Frage von ichweisnetwas, 77

Was kann man gegen generelle demotivation tun. Ist keine Depression laut 2 Psychodocs.?

Tag Leuts,

Kurz zum meiner vorgeschichte. Bin unter extremer gewalt aufgewachsen gut 17 jahre lang, danach traf ich ne tolle frau. Plötzlich war das leben super und es ging bergauf bis ich sie nach nen paar jahren beziehung schwängerte (gewollt von beiden). Dummerweise is sie dann kurz vor ende der schwangerschaft zu ihrer mutter gegangen.

Dadurch kam dann eins zum anderen mir hats den boden weggerissen und ich bin kaputt gewesen wodurch dann auch nach dieser "Pause" nichts mehr mit mir anzufangen war.

Das ist jetz jahre her aber seit der Trennung leb ich mehr oder weniger wie nen Zombie. Ich hab keine ziele, NICHTS was ich gern machen würde oder sonstiges.

Nichtmal die tollsten frauen intressieren mich.

War dann eben bei nem psychodoc der nach nen paar sitzungen meinte das ich auf ihn ganz normal wirke.

Paar monate später bin ich zu nem anderen und auch dieser sah nach gut 3 monaten keinerlei grund warum ich eine behandlung bräuchte.

Klar ich bin noch bei verstand und kann auch meinen spaß haben aber es ist einfach nichtmehr wirklich real so ganz ohne träume oder wünsche.

Was kann man da am besten machen? Ich mein nach 4 jahren hat sich da psychisch NICHTS getan es ist als hätte ich nen innerlichen stillstand.

Danke für eure antworten. Und keine sorge sowas wie selbstmordgedanken oder solchen kram hatte ich nie das ist bei mir kein thema.

Mich kann man aufm boden zertreten ich steh trotzdem immerwieder auf nur die psyche will eben nicht so ganz.

Antwort
von voayager, 76

Setz dir Ziele, treib Sport, geh unter Menschen, komme deinen Pflichten nach wie Schule oder Arbeit und gut iss.

Heutzutage isses hier in dieser spätbürgerlich dekadenten Gesellschaft en vogue gleich zu einem Therapeuten zu rennen, oder dies anderen vorzuschlagen. Dabei isses doch erst einmal Aufgabe des Betroffenen selbst Schritte zu unternehmen, den Übelstand zu beseitigen.

Weiterhin isses so, dass der ständige Schrei nach einem Therapeuten von der gesellschaftlichen Misere des hiesigen Kapitalismus mit all seinen Makeln und Gebrechen ablenken soll. Stets soll die "Schuld" bei sich selbst gesucht werden, ganz nach alter Christenart, wo stets ein mea culpa, mea maxi culpa erfolgt. (arme Sünder-Mentalität)

Auch isses so, dass Leuten mit psychischen Problemen nur ein Therapeut/Psychologe/Psychiater angedient wird, nicht jedoch solidarische Hilfe von einer Gruppe. Solche Bestrebungen und Zielsetzungen werden von den maßgeblichen Stellen wie Behörden und Krankenkassen nicht initiirt, auch nicht von Stadt und Staat. Und wer animiert schonm mal einen psychisch Kranken Widerstand gegen Unrecht, begangen vor allem an ihm selbst, vorzunehmen, lernen zu kämpfen, das hebt das Selbstwertgefühl ungemein.

Kommentar von ichweisnetwas ,

Ziele setzen GEHT NICHT. Es besteht kein intresse egal wie sehr ich darüber nachdenke.

Sport mache ich regelmäßig aus gewohnheit, arbeiten gehe ich auch und unter menschen... Naja hab 2 gute freunde mit denen ich ab und an was unternehme aber ich möchte da garnicht soviele menschen um mich haben um ehrlich zu sein.

Ich bin beim besten willen nicht sofort zum psychologen gerannt. Erst als ich das gefühl hatte mein kopf platzt

Kommentar von voayager ,

hab vergessen Sex zu erwähnen und hin und wieder mal nen Joint, sofern das in Frage kommt. Meditation und Yoga sind auch recht gut.

Antwort
von ponyfliege, 69

hast du deine kindheit und jugend gut aufgearbeitet?

es gibt manchmal erinnerungen, die so schlimm sind, dass die psyche sie blockt.

posttraumatische belastungsstörungen können sich recht vielfältig äussern.

würde dir die kasse eine hypnosetherapie genehmigen? es ginge darum, herauszufinden, WAS es ist, was dich blockiert, bzw. deine gefühle blockiert.

natürlich verlustangst - je weniger du an intensiven gefühlen an dich heranlässt, desto weniger wirst du verletzt. so liest sich dein psychisches muster. von daher könnte eine hypnosetherapie dir vielleicht helfen, die ursachen zu ermitteln. wenn du als kind mit viel gewalt konfrontiert wurdest, ist es möglich, dass du dieses verarbeitungsschema schon in der kindheit aufgebaut hat. um das zu durchbrechen braucht es eventuell einer ungewöhnlichen therapieform. es gibt unterschiedliche formen der hypnosetherapien - da musst du dann mit dem therapeuten sprechen, welche für dich die richtige wäre.

man kann dich in der hypnose zu nichts zwingen, was du nicht wirklich willst. und du wirst dich an alles erinnern, wenn du das möchtest und anschliessend freien zugriff dazu haben.

der zustand, in dem du bist, stiehlt dir quasi dein leben.

übrigens können traumatische erlebnisse auch den stoffwechsel beeinflussen. wie ist dein schlaf?

Kommentar von ichweisnetwas ,

Ich hab generell keine ruhe. Als kind hatte ich IMMER alpträume bis ich eben dort raus war. Also tagsüber gewalt und nachts quasi das gleiche nur mit mehr phantasie.

Dann durch die freundin war das alles quasi mehr oder weniger recht schnell gelöscht. Ich muss sagen das ich erst mit 17 wirklich gelernt hatte mit menschen umzugehen. Ich kannte ansich nur die gewalt zuvor. Hab mich selbst in der schule oft "durchgeboxt" weil ich schlichtweg keine andere art des umgangs gekannt hatte.

Jedenfalls war dann nach der trennung schlagartig die üblichen gewalttätigen träume wieder tagesordnung obwohl mein leben ansich recht friedlich und ruhig verläuft. Ab und an sinds auch träume von verlusten also das eben jemand stirbt oder mir weggenommen wird der mir nahe steht.

Und JA ich hab die alpträume IMMER.

Zusätzlich ist glaube ich mein körper mehr oder weniger schon ne weile davon betroffen. Wenns mir richtig mies geht hab ich z.b. heftige bauchkrämpfe oder kopfschmerzen oder oder oder.

Obwohl ich kerngesund bin auch das habe ich alles schon hinter mir also die etlichen arztbesuche...

Die hypnose klingt intressant ABER ich hab so schon recht abartige erinnerungen und wenn da wirklich die ein oder andere, noch schlimmere verdrängt ist dann bin ich mir nicht sicher ob ich diese wieder zurückhaben will...

Kann mir aber gut vorstellen das mein kopf irgendwann zugemacht hat und gewisse dinge blockiert hat.

Diese gefühlskälte merken halt inzwischen auch bekannte und freunde und auch die familie. Will eben nicht das es schlimmer wird und ich dadurch irgendwann alle vergraul

Antwort
von XY123XY123, 69

Setz Dich mal mit dem Thema "Trauma" auseinander. Gibt gute Bücher und auch viel im Internet darüber. 

Kommentar von ichweisnetwas ,

Okay schau ich mir mal an. Das thema wurd auch nen paar mal erwähnt bei den gesprächen.

Glaubst du ich bin noch von den dingen aus der kindheit traumatisiert oder von der sache mit der ex udn das meine tochter eben nicht bei mir aufwächst?

Oder beides? Das merkwürdige ist ich bin ja nichtmal traurig oder bedrückt wenn ich so drüber nachdenke es ist eben passiert.

Kommentar von XY123XY123 ,

Die Sache mit der Ex hat Dich mit Sicherheit nicht traumatisiert (es sei denn, es ist etwas für Dich Lebensbedrohliches vorgefallen, was Du nicht erwähnt hast). Auch dass Deine Tochter nicht bei Dir aufwächst, kann nicht traumatisierend sein (auch wenn es sicherlich schwer ist, damit umzugehen). Es geht um die Gewalt in Deiner Kindheit. Du hast vergessen (müssen), wie es sich damals angefühlt hat - Du hättest es sonst als Kind nicht ausgehalten. Und seitdem bist Du von Deinen Gefühlen abgeschnitten, auch wenn Du nun in Sicherheit bist und als Erwachsener mit Deinen Gefühlen umgehen könntest.

Kommentar von ichweisnetwas ,

Hm also wohl auch in der beziehung... Langsam ergibt sich nen bild was meine ex meinte damals mit dingen wie "Dir ist doch ohnehin alles egal" oder "Du bist jedes verdammte mal so distanziert"...

Muss wohl schon in der beziehung so gewirkt haben nur das ich das selbst nicht realisiert hatte.

Bin jetz aufjedenfall schonmal schlauer danke

Antwort
von staffilokokke, 77

Wie wärs mal mit einem Tapetenwechsel ?

Kommentar von ichweisnetwas ,

???

Kommentar von staffilokokke ,

Umzug. Andere Wohnung, andere Stadt...

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