Was kann man gegen aggressive Kaninchen tun?

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1 Antwort

Hallo BibiHihi,

Bachblüten werben oft damit, sie könnten unser Verhalten verändern.

Realistisch betrachtet muss man sagen: Präparate, die tatsächlich auf unser Verhalten nachhaltigen Einfluss nehmen könnten - die also schlicht persönlichkeitsverändernd wirken - wären nie und nimmer rezeptfrei zu bekommen. Auch dann nicht, wenn die Veränderungen positiver Natur wären.

Allein aufgrund dieses Widerspruches - eigener Anspruch und dennoch Rezeptfreiheit - sollte man vorsichtig werden und als Verbraucher nachfragen: Tatsächlich halten Bachblüten in keiner Weise, was sie versprechen.

Erst einmal "Bachblüten" klingen nach einer wunderbar sanften Naturmedizin, wir sehen ein munteres Bächlein mit Heilpflanzen vor uns. Damit haben Bachblüten jedoch nichts zu tun.

Der Name stammt von ihrem Erfinder, einem Dr. Bach. Der hat sie nach recht esoterischen Methoden ausgewählt, nicht selten nach ihrem Namen. So soll die Zitterpappel bei der Angst vor dem Unbekannten helfen. Hergestellt werden die Blüten, indem man sie in Wasser einlegt und ein paar Stunden der Sonne aussetzt. Manchmal werden auch auch Äste und Blätter gekocht.

Der so hergestellte Sud soll eine nicht näher quantifizierbare “Blütenenergie“? enthalten. Worin diese "Energie" bestehen soll, darüber schweigt sich das Verfahren bis heute, etwa 80 Jahre nach seiner Entstehung, aus. Oft wird von "Schwingungen" gesprochen - auch hier wieder ohne auch nur im entferntesten zu erklären, was denn da schwingen soll.

Das Ganze wird zuletzt noch deutlich verdünnt, meist im Verhältnis 1:240. Die Bezeichnung "Blütenessenz" ist also per se irreführend. Eine Essenz ist im Sprachgebrauch ein Konzentrat - keine Verdünnung.

Um es noch einmal zu betonen: Die Bachblüten-Therapie zählt nicht zur Phytotherapie (Pflanzenheilkunde), denn verwendet wurden keineswegs Pflanzen mit bekannter Heilwirkung (Heilpflanzen); die Pflanzen wurden von Bach nicht nach ihrer bekannten Heilwirkung ausgewählt, sondern allein aufgrund seiner persönlichen, esoterisch geprägten Naturdeutung.

Es gibt relativ wenige gute Studien, mit denen die Wirksamkeit der Bachblütentherapie untersucht wurde. In keiner dieser Studien schnitten die esoterischen Essenzen besser als Placebos ab.

So viel zu den Blüten, nun zu Deinem Kaninchen:

Mit Placebos wirst Du das Verhalten des Tieres nicht verändern können. Als liebe Tiermutti möchtest Du gewiss das beste tun für Deinen Liebling.

Aggressionen könnten (!) ein Ausdruck dafür sein, dass sich das Tier im Moment nicht wohl fühlt unter seinen Haltungsbedingungen. Mehr Sinn als eine esoterische Placebobehandlung hat es für Dein Tier, wenn Du noch einmal alle Punkte der Haltung durchgehst und schaust, wo Du dem Tier ein bisschen "Wellness" verschaffen kannst.

Checke Käfig, Käfiggröße, Heu, Futter, Wasser, Sauberkeit, Rückzugsmöglichkeiten, Einzelhaltung.... vielleicht braucht es aber auch mehr Ruhe oder fühlt sich gesundheitlich nicht gut.

http://www.hauskaninchen.com/Seiten/Verhalten/Problemverhalten.html

Das sorgfältige Abchecken all dieser Möglichkeiten macht erheblich mehr Sinn, als dem Tier einfach ein Placebo zu geben.

Grüße

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Kommentar von BibiHihi
18.01.2016, 20:38

Ok danke aber er ist ja auch nicht 24 Stunden am Tag aggressiv

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