Frage von BetterKraulSaul, 113

Was kann ich tun, um mich nach diesen psychotischen Anfall besser zu fühlen?

Ich (18,m) lebe zurzeit in einer Reha Einrichtung. Ich rede kaum mit den anderen Bewohnern und bin eher ein Einzelgänger.

Vor einer Woche hatte ich einen Anfall, an den ich mich selbst nicht errinern kann. Die Betreuer sagten, ich wäre in fremde Zimmer gegangen, habe mit einer glasflasche auf einen Tisch eingeschlagen und habe behauptet ich könnte die Seiten aus meinem Smartphone holen. Ausserdem habe ich extrem viel geredet (was ich sonst ja nie tue) und zwar hauptsächlich totalen peinlichen Unsinn.

Dadurch ist ein Bewohner mit dem ich mich bis dato gut verstanden habe extrem sauer auf mich und verachtet mich. Alle anderen sehen mich mit seltsamen Blick an und wissen nicht was sie von mir halten sollen.

Ich habe bereits mit einigen Bewohnern gesprochen. Ich habe Ihnen gesagt, dass.ich nicht bei Bewusstsein war und mich nicht daran errinern könne. Ich selbst würde solche Sachen nie tun.

Das Problem ist, dass egal wann und wo ich mich aufhalte, ein extremes schamgefühl habe, und noch ein anderes Gefühl, das ich nicht richtig einordnen kann (sehr unangenehm). Ich habe es auch wenn ich gar nicht über den Vorfall nachdenke. Vll hat sich da etwas tief in mein Unterbewusstsein gebrannt.

Meine Frage: wie kann ich das erlebte hinter mir lassen? Wie kann ich mich wieder normal fühlen, unabhängig davon was die anderen von mir denken?

Danke

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von bikerin99, 14

Einerseits thematisiere deine Gefühle bei deinem zuständigen Psychotherapeuten,
andererseits gibt es üblicherweise in einer Rehaklinik psychotherapeutische Gruppen. Hier kannst du ansprechen, wie es dir mit dieser Aktion geht (Schamgefühl) und wie schlimm es für dich jetzt ist der Umgang mit den anderen. Wenn einer solchen Gruppe jeder seine Ängste, Bedürfnisse ansprechen kann, dann lässt sich das sicher klären.
Du hast in einer Psychose Handlungen gesetzt, die dir fremd sind, also nicht mit Absicht ("nicht bei Bewusstsein"). Ich vermute, deine Medikamente wurden jetzt höher dosiert.
Gleichzeitig macht es Angst bei den anderen, dass das noch einmal passieren kann. Wissen und Aufklärung helfen die Angst zu kanalisieren oder zu verlieren, das geht am besten in der Gruppe.
Wünsche dir alles Gute.

Expertenantwort
von Sternenmami, Community-Experte für Gesundheit, 22

Du hast doch in dieser Reha-Einrichtung bestimmt einen Ansprechpartner und eigentlich sollte auch die Möglichkeit zu einer Psychotherapie gegeben sein.

Alleine kommst Du aus diesem Teufelskreis nicht heraus. Vielleicht besteht die Möglichkeit, zusammen mit einem Psychotherapeuten einen Gesprächskreis mit Deinen Mitbewohnern zu bilden, in welchem Du diesen besagten Anfall mal ansprechen könntest und Deine Gefühle äußern könntest. So können Dich Deine Mitbewohner besser verstehen, wenn sie wissen, dass es auch für Dich eine sehr unangenehme Erinnerung ist, auch wenn Du Dich an das Geschehen selber nicht erinnern kannst. Die nachträglichen Erzählungen aber reichen ja schon, um sich selber schlecht zu fühlen. Das würde mir ehrlich gesagt nicht anders gehen.

Ich bin auch eher der Typ Mensch, der solche Dinge mit sich selber ausmacht und sich in seinem Schneckenhaus verkriecht. Es gab aber in der Vergangenheit auch mal eine Situation, aus der ich alleine nicht heraus kam. Zusammen mit meinem Psychotherapeuten habe ich dann aber mal alle betroffenen Personen an einen Tisch geholt und meine Sicht der Dinge geschildert (mein Psychotherapeut hat geholfen ... ich stand also nicht alleine da) und so konnten mich alle Personen hinterher viel besser verstehen. Das hat mir wirklich sehr geholfen.

Versuche es doch mal, zusammen mit einem Psychotherapeuten oder Betreuer die Leute an einen Tisch zu bekommen und zu schildern, wie Du Dich fühlst. Dann können Dich Deine Mitbewohner wirklich viel besser verstehen. Du hast ja nichts zu verlieren und schlimmer werden kann es ja auch nicht, oder? Ich denke, wenn Du das schaffen würdest, hast Du einen extremen Schritt nach vorne gemacht.

Ich wünsche Dir alles Gute

Antwort
von Barbaratlos, 31

Das ist eine Sache, die du mit qualifizierten Fachkräften besprechen solltest. Wenn du in einer Reha-Einrichtung lebst, hast du bestimmt die Möglichkeit, mit einem Psychologen, einer Psychologin zu sprechen.

Ich denke es ist wichtig für dich, dass du dir selber verzeihst. Auch wenn du für den Vorfall nicht richtig verantwortlich bist, empfindest du ja doch Schuldgefühle, die zu deiner Scham führen.

Alles Gute für dich.

Antwort
von AryaSaphyra, 30

versuche dich davon zu distanzieren und betrachte das Ganze aus einem anderen Blickwinkel.versuche zu verstehen was der auslöser für diesen Anfll war und mach dir selbst klar, dass du nichts dafür kannst. versuche auch nicht zu stark darüber nachzudenken was andere von dir halten. Ausserdem hilft es dir vieleicht, wenn du dir dinge suchst, die dir spass machen und in die du dich vertiefen kannst.

Antwort
von Vorahnung, 10

Ich kann ungefähr verstehen was du meinst bin auch so, plötzlich kannst du nix ändern du musst mit dir arbeiten setzte dir Ziele für dein ganzes leben, Eigenschaften die du als Mensch besitzen willst und halte immer an diesen Werten fest , wenn du hart an dir arbeitest speichert sich das in dein Unterbewusstsein du kannst dich in gewissen masse selbst prägen aber das ist nicht so leicht du musst es nur wollen . Gehe auf deine reise, geh den weg eines Krieger :D 

LG kannst dich auch bei mir melden 

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