Frage von heratis23, 60

Was kann man alles bei einer Gedichtsinterpretation erwähnen?

Wir schreiben morgen eine Deutsch arbeit und ich tue mich echt schwer mit Gedichtsinterpretationen, ich komme auch immer nur auf 100 Wörter, wir sollen aber mindestens 250 schreiben. Schreibe in der Einleitung immer welches Versmaß, wie viele Strophen und Verse das Gedicht hat und wie das Gedicht heißt/wer es geschrieben hat. Beim Hauptteil gebe ich eine kurze Zusammenfassung, sonst weiß ich immer nicht wirklich was ich schreiben soll, das gleiche Problem beim Schluss

Vielen Dank schonmal im voraus

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Theshowmustgo, 43

250 Wörter? Scheint mir wenig, also ich hatte in meiner letzten Deutschklausur (Gedichtinterpretation) 13 Notenpunkte (1-) kann dir kurz erläutern was ich alles geschrieben hab (Gymnasium; Oberstufe):

-aufgabenspezifische Einleitung
-sehr kurze Inhaltswiedergabe (in eigenen Worten!)
-Form des Gedichtes und Bedeutung (Metrum, Strophenaufbau, Reimart)
-Sprechsituation des lyr. Ichs (wenn vorhanden)
-sprachlich-stilistische Mittel und Wirkung (Metaphern -> Verbildlichung etc.)
-inhaltliche Aussagen und was es bedeutet (aussagen)
-Wirkung der Verbindung von Struktur und Inhalt (Kontraste?)
-Epocheneinordnung (z.B. romantisches Gedicht mit Naturmotiven, Reisemotiv etc.)
-Zusammenfassung der Analyse Ergebnisse


Kommentar von heratis23 ,

Ja, also das Problem ist das wir jetzt gerade erst mit dem Thema angefangen haben (9. Klaase G9) und unser Lehrer uns nicht wirklich zu dem Thema hingeführt hat. Als wir mit dem Thema hat er einfach nur gesagt wir sollen eine Gedichtsinterpretation schreibem. Damit waren natürlich alle total überfordert, ich habe in dann nochmal am nächsten Tag nochmal darauf angesprochen und er hat uns einen Zettel mit dem Aufbau gegeben. Ich habe dann meine zweite Interpretation eingereicht und er hat bei seinem Kommentar mit lauter Dingen um sich geworfen, die wir nie behnadelt haben (Personifikation, Metapher etc.), er geht aber davon aus das wir das "noch so schnell mitlernen und uns selbst informieren" so bin ich hier gelandet... Ich denke es mir am meisten an  den sprachlich-stilistische Mitteln und Wirkungen hapern.. der rest ist ja nicht so schwer

Kommentar von Theshowmustgo ,

Hattet ihr noch nicht? Bin zwar G8 aber hatten das sogar schon in der siebten Klasse... mh... ist der Lehrer neu bei euch in der Klasse? Könntet ja auch mal bei anderen Parallelklassen nachfragen, was deren Lehrer von ihnen verlangt, wenn der nämlich das selbe verlangt, dann habt ihr leider keine Chance zu protestieren. Wie gesagt eig. macht man das schon in der 7. Klasse... aber zu Begriffen wie Metaphern (bildliche Darstellen wie, ''das rote Band der Liebe'' als Bild, dass Liebe wie ein Band die Menschen zusammenhält), findet man auch Definitionen zuhauf im Internet.

Kommentar von heratis23 ,

Danke ;)

Kommentar von PSchulz1999 ,

Oh mein ich war mit meinem Kommi beschäftigt als du das noch gesagt hattest :) Also: Dann brauchst du natürlich nicht so viel schreiben! 

Da reicht Einleitung (Mit T,T,T,A,E)

Hauptteil (Inhaltsangabe, Abschnitte machen, Sprachliche Mittel)

Schluss (Eigene Meinung/Erfahrung-Was hat dir gefallen was nicht)

Methaper, Personifikation? xD Jaja,,, die bekannten Übeltäter.

Dies nennt man rhetorisch stilistische Mittel und sie dienen der Verdeutlichung von der gewollten Aussage des Autors

Hier sind einmal alle RSMittel

http://www.deutschstunden.de/Material/Rhetorische-Mittel.html

Die wichtigsten sind;:

Metapher, Personifkation, Anapher, Alliteration, Antithese,Ellipse,Hyperbel, Klimax, Ironie, rhetorische Frage, Symbol, Vergleich

Diese solltest du unbedingt lernen :) Ohne die gehts ab 10. nicht weiter...

Kommentar von heratis23 ,

habe gerade eben, bevor ich deine Antwort gesehen habe, mich genau auf dieselbe Seite gestürt und alle begriffe plus Erklärung aufgeschrieben :D. Nur Frage ich mich wie man das dann auf den Inhalt beziehen soll. z.B. eine rhetorische Frage.. Wüsste jetzt nich was ich dazu schreiben soll außer: In dem dritten Vers taucht dann eine rhetorische Frage auf Zitat

Kommentar von Theshowmustgo ,

Du musst die rhet. Frage nicht komplett zitieren reicht auch indirektes Zitat (vgl. V. x).

Kommt natürlich drauf an was die rhet, Frage aussagt und wie sie im Gesamtkontext zu verstehen ist. Generell sind rhet. Fragen aber eher selten in einem Gedicht. Man könnte es vllt. als Abwesenheit des Partners (bei einem Liebesgedicht) deuten, da die rhet. Frage keine Antwort erfordert, sondern sich selbst beantwortet.

Kommentar von heratis23 ,

ok, vielen Dank für die Hilfe :) berichte morgen mal wie es war :D

Kommentar von Theshowmustgo ,

Gerne viel Glück^^

Antwort
von PSchulz1999, 29

Da gibt es ganz tolle klare Richtlinien.Wir mussten letzte Woche (11.Klasse) Eine Analyse schreiben mit 1000 Wörtern. Mach dir keine Sorgen die 250 knackst du locker.

Also dann mal los xD:

Als Erstes musst du einen Einleitungssatz formulieren. Dazu gehört Textart,Titel,Autor,Entstehungsdatum, und ein kurzer Einblick in die Handlung Einleitung

2. Gliedere das Gedicht unabhängig von den Strophen in Sinnesabschnitte und gib einen Inhaltsatz zu jedem Abschnitt an. Hauptteil

3.Suche dir Sprachliche Mittel aus dem Gedicht und begründe deren Wirkung auf dich (den Leser allg) Hauptteil

Im weiteren -zu Punkt 3! Nenne das Versmaß (abbc abab aabb) und auffälligkeiten in der Wortwahl

4.Schreibe eine Inhaltswiedergabe und gleich integriert eine Deutung (Bsp bei Rose Ausländers "Schallendes Schweigen" werden kaputte Schiffe beschrieben. das kann man deuten, dass es für die Personen im Gedicht keinen sicheren Hafen gibt. Hauptteil

5.Ordne das Gedicht in den historischen Kontext ein. Dazu kannst du auch Wissen üder den Verfasser mit einbinden. (Bsp Rose Ausländer- "Schallendes Schweigen" Sie lebte während des 2. Wk und viele Ihrer Gedichte haben die typische gestaltung der Trümmerliteratur Hauptteil-Schluss

SCHLUSS

Hier kann man nochmals kurz auf den Inhalt und die Form des Gedichts eingehen.Was soll das Gedicht aussagen?Stellt das Gedicht eine offene (unbeantwortete) Frage?Hat das Gedicht gefallen oder nicht? Wenn man eine Vermutung in derEinleitung aufgestellt hat, wurde die Vermutung bestätigt? Eine stichhaltigeBegründung ist in der Gedichtinterpretation notwendig. Auch eine persönlicheEinschätzung

 

(Was bedeutet das Gedicht für mich?) kann hier erfolgen.

Ich hoffe ich konnte dir helfen... Das was ich geschrieben habe ist Oberstufenniveau mit AFB1-3. Es kommt darauf an welche Klasse du bist und auf welche Schulform du gehst, danach kann sich das ein bisschen ändern. Aber die Grundlagen kannst du so übernehmen 

Alles Liebe und viel Glüc/Spass 

Dein Paul

Weiteres, ein bisschen professioneller erklärt, bekommst du hier:

http://online-lernen.levrai.de/deutsch-uebungen/gedichtinterpretation/aufbau_ged...

http://gedichtinterpretation.org/

Kommentar von heratis23 ,

9. Klasse G9.. Haben gerade mit dem Thema angefangen und unser Lehrer geht davon aus, dass wir das alles schon können, auch wenn wir ihm sagen, dass wir das alles noch nie gemacht haben

Kommentar von PSchulz1999 ,

Schau mal in den Kommentaren nach unten.. Da hab ich noch was geschieben ^^

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