Was kann ich machen, um auf meinen Widerspruch bzgl. Heiz- und Nebenkostenabrechnung eine Rückmeldung oder eher eine Bearbeitung zu erzielen?

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4 Antworten

Das kommt darauf an, was Du mit Deinem Widerspruch erreichen willst. Pauschale Antworten sind da schwierig, weil man nicht, weiss was Du bemängelst und was Du willst.

Du kannst bis der Vermieter reagiert nun eine Nachzahlungsforderung zurückhalten, denn schließlich müsste der Vermieter Dich beklagen.

Wenn Du die Abrechnung unter Vorbehalt bereits gezahlt hast, dann musst Du entweder klagen auf Zurückzahlung oder die laufenden Nebenkosten um den gezahlten Betrag kürzen (verrechnen). Das gleiche gilt bei Überzahlung.

Es bleibt natürlich auch noch die Feststellungklage auf die Höhe der laufenden Vorauszahlungen, wenn diese auch wieder zu einer Überzahlung führen würden.

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Zunächst: Es wird nicht Widerspruch sondern Einspruch eingelegt bzw.erhoben. Was ist der Grund deiner Reklamation? Falls es formale Gründe sind, ist die Abrechnung unwirksam, sie gilt als nicht erfolgt, Einspruch nicht nötig. Sind es inhaltliche Gründe, darfst du als Mieter sie selbst korrigieren.

Wenn du Einspruch einlegst (deine Frist beträgt 12 Monate ab Erhalt) sollte der konkret begründet und werden und Einsichtnahme in alle relevanten Belege gefordert werden. Wird diese nicht ermöglicht bzw. nicht gewährt, ist eine Nachzahlung nicht fällig. Es reicht nicht "ich lege Einspruch ein", damit würdest du im Rechtsstreit unterliegen.

Ein Zurückbehalt der Vorauszahlungen ist bei dieser Sachlage nicht möglich. Das wäre nur, wenn nicht abgerechnet worden wäre.

Sollte die Abrechnung aus formellen Gründen unwirksam sein, wäre nunmehr eine neue (Korrektur) verfristet und eine Nachzahlung nicht mehr fällig.

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frag doch mal die jungs von www.deine-mietnebenkosten.de die haben mir gut geholfen. das sind Studenten, die dir ehrenamtlich fragen im chat beantworten

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Guten Tag,

zunächst stellt sich die Frage, ob Ihr Widerspruch tatsächlich sachlich begründet- oder ob dieser pauschal aufgrund der Höhe der Nebenkosten formuliert wurde.

Ein Zurückbehaltungsrecht auf eine Nebenkostenabrechnung kann nur dann rechtswirksam durchgesetzt werden wenn der Vermieter a) keine Abrechnung vorgelegt hat b) die Einsicht in die Belege verweigert oder c) wenn die Abrechnung formell fehlerhaft ist.

Ein Widerspruch, welcher sich auf inhaltliche Fehler bezieht, bewirkt kein Zurückbehaltungsrecht auf die strittige Abrechnung. Inhaltliche Fehler sind schriftlich zu monieren.

Deshalb sollten Sie hier umsichtig reagieren um sich nicht "treuwidrig" zu verhalten.

Ihr Weg, den Vermieter schriftlich (Einschreiben Einwurf aufgrund der Nachweisbarkeit) um Stellungnahme bzw. Neuberechnung zu bitten ist der einzig empfehlenswerte Weg.

Sollte der Vermieter nach drei nachweislichen Aufforderungen mit jeweils angemessener Fristsetzung nicht reagieren, sollten Sie vom Angebot einer Rechtsberatung bei Ihrem Anwalt gebrauch nehmen.

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Kommentar von albatros
28.05.2016, 01:10

Ein Zurückbehaltungsrecht auf eine Nebenkostenabrechnung kann nur dann
rechtswirksam durchgesetzt werden wenn der Vermieter a) keine Abrechnung
vorgelegt hat b) die Einsicht in die Belege verweigert oder c) wenn die
Abrechnung formell fehlerhaft ist.

Das ist so nicht richtig. b heißt richtig keine Nachzalung;

c heißt richtig, die Abrechnung ist unwirksam, gilt als nicht erteilt.

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Kommentar von AndreasEhretSV
28.05.2016, 08:19

Guten Morgen Albatros, zu Ihrem Kommentar: b) heißt eindeutig, dass Sie von Ihrem Recht auf Zurückbehaltung Gebrauch nehmen weil die Abrechnung nicht begründet ist und Sie deshalb keine Nachzahlung leisten c) Auch eine formell unwirksame Abrechnung muss moniert werden. Lassen Sie formell fehlerhafte Abrechnungen grundsätzlich unkommentiert und "wirken somit nicht mit"? Der Abrechnungsersteller hat doch das Recht innerhalb der Abrechnungsfrist eine ordnungsgemäße Abrechnung vorzulegen.

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