Frage von Meggy0708, 40

Was kann man bei solchen Depressionen noch machen?

Also vor ungefähr 4 Jahren fing alles mit meinen Eltern an. Mein Vater zog aus unserem Haus(und mehr oder weniger aus meinem Leben) aus, weil er meine Mutter mit einer anderen Frau betrogen hatte. Aber nicht wegen meiner Mutter, sonder wegen ihm selber; anscheinend war das mit der anderen Frau etwas ernstes. In der Anfangszeit ging es eigentlich: ehrlich gesagt kann ich mich nicht mehr so richtig an alles erinnern-es hat sich einfach alles so gezogen. Nach ein paar weiteren Jahren schieden sie sich und mein Vater baute sich ein 'eigenes Leben' unabhängig von meiner Mutter auf. Seit er ausgezogen ist kamen dann ganz langsam die Depressionen meiner Mutter. Mit der Zeit hat sie schon vieles gemacht; die Depressionen waren mal stärker und mal schwächer-unabhängig von irgendwas. Ich glaube sie war jetzt schon insgesamt in 4 verschiedenen Kliniken wo man psychische Schäden behandelt; alle ohne Erfolg. Manche haben 7 oder 8 Wochen gedauert. Als letztes war sie in einer Tagesklinik, was jedoch genauso wie die anderen nichts gebracht hat. Wie gesagt das alles zieht sich jetzt schon so lange und irgendwie glaube ich nicht das etwas besser wird. Ich weiß nicht warum, aber die letzten 2 Wochen war sie UNUNTERBROCHEN in ihrem Bett. Sonst schafft sie nur die Wochenenden nicht. Alle wissen nicht mehr weiter und alle verstehen es einfach nicht. Kann mir vielleicht irgendjemand einen Vorschlag geben, was man noch probieren könnte? Irgendwas, Dankeschön.

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Antwort
von zahlenguide, 16

https://www.gutefrage.net/frage/wann-ist-man-suechtig-nach-ritzen?foundIn=list-a...

Du kannst Ihr ja mal diesen Text zu lesen geben. Vielleicht wird sie so wieder motivierter.

Ansonsten empfehle ich auf jeden Fall Rote Beete roh mit einem Apfel zusammen zu essen, wenn man sich müde und kaputt fühlt. Nach drei Tagen sorgt, dass Eisen in der Beete dafür, dass das Blut wieder mehr Sauerstoff ins Gehirn und in die Muskeln transportiert.

Kuscheln ist der effektivste Weg um Selbstwertgefühl aufzubauen (mind. 10 Minuten täglich); auf Platz 2 steht Sport. Auf Platz 3 Massagen, ansonsten macht es Sinn mindestens einmal die Woche sich 90 Minuten Zeit zu nehmen und 30 Minuten sie über Ihre Gefühle diese Woche reden zu lassen, dann redest du 30 Minuten über deine Gefühle und dann redet Ihr zusammen darüber. Sowas steigert die Beziehung zwischen Euch. Dabei geht es aber nur darum über Gefühle zu reden, nicht über Beziehungsprobleme oder Streitigkeiten. Es geht auch darum, selbst zu wachsen.

Depressionen sind ein täglicher Kampf. Aber der Kampf lohnt sich.

Antwort
von Skelettchen, 7

Ich kann leider nur von meinen eigenen Depressionen sprechen und weiß nicht, inwiefern Deiner Mutter das hilft, da sich das bei jedem anders verhält.

Wichtig ist, dass man sich nicht verkriecht. Denn auch, wenn ihr Bett Deiner Mutter ein sicheres Gefühl geben mag oder sie denkt, sie habe keine Kraft, muss sie da raus. Du kannst versuchen, sie mit Dingen zu locken, die sie schon früher mochte. Keine Ahnung, vielleicht spazieren gehen oder einen Wellness-Tag. Du solltest diese Dinge mit Deiner Mutter vorher planen und sie nicht mit sowas überraschen.

Wenn die Therapien nicht geholfen haben, gibt es whs zwei Gründe dafür: Entweder, die Therapeuten/Psychologen waren nicht die "richtigen" für Deine Mama oder Deine Mama lässt sich nicht vollkommen auf die Therapie ein. An beiden Sachen kannst Du leider nicht von jetzt auf gleich was ändern.

Gib' Deiner Mama kleine Aufgaben, für die sie Belohnungen bekommt. Das klingt jetzt vielleicht nach Kindergarten, aber mir hat es geholfen, wenn ich mir selbst Aufgaben gestellt habe. Wenn ich ein neues Buch oder Spiel wollte, habe ich mir kleine Strichlisten gemacht. Und immer wenn ich eine Aufgabe erfüllt habe, kam ein neuer Strich dazu. Bei mir war es (und ist es noch immer) aufstehen, duschen, den Tag über gesund essen, mich ein bisschen bewegen. Vielleicht auch Pflanzen gießen oder Tiere füttern. Fang mit einer Aufgabe an und gib' ihr immer mehr.

Wo wir schonmal bei Bewegung sind, versuche, sie vielleicht zu Yoga zu motivieren. Sport setzt Endorphine frei, und gibt einen kleinen Glücklichkeits-Boost.

Ansonsten tut Sonnenlicht gut und, ja, auch gesunde Ernährung. Viel Wasser oder Tee trinken und vielleicht ein ausgiebiges Schaumbad.

Zeig ihr, dass sie nicht nutzlos ist und Du sie brauchst. Mach ihr nicht zum Vorwurf, dass sie jetzt nicht so für Dich da sein kann, wie Du es evtl bräuchtest (aber das lese ich aus Deiner Frage auch nicht raus) und sie auch die schönen Dinge im Leben geniessen kann - ganz ohne Deinen Vater.

Ich hoffe, dass Etwas dabei ist, was Du ausprobieren kannst. Und ich wünsche Dir viel Glück.

Und, ach ja, rede viel mit ihr. Lade Freundinnen von ihr ein, die sie ablenken und gib' sie nicht auf :)

Antwort
von Miezimaus, 6

Du sorgst dich sehr um deine Mutter. Das kann ich verstehen. Aber vergiss dich dabei nicht. Du musst damit klarkommen, es verarbeiten und zwar so, dass es dir nicht schadet. Du solltest über deine Schwierigkeiten mit einem Fachmann - Psychologen oder Psychotherapeuten - reden.

Kommentar von Meggy0708 ,

..war ich schonmal - ich bin zwar erst 16 geworden aber ich denke ich bekomme eig alles hin mit meinen brüdern- das bringt meiner mum halt nichts

Kommentar von Miezimaus ,

Schon mal bringt keine Lösung. So wie du die Situation beschreibst, benötigst du eine fachliche Begleitung über längere Zeit. Du bist mit 16 noch nicht so gefestigt, dass du das allein meistern kannst. Da bürdest du dir zuviel auf. Und .. du bist in dem Alter nicht für deine Mutter verantwortlich.

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