Frage von BubiKopf12345, 41

Was kann ich nach meinem Literatur Studium eigentlich alles werden?

Antwort
von lastgasp, 41

Das hängt in kaum einem anderen Studium mehr von persönlichen Netzwerken und von Zusatzqualifikationen ab. Neben der Hochschulkarriere sind es vor allem Medien, Verlage, in die Berufsanfänger ohne Plan drängen. Zielgerichteter ist natürlich die frühzeitige Orientierung auf einen Schwerpunkt, um diesen durch Praktika und andere Formen der beruflichen Landschaftspflege zu unterfüttern. Wichtig dürften auch Kenntnisse in weiteren Sprachen sein, um sich angesichts der aktuell wachsenden Bedeutung der deutschen Sprache ein zusätzliches Standbein im Bereich Kulturmanagement, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (z.B. im Bereich des Goethe-Institutes) zu schaffen. Hier sollte ein Blick auf IT-Qualifikationen riskiert werden.

Einen ganz guten Überblick könnte folgender Link verschaffen:

http://www.alumniportal-deutschland.org/studium-weiterbildung/studium-ausbildung...

Dass ich etwas erstaunt bin, dass Du ein Fach studierst, ohne auch nur den geringsten Plan über mögliche Beschäftigungsmöglichkeiten zu haben, solltest Du mir nachsehen. Vielleicht bist Du ja materiell so weit abgesichert, dass Du Dir über solche Feinheiten nur ganz am Rande Gedanken machen musst.



Kommentar von Gugu77 ,

Neben der Hochschulkarriere sind es vor allem Medien, Verlage, in die Berufsanfänger ohne Plan drängen.

Diese Aussage möchte ich mit eigenen Erfahrungen untermauern.

Mittlerweile ist es schon so weit gekommen, dass nicht unbekannte PR- Agenturen im Städten wie z.B. Hamburg, Berlin oder Düsseldorf, Hochschulabsolventen der Geisteswissenschaften im Rahmen von Praktika oder Honorarverträgen  einstellen. In Auschreibungen werden tatsächlich Hochschulabschlüsse als Voraussetzung für ein Praktikum verlangt.

Es gibt genügend Nachfrage, da mancheiner sich davon eine Volontariats- oder Traineestelle verspricht. Stattdessen werden  ganze Kampagnen mit einem Volontär  plus überqualifizierten Praktikanten durchgezogen.

Auf den einen Praktikanten folgt der nächste. Stichwort: Generation Praktikum.

@ Bubikopf: Informiere dich wirklich umgehend. Mit den entsprechenden Stichworten, findest du genügend Berichte über die Berufsaussichten und beruflichen Erfahrung von Literaturwissenschaftlern.

Den Tipp mit den IT- Qualifikationen finde ich sehr gut. Mit einem Auslandsjahr und Sprachen hebt man sich nicht wirklich ab.


Kommentar von Kristall08 ,

Eine der Zeitungen, für die ich gearbeitet habe, nimmt als Volontäre nur noch Leute mit Doktortitel. 3:)

Kommentar von Gugu77 ,

Das hat sogar mir den Atem verschlagen. Gut, dass es Call- Center als Auffangbecken für arbeitslose Akademiker gibt (Sarkasmus- Button für diejenigen, die es nicht verstehen). LG

Kommentar von lastgasp ,

Sorry, aber in mir sträubt sich alles bei dem Gedanken, eine Literaturwissenschafts-Bachelorette oder einen BWLer als Akademiker/-in zu betrachten.
Vermutlich treffen sich Entscheider und Bewerber auf einer Ebene: Human Resources meets Bologna-Prozess. Bei entsprechendem Bewerberangebot würde ich vermutlich auch eine/-n Graduierte(-n) nehmen. Der/die hat zumindest das Vorblatt seiner/Ihrer Promotion als Eigenleistung vorzuweisen... quasi "Creative Writing"...

Antwort
von Akka2323, 18

Arbeitslos.

Antwort
von captron15, 31

nein, die auswahl ist eher sehr eingegrenzt...

Antwort
von Zumverzweifeln, 37

Lektor, Literaturkritiker,

Antwort
von Y0DA1, 32

gut lesen :D

sieh mal hier: http://www.kimeta.de/Jobs?q=literatur

Kommentar von Gugu77 ,

und vor allem ausführlich lesen. Welche Qualifikatione sind gefordert? Sind das Stellen für Berufseinsteiger? Und sich fragen: Wie komme ich und ob überhaupt an die  Stellen?


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