Frage von borderline55, 61

Was kann ich tun wenn mein Chef meinen Urlaubsantrag ständig ablehnt oder verschiebt?

Hallo Community,

Ich habe geplant Anfang November für ein paar Tage nach Paris zu fahren um dort einen Kollegen zu besuchen der dort studiert. Ich habe bei meinem Chef schon einen Antrag gestellt ob ich an den besagten Tagen frei bekommen würde. Der Chef meint, das er mir es noch nicht sagen kann da er nicht weiß ob es zu Personalengpässen kommt und er mir erst eine Woche vor Urlaubsantritt sagen kann ob der Urlaub genehmigt wird oder nicht.

Was soll ich tun? Ich würde gerne jetzt schon Flug und Hotel buchen, da jetzt die Preise noch günstig sind.

Antwort
von PeterSchu, 21

Ich hatte dir schonmal auf die Frage geantwortet.

https://www.gutefrage.net/frage/mein-urlaubsantrag-wird-staendig-verschoben?

Ich bleibe auch jetzt dabei: du hast einen Anspruch darauf, dass dein Betrieb dir innerhalb von etwa 4 Wochen eine definitive Antwort auf den Urlaubsantrag gibt. Und diese Antwort kann nur ja oder nein lauten.

Ein Aufschieben nach dem Motto "es könnte ja jemand ausfallen" würde im Grunde heißen, dass du bis zum letzten Tag warten musst und eine Buchung des Urlaubs dann nicht  mehr möglich ist. Das widerspricht dem Sinn des Urlaubs, sich erholen zu können.

Schreib einen Urlaubsantrag und geh damit zum Chef. Setze ein Unterschriftsfeld für ihn darunter und gebe die Möglichkeiten "Ja" und "nein" zum Ankreuzen dazu. Er soll ankreuzen, was er entscheidet. Du kannst ihn auch gern wissen lassen, dass du einen Anwalt einschaltest, wenn du keine Anteort bekommst.

Antwort
von keg80, 6

Hast du aber einen komischen Chef!

Ich würde so vorangehen: Gebe den Urlaubsantrag mit einer Antwortfrist bei deinem Chef. Stimmt er den Urlaubsantrag zu, ist alles ok. Lehnt er ihn ab, hat sich das Thema für dich sowieso erledigt. Aber bedenke du hast das Recht deine Urlaubstage in diesem Jahr zu nehmen. 

Alternativ kannst du anbieten, wenn du unbedingt arbeiten musst, dann würdest du arbeiten, aber dein Arbeitgeber sollte die Stornierungs- bzw. Umbuchungskosten übernehmen. 

Antwort
von Arethia, 35

Grundsätzlich darfst du den Zeitpunkt deines Urlaubs frei wählen, außer zwingende betriebliche Gründe sprechen dagegen, was in Deinem Fall personelle Engpässe sein können. Dir bleibt wohl nichts anderes übrig, als abzuwarten. LG

Kommentar von PeterSchu ,

Der Betrieb kann aber nur betriebliche Gründe angeben, die es auch wirklich gibt. Er kann keinesfalls bis zum letzten Tag sagen, "es könnte ja jemand ausfallen."

Kommentar von Arethia ,

Nein, das ist schon richtig, er hat ja aber gesagt, eine Woche vorher. Nett ist das natürlich nicht, aber leider durchaus machbar, da gibt es leider keine Fristen.

Antwort
von ratatoesk, 24

Buchst du vor Bewilligung des Urlaubes, geschieht das auf eigene Gefahr.Ein genereller Anspruch auf den Zeitpunkt des Urlaubs besteht nicht.

Es gibt eine Ausnahme die für Arbeitnehmer gilt.

Ist die/der Arbeitnehmer/in in keiner Betriebsorganisation der Arbeitgeber/in eingegliedert,muß der/die Arbeitgeber/in bei nicht gewährtem Urlaub , Schadensersatz, für Stonierungen ect. leisten.

Das heist ,bist Du abkömlich im Betrieb,kannst Du davon ausgehn das der Urlaub gewährt wird und darfst vorher buchen.

Also immer schon länger vorher den Urlaub beantragen,denn gewährten Urlaub zurücknehmen darf man nicht.

Kommentar von PeterSchu ,

"Also immer schon länger vorher den Urlaub beantragen..."

Das nützt aber nichts wenn man wie in diesem Fall keine gescheite Anwort bekommt.

Kommentar von ratatoesk ,

Mit ,,länger vorher", mein ich auch nicht einen monat,sonder min. ein halbes Jahr.

Aber richtig , eine Frist für die Gewährung, gibt es nicht,das endet meist vor Gericht,wenn der/die Arbeitgeber/in sich weigert den Antrag,der übrigens immer schriftlich sein sollte,nicht bearbeitet.

Kommentar von ratatoesk ,


mdl.Anträge muss er sofort entscheiden,schriftliche ,so sagt man in spät. 10 Tagen.,aber das ist nich gesetzlich und immer eine Streitfrage

Seine Argumentation , ,,es könnte jemand ausfallen" ist natürlich falsch gewählt und die wird er mit Sicherheit, vor Gericht  ,als nicht gesagt deklarieren und abstreiten



Antwort
von Norina78, 34

Da kann man leider nichts machen. Klar, der Chef muss eine Begründung dafür haben, wenn Urlaub nicht genehmigt oder verschoben wird.

Du kannst natürlich buchen und eine Reiserücktrittsversicherung abschließen.

Kommentar von PeterSchu ,

Der Chef hat aber keine Begründung.  Dass er "nicht weiß ob es zu Personalengpässen kommt" ist nur eine Spekulation.

Kommentar von ratatoesk ,

Nein,das ist ein Grund.

Natürlich kann er zB. aus Erfahrung annehmen ,das es zB. im November zu den alljährlichen Ausfällen durch Grippe kommt.

Wie oben schon gesagt,Du hast das Recht den Urlaub einzuklagen,mehr geht nicht.

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