Frage von caroni2727, 160

Was kann man 4 Monate nach einem Schlaganfall noch tun?

Mein Onkel hatte vor 4 Monaten einen Schlaganfall. Was kann er jetzt noch tun um die vielen Lähmungen zu bekämpfen? Hilft da überhaupt noch was?

Antwort
von FlorianBln96, 109

Geduld...Geduld ...Geduld ist gefragt. Er wird sicherlich je nach Beeinträchtigung Hilfe bekommen. Einige können nicht mehr lesen und schreiben, müssen es mühsam wie ein Erstklässler lernen. Wenn jemand schwer sprechen kann, muss das auch neu gelernt werden. Bei körperlichen Probleme, kommt Reha, Training, Physiotherapie zum Einsatz. Je nach schwere des Schlaganfalls dauert es eine lange Zeit.

Antwort
von Schokolinda, 62

neurologische reha ist langwierig - noch bis zu einem jahr nach schlaganfall kann man in bestimmten bereichen (in anderen z.b. sehen nicht) mit veränderungen im sinne von heilung (restitution) rechnen.

auch danach sind veränderungen möglich- das dann aber eher kompensatorisch in dem sinne, dass man vielleicht noch einen trick lernt, der zu etwas mehr lebensqualität verhilft.

auf wunder darf man allerdings nicht hoffen- die größten veränderungen erzielt man kurz nach dem schlaganfall.

"bekämpfen" finde ich in diesem zusammenhang ein sehr schlechtes wort- es deutet an, dass man sich nur genug anstrengen muss, um auch wirklich etwas zu erreichen.

so ist es aber nicht- motivation ist natürlich wichtig und wer sich nicht rührt, bei dem wird sich nichts rühren.

dein onkel hat jedoch eine narbe im gehirn, die mit allem training nicht weggehen wird- mit den folgen wird er leben müssen.

trotzdem ist das resignative "hilft da überhaupt noch etwas" nach meinem empfinden falsch- nach 4 monaten ist die zeit, in der sich was tun kann, definitiv nicht vorbei; und klingt das so, als wäre dann sowieso alles egal-was aber nicht stimmt.

wenn man die ambulante therapie als nicht ausreichend empfindet, kann man eigenübungen machen- das sollte man mit dem therapeuten besprechen: welche übungen und in welchem umfang. denn nicht nur dass zu viel nicht hilft, zu viel ist auch schädlich.

Kommentar von Schokolinda ,

ps: schau mal in den entlassungsbericht- vielleicht ist eine erneute reha in 5-6 monaten empfohlen worden. unabhängig von dieser empfehlung kann man eine beantragen- sollte man eine ablehnung bekommen, dann unbedingt widerspruch einlegen und mit hilfe des neurologen begründen.

Antwort
von LiselotteHerz, 106

Wurde denn kein Reha-Antrag gestellt? Normalerweise kommt man nach dem Krankenhaushaufenthalt direkt in die Reha und bekommt täglich Krankengymnstik.

Besprecht das mal mit dem behandelnden Arzt.

Hat er Sprachprobleme? Kann man durch intensives Training wieder einigermaßen in den Griff bekommen.

Hat er Lähmungserscheinungen in der Hand, in den Beinen? Da muss ein Physiotherapeut her.

Je früher, umso besser. lg Lilo

Kommentar von caroni2727 ,

Er war chon in der Reha. Er bekommt jetzt auch ambulante Therapien. Nur ich finde 2x in der Woche Logopädie und 2x Gymnastik ist zuwenig.

Kommentar von lyka01 ,

Das ist völlig ausreichend. Viel hilft nicht viel! Mein Opa hat mit dem Therapieturnus nach 1 Jahr sprachlich und bewegungsmässig fast alles wieder hergestellt. Und manche Dinge gehen nie wieder ganz weg, werden aber besser.

Antwort
von Susi29, 51

Hallo Ich kann nur sagen: Reha, Krankengymnastik für grämte Glitmaßen. Bei Spsrchstörungen zum Lokopäden gehen und da Sprechen trainieren. Was nach einem halben Jahr an Einschränkungen nicht wieder gesund geworden ist bleibt Inder Regel so. Nur Mut! Man kann heute schon viel machen und an Ausfällen wieder herholen. Geduld haben und nicht aufgeben. Bin staatlich geprüfte Altenpflegehelferin. Schlaganfall war Teil meiner Ausbildung.Viel Erfolg!

Antwort
von lastgasp, 77

Ich gehe davon aus, dass er die übliche Behandlung (Stroke Unit, Reha, Krankengymnastik etc.) hinter sich hat. Wende Dich an eines der Büros der Schlaganfallhilfe. Die ersten Stunden und die Qualität einer Stroke Unit entscheiden natürlich über 2/3 der möglichen Spätfolgen. Aber das verbleibende Drittel lässt sich über Physiotherapie, ergotherapeutische Maßnahmen etc. entsprechend behandeln.

http://www.schlaganfall-hilfe.de/adressen-schlaganfallbueros

Sprecht mit dem Doc!

Antwort
von Strolchi2014, 93

Dein Onkel muss sich an die Anweisungen des Arztes halten und seine Übungen machen. Sicher bekommt er schon eine Therapie, oder etwa nicht ?

Antwort
von Flintsch, 90

Dein Onkel sollte sich dringend in Reha begeben. Dort kann ihm geholfen werden. Wendet euch an seine Krankenkasse, die können entsprechende Kliniken empfehlen.

Antwort
von jogibaer, 37

Er soll zu Hause viel üben und nicht nur rumhocken. Auch jammernd hilft nicht. Es sind keine Lämungen es ist die Steuerung die ausgefallen ist durch den Schlaganfall. Jetzt muss eine andere region im  Hirn die Bewegungen lernen und koordinieren. Das geht nur durch üben und viel Erholung. Weil das Hirn sonst überfordert ist. Es kommt schon, braucht eben viel Geduld und nicht locker lassen. Das Hirn kann über die Jahre noch viel lernen.

Antwort
von Moba1, 46

Natron, ein Teelöfel auf ein Glas Wasser, ein oder mehrmals am Tag, vor allem in der Früh. Generell eine basische Ernährung. Viel Wasser trinken.

Antwort
von Chefelektriker, 89

Er hat doch sicher Anweisungen vom Arzt erhalten,danach sollte er sich richten.

Antwort
von kokomi, 88

eine reha

Kommentar von caroni2727 ,

Da war er schon.

Kommentar von kokomi ,

und weitere ambulante therapien?

Kommentar von caroni2727 ,

Bekommt er schon. Aber ich finde zu wenig. Er könnte irgendwie noch mehr machen.

Kommentar von kokomi ,

kann er ja auch allein zu hause weiterüben, wenn es geht, aber wahrscheinlich wird auch nicht alles zurückgehen, so ist es oft

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