Frage von hellomelly, 91

Was kann ich tun, um mich alleine besser zu fühlen?

Hallo zusammen habe ein Problem. Seit meine Mutter im Jahr 2012 gestorben ist lebe ich alleiine. Ich bin 19 Jahre alt und mache eine Ausbildung.

Ich bin oft traurig weil ich mich alleine fühle und andere um ihr tolles Leben beneide. Ich habe zwar einen Freund aber auch da sehe ich nur das schlechte und habe ihn angst zu verlieren

Ich möchte wieder mehr aus meinem Leben machen. Und nicht eifach vor dem TV gammeln und Social medias checken was mir eh nichts bringt..

Danke für eure hilfe

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von pqFormel91, 32

Aufjedenfall nicht in Selbstmitleid versinken. Das Leben geht weiter. Nutze die Chance, denn du hast nur ein Leben und bist nur einmal jung. Zu Hause gammeln, heulen und sich verkriechen bringt nichts.

Wieso beneidest du denn andere, um ihr tolles Leben? Neid ist schlecht. Damit kannst du dir einiges kaputt machen.

Warum bemühst du dich und dein Freund nicht, all das zu erreichen worauf du neidisch bist? Alles liegt in euren Händen.

Ihr könnt doch viel Außerhaus unternehmen, verreisen, mit Freunden ausgehen und und und..

Ich weiß zwar nicht wieso du Angst hast deinen Freund zu verlieren, aber darüber würde ich mir überhaupt keine Gedanken machen. Denk einfach etwas positiver. Wenn es mit euch nicht klappt, gibt es da draußen noch viele viele Männer, die auf ihre Traumfrau warten ;)

Wenn du nur zu Hause sitzt, negativ denkst und dich bemitleidest, wirst du in eine Depression fallen... da raus zu kommen wird dann sehr schwierig.

Antwort
von Mignon2, 24

Du mußt natürlich selbst initiativ tätig werden. Es bringt nichts, wenn du ständig zu Hause auf dem Sofa sitzt und dir nur sagst, dass du traurig bist. Dann zerfließt du in Selbstmitleid, steigerst dich immer mehr in deine Traurigkeit hinein und deine Situation wird sich nicht von alleine ändern.

Gehe raus, triff dich mit Freunden, treibe Sport, tritt Vereinen bei, lege dir ein Hobby zu. Unternimm Dinge, die dir Spaß bereiten (Kino, Theater usw). Du mußt unter Menschen gehen, damit du mehr Kontakte bekommst und abgelenkt wirst. Du wirst sehen, dass die Traurigkeit langsam und allmählich in den Hintergrund rückt und irgendwann ganz verschwindet.

Es ist auch für deine Beziehung besser, wenn du das Leben gemeinsam mit deinem Freund genießen kannst. Übrigens ist es in deinem Alter nicht ungewöhnlich, wenn Beziehungen auseinandergehen. Ich kann zwar verstehen, dass du aufgrund des Verlustes deiner Mutter unter Trennungsangst leidest, aber dennoch mußt du versuchen, gegenzusteuern. Wenn du gar nicht klarkommst, dann gehe mal zu einem Psychologen. Er wird dir bei der Trauerbewältigung helfen.

Alles Gute!

Antwort
von Sonja66, 24

Also echt - Hut ab! für dein Vorhaben :-)

Ja, deine Mutter ging natürlich etwas früh von dir, in Zeiten, in denen du sie natürlich noch gebrauchen hättest können.
Diese fehlende Mütterlichkeit haben vielleicht andere versucht dir zu geben, sie zu ersetzen. Immerhin.
Jetzt bleibst nur du übrig, mütterlich zu dir selbst zu sein.

Du kannst also in Erfahrung bringen, lernen, dir selbst eine gute Mutter und Freundin zu sein, indem du selbst gut für dich sorgst. Oftmals ist es dann so, dass sich das Umfeld anschließt und es ebenso tut. Aber zuerst muss man es selbst machen, dann folgen einem andere.... ;-)

Nimm also deine Bedürfnisse wahr; ist man alleine, so will dies am besten gelingen! Dann finde Möglichkeiten, sie zu befriedigen.

Mach' die Ausbildung ordentlich zu Ende. Also ich finde es gut und vorteilhaft für dich, wenn du sie dann mal ordentlich abgeschlossen in der Tasche hast.

Allein = Mit-dem-All-eins-sein :-)

Du wirst noch viele weitere Vorteile (achte auf sie!) aus allem ziehen!: Ich denke da an Unabhängigkeit. Wenn du selbst für dich sorgen kannst, den Dreh raus hast, auch mal alleine sein kannst, so hast du anderen gegenüber, die klammern und abhängig sind, immer irgendwas oder irgendwen brauchen, vieles voraus. Das Geschenk ist die Freiheit.

Was passt dir an deiner Partnerschaft denn nicht?
Was sollte sich denn ändern?
Und was kannst du alles dazu beitragen?

Ja, lass' den TV aus und nütze die Zeit um herauszufinden, was dir am Herzen liegt, was für dich Sinn macht, um dies alles dann Schritt für Schritt, also ohne Druck, zu verwirklichen.

Erkenne mutig deine eigenen Fähigkeiten und Kräfte, dann mindert sich deine Angst davor, jemanden oder etwas zu verlieren.....

Antwort
von Centario, 15

Wenn es möglich ist kannst du das mit einer Freundin schaffen. Sie sollte aber reif genug sein.

Antwort
von habakuk63, 25

Hallo hellomelly,

mit ca. 15 Jahren die eigene Mutter zu verlieren ist ein echter Verlust und kann ein Trauma auslösen, welches sich durch Verlustängste äußert. Hier würde ich dir zu einer Therapie raten, damit du nicht den Rest deines Lebens belastest.

Beim "..aus meinem Leben wieder etwas machen.." ist der Beginn der schwierigste Teil. Meine Empfehlung wäre, dich mit ohne ohne deinen Freund, mehr draußen aufzuhalten, joggen, spazieren gehen, fotografieren, etc, einfach raus und weg von der Couch.

Es kann helfen, wenn du eine selbstbestimmte Zeit ohne Social Media verbringst, auch um zu erkennen, dass dein Leben viel mehr bietet.

Dein Leben geht weiter und du hast in der Hand und im Kopf wie es weiter geht.

Antwort
von Glueckskeks01, 26

Freunde! Hobbys! Natur erleben! Sport! Lesen! Fülle dein Leben mit schönen Dingen und beneide nicht die anderen für Ihres. Dein Leben kann genauso toll sein!!!!

Antwort
von Allyluna, 31

Dass Deine Mutter gestorben ist, tut mir leid und dass Du deswegen einsam bist, bzw. Dich einsam fühlst ist verständlich.

Aber Du willst jetzt aus dieser Situation heraus und das ist gut so! Und im Grunde weißt Du auch schon die grobe Richtung... Also, wie wäre es mit Sport? Am besten in einem Verein - da kommst Du "zwangsläufig" mit anderen in Kontakt. Oder was ist mit Deiner Ausbildung? Gibt es da Kollegen, die dich mal mit einbinden könnten, wenn sie rausgehen? Welche Hobbies könntest Du Dir vorstellen?

Kommentar von hellomelly ,

Ich spiele seit einem Jahr Handball und das gefällt mir auch wirklich. Jedoch sobald ich zuhause bin werde ich gelangweilt und sitze nur noch vor dem TVusw. obwohl ich dann lernen sollte..

Kommentar von Allyluna ,

O.k. - dann musst Du Deinem inneren Schweinehund auch noch Beine machen. Aber mal ehrlich - jeder, der die Wahl hat: TV oder Lernen muss sich doch meist echt überwinden um die richtige Entscheidung zu treffen. ;-) Das ist doch ganz normal.

Wie sieht denn die Situation bei Deinem Freund aus? Wohnt er noch zu Hause, ist er auch in der Ausbildung oder wäre Zusammenziehen eine Option für Euch?

Antwort
von Aleqasina, 38

Da hilft wohl nur, unter Leute zu gehen und Freunde im Real Life zu suchen. Engagiere dich irgendwo, singe in einem Chor, mache etwas in einem Verein, suche Gleichgesinnte in Sachen Hobbies...

Das ersetzt natürlich nicht deine Mutter, schon klar. Aber es lenkt erstmal vom Alleinsein ab. Und vielleicht findest du so ja auch etwas Familienersatz.

Antwort
von Elenaxzy, 39

Als erstes Mein herzliches Beileid.

Vl könntest du ja mit deinem Freund zusammenziehen oder deiner Besten Freundin. Falls dich der Tod deiner Mutter bis heute fertig macht, suche einen Therapeuten auf. Bzw. rede mit irgwem darüber. Geh shoppen, geh ins Kino, versuch Feiern zu gehen, gestalte deine Wohnung anders etc. Es gibt sovieles was man im Leben machen kann. Rede mit deinem Freund darüber, das wird schon kein Fehler sein.

Viel glück noch! :)

Antwort
von Rosalielife, 6

Du bemitleidest dich. Das, was dir passiert ist, ereilt jeden von uns, die geliebten Eltern verlassen uns und nie stimmt der Zeitpunkt, auch wenn sie alt und krank waren, immer werden wir sie vermissen.

damit musst du leben. Niemand wird diese Lücke jemals füllen können. Vielleicht hilft dir eine Trauergruppe, in der du alle Gefühle aussprechen kannst, ein persönlicher Brief, in dem du alles aufschreibst, wofür du dankbar bist und auch , was dir schmerzlich fehlt.

Ein ehrenamtlicher job mit alten Menschen könnte dich beruhigen und du dich hier einsetzen für Menschen, die selbst keine angehörigen mehr haben und sich unendlich über Besuche freuen, über Gespräche, über Unternehmungen.

Vor allem musst du rausgehen, dein Schneckenhaus, in dem du eingesperrt bist, verlassen. Mit offenen Augen durch die Welt gehen und wahrnehmen, dass es ein Leben auch ohne deine Mutter gibt, dass du bereits mitten drin bist, dass du Möglichkeiten hast, die du nur ergreifen musst.

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