Eine Kollegin hat sich erst vor wenigen Monaten geoutet. Seitdem findet - subtil - eine Ausgrenzung statt. Richtig aufgefallen ist es mir, als sie zum Geburtstag eines Kollegen nicht eingeladen war, wo sie die vergangenen Jahre immer mit von der Partie war. Ich finde das ganz schlimm. Ich habe mit der betroffenen Kollegin nie viel zu tun gehabt, denke jedoch, dass man sich da einmischen muss.

Zeig ihr einfach, dass sie akzeptiert ist und mach Du es anders. Einmischen würde ich mich nur, wenn es wirklich schlimm ist. Höchstens den Kollegen fragen, warum er sie eigentlich nicht eingeladen hat, ohne Hinweis "lesbisch". Auf dieses Niveau würde ich mich gar nicht begeben, weil es einfach normal ist jemanden zu akzeptieren. Wenn er dann was in diese Richtung bemerkt, dann kannst Du ihm ja sagen, dass Du das daneben findest, aber erst dann.

Womöglich ist es in eurem Betrieb noch nicht angekommen, es ist sogar strafbar sich diskriminiert zu verhalten. Siehe AllgemeinesGleichstellungsgesetz. Von dem Gesetz ist der Arbeitgeber verpflichtet alle davon in Kenntnis zu setzen. Aber das ist nur die rechtliche Seite. Gibt es ein Personal- oder Betriebsrat? Solche Dinge sollten thematisiert werden. Lieben Gruß Lotusblume
Das Problem ist doch, dass die Diskriminierung in Nichts-Tun besteht. Keiner kann dazu verdonnert werden, Kollegen zum Geburtstag einzuladen.
Vermutlich wird nichts "Greifbares" vorliegen.
Gruß wiele
Machst es Dir leicht. Vorher eingeladen, immer. Nun nicht mehr. Das ist Tun und nicht Nichtstun. Frage, warum angebracht. Mit Antwort Sache geklaert.
Nein, Bruno, ich mache es mir nicht leicht. Gerade den von mir angesprochenen Punkt halte ich für problematisch. Man kann keinen zwingen, einen andern einzuladen, egal wie oft er zuvor eingeladen wurde.
Was sollte ein Betriebsrat denn nun tun?
Gruß wiele
Mein Gott, was hat das mit Betriebsrat zu tun ? Bin aufgewachsen in Demokratie, verbunden mit selbstaendig denken. Einladungen gabs, frueher, mit oder ohne Betriebsrat. Eingestellt. Punkt. Da fragt man. Direkt. Geht Betriebsrat null und nichts an. Wenn noetig, dann fuer andere Probleme. Eher unnoetig, Siemens bewies, es sei denn zur Vermittlung von Freizeitvergnuegen. Quo vadis Deutschland, wann schafft das Land Reformen ?
Lotusblume12 am 15. Juli 2007 10:18 Hallo Wiele, sicher hast du recht, wenn du auf den Geburtstag hinweist. Bei mir ist es aber so angekommen, dass das nur ein Beispiel war. Hierfür könnte ein Grund sein, dass sie als Frau für die Männerwelt nicht mehr in Frage kommt und die Frauen haben vielleich Angst, dass das ansteckend ist?. Ok, spaß beiseite. Man/frau fragt sich ja schon warum eine Verhaltensänderung eintritt, obwohl sich nichts verändert hat. Gut das menschliche kann man nur mit Aufklärung und Gesprächen regeln. Aber nun genug dazu, liest eh keiner mehr wahrscheinlich. :) LG Lotusblume
Das ist typisch für unsere Welt. Wenn jemand anders ist und dazu steht wird er, oder in diesem Falle Sie, ausgegrenzt. Hat sich diese Kollegin den verändert seit Sie sich geoutet hat? Ich denke nein. Also warum sollte man sein Verhalten Ihr gegenüber verändern. Sie ist doch der Mensch geblieben die Sie war. Oder?
... die Sache mit dem Kollegen beweist doch nur, dass dieser mit einem gewissen Hintergedanken an die Einladungen heranzugehen scheint - oder sind lesbische Frauen oder schwule Männer keine Mitmenschen mehr ???
Geh einfach auf sie zu und lass die anderen sehen dass es dich nich stört, Herrgott sie is dadurch doch kein Monster und vorher wurde sie schließlich auch ganz normal behandelt. wenn deine kollegen sehen dass es auch anders geht werden sie vllt. zur Vernunft kommen.