Meine Mutter hat Demenz im fortgeschrittenem Stadium und sie wird immer dünner, da sie kein Appetit hat. was kann man da machen?
Nach allem, was ich bisher mitbekommen habe, hilft nur, dass sich eine vertraute Person dazusetzt und ihr zuredet zu essen bzw. sie füttert.
Bekommt sie Essen auf Rädern, Essen in einer Pflegeeinrichtung oder wird noch zuhause für sie gekocht? Im letzteren Fall muss man ihre Vorlieben ganz besonders berücksichtigen.
Die Mutter eines Bekannten bekommt öfters Babynahrung, die kann sie müheloser essen und es ist immerhin besser, als wenn sie gar nicht äße.

Mahlzeiten
Alzheimer-Kranke haben bisweilen aus verschiedenen Gründen die Kontrolle über ihr Nahrungsverhalten verloren: Manche essen zuviel, andere zuwenig. In jedem Fall soll man korrigierend eingreifen.
Beim "Zuviel" (insbesondere Süßigkeiten, Kuchen, Kekse) muss man allerdings auch daran denken, dass das Essen noch eine der wenigen verbliebenen Freuden sein kann. Im fortgeschrittenen Stadium braucht es dann auch Hilfe beim Essen, doch bleibt die bestmögliche Eigenständigkeit ein vorrangiges Ziel, selbst wenn es etwas mehr Aufwand bedeutet (Anleitung braucht mehr Einsatz als reines Füttern). Deshalb kommt es in den eigenen vier Wänden am Schluss auch weniger darauf an, dass "gepflegt gegessen wird", sondern dass der Betreffende es selber tut, selbst mit den Fingern.
Wichtig sind noch zwei Aspekte: Ein zu großes oder auch nur unübersichtliches Angebot an verschiedenen Speisen irritiert den geistig beeinträchtigten Patienten, weshalb manche schon deshalb weniger essen. Zudem ist bei vielen älteren Menschen die Schluck-Funktion gestört, d. h. sie schlucken mühsamer, sind eher auf leicht Durchgängiges oder Kleingeschnittenes angewiesen. Schließlich verschlucken sie sich häufiger und können dadurch eine Aspirations-Pneumonie (Lungenentzündung durch Verschlucken) bekommen, von der Erstickungsgefahr ganz zu schweigen. Deshalb folgende Tipps:
Mahlzeiten immer im gleichen Umfeld (Raum, Mobiliar) und zur selben Zeit. Sich nicht neben oder hinter den Patienten, sondern vor ihn setzen, damit er alles sehen und nachahmen kann. Speisen-Auswahl beschränken und mundfertig anbieten.
Ausreichend Ballaststoffe, Gemüse und Obst. Besteht dauernd Appetit, dann kalorien-günstigeres Obst bevorzugen. Kleine Portionen, appetitlich aufgemacht (das Auge isst mit). Selbständigkeit ist wichtiger als Konventionen (notfalls lieber Finger als Füttern - siehe oben). Bei Schluckstörungen das Essen pürieren und/oder flüssige Nahrung ("Astronautenkost", sogar auf Rezept) bevorzugen.
Viel trinken lassen: Der ältere Mensch vergisst vor allem das Trinken und trocknet regelrecht aus. Warnhinweise: trockener Mund und Zunge, Hautfalte auf dem Handrücken bleibt lange stehen, wenn man sie abhebt (siehe später). Regelmäßige Flüssigkeitskontrolle.
Alle Sinnesempfindungen sind im Alter herabgesetzt, wobei der Patient die schwindende Empfindung für kalt und vor allem heiß manchmal erst schmerzhaft registriert (Verbrennungsgefahr).
Bei Alleinlebenden regelmäßig Lebensmittel und Kühlschrank kontrollieren: Vergiftungsgefahr durch verdorbene Lebensmittel.
Bei ausgeprägten Schluckstörungen mit dem Arzt sprechen. Ggf. Ernährung über einen dünnen Schlauch, der über die Nase direkt in den Magen führt; es gibt sogar Magensonden durch die Bauchdecke. Die Bedienung ist leichter als man denkt (Fertigpackungen mit einer Spritze).
Quelle: http://www.psychosoziale-gesundheit.net/psychiatrie/alzheimer_pflege.html

Einige Dinge sind wichtig zu beachten: Demenz erkrankte leiden unter den Verlust des Geschmacksinn. Es ist also wichtig, das Speisen nach etwas Schmecken. Ein weit verbreiteter Irrglaube ist es das Speisen nicht mehr stark gewürzt werden sollen, dies stimmt jedoch nicht. Im gegenteil, würze die Speisen stärker. Schau dass, das Essen appetitlich aussieht, schöne Farben hat. Versuche alle Sinne deiner Mutter anzusprechen. Führe ein Ritual ein, hat deine Mutter früher vor dem Essen gebetet?,besonderes Geschirr verwendet, decke mit Ihr den Tisch ein usw. Biete viele kleine Mahlzeiten an, evtl. wenn Sie einen gesteigerten Bewegungsdrang hat, geb ihr Essen auf die Hand, z.B. einen Apfel, Butterbrote, Pommes usw. Falls deine Mutter einen erhöhten Bewegungsdrang hat erhöht sich der Kalorienbedarf, mann kann hochkolorische Speisen anbieten. Oder die Mahlzeiten anreichern, Sahne Pudding mit Sahnehaube, Zerlassende Butter über Kartoffeln oder das Gemüse geben, Eis zum nachricht anbieten, usw. Über die Apotheke kann man hochkolorische Drinks kaufen.