavmav220
15.05.2016, 21:16

Kein Problem

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Selbstwertgefühl, Stolz und Lebensfreude kommen nicht von alleine und Selbsthass macht es auch nicht besser. 

Die Lösungen deiner Probleme sind offensichtlich.
Wenn du dich dick fühlst und tatsächlich Übergewicht hast, nimm ab. Auf jedes verlorene Kilo kannst du stolz sein und jedes zieht dich ein Stück weit aus deinem Tief. 
Wenn du dich dumm fühlst, dann bilde dich. Such dir ein Thema aus, das dich interessiert, das Internet ist ein Füllhorn an Information.
Wenn du dein Leben sinnlos findest, dann verleihe ihm einen Sinn. Tu etwas worauf du stolz sein kannst und das dir Freude bereitet.

Es ist Zeit für dich, dein Leben anzupacken und was draus zu machen, einen Platz zu finden wo du hin gehörst. Das Leben ist zu kurz, um es einfach an sich vorbei ziehen zu lassen.

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Kommentar von vanicherrycoke
15.05.2016, 21:16

Mir wird zwar gesagt das ich nicht dick bin aber das sehe ich anders. 
Ich versuche mein Leben irgendwie zu ändern... Sei es mit Sport, lernen, etc... Aber es bleibt immer dieser Hintergedanke dass das doch sowieso nichts bringt weil ich schlecht bin... Naja irgendwie so. Kann es schwer erklären. Hoffe du verstehst trotzdem was ich meine.

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Kommentar von vanicherrycoke
15.05.2016, 22:59

Ich bin 16 und 1,65 groß klein wie mans nimmt. Ich wiege 50kg

Naja ich bin ein nichtsnutz. Das meine ich damit.
D.h. Egal was ich versuche zu bessern. Es bleibt immer diese Hintergedanke dass ich dich sowieso ein Nichtsnutz bin/bleibe.

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Streichele mal mit deiner rechten ausgestreckten Hand deinen Bauch. So, wie jemand, dem ein Essen gut geschmeckt hat. Danach trommele wie ein Gorilla mit den Fäusten auf die Brust - 3 Minuten lang, und atme dabei kräftig durch

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Mir geht es genauso. Ich weiß auch nicht richtig wie ich damit umgehen soll. Wenn du willst kannst du mir gerne mal schreiben oder deinen instagram Namen oder Nummer geben dann können wir gern schreiben. 

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