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Was kann man gegen panische Angst vor Geburtsschmerzen machen?

gefragt von Janis am 17.08.2007 um 10:52 Uhr

Meine Freundin bekommt ein Baby. Vom Vater lebt sie schon getrennt. Jetzt soll ich mit in den Kreissaal. Aber sie hat so panische Angst, daß ich nicht weiß was ich machen soll! Wie kann ich ihr helfen? Ich hab noch nie ein Baby bekommen


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Reply


waterlilies
beantwortet von waterlilies am 17. August 2007 11:00
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Deine Freundin soll sich dringend an ihren Frauenarzt wenden und sich über Möglichkeiten informieren, die sie zur Schmerzlinderung hat. Eine Geburt ist natürlich nicht unbedingt angenehm, das ist schon klar. Sich davor hysterisch fürchten muss man aber nicht. Sie könnte sich z.B. eine Periduralanästhesie machen lassen. Dabei bleibt sie bei Bewusstsein, spürt aber keinen Wehenschmerz. War sie schon in der Entbindungsklinik? Ich war da vorher schon bei der Schwangerschaftsgymnastik und habe die Hebammen kennengelernt, das hilft auch, die Angst vor der Geburt zu mildern.

Wenn es dir möglich ist, dann begleite sie zur nächsten Vorsorgeuntersuchung beim Frauenarzt und sprecht mit ihm/ihr über die Ängste der werdenen Mutter.

Kommentar von 304c9c2bc0e059c4ee7068a62717e3d4smallUlfDunkel am 17. August 2007 11:03

Ich habe bei meiner ersten Frau 2 mal PDA-"Geburten" miterlebt. Sie hat währenddessen und hinterher geflucht wie ein Rohrspatz und die Geburten nicht als schön empfunden.

Es ist m.W. noch keine Frau an den Geburtsschmerzen gestorben.

Kommentar von B1e7156b56f68f91ca896274da6882d9smallwaterlilies am 17. August 2007 11:05

Ich habe es selber zweimal überlebt - ohne Hilfsmittel, geflucht hab ich auch, das lag bei deiner Frau bestimmt nicht an der PDA. Wie definierst du eine "schöne Geburt"?

Kommentar von 304c9c2bc0e059c4ee7068a62717e3d4smallUlfDunkel am 17. August 2007 11:12

Ob es bei meiner ersten Frau an der PDA lag oder nicht, kann ich vermutlich besser beurteilen als Du.

Schöne Geburten sind für mich Hausgeburten. Wäre ich eine Frau, würde ich nie woanders gebären wollen. Es sind solche Geburten, bei denen die werdende Mutter in einer vertrauten Umgebung ist, in der sie sich wohlfühlt und nicht fremd vorkommt -- idealerweise in den eigenen vier Wänden. Bei einer schönen Geburt kann sie sich darauf verlassen, dass ihr Partner und/oder eine beste Freundin in der Nähe sind, um zu helfen, wenn etwas fehlt oder sie einfach eine Hand drücken will. Bei einer schönen Geburt besteht schon ein großes Vertrauensverhältnis zur Hebamme, die natürlich nicht mitten in der Geburtsphase per Schichtwechsel ausgetauscht wird. Eine Gynäkologin ist längst informiert und steht ggf. bereit, falls (was extrem selten vorkommt bei Hausgeburten) die Hebamme entscheidet, die Geburt doch aus medizinischen Gründen in ein Krankenhaus zu verlegen.

Kommentar von B1e7156b56f68f91ca896274da6882d9smallwaterlilies am 17. August 2007 11:18

Deine Ausführungen sind sehr interessant. Danke. Allerdings muss man es der Frau selber überlassen, was für sie richtig ist. Einer erstgebärenden, alleinstehenden Frau würde ich keine Hausgeburt empfehlen. Vor allem dann nicht wenn sie sich sowieso schon übermäßig vor der Geburt ängstigt. Darum ging es nämlich in der Frage.

Kommentar von 304c9c2bc0e059c4ee7068a62717e3d4smallUlfDunkel am 17. August 2007 11:35

@waterlilies: Natürlich sollte nur die werdende Mutter entscheiden, wo sie ihr Kind gebären will -- wenn nicht medizinische Gründe dagegensprechen. Ich kenne viele alleinstehende Frauen, die in einem Geburtshaus geboren haben, wo ihre beste Freundin (haben alleinstehende, werdende Mütter quasi immer ;-)) und die Hebamme ihres Vertrauens dabei sind.

Kommentar von B1e7156b56f68f91ca896274da6882d9smallwaterlilies am 17. August 2007 19:11

Ich wünsche jeder jungen Mutti eine liebe Freundin wie unsere Fragestellerin, die sich kümmert.

Kommentar von 9b85b66051896eea13c16b994607a8desmallfrosch07 am 17. August 2007 11:39

hausgeburten können auch gefährlich sein.meine kleine wäre dann heute nicht da.

Kommentar von 304c9c2bc0e059c4ee7068a62717e3d4smallUlfDunkel am 17. August 2007 11:56

Liebe frosch07: Trotz aller Statistiken, die eindeutig besagen, dass das Risiko bei Hausgeburten deutlich niedriger ist als bei Krankenhaus-Geburten und vor allem als bei Kaiserschnitt-Geburten, kann es natürlich auch bei Hausgeburten mal zu Komplikationen kommen.

Gute Hausgeburtshebammen screenen natürlich genauso und werden beim geringsten Anzeichen für ein Geburtsrisiko, das sie nicht im Hause kontrollieren und bewältigen können, die werdende Mutter sofort ins bereitstehende Krankenhaus bringen, wo die über den Geburtsbeginn informierte Gynäkologin dann schon bereitsteht.

Kommentar von 85c6343d946cfb3900a694492ea0897dsmallMarah am 17. August 2007 11:13

Lieber Ulf! Die Schmerzen,die eine Frau schon alleine bei ihren Tagen empfinden kann, sprengen sicherlich die Vorstellungskraft der meisten Männer! Jede Frau empfindet anders und eine PDA kann sicherlich einigen helfen...


minister
beantwortet von minister am 17. August 2007 11:22
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Meine Frau hat zwei Geburten gehabt, bei der ersten bekam sie keine Schmerzmittel. Es hat sehr weh getan, sie sagte aber, das Kind sei den Schmerz wert. Bei der zweiten Geburt hatte sie vorher sechs Monate liegen müssen, da sie eine starke Gebärmuttersenkung hatte. Da sie sich durch diese Zeit sehr geschwächt fühlte, bat sie im Krankenhaus um eine Peridural-Anästhsie. Das bedeutet, dass durch das Rückenmark eine lokale Betäubung im Unterleib durchgeführt wird. Das Schmerzmittel wird allerdings so dosiert, dass nicht jegliches Schmerzempfinden unterdrückt wird, damit die Frau noch in der Lage ist, bei der Geburt aktiv mitzuhelfen. Bei ihr hat dies perfekt funktioniert und unser zweites Kind kam ohne Komplikationen auf die Welt. Wenn die Angst so groß ist, dass Gefahr für den Ablauf der Geburt besteht, würde ich dies empfehlen.


frosch07
beantwortet von frosch07 am 17. August 2007 11:36
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wenn sie noch etwas zeit zeit hat,gibt sich das von selbst..ich hatte auch panische angst und dann als ich kurz vorm platzen war habe ich mir gewünscht das es endlich losgeht.ich konnte nicht mehr richtig schlafen und hatte dicke beine usw...die meisten frauen wünschen sich die geburt am ende der schwangerschaft.mach dir nicht so viele gedanken und ausserdem bekommt sie jede hilfe die sie will und du wirst ihr die hand halten und es wird ein unvergessliches erlebnis.ich kann nur sagen meine kleine ist jetzt neun wochen alt und ich könnte dir heute nicht mehr erklären wie sich die schmerzen angefühlt haben.ich glaube das ist von mutter natur so vorgesehen das man sich nur an grenzenlose freude erinnert.und eins darfst du nicht vergessen jede frau ist anders...manche empfinden es nicht als wäre es das schlimmste was sie erlebt haben.sie soll einfach immer daran denken das es zu etwas positiven führt und wenn DANN alle stricke reissen gibt es den kaiserschnitt und da merkst du gar nix.so wars bei mir....ich wünsche euch ganz viel glück ..geniesst es es ist ein einmaliges erlebnis wenn ich dir noch einen tip geben darf?nimm eine kamera mit.dieses funkeln in den augen direkt nach der geburt wenn sie ihr kleines das erste mal sieht und in den armen hält,ist einmalig und wunderschön.sie wird dir später danken für die aufnahmen.schwarz weiss bilder sind auch total schön.liebe grüsse


Patron
beantwortet von Patron am 17. August 2007 11:13
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hilfreich gegen panische angst jeder art ist mit sicherheit ein mittel der naturheilkunde, rezeptfrei aus der apotheke:

Bachblüten-Notfall-Tropfen

davon immer mal wieder, auch zur not in 15-minuten-abständen, 4 tropfen auf die zunge.


Agnes10
beantwortet von Agnes10 am 17. August 2007 11:37
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Jedes Kind, dass in den Bauch kam, kam auch wieder raus......Schaut euch Geburtskliniken oder Geburtshäuser an. Sprecht dort mit dem Personal. Alleine die Umgebung ist schon entscheidend. Heute muß niemand mehr leiden, wenn er nicht will und mittlerweile wird super auf die Wünsche der Mutter eingegangen. Aber fast jede Frau kann sich hinterher gar nicht mehr an die Schmerzen erinnern, wenn sie das Kind erst in den Armen hat. Es ist wie weggeblasen. Und für deine Freundin wäre ein guter Vorbereitungskurs sinnvoll. Dort werden einem auch Ängste genommen, Verhalten trainiert. Sie soll einfach mal mit Müttern sprechen. Ich denke, die meisten werden ihr Mut machen. Aber es gibt halt Angsthasen. Meine Schwester wird vor dieser Angst erst gar nicht Mutter :((





UlfDunkel
beantwortet von UlfDunkel am 17. August 2007 11:00
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Hallo Janis.

Dass Deine Freundin Dich "auserkoren" hat, bei der Geburt ihres ersten Kindes dabeizusein, ist das eine ganz besondere Ehre. Sie scheint Dir voll und ganz zu vertrauen und erhofft sich Hilfe und Beistand von Dir.

Natürlich kann eine Geburt wehtun, und es ist verständlich, dass sie Angst vor den Schmerzen hat. Du kannst ihr natürlich vorher gut zureden und Mut machen. Aber wenn die Geburt anfängt, ist es m.E. das Wichtigste, dass Du einfach da bist.

Halte, wenn sie es will, ihre Hand -- und halte möglichst den Mund.

PS: Schade, dass sie im Krankenhaus-Kreißsaal entbinden will. Dort kann es passieren, dass man ihr eine PDA (Periduralanästhesie) aufschwatzt oder sie sogar mit einem unnötigen Kaiserschnitt abzockt, ohne dass sie es will. Außerdem ist mittlerweile erwiesen, dass das Gros der Geburten, nämlich die ganz normalen, im Krankenhaus wesentlich stressiger und komplikationsreicher sind als zuhause.

Ich habe mehrfach erlebt, wieviel streßfreier, angstfreier, sicherer und weniger schmerzvoll Hausgeburten und dort vor allem Wassergeburten in der Badewanne sind.

Wie auch immer: Ich wünsche Deiner Freundin eine wunderschöne Geburt und Dir Kraft und Geduld, ihr zur Seite zu stehen.

Kommentar von Emilia am 17. August 2007 11:14

Sag mal, wieviel Geburten hast Du denn schon hinter Dir? Und vor allem , wo sind die Babys rausgekommen? Wie kannst Du Dir anmaßen Geburtsschmerzen zu beurteilen? Ich sage Dir, ohne PDA sind das Höllenschmerzen. Schmerzen, die Du Dir wahrscheinlich nicht mal vorstellen kannst!

Kommentar von 304c9c2bc0e059c4ee7068a62717e3d4smallUlfDunkel am 17. August 2007 11:33

@Emilia: Ich habe mittlerweile acht Geburten unterschiedlichster Art miterlebt, natürlich nicht körperlich. Ich habe von den Müttern immer gehört, dass die Geburtsschmerzen anschließend quasi vergessen waren, wenn sie ihr Kind im Arm hielten. Aber die PDA-Geburten waren für alle Frauen, die sie erlebt haben, im Nachhinein sehr unschön. Natürlich schaltet die PDA fast alle Empfindungen ab. Aber ich würde als Frau trotzdem den Geburtsschmerz (der dazu -- wie Menstruationsschmerzen -- auch noch bei jeder Frau höchst unterschiedlich stark ist!) immer dem Gefühl vorziehen, dass ich meine Beine nicht mehr selbst halten kann, dass ich kaum noch vernünftig pressen kann, dass ich auf rein körperliche Hilfe während der Geburt total angewiesen bin.

Kommentar von Emilia am 17. August 2007 11:41

Mann Ulf, erzähl Deine Weisheiten an Deinem Stammtisch oder anderen Männern in Deinem Freundeskreis. Du weisst einfach nicht wovon Du redest, weil Du´s nicht körperlich erlebt hast. Ich habe bereits zwei Geburten (kein Kaiserschnitt) hinter mir und weiß wovon ich spreche. Ich wünsch Dir einfach mal meine Periodenschmerzen für ne Woche, mal sehn wie Du damit klar kommst. Dann stell Dir Wehenschmerzen X 100 vor! Ein Kaiserschnitt ist sicherlich für den Körper nicht die bessere Lösung. Aber die Entscheidung dafür oder dagegen sollte dennoch die betreffende Frau und nicht Ulf Dunkel treffen

Kommentar von 304c9c2bc0e059c4ee7068a62717e3d4smallUlfDunkel am 17. August 2007 11:45

@Emilia: Sicher kann ich nicht beurteilen, welche Schmerzen Du während Deiner Mens oder bei Geburten gehabt hast.

Ich muss Dir aber widersprechen, was den Kaiserschnitt angeht: Die Entscheidung zum Kaiserschnitt kann/darf/sollte nur der entsprechende Arzt oder die Ärztin treffen.


anonym
beantwortet von kiramarie am 17. August 2007 13:09
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Ich habe 4 Kinder zur Welt gebracht ohne irgend ein Schmerzmittel und bin auch nach wie vor der Meinung, es gibt schlimmeres. Denn eine Geburt ist auch ein schönes Erlebnis.Natürlich hatte ich bei meinem ersten Kind vorher auch große Angst, weil ich nicht wußte was mich erwartete. Mir hat es geholfen, den Kreissaal vorher zu besichtigen u. auch mit einer Hebamme zu sprechen. Sie arbeitete damals freiberuflich,dh. ich konnte mir diese Hebamme zur Geburt mit ins Krankenhaus nehmen. Vorher hat sie mich mehrere Male zu Hause besucht u. untersucht. Da war meine Angst schon nicht mehr so groß. Mittlerweile gibt es fast überall schöne Geburtshäuser, die eine tolle Alternative zur Klinik sind. Deine Freundin soll sich doch da mal informieren. Und vor allem soll sie sich von Leuten zurückhalten, die Horrorgeschichten von Geburten erzählen. Fast alle Frauen die ich kenne sagen, sie haben es sich schlimmer vorgestellt. Natürlich gibt es schwere Geburten, das will ich garnicht in Abrede stellen. Aber in den meisten Fällen ist es auszuhalten u. es gibt heute soviele Möglichkeiten zur Schmerzlinderung. Deine Freundin soll sich auf keinen Fall verrückt machen.Alles Gute für sie.


NicoleF
beantwortet von NicoleF am 17. August 2007 10:58
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Hallo, die Angst ist völlig verständlich. Als erstes mach dich mal schlau, welche Methoden der Schmerzlinderung es bei der Geburt gibt (z.B. Epidural). Dann sprich mit Frauen, die eine Geburt hinter sich gebracht haben. Sie werden dir bestätigen, dass du dir unnötig Sorgen machst (die Hormone werden dir helfen!) Wenn du einen Kaiserschnitt überlegst, dann denke daran: Das ist eine Op. Dir wird es nach der Narkose nicht besonders gut gehen und bis die Narbe verheilt ist, wirst du auch Schmerzen haben. Mehr Infos hier: http://www.babycenter.de/pregnancy/geburtundwehen/angstvorschmerz_expert/

Kommentar von 304c9c2bc0e059c4ee7068a62717e3d4smallUlfDunkel am 17. August 2007 11:01

Wunsch-Kaiserschnitte sollten endlich verboten werden oder von der Mutter selbst zu 100 % bezahlt werden, dann hört der Quatsch auf und die Krankenkassen werden nicht mehr damit belastet!

Kommentar von Emilia am 17. August 2007 11:12

Ich frage mich warum solche Kommentare immer von Männern kommen.

Kommentar von 85c6343d946cfb3900a694492ea0897dsmallMarah am 17. August 2007 11:15

;-D Stimmt!

Kommentar von 683cd8be911c3897e982ad9db4016ba4small Cr♪tter am 17. August 2007 11:17

Hier muss ich UlfDunkel Recht geben. DH für Deinen Kommentar!

Kommentar von 304c9c2bc0e059c4ee7068a62717e3d4smallUlfDunkel am 17. August 2007 11:29

@Emilia: Warum darf ich Deiner Meinung nach (als 5facher Vater, der bei allen Geburten dabei war) keine Meinung dazu haben?

Kommentar von Emilia am 17. August 2007 11:45

Du kannst Deine Meinung sicherlich als passiver Geburtsteilnehmer äußern. Mehr kannst Du einfach nicht äußern. Du tust aber so, als wenn Du Deine 5 Kinder auf fünf verschiedene Arten selbst zur Welt gebracht hast und genau weisst wie sich welcher Schmerz anfühlt

Kommentar von 28fd34f9800c1e0c8a304d4db9052945smallNicoleF am 17. August 2007 11:19

Hallo Ulf, ich würde dir zustimmen, aber offiziell gibt es die Wunschsektion in Deutshcland auch gar nicht. Abgesehen davon sind es seltener die Frauen, die einen Kaiserschnitt wollen (zwischen 3,7 bis rund 15 Prozent) als vielmehr die Ärzte. Sehr aufschlussreich ist eine Studie der GEK zu dem Thema von Ulrike Lutz und Petra Kolip. Leider steht sie nicht mehr zum Download bereit. Aber eine gute Pressemitteilung gibt es noch: http://www.gek.de/presse/news/pressemeldungen/artikel.html?id=1101051

Kommentar von 304c9c2bc0e059c4ee7068a62717e3d4smallUlfDunkel am 17. August 2007 11:36

@NicoleF: Ich habe immer gegen Ärzte gewettert, die Frauen unnötige OPs andrehen.

Kommentar von 9b85b66051896eea13c16b994607a8desmallfrosch07 am 17. August 2007 11:41

ein kaiserschitt kostet nicht so viel wie eine normale geburt die meistens ca.8 stunden geht.die kassen sind sogar froh hab ich festgellt.jedenfalls ist das in der schweiz so

Kommentar von 304c9c2bc0e059c4ee7068a62717e3d4smallUlfDunkel am 17. August 2007 11:46

In Deutschland werden normale Geburten und Kaiserschnitt-OPs nach sog. Fallpauschalen von der Krankenkasse vergütet. Und eine normale Geburt kostet deutlich weniger als ein Kaiserschnitt. Es kann durchaus sein, dass das (auch nicht gerade pralle) Gesundheitssystem der Schweiz die "Tarife" anders gesetzt hat.

Kommentar von 9b85b66051896eea13c16b994607a8desmallfrosch07 am 17. August 2007 12:07

das stimmt wohl.ich zahle jeden monat ein kleines vermögen für die kk und wenn ich zum arzt gehe muss ich erst noch meinen selbst behalt zahlen bevor die kasse.schon frech und vorallem da der teuerste doktor der zahnarzt nicht inbegriffen ist und bei uns rechnet man einfach acht stunden zwei hebammen und einen doktor gegenüber kaiserschnitt 40 min..naja aber sonst gefällt es mir schon besser hier als in deutschland.

Kommentar von 304c9c2bc0e059c4ee7068a62717e3d4smallUlfDunkel am 17. August 2007 12:11

In der Schweiz wurden gerade vor kurzem, wie ich jetzt erfuhr, ebenfalls Fallpauschalen (DRGs) eingeführt.

Kommentar von 95c4a024bd262f242db42665ed8842dcsmallbommel65 am 17. August 2007 13:10

Ja, "UlfDunkel" ich bin absolut deiner Meinung, Kaiserschnitte nur bei medizinischer Notwendigkeit durch zu führen. Der Geburtsschmerz ist übrigens in dem Moment vorbei, in dem das Baby "draußen" ist.

Ein Ereignis, daß Mutter und Kind absoult stärkt... DH!


jheart
beantwortet von jheart am 17. August 2007 11:37
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Wenn die Schmerzen zu groß werden, was sehr wahrscheinlich ist, wird eine Peridual-Anästhesie gelegt (siehe Beitrag von Minister). Mit einer guten Hebamme und guten Nerven bei Dir kann nicht mehr viel schief gehen.

Du musst wie gesagt immer ruhig bleiben, gut zureden, festhalten, Schweiß abtupfen, Getränke anreichen, Dich mit Deiner Freundin auf das Kind freuen.

Bei kleinsten Anzeichen von Unregelmäßigkeiten (Fehllage des Kindes, Stressfaktoren beim Kind), wird unverzüglich auf Kaiserschnitt umgeschaltet.


anonym
beantwortet von Karola44 am 17. August 2007 10:54
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Kaiserschnitt, machen fast alle Promis mittlerweile auch!

Kommentar von 304c9c2bc0e059c4ee7068a62717e3d4smallUlfDunkel am 17. August 2007 10:55

Das ist eine selten dämliche Antwort, Karola!

Kommentar von 90f92606364457cf9115c8543f6206besmallSolf am 17. August 2007 10:59

finde ich auch,UlfDunke!

Kommentar von Karola44 am 17. August 2007 11:03

Was ist daran dämlich? So ist es nun einmal! Kommentare sollten hilfreich sein, Ulf!

Kommentar von 304c9c2bc0e059c4ee7068a62717e3d4smallUlfDunkel am 17. August 2007 11:08

Dir sind sämtliche Nachteile eines (Wunsch-)Kaiserschnitts bekannt, Karola?

Kommentar von Majacat am 17. August 2007 11:10

Warum machen es denn die Promis alle? Mich würden die Nachteile eines Kaiserschnitts sehr interessieren!

Kommentar von 304c9c2bc0e059c4ee7068a62717e3d4smallUlfDunkel am 17. August 2007 11:28
  • Ein Kaiserschnitt ist eine OP, und daher immer mit Risiken verbunden: Infektionsrisiko, Erbrechen nach zu starker Anästhesie, Wundheilungsstörungen, Nervenstörungen, usw.
  • Du begibst Dich in totale Fremdbestimmung.
  • Statistisch ist die Sterblichkeitsrate bei Kaiserschnitt-OPs deutlich höher als bei normalen Geburten.
  • Oftmals kann der Partner oder die beste Freundin bei der Geburt nicht dabeisein.
  • Du wirst die Geburt immer als passives Erlebnis in Erinnerung behalten und sie wird Dich zu einem "Ding" machen, aus dem man ein Kind "entfernt" hat, statt zu einer stolzen Mutter, die aus eigener Kraft ein Kind auf die Welt gebracht, ein Kind selbst geboren hat.
  • Du belastest die Krankenkasse immens, vor allem im Vergleich zu einer Hausgeburt.
  • Nach der Kaiserschnitt-OP hast Du fieseste Schmerzen.
  • Du kannst tagelang Dein Kind kaum selbst versorgen.
  • Durch die natürliche Geburt durch Becken und Scheide werden bei Dir hormonelle Veränderungen in Gang gesetzt, die Dir beim Kaiserschnitt fehlen, Stichworte: Nachgeburtswehen, Rückbildung der Gebärmutter, Kollostrum-Bereitstellung, Milcheinschuss.
  • Du wirst in aller Regel Schwierigkeiten beim Stillen erleben.
  • Das Kind wird Anpassungsschwierigkeiten in der Entwicklung haben.
  • Du wirst Schwierigkeiten haben, Dein früheres Gewicht und Deine frühere Figur wiederzuerlangen.
  • Stillschwierigkeiten nach Kaiserschnitt-OPs führen verstärkt zu zu frühem Abstillen mit weiteren erheblichen Nachteilen für Mutter und Kind.
  • Häufig reden Ärzte einer Mutter nach einer Kaiserschnitt-OP vor der zweiten Geburt ein, sie könne nicht mehr natürlich gebären aufgrund des vorangegangenen Kaiserschnitts.
  • Diese Liste ist mit Sicherheit nicht vollständig.
Kommentar von 9b85b66051896eea13c16b994607a8desmallfrosch07 am 17. August 2007 11:55

punkt eins stimmt.punkt zwei auch.punkt drei stimmt nicht.punkt vier...also heute kann man mit sicherheit jemanden mitnehmen.punkt fünf..was sagst du frauen die keine wahl haben??.punkt sechs..naja jedem das seine wie gesagt mein kind wäre dann gestorben und wer weiss was mir noch passiert wäre.punkt sieben...du bekommst bestmöglichste versorgung das du fast nichts merkst und ein bisschen schmerz gehört wohl dazu.hat niemand gesagt kinder kriegen sei leicht..ich bin schon nach vier stunden,zwar nicht alleine aber immerhin,aufgestanden.am zweiten tag konnte ich schon mitmachen beim wickeln und am dritten war das schlimmste vorbei.das ist bei einer normalen geburt genauso..(dammschnitt und vaginale verletzungen)ich hatte gar keine probleme mit milcheinschuss und so weiter.hab ihn nicht mal gemerkt und probleme beim stillen?so ein blödsinn....und das mit dem gewicht?also man verbrennt ungefähr 500 cal am tag wenn man stillt und man nimmt gut mit dem stillen ab und wenn doch schwierigkeiten bestehen sollten gibt es hebammen die einen zuhause helfen und betreuen.diese thema sollte doch den frauen überlassen sein

Kommentar von 304c9c2bc0e059c4ee7068a62717e3d4smallUlfDunkel am 17. August 2007 12:08

Liebe frosch07: Komisch, wenn "dieses Thema" den Frauen überlassen bleiben sollte, warum sind dann so viele Gynäkologen Männer? Die dürften ja ebenfalls nicht mitreden und keine Ahnung haben. Die von mir zusammengeschriebene Liste stellt Nachteile des Kaiserschnitts dar, die nicht bei jeder Frau zutreffen müssen.

Aber die immer wieder als Schaudermärchen aufgelisteten Horrorszenarien bei Hausgeburten treffen ja (zum Glück) auch nicht auf jede Hausgeburt zu.

Welche Statistik hast Du für Punkt 3 zu Rate gezogen? Ich berufe mich auf das Wissen einer Gesundheitswissenschaftlerin und ihrer Quellen.

Kommentar von 85c6343d946cfb3900a694492ea0897dsmallMarah am 17. August 2007 12:20

Gynäkologen haben aber ein Studium absolviert und mehr Geburten gesehen als Du! Warum so viele Männer Gynies werden?...Das wäre eine psychologische Studie wert!!;->Wenn Deine Liste nicht bei jeder Frau zutreffen soll, warum ist die Formulierung dann so ausgeprägt selbstsicher?

Kommentar von 9b85b66051896eea13c16b994607a8desmallfrosch07 am 18. August 2007 01:15

was hat das denn damit zutun ob ein mann gyn. ist oder eine frau.das ist ein beruf und kinder kriegen hat nichts mit beruf zutun.das ist sowieso eine einstellungssache mein gyn. ist auch ein mann und ich finde er kann besser auf mich eingehen als meine ärztin vorher.er hat auch den kaiserschnitt gemacht und ich habe ihm vertraut da er sicher nur auf das beste für mich und mein kind wollte.aber nicht jede frau kann zu einem mann gehen.manche fühlen sich nicht wohl




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