Was kann ich tun, um wieder Freude an Dingen zu finden?

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5 Antworten

Auch, wenn du da echt schlimme Dinge beschreibst und dich echt verdammt sche*ße zu fühlen scheinst, glaube ich spontan, dass dir wirklich nur die Unterhaltung fehlt. Ich denke, dass du ein Mensch bist, der zwar zu allen nett, freundlich und höflich ist, aber keine Lust hast, 345678 Freunde und Bekannte zu haben und sonstiges, sondern nur auf WAHRE Freundschaften aus bist, am besten mit jemandem, der genau so denkt wie du und dich verstehen kann. Da natürlich nicht jeder so ist wie du, hast du nur mit wenigen Leuten im Allgemeinen Kontakt, und nun ist auch noch dein bester Freund gegangen - dein bester und einziger? Bis dahin kann ich dich sehr gut verstehen; auch ich habe nicht viele Freunde und hatte sie auch nie, weil mich eh keiner verstehen kann, und ich all meine ich sage mal "Liebe" nicht auf Dutzende Personen aufteilen will, sondern lieber einer Person das alles gebe - damit entsteht zwar auch eine gewisse Abhängigkeit, aber auch eine ganz andere Form von Freundschaft oder Partnerschaft. Nun, so weit so gut. Grund für deine Gefühlslage, Stichwort Lustlosigkeit und so weiter, ist also der "Verlust" des einzigen Menschen, dem du dich geöffnet hast.
Dir fehlt jemand zum Reden.

Das muss aber nicht sein. Auch, wenn du vielleicht nicht gerne Leute ansprichst, so kannst du darauf warten, dass DICH jemand anspricht. Es gibt das Internet, Foren, Chatrooms, soziale Medien und so weiter, wo man sich kennenlernen kann. Und dann natürlich noch Partys und Hobbies im realen Leben. ÜBERALL sind Leute.

Denk nicht, dass du ohne diesen Typen nicht leben kannst. Denn das kannst du. An den Umständen lässt sich jetzt eh nichts mehr ändern; aber du musst doch nicht die Lust am LEBEN (verdeutliche dir mal bitte, was das eigentlich für Worte sind!!!) verlieren! Du KANNST jemanden zum reden haben, wenn du aufhörst, dich daran aufzugeilen, dass es dir schlecht geht. Das hört jetzt einfach auf. Lern neue Freunde kennen und alles.

Auch beim Thema Freundschaft gilt, dass es für jeden Topf einen passenden Deckel gibt. Vielleicht eine Freundschaft fürs Leben. Das Schicksal wollte nicht, dass du und dein Ex-bester Freund Freunde fürs Leben seid. So ist es, egal, ob du an das Schicksal oder Gott oder sonstwas glaubst. Irgendwann kommt schon jemand, der dich aus deinem Loch der Einsamkeit rausholt - wenn du bereit dazu bist. Und das bist du gefälligst - ab jetzt.

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Kommentar von C6H12O6Glucose
03.11.2015, 21:09

Ich danke Dir für Deine aufmunternden Worte. Tatsächlich ist, wie Du es bereits beschreibst, der Grund meiner Gefühlslage das fehlen einer Person, der ich mich öffnen kann. Ich würde mir auch gerne wünschen neue Leute kennen zulernen. Das Problem ist, dass ich mich mit Sozialen Medien überhaupt nicht anfreunden kann. Ich hasse es auf Partys zu gehen (die Menschen, der Alkohol) und habe Interessen, die ziemlich speziell sind und die sich nicht in einem Hobby ausleben lassen. Ich weißt nicht wo ich sonst noch neue Freunde kennen lernen kann. Ich arbeite ab und an neben der Schule ehrenamtlich bei den Johannitern, allerdings gibt es dort niemanden, der sich mit mir auf einer Wellenlänge befindet. Meine einzige Hoffnung ist eventuell ein Studium nach der Schule. Das Problem ist, dass ich immer daran denken muss, dass es keinen geben wird, der so gut zu mir passt wie mein ehemaliger bester Freund. Damit beziehe ich mich nicht nur auf eine Interessen-Ebene, sondern auch auf die Ebene emotionaler Verbindungen. Uns wurde damals immer wieder klar, wie stark wir miteinander verbunden sind. Wir hatten die gleichen Träume, wir wurden - ohne Wissen des anderen - immer zur selben Zeit krank und hatten die gleichen Symptome. Wir mussten uns oft gar nicht mehr verbal unterhalten, da wir uns einfach nur gegenseitig angucken mussten und sofort genau wussten, was der andere gerade denkt. 

Ich brauche einfach jemanden, bei dem ich weiß, dass er zur selben Zeit das gleiche denkt wie ich und man kaum noch miteinander reden muss, da man sich auch so versteht.

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Geh raus und lebe dein Leben. Sich zu Hause verkriechen bringt dir da auch nix. Ich kann verstehen das das eine sehr schwere Situation für dich ist aber lass dich davon nicht kaputt machen, das ist es nun wirklich nicht wert.
Du wirst neue Freunde finden. Ein Lächeln ist schon die halbe Miete ! (:

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Ich finde es ziemlich krass was du hier schilderst. Ich an deiner Stelle würde versuchen mit ihm in Kontakt zu treten, denn ich habe den eindruck das es ihm auch nicht so gut geht und er einen Freund wie dich momentan braucht.

Falls der Kontakt nicht mehr möglich ist, gebe ich dir den Tipp soviel auf Veranstaltungen (z.B Partys etc.) zugehen wie nur möglich, da lernst du Leute kennen und hast vielleicht wieder mehr Spass. Hauptsache du endest nicht zu Hause vorm Computer und brichst jeglichen Kontakt ab. Freunde findet man immer, es gibt so viele Menschen auf der Welt, einer wird dich schon so akzeptieren wie du bist, auf wenn du vielleicht ein wenig verschlossen wirkst ;). Gib nicht auf, es gibt diese Lebenskrisen doch man muss drüber stehen und sich sagen " Das geht vorüber". Hauptsache du gibst nicht auf :)

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Kommentar von C6H12O6Glucose
03.11.2015, 20:53

Vielen Dank für Deine Antwort. Ich weiß nur nicht auf welche Veranstaltungen die mich interessieren ich gehen könnte. Partys meide ich generell, da ich mich von Alkohol und Jugendliche, die grundlos feiern fernhalte.Ich habe früher auch viel Computer mit meinem Freund zusammen gespielt, allerdings habe ich diesen inzwischen verkauft um mich nicht von Schularbeiten ablenken zu lassen. Es geht auch nicht nur darum, dass mich niemand vollständig ablehnt. Ich habe nur das Gefühl niemanden zu finden, der die gleichen Interessen wie ich teilt und mit dem ich mich über meine Gedankengänge austauschen kann :-( Ich habe auch das Gefühl mit niemanden über meine Emotionen reden zu können, da ich einerseits niemanden damit belästigen will und andererseits Angst habe, nicht verstanden und ernst genommen zu werden. Ich kann einfach keinem meine Emotionen und Gedanken anvertrauen.

"Das geht vorüber" habe ich mir auch lange Zeit gesagt. Ich konzentriere mich, da ich ja keine sozialen Kontakte habe, voll auf die Schule, da es eigentlich mein Ziel ist Medizin oder Lebenswissenschaften zu studieren. Allerdings beginne ich mich zu fragen, was mir gute Noten und später ein guter Beruf bringt, wenn mir der soziale Teil des Lebens fehlt und ich mit niemanden offen reden kann.

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Amphetaminderivate können helfen alles wider "fröhlicher" zu sehen. Oder Xanax (Alprazolam) bekommst du beim Arzt. Oder einfach mal ne traumatherapie machen dort verarbeitest du deine Probleme und alles wird sich wider Fügen 

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Was du auf jedenfall machen solltest ist abnehmen, niemand ist gerne fett. Danach hast du in etwa zwei Möglichkeiten:

1. Du versuchst soziale Kontakte zu knüpfen, wirst aber wahrscheinlich keine echte Freundschaft empfinden, da die meisten Menschen einfach dumm sind und nichts hinterfragen. Glaub mir, ich spreche aus Erfahrung

2. Du bleibst weiterhin außerhalb der Gesellschaft (oder überhalb, ist ansichtssache^^) und lernst mit dir alleine klarzukommen. Du könntest vielleicht Tagebuch schreiben, das hat mir geholfen (obwohl ich eher einfach meine Gedanken aufgeschrieben habe).

Ich hoffe ich konnte dir etwas helfen :)

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Kommentar von C6H12O6Glucose
03.11.2015, 20:43

Danke für Deine Antwort :-)  Tatsächlich bin ich nicht fett, ich esse einfach viel mehr Süßes und habe etwa 5 Kilo zugenommen, allerdings wird es wohl früher oder später dazu kommen, wenn ich so weitermache...

Ich weiß nicht ob Tagebuch schreiben das richtige ist. Ich schreibe zwar oft meine Gedanken nieder, allerdings beziehen sich diese nie auf meine Emotionen sondern auf philosophische, politische und gesellschaftliche Erkenntnisse.

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