Frage von Heart900, 165

Was kann man gegen Polizisten tun die ihre Autorität mißbrauchen?

Z.B. ein Polizist behauptet mit seinem Kollegen angegriffen worden zu sein obwohl das garnicht stimmt. Er zerreißt sich die Uniform und schlägt Jemand zusammen bis die Person tot ist. Wäre der Polizist durchkommen, wenn er und sein Kollege als Beamte einen Meineid leisten ? Ein Meineid durch Beamte würde ja niemand genauer prüfen. Könnten Zeugen diesen "legalen" Mord zum Kippen bringen oder wären die Worte der Beamten über das der Zeugen gehen ? Ich komme deswegen darauf, da immer mehr Menschen bei Demonstrationen von Polizisten verletzt oder auch getötet werden.

Antwort
von x9flipper9, 60

Polizisten agieren immer zu zweit, zum einen um einen Backup zu haben und zum anderen, damit der Polizist einen "neutralen" Zeugen hat. 

Kommt es zum Tod durch so einen Fall, hat der Polizist seine Macht und sein Erlerntes definitiv nicht mehr für die Notwehr und die nötige Anwendung von Gewalt benutzt. Ja es ist Polizisten gestattet ein gewisses Grad an Härte an den Tag zu legen, es ist schon sehr bewundernswert wie wenige Fälle von Polizeigewalt es in Deutschland gibt bei den ganzen Respektlosigkeit, die Polizisten heutzutage entgegen gebracht wird. Und wenn dann mal einer dich am am Arm packt wird gleich rumgeweint.

Naja zu deiner Frage nochmal: Ein Polizist gilt, anders als zum Beispiel in den USA, vor dem Gericht als normale Person. Es wird ermittelt und hat ein Polizist gegen die Vorschriften verstoßen dann wird er auch dementsprechend bestraft. Da gibt es keine Ausnahmen.

Bei den Demos ist es anders, da agieren meistens Beamte des BFE und diese tragen öfters keine Identifikation an ihren Kampfanzügen, können also nicht bestraft werden. Es wird bei diesen Demos leider immer nur die Polizeigewalt gezeigt, was dabei flöten geht sind die Provokationen den Beamten gegenüber und der Umgang ist dort etwas anders. Das es dort zu Verletzungen kommt, wenn eine Wand von Protestierenden gegen eine Wand von trainierten Polizisten in Kampfanzügen trifft ist unvermeindlich. Natürlich sind auch unter Ihnen welche, bei denen mal eine Sicherung durchbrennt aber ich finde man sollte immer beide Seiten betrachten.

Antwort
von meinstadtleben, 82

Besonders bei Demonstration ist es oft sehr unübersichtlich. Um sich abzusichern haben beiden Partein Kameras vor Ort, zusätlich ist meist Presse vor Ort. Heißt es gibt in den meisten Fällen eindeutige Beweise. Ansonsten steht Aussage gegen Aussage. Und wenn keine anderen Beweise vorgebracht werden heißt es: Im Zweifel für den Angeklagten, also dem Polizisten in deinem Szenario.

Kommentar von Heart900 ,

Ah, deswegen tun auch die Polizisten nur achzu gerne auf Leute draufspringen die Kameras mit dabei haben und versuchen diese vorher einzukassieren.

Kommentar von meinstadtleben ,

Ich entnehme deinen letzten Fragen und Aussagen mal, dass du scheinbar mit der Polizei nicht gut gestellt bist. Aber ich denke nicht, dass die Polizisten dies mutwillig zur Beweisvernichtung tun. Klar gibt es schwarze Schafe, aber ich denke nicht dass systematisch versucht wird Kameras "einzukassieren". :)

Kommentar von x9flipper9 ,

Weil sie nicht gefilmt werden wollen? Ist das Recht eines Jeden. Und wen sollen die rufen damit das Filmen eingestellt wird? Die Polizei? Merkst selber oder? 

Kommentar von meinstadtleben ,

Grundsätzlich darf alles gefilmt aber nicht geteilt werden. Bei Bilder/Videos von Versammlungen gilt nochmal anderes Recht, diese dürfen auch geteilt werden. Als Beweissicherung ist Filmen sowieso erlaubt. 

Antwort
von wotan38, 24

Bei einer friedlichen Demonstration wird kaum ein Polizeibeamter eingreifen. Meist sind die Demonstrierenden aufgebracht und lassen ihre Wut an den Polizisten aus, die eigentlich nur ihren nicht einmal gut bezahlten Job machen. Im allgemeinen geht die Aggression nicht von den Polizisten aus, diese reagieren lediglich auf die Aggression der Demonstrierenden. Das Recht auf Demonstrieren ist eindeutig auf "friedlich" beschränkt. Ich glaube nicht, dass Dein hier vorgetragener Fall sich bei einer friedlichen Demonstration zugetragen und die Polizei aus heiterem Himmel einen Demonstrierenden angegriffen hat. Der Richter wird das auch so sehen. Notwehr sieht für den Angegriffenen anders aus als für den Angreifer.

Wenn Polizisten grundlos gegen Farbige vorgehen, wie es in den USA in letzter Zeit öfter vorgekommen ist, sieht das ganz anders aus. Auch einen Meineid aus Gefälligkeit für einen Kollegen zu leisten, ist für den Betreffenden nicht so einfach. Da kann schnell ein Video auftauchen, das den wahren Sachverhalt aufzeigt.

Antwort
von rampe6, 20

Hab ich da was verpasst?

Wann gab es den letzten getöteten Demonstranten in Deutschland?

Benno Ohnesorg im Juni 1967 ????

Antwort
von FragaAntworta, 109

Ein Richter wird einem Polizisten immer mehr Glauben schenken, als einem Zeugen, dem er einfach vorwirft parteiisch zu sein. Der Korpsgeist der Polizei erledigt den Rest, solange man sich, Polizei und Bürger, bei vielen Gelegenheiten straff gegenüber steht, wird sich daran auch nichts ändern, der eine sieht den anderen immer als Feind.

Antwort
von Still, 23

Ziemlich krude Geschichte! Warum sollte der "Kollege" einen Totschläger decken?!

Antwort
von Everklever, 27

Ein zumindest für unseren Kulturkreis absurdes Szenario. Was beschäftigt dich denn sonst noch so?

Antwort
von wilees, 73

Vielleicht sollte man mit den Antworten, die man hier gibt parallell die etwas kruden bisherigen Fragen des TE anschauen.

Kommentar von AssassineConno2 ,

Jap....einen Mist schreibt er hier....Polizisten die Vergewaltigen, Polizisten die Demonstranten töten, etc. woher hat er den Blödsinn?

Kommentar von wilees ,

Bei sehr vielen Fragen macht es Sinn sich das Profil des TE anzuschauen, dann schreibt man viele Antworten gar nicht mehr nieder.

Antwort
von alexusmaximus87, 38

Eine Dienstaufsichtsbeschwerde schreiben und an das zuständige Amt schicken.

Oder über einen Anwalt gehen und eine Beschwerde an das jeweilige Revier (Dienststelle )schicken.

Aber meist kommst damit net sehr weit

Kommentar von PatrickLassan ,

Dienstaufsichtsbeschwerde bei Mord? Wie wäre es denn mit einer Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft?

Kommentar von alexusmaximus87 ,

Du musst das immer erst über die Dienstaufsicht probieren. Die leiten dann alles weitere ein. Über die Staatsanwaltschaft kannst du es auch machen aber die gehen dann auch an die Dienstaufsicht. Für Fehlverhalten und anderen Delikten während der Dienstzeit oder auch in der Freizeit steht diese Aufsichtsbehörde immer über allen

Antwort
von NSchuder, 76

Grundsätzlich sollte die Aussage eines Polizisten genauso viel zählen wie die jeder anderen - glaubhaften - Person.

Bei einem Verfahren wegen Mord oder Totschlag muss dem Angeklagten zweifelsfrei bewiesen werden dass er die Tat begangen hat.

Wenn es also z.B. Videoaufnahmen eines TV-Teams gibt, die die Tat eindeutig belegen, dann nützt auch die Aussage des Beamten nichts. 

Es wird aber schwer diese Tat eindeutig zu beweisen. Steht nur Aussage gegen Aussage, ohne dass es Beweise oder neutrale Zeugen gibt, wird es mindestens eine Einstellung aus Mangel an Beweisen geben. Sowas nennt man dann "Freispruch 2. Klasse".

Vielleicht werden sich auch weitere Beamte melden, die bezeugen, dass der Täter in Notwehr gehandelt hat. Da nützt dann z.B, ein Zeuge gegen zehn Beamte auch nichts.

Antwort
von Pauli1965, 50

Und wo soll so eine "Tötung "  geschehen sein ?

Antwort
von Alpako995, 57

Richtig im Zweifel und ohne Beweise/Zeugen hast du keine Chance!

Antwort
von LiJa1995, 37

Nummer merken und zur Anzeige bringen.

Körperverletzung oder Mord sind strafbar. Auch Polizisten müssen sich verantworten.

Wenn auf Demos oder ähnliches einer umgebracht wird, gibt es genug Zeugen ;)

Antwort
von SoVain123, 63

Worte der Beamten stehen nicht über Zeugen, wenn die Zeugen bei dem vollen geistigen Bewusstsein waren. Außerdem wird bei Mord immer eine Untersuchung gemacht und man würde feststellen, dass die Uniform nicht von dem toten zerrissen wurde.

Kommentar von Heart900 ,

Selbst wenn es rauskommen würde, glaube ich nicht, daß so ermittelt werden würde, daß ein Beamter einen anderen belastet. Auch würde der Richter zahlreiche "mildernde" Umstände finden, daß der Polizist der das macht nur vielleicht seine Arbeit verliert.

Kommentar von SoVain123 ,

Ein Beamter kann sein Arbeit nicht verlieren, also entweder ganz oder gar nicht :D

Kommentar von Heart900 ,

Aber sie können suspendiert werden.

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