hallo, mein vater ist vor ca 15.jahren an einem autounfall verstorben..damals wa ich gerade mal.8 und irgendwie redet meine mutter nie mit mir darüber und geht mir immer aus dem weg...wenn ich sie was dazu frage bekomme ich keine antwort und es sind soviele fragen offen..ob es darum geht das die familie sich danach von ihr abgewannt hat-finanzielle dinge,sie so schnell wieder geheiratet hat..und und und...sie redet sogar noch irgendwie abwertend von ihm..damals habe ich es nicht verstanden und irgendwie ignoriert aber mittlerweile hab ich so ne wut im bauch...wieso macht sie das...wie sollte ich weiter handeln???
BITTE NUR ERNSTE ANTWORTEN

Diese Frage kann dir letztendlich nur deine Mutter selbst beantworten. Ich möchte nicht spekulieren, aber es scheint zu Lebzeiten deines Vaters irgedetwas geschehen zu sein, das sie immer noch sehr belastet. Vielleicht wissen andere aus deiner Familie Näheres?

Du brauchst professionelle Hilfe.
ich denke nicht das ein arzt mir da helfen kann..oder weis er antworten auf meine fragen..ich denke nicht
Draschomat am 2. Juli 2009 19:42 Du brauchst aber jemanden zum Reden...vielleicht findest du eine bekannte Person? Deine Mutter weiß die Antworten, aber sie will ja nicht reden.
Das sehe ich auch so. Ich würde an deiner Stelle immer wieder versuchen, deine Mutter drauf anzusprechen und Antworten zu bekommen - aber zusätzlich würde ich mir auch professionelle Hilfe suchen - ich denke, das würde dir sehr weiterhelfen!
Wolfi0410 am 3. Juli 2009 01:07 Ich rate dir auch such Dir professionelle Hilfe. Ich hatte in der Familie einen ähnlichen Fall was die Betroffene sehr belastet hat. Nach div. Gesprächen mit einem Therapeuten, der dann vor allem auch die Mutter überzeugt hat wie der seelische Zustand ist und sich nicht bessern sondern verschlechtern wird, wurde die Geschichte in einem gemeinsamen Gespräch mit dem Therapeuten aufgearbeitet und alles war gut.
Versuch es, ich wünsche Dir wirklich Glück und Erfolg.

Versuch in einer wirklich ruhigen Minute mit ihr darüber zu reden. Sag ihr, wie sehr es dich belastet, nichts genaueres über die Todesumstände zu wissen, daß du ihr dankbar bist, daß sie dich damals geschont hat, aber das du heute alt genug bist, um zu wissen und evtl. zu verstehen.
Ich wünsche dir viel Glück
DANKE FÜR DIE ERNSTGEMEINTE ANTWORT
Wie war denn das Verhältnis zw. den beiden vor dem Unfall?
Deine Mutter versucht offenbar mit allen Mitteln zu verdängen, darüber zu reden, weil sie auch enorm darunter leidet. SIe will die Realität nicht einsehen.
Stelle sie zur Rede, verlange eine absolut offene Erklärung, warum sie sich dir gegenüber so verhält.
Meiner Meinung nach braucht deine Mutter dringend psychologische Behandlung.
am ende eher nicht gut...das hab ich aufjedenfall immer so mitbekommen aber sogar das streitet sie ab...

Vielleicht ist Deine Mutter immer noch nicht darüber hinweg - sowas gibt es. Kann ja sein, dass sie sich stritten, als sie sich das letzte Mal sahen und immer noch quälen sie Schuldgefühle. Phantasie hat man ja. Vielleicht müsste Deine Mutter mal psychiologische Hilfe in Anspruch nehmen - nicht Du - warum auch. Du hast nur Fragen, die Dir auf der Seele liegen und die Dir ein nicht endend wollendes Rätsel sind. Wie schaut es denn aus im engsten Familienkreis. Hatte Dein Vater Geschwister? Oder hat Deine Mutter welche? Großeltern? Vielleicht könntest Du mit einem von ihnen mal sprechen - Du könntest einiges über Deinen Vater gewahr werden. Ich kann mir vorstellen, wie weh es tut - fast ein ganzes Leben einen wichtigen Menschen zu vermissen und ihn nicht mal richtig kennenlernen zu dürfen. Versuche es mal über die Verwandten - und vielleicht könnte da mal einer ein ernsteres Wörtchen mit Deiner Mutter redeN?
tolle antwort ..vielen dank

Du schreibst: am ende eher nicht gut...das hab ich aufjedenfall immer so mitbekommen aber sogar das streitet sie ab...
Vielleicht hat sie deshalb ein solch enormes Problem damit, über den Unfall bzw. den Tod zu reden. Menschen sind Verdrängungskünstler. Würde sie Dir bei allen Fragen Rede und Antwort stehen, dann fürchtet sie vielleicht, dass sie Schuld am Tod des Mannes hatte - wie auch immer. Sei es auch nur ein banaler Streit, bevor er auf die verhängnisvolle Tour ging.
Viele Menschen sind einfach nicht in der Lage über schlimme Ereignisse zu reden, leichter ändern sie ihre Umgebung (Kontaktabbruch, neue Beziehung, Schweigen) - das ist nicht außergewöhnlich und richtet sich sicherlich nicht gegen Dich. Es ist für sie wohl eher ein reiner Schutzmechanismus, dass sie sich mit der Sache von damals nicht auseinandersetzen muß. Mach ihr keine Vorwürfe, dass sie nicht mit Dir redet, oder was damals wirklich war, oder ob die Beziehung gerade da nicht so prickelnd war. Mach ihr das so klar, vielleicht hilft es ihr, über ihren Schatten zu springen. Als Tochter ist es auch Dein Recht, zu wissen, was damals so alles war.
Nein, ich bin kein Psychologe - aber ich habe, als ich 13 war meinen Bruder verloren und darüber wurde auch nicht geredet.... (erst viel später, habe ich erfahren, dass sie mit uns als Kinder das nicht reden wollte, eben weil wir immer der Eltern "Kinder" waren...)
Du kannst auch den Weg über Euren Hausarzt suchen. Nein, das Problem entbindet ihn nicht von der Schweigepflicht und er wird dir auch nicht sagen, was in Deiner Mutter vorgeht - aber er kann sicherlich zwischen euch beiden mit ganz anderen Argumenten vermitteln.
vielen dank...daran hatte ich auch schon gedacht...aber sie bleibt leider sehr hartnäckig...aber danke fürs mitgefühl
Es gibt Menschen, die reden sich die Seele frei und verarbeiten so. Es gibt Menschen, die verschnüren das negativ Erlebte ganz fest und versenken es 100 Klafter tief unter die Erde und verhalten sich ihr ganzes weiteres Leben nach dem Motto "rühret nicht daran!" Keiner kann sie zwingen, das Paket wieder aufzuschnüren!! Das ist schlimm für Dich - Du stehst quasi vor einer verschlossenen Tür. Aber ich denke, auch hier kann professionelle Hilfe angebracht sein: vielleicht kannst Du mit Hilfe von außen akzeptieren lernen, dass Du etwas verarbeiten musst, ohne etwas in der Hand zu haben - hoffentlich geht das. Ich wünsche Dir viel Glück!
Vielleicht solltest du deiner Mum einen Brief schreiben,inden du all deine Gefühle schreibst,aber auch klar darum bittest ein paar Antworten zu bekommen.
Stell sie zur rede! sag ihr das es dir wichtig ist! und du es unbedingt wissen musst!
Nimm Rücksicht auf deine Mutter, der Tod ihres Ehemannes hat sicher große Wunden hinterlassen, die sie nicht wieder aufreissen lassen will.
Der Tod hat bei ihr auch große Wunden hinterlassen...finde schon daß sie ein Recht auf gewisse Antworten hat!
Natürlich hast du damit Recht. Aber unter Druck setzen ist auch nicht der richtige Weg, da sie sich dann nur noch mehr zurückzieht und abblockt.
Sie will Antworten von ihrer Mutter,da kann ihr kein Psychologe helfen!!!
Draschomat am 2. Juli 2009 19:26 Doch, als Mittelsmann...die Tochter braucht jemanden zum Reden, aber die Mutter will nicht.
cancakir am 2. Juli 2009 19:26 Wat schreist denn so?? Agressiv?
Panikgirl am 2. Juli 2009 19:41 Was soll ein Psychiologe bei Ihr bewirken? Sie hat kein psychiologisches Problem - höchstens die Mutter durch ihre Trauer oder so. Sie hat ein Problem, was sie unter dem Mantel des Schweigens hüllt oder große Trauer, die sie nicht rauslassen möchte - aber Calabria hat nur offene Fragen und ist verzweifelt, weil ihr niemand antwortet. Der Psych. ist da fehl am Platze, denn der räumt Seelen auf und keine Fragen weg

Deine Schlüsselfrage scheint mir zu sein: Wieso macht sie das?
Sie macht etwas, das für Dich nicht verständlich ist. Sie verdrängt ihren verstorbenen Mann, Deinen Vater aus ihrem Leben. Und jetzt willst Du natürlich wissen, ob dieses "Verdrängen" schon vor dem Tod seinen Anfang genommen hat, oder erst eine psychische Reaktion auf den Tod ist. (Nach dem Motto: Ich rede schlecht von ihm, dann fällt mir der Verlust leichter. Ich suche einen neuen Partner, dann vermisse ich den verlorenen nicht mehr.)
Ich bin mir nicht sicher, ob der Schlüssel zu Deinen Fragen, oder dem, was zwischen Euch steht, der Autounfall ist, oder ihr Verhältnis zu ihm vor und nach dem Unfall.
Noch ein anderer Gedanke kam mir: Wie erwiesen ist der Unfall? War sie, warst Du dabei? Ist der Unfall vielleicht vorgeschoben für etwas anderes? Für solche Spekulationen fehlt mir der Hintergrund, aber Du wirst ja wissen, ob Du mit diesen Gedanken etwas anfangen kannst.

Warum sie dies tut, wird nur sie Dir beanworten können. Da Du mit dieser Situation nicht gut zurecht kommst, weil Dir viele Fragen nicht beantwortet wurden/werden, Du viele Handlungen Deiner Mutter nicht nachvollziehen, annehmen oder verstehen kannst, wirst Du eine Lösung anstreben müssen die Dir hilft auf diese offenen Fragen eine Antwort zufinden. Ich würde Dir darum eine "Familienaufstellung" aus der Systemischentherapie empfehlen. Dort würdest Du die Möglichkeit bekommen mit realen Personen die für Dich (unerträgliche) Situation quasi "durchzuspielen" Du kannst Fragen stellen, Deine Gefühle äußern und Du bekommst von den Stellvertreten (die vielleicht für deine Mutter und Deinen Vater stehen könnten) Anworten und Empfindungen mitgeteilt. Diese Art der Verarbeitung kann Dir helfen und bewirken, das für Dich noch wichtige/offene Fragen endlich eine Antwort bekommen, ohne das Du dafür tatsächlich Deine Mutter persönlich ansprechen müsstes. Es wäre eine schöne Möglichkeit, Deine Seele zur Ruhe kommen zulassen. Versuch es doch einfach mal ganz unvoreingenommen. Es wird mehr in Dir bewegen, als Du es Dir vielleicht jetzt vorstellen kannst.
LG Filix