Frage von jackyich, 324

Was kann ich in der Erziehung noch tun?

Guten Tag allerseits, 

Es geht sich wieder um meinem Sohn (4) und sein Verhalten das sich Tag für Tag verschlechtert. Seit Ende vorletzten Jahres geht sein Verhalten in den Keller und das ist auch meiner Ansicht keine Phase mehr. Er konnte sich mal so super benehmen, essen und trinken klappte super, aufeinander hören ging, aufräumen und vieles mehr klappte einwandfrei. Ok das eigenständige umziehen kam neu dazu.

Ich habe mir mal Stichpunktartig aufgeschrieben, was wir Eltern mit ihm machen und wie die Reaktion von unseren Sohn und von uns Eltern sind.

Unternehmungen: Spielplatz, zur Oma und Opa, Indorspielplatz, in andere Städte fahren, mit Freunden was unternehmen, viel Zeit draußen verbringen.

Sprechen: über Aktivitäten im Kindergarten, seine Interessen zb Zug Auto usw, Fantasieren, wieso man was macht, fFagen stellen und erklären.

Spielen: mit Zügen Autos Bus usw, malen, basteln, mit Kuscheltiere Fingerpuppen, spielerisches Lernen, Bügelperlen, usw.

Helfen/erklären: eigenständiges Anziehen, kochen, saugen, waschen, Wäsche machen, aufräumen, usw

Das Verhalten unseres Sohnes: Er lässt sich nichts mehr erklären, flippt völlig aus wenn man ihn bestraft, hört nicht mehr und antwortet frech "nö", Hilfe wird nicht mehr angenommen,  trampelt schreit, Aufmerksamkeit wird ständig gesucht ... tritt, schreit rum und weint sofort wenn man ihn bestraft, bestimmt was man machen soll, erzählt Lügen im Kindergarten: es gäbe nichts zu essen, er zerstört mutwillig Spielsachen auch von anderen Kindern, klaut Dinge aus dem Kühlschrank, kann nicht mehr teilen...... und vieles mehr.

Strafmaßnahmen die bis jetzt nichts gebracht haben: in die Ecke, auf den Stuhl setzen, ins Zimmer schicken, Süßigkeitenverbot, Benimmtafel, Spielzeugabnahme, abends kein Lied zum Schlafen singen, kein Sandmännchen schauen, früher ins Bett, kein Besuch bei anderen Kindern, keine Unternehmung....

Folgen bei uns Eltern durch sein Verhalten: Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Verdauungsstörungen, Lustlosigkeit, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Depressionen.....

Versucht ärztliche Hilfe zu besorgen, wo angeblich es hieß, dass es nicht an dem Verhalten des Kindes liegt. Krankenkasse hat die Mutter-Kind-Kur abgelehnt und bei der Erziehungsberatung konnte man keine Verhaltensstörung aufweisen, da unser Sohn sich bei fremden Leuten super benehmen kann auch wenn diese zu Besuch sind.

Wie würdet ihr reagieren?

Ich bin völlig verzweifelt, weiß nicht mehr was ich noch tun kann, da die Erziehungsberatung nichts Fehlerhaftes gefunden hat und die Krankenkasse die Kur verweigert.

Antwort
von Kitharea, 23

Jackyich ich antworte jetzt noch einmal - einfach weil es mich irgendwie berührt auch.
Ich sehe du bist wahnsinnig bemüht - ich sehe du weißt wirklich alles über deinen Sohn - ich sehe dir entgeht nichts - ich sehe dir ist wichtig dass mal etwas aus ihm wird - ich sehe du willst dass er es "schafft" - ich sehe du beschäftigst dich viel mit ihm - ich sehe du machst dir viele Gedanken um ihn.
Ich vermute du willst es richtig gut machen - ich vermute auch du fühlst dich deswegen so angegriffen von diversen Kommentaren hier weil, du nicht das Gefühl hast es richtig zu machen obwohl du "alles" tust für deinen Sohn. Weil du unsicher bist. Fühlst du dich nicht überfordert von den ganzen "Dingern" die Mama machen sollte der Meinung vieler anderer nach um perfekt zu sein?
Mich erinnert das sehr an mich - und an meine Mutter - die wirklich an ALLEM was auszusetzen hatte. Ich konnte wirklich NIEMALS genug tun um ihr als Mama gerecht zu werden für meine Kinder. NIE. Und das hätte ich auch nie geschafft. Für mich war die Situation unerträglich. Ich musste erst lernen auch wieder mich selbst in das Familiensystem einzubeziehen und meine Kinder und auch mich selbst nicht zu ernst zu nehmen.
Ich habe mich hingesetzt und geschworen dass es mir jetzt egal ist ob ich eine böse und schlechte Mama bin. Ganz ehrlich - wenn man es keinem Recht machen kann, dann tu ich halt immer so wie ich grad denke und wenn Anschuldigungen deswegen kommen sag ich einfach "ja ich weiß ich bin halt so". Du kannst dir nicht vorstellen WIEVIELE Vorwürfe es auf der Welt gibt. Irgendwann kam einem das lächerlich vor. Wirklich. Ich habe gelacht drüber. Und gleichzeitig bekamen meine Kinder eine Art der Gelassenheit die ich so nie kannte. Ich habe zeitweise mit denen abends rumgeschrien wie blöd einfach weil ich stinksauer war und meine Ruhe wollte (genauso habe ich das auch gesagt übrigens) - und morgens kamen die beiden lachend zu mir ins Bett und meinten "Mama gestern warst du schon wieder ziemlich sauer oder" - und grinsen mich an mit GutenMorgenküsschen. WAS kann daran falsch sein einfach so zu sein wie man ist. Und wenns schlimm war danach drüber zu reden. Du glaubst nicht wie befreiend es ist sich selbst wichtig zu nehmen und nicht immer die Kinder über Alles zu stellen. Und seien wir uns ehrlich. Wir Mamas sind sowieso immer die Bösen ^^ Also warum nicht sagen "JA! - bin ich - geht dich aber - zum Glück - nichts an - darfst gern bei der Ergreifung eines Terroristen helfen wenns dir dann besser geht - ICH geh jetzt shoppen".
Ich würde dir gerne den Vorwurf machen du kümmerst dich zu viel um ihn - die Dinge die du weißt - interessieren mich bei meinen Kindern zum Teil nicht einmal. Es ist mir egal ob er eine Auszeichnung in Mathe kriegt oder was auch immer. Klar wird gelernt und klar bestehe ich drauf dass er zur Schule geht. Aber wichtiger ist mir dass es ihm gut geht damit. Und dass er Situationen die er bewältigen KANN auch bewältigen muss. Ich hatte auch schwere Zeiten und könnte nicht behaupten ich hätte sie jemals wirklich gefördert. Das war mitunter gar nicht möglich weil die sich geweigert haben länger was mitzumachen. Und trotzdem hat jeder sein "Spezialgebiet" inzwischen. Ich beantworte Fragen und beobachte wie es ihnen geht. Wenn nicht so gut erst einmal weiter beobachten und nicht sofort eingreifen. Man kriegt schon mit ab wann es einem Kind zu viel wird - hoffe ich - wenn nicht - war ich halt wiedermal die böse Mama. Ich bin gerne bereit mit denen darüber zu reden wenn die dann erwachsen sind.
Aber den Vorwurf kriegst du nicht - weil du - wie jede von uns tust was du kannst. Nur dich selbst dabei vergisst. Und vergisst dass auch Mütter und ihre Kinder nur Menschen sind. Etwas mehr Gelassenheit in die Sache bringen vielleicht. Ein Vorschlag. Ob das gut ist oder nicht musst sowieso du entscheiden^^ So gemein wie du bist schaffst du das schon *zwinker*

Antwort
von LiselotteHerz, 101

Wer hat das gesagt, dass er keine Verhaltensstörungen aufweist? Ein Kinderpsychologe?

Dieses Verhalten lässt sich mit Trotzphase nicht erklären. Entweder geht Ihr nochmal zu einem anderen Kinderpsychologen oder sucht eine sehr gute, klassisch arbeitende Homöopathin auf.

Die Homöopathie kann auf sanfte Weise, ich weiß das aus eigener Erfahrung, sehr gut auf die Psyche eines Kindes einwirken. Ist wahrscheinlich weit besser als einen weiteren Psychologen aufzusuchen. Das ist ja wieder Stress, und nicht nur für das Kind, sondern auch für Euch und ob da was bei rauskommt, halte ich für sehr fraglich.

Alles Gute. lg Lilo

Kommentar von Kitharea ,

Ich lese hier absolut gar NICHTS was einer Behandlung bedürftig erscheint beim Kind. Das sind keine Maschinen das sind eigenständige Lebewesen die versuchen in genau dieser Phase rauszufinden was sie selbst wollen und NATÜRLICH gibt es da Differenzen. Man sollte froh sein dass Kinder den Schritt durchlaufen weil er immens wichtig ist. Man sollte dem Kind dann auch den Freiraum gewöhnen einen mal nicht zu brauchen.
Und Kinder in dem Alter würde ich NIEMALS zum Kinderpsychologen schicken wenn nicht wirklich irgendwas "krasses" ist. Was soll das Kind davon halten? Wieso bin ich nicht normal? Was ist so anders an mir? Denkt man wirklich so etwas ist förderlich für den Selbstwert?

Kommentar von jackyich ,

mein Sohn ist sehr wissbegierig und hinterfragt sehr viel, wo man versucht es ihm verständlich zu erklären. wenn er was ausprobieren möchte, lasse ich ihn dieses auch ausprobieren. er hat ziemlich schnell gelernt bis 18 zu zählen, jetzt ist er dabei das Alphabet auf zu sagen, singt das Lied dazu und erzählt mir mit welchem Buchstabe ein Tier anfängt. er hat Magnet zahlen die er in der richtigen Reihenfolge aufhängt. er weiß wo links und rechts ist. erzählt mir beim malen welche Farbe er gerade benutzt lila rosa dunkelblau oder hellblau kann er gut unterscheiden. sucht sich selbst Herausforderungen zb blanchieren und was passiert wenn ich Wasser in ein Glas schütte. er schaut sich alles gut an und kann es schnell alleine erklären oder machen. sich selbst ein Brot schmieren ist kein Problem für ihn. in der Beziehungsberatung war die Dame sehr erstaunt wie klar er Sätze bilden kann, wie wissbegierig er ist und dass er in seinem Alter recht weit ist. mir wurde empfohlen ihn zu fördern wenn er was neues ausprobieren möchte, ihn zu loben wenn er es geschafft hat, was er erreichen wollte. im Kindergarten sagen die Erzieherinnen auch dass er in seinem Alter sehr weit entwickelt ist und er auch sich konzentrieren kann wenn er was neues zum lernen hat. von Therapie haben mir beide Seiten abgeraten, da es sein Verhalten nicht fördern würde, sondern es sich dadurch verschlechtert wird.

Kommentar von kiniro ,

Das Kind ist in meinen Augen nicht verhaltensgestört, sondern reagiert sehr altersgerecht auf die unmögliche Behandlung seiner Person.

Es zeigt mehr als deutlich, wo seine Grenzen sind, die permanent von der Fragestellerin übertreten werden.

Antwort
von DieKatzeMitHut, 100

Viele Dinge, die dein Sohn macht, sind mit Sicherheit sehr zermürbend - aber vieles ist um ehrlich zu sein wohl auch recht normal.

Er flippt aus, wenn er bestraft wird - ja, na klar. Er bekommt seinen Willen nicht, für ein Kind ist das schwer. Irgendwo müssen seine Gefühle hin. Als Eltern bekommt ihr natürlich alles ab. Das ist hart, aber da müsst ihr leider durch.

Er zerstört mutwillig Spielsachen? Sind das seine eigenen Sachen, ist das sein Problem - kaputte Sachen, solltet ihr wegwerfen. Und wenn er etwas neues haben will, redet mal mit ihm darüber, dass er das letzte kaputt gemacht hat.

In der Situation selbst, wenn er so ausrastet, werdet ihr ihn kaum erreichen können. Das muss man im Nachhinein gemeinsam reflektieren. Macht ihr das?

Bei den Spielsachen anderer Kinder ist das schon schwieriger - unter Umständen kann man dann aber sagen, dass er nun etwas von seinen Sachen abgeben muss.

Wenn er tritt, muss ihm klar vermittelt werden, dass das nicht geht. Zur Not auch indem ihr in festhaltet! Zeigt ihm im Anschluss Alternativen - er darf sich auspowern, er darf seine Wut rauslassen, das ist wichtig - aber dann zum Beispiel an einem Kissen, nicht an anderen Personen.

Wichtig ist auch, dass ihr ihn nicht mit seinen Gefühlen allein lassen solltet. Auch wenn er wütend ist, müsst ihr ihm vermitteln, dass ihr für ihn da seid. An der Stelle ist es oft schwer sich selbst zurück zu stellen und die eigenen Emotionen hinten an zu stellen - denn man ist ja selbst sauer und genervt, es ist alles ätzend. Aber da muss man einfach drüber stehen.

Dass er im Kindergarten Lügen erzählt, erscheint euch zwar erst einmal schlimm, kommt aber schonmal vor. Die Erzieher wissen das. Du schreibst auch, dass er sich dort genauso verhält - wie geht man im Kindergarten damit um? Eine enge Zusammenarbeit kann dir helfen, auch die Erzieher können dir mit Sicherheit nützliche Tipps geben.

Wichtig ist vor allem, dass du konsequent bist und deinem Kind einen festen Rahmen gibst. Damit meine ich nicht, dass du zwangsläufig extrem streng sein musst - aber verlässlich in deinem Tun.

In welchen Situationen rastet er denn besonders oft aus? Oft hilft es eben schon, wenn ein Kind genau weiß, was auf es zu kommt - eben durch feste Konsequenzen, aber auch durch einen geregelten Tagesablauf.

Konsequenzen sollten übrigens immer in direktem Zusammenhang mit dem Tun stehen, auch wenn das nicht immer möglich ist.

"Wenn du jetzt nicht brav bist, schaust du heute abend kein Sandmännchen" ist für ein Kind sehr schwer zu verstehen. Es kann den Zeitraum bis abends noch gar nicht überblicken, das liegt in so weiter Ferne, dass die Strafe keinen Anreiz bietet das Verhalten im Hier und Jetzt zu verändern. Davon abgesehen hat es nicht wirklich etwas miteinander zu tun.
Wenn ihr aber rausgehen wollt, er bockt weil er seine Jacke nicht anziehen will, ist es vollkommen legitim zu sagen - ohne Jacke können wir nicht rausgehen, also müssen wir hier bleiben. Du hast noch 5 Minuten Zeit dich zu entscheiden. (So gibst du ihm auch genug Raum ein bisschen runter zu fahren)" Und wenn er dann die Jacke nicht anzieht, müsst ihr eben drinnen bleiben. Würde soetwas funktionieren?

Kommentar von jackyich ,

ich arbeite mit den Erzieherinnen intensiv zusammen, allein weil ich schon keine Ergebnisse erzielen konnte, durch die Erziehungsberatung. die sind auch konsequent und reagieren schnell wenn er Blödsinn macht. zb er zerstört gebautes anderer Kinder, er wird ermahnt und es wird gesagt dass er sich dann auf einen Stuhl hinsetzen muss wenn er es nochmal macht. er macht es nochmal und sitzt dann auf den stuhl. so ist es auch Zuhause. ich ermahne ihn, hört er nicht wird er bestraft. zb wenn wir einkaufen fahren, er klettert gerne mal am Einkaufswagen rum, wo er schonmal samt Einkauf umgekippt ist. ich ermahne ihn dass er es sein lassen soll, sonst kommt er auf dem Sitz im Einkaufswagen. keine zwei Minuten später sitzt er im sitzt und schreit, kreischt und tritt dann umsich. ich diskutiere nicht mehr lange und Handel schneller. auch wenn wir auf dem Spielplatz sind und er nicht aufhört mit dem Sand zu schmeißen, bin ich konsequent und geh mit ihm nachhause. ich kann mittlerweile nicht mehr mit ihm i.wo hin fahren, ohne dass er was anstellt. bei Oma und Opa hat er mal alles bekommen was er wollte, jetzt gehe ich aber hin und sage meiner Mutter dass er jetzt kein süß bekommt, er hat eben nicht auf das gehört was ich ihm gesagt habe und wenn meine Mutter immer noch meint ihm was zu geben, nehme ich es dann meiner Mutter ab. sie macht dann natürlich auch einen Aufstand, aber ich belohne meinen Sohn nicht für das treten und schreien im Bus nur weil er nicht auf einen bestimmten sitzt sitzen konnte weil da ein anderer saß und mein Sohn und ich aus dem Bus geworfen werden, weil mein Sohn so ein Theater macht.

Kommentar von Kitharea ,

Ein Vorschlag Jackyich ... vergiss mal den ganzen Moralschrott und was Kinder sollten und müssten. Das ist denen nämlich ziemlich egal. Wenn er was tut was er nicht soll weil es irgendjemandem schadet - weil er was kaputtmacht dann ist die zeitgerechte Handlung immer noch besser als eine Bestrafung. Wenn mein Kind mich haut sag ich nur ich rede erst wieder mit ihm wenn er sich beruhigt und normal mit mir reden kann. Wenn er weitermacht gehe ich in ein Zimmer und lasse ihn vor der Tür toben. Das kann man nicht immer und das muss man auch nicht. Aber meistens heult er dann rum und irgendwann - das hört man schon am weinen - ist es ihm zu viel - genau DANN ist der Zeitpunkt wo man wieder hingehen kann - ihn trösten und mit ihm reden. DAS ist dann auch eine echte Verbindung wo er - weil er traurig ist bei dir weinen darf und du ihm nicht böse bist obwohl du jeden Grund dazu hättest ABER du hast ihm gleichzeitig gezeigt dass DU (DU!) so etwas nicht akzeptierst (FÜR DICH).

Kommentar von Kitharea ,

Wenn er sich im Geschäft auf den Boden schmeisst und tobt - lass ihn einfach sitzen und mach weiter deinen Einkauf. Solange er rumschreit meckern vielleicht ein paar Erwachsene ABER er ist noch da und ist gesund. Ich bin mir sicher spätestens wenn du auf den Parkplatz zum Auto gehst läuft er dir nach. Und wenn nicht - setz dich ins Auto hör Musik und beobachte ihn damit ihm keiner was tut. Setz dich selbst solchen Situationen nicht aus. Das Problem bei Kinder ist nicht dass sie zu laut/böse/gemein blabla sind, sondern dass die Erwachsenen das nicht aushalten wollen.
Und wie gesagt - man ist sowieso nicht IMMER perfekt - also kann man das auch nur ab und zu machen. Nein das ist nicht konsequent aber ein Mensch ist auch keine Maschine. Es geht mal besser mal schlechter. Und die ganzen Erziehungsratgeber sagen einem sowieso nur was falsch ist und wie es angeblich richtig ist. Jeder von uns weiß, dass solche Ratgeber auf uns als Mama oder Papa wenig eingehen - wie WIR damit umgehen sollen.

Kommentar von kiniro ,

Das "wenn du wieder normal mit mir reden kannst" bei einem 4-jährigen stößt mir ziemlich auf.

Wie soll das Kind es lernen, wenn es "weggeschickt" wird in dem Moment, indem es vielleicht nicht weiß, wohin mit seinen (negativen?) Gefühlen.
Auch diese haben ihre Daseinsberechtigung.

Ja diese Gefühle sind anstrengend und lassen uns oft so handeln, wie wir als Kinder von unseren Eltern behandelt wurden, wenn wir wütend waren.
Wut war oft nicht erlaubt und deshalb fällt es uns schwer, diese bei unseren Kindern zuzulassen.

Kommentar von Kitharea ,

Dieses "kappen" der Beziehung in dem Moment mit "wenn du wieder normal mit mir reden kannst" ist nichts anderes als ein sich-der-Situation-nicht-aussetzen. Ich hätte auch alles versucht - wirklich ALLES - von Strafen über selbst laut werden bis hin zu versuchter Erpressung. Durch nichts wurde es besser - einfach weil ich mitgemacht habe. In so einer Situation funktioniert kurzfristig viel - langfristig scheinbar nicht.
Inzwischen ist es so, dass er wenn wieder solche Situationen sind - irgendwann zu mir kommt und meint es geht ihm wieder besser und er hat sich beruhigt. Dann kann man nochmal mit ihm drüber reden - allerdings vermeide ich es dann auf allem rumzuhacken. Einfach nur kurz und knapp was mir nicht gefallen hat und dass es gut ist jetzt.
Die Frage ist doch - WIE wird Kind seinen Frust los und WIE lernt es gleichzeitig für später. Er darf ja toben und ich bin auch bei ihm ABER er darf mich nicht schlagen - das geht einfach nicht. Wenn er wütet und schimpft ist alles ok - aber alles was mit körperlicher Gewalt zu tun hat wird so unterbrochen sofern es geht. Wie gesagt - immer geht auch nicht alles. Mitunter spielt man zu lange mit aber ok.
Klar zwingt man ihn dazu seine Gefühle vielleicht erst einmal zu unterdrücken. Aber durch das Reden danach, gleicht sich das wieder aus. Es ist ganz oft so dass er danach einfach noch einmal weint - nur anders. Er darf mir auch sagen dass er mich hasst - das ist völlig normal. Ich denke nicht dass ich seine Gefühle unterdrücke - ich versuche ihm nur beizubringen dass man sie auch mitunter verschieben muss/kann/darf. Und dass zuhauen einfach nicht geht.

Kommentar von DieKatzeMitHut ,

Super, dass du da nicht lange rumdiskutierst. Kann man denn im Nachhinein mit ihm sprechen?
Prinzipiell klingt dein Sohn einfach nach einem sehr durchsetzungsstarken Kind, das einem einiges abverlangt.

Grundsätzlich ist es auch legitim, wenn du sehr kritische Situationen einfach erst einmal versuchst zu vermeiden. Gehst du allein mit ihm einkaufen? Kann dein Mann dich da nicht unterstützen - indem ihr zu dritt geht, oder einer von euch beiden alleine den Einkauf erledigt, während er zuhause betreut wird? Und auch hier kann man dem Kind dann erklären: Du darfst nicht mit zum Einkauf, weil du dich nicht benehmen kannst.

Kommentar von jackyich ,

wir gehen, wenns durch sein Verhalten geht, zusammen einkaufen, aber das ist es ja. kurz vor dem Einkaufen benimmt er sich. dann im laden selber macht er einen Aufstand. es ist auch schon vorgekommen dass ich mit ihm aus dem laden wieder raus gegangen bin und mit ihm im Auto gewartet hab. wenn ich mit ihm allein einkaufen gehe, bleibt mir nichts anderes außer den in den Einkaufswagen zu setzten. ich lasse ihn dann auch links liegen wenn er meint sich auf den Boden zu schmeißen. ich ignoriere sein toben und rede erst wieder mit ihm wenn er sich etwas beruhigt hat, frage ihn was ihm nicht passt versuche einen gemeinsamen Weg zu finden, der aber wieder mit viel Krawall endet. es vergeht kein Tag mehr wo er nicht schreit, nicht weint oder mal nicht ausrastet. immer wieder muss ich ihm die Grenzen zeigen, jeden tag versuche ich ihm zu zeigen dass er mit seinem Verhalten nicht weiter kommt. erkläre ihm immer und immer wieder das gleiche, frage ihn ob er es verstanden hat und lasse es ihn wiederholen was er dann in seinen eigenen Worten wieder gibt. zb, "ich möchte nicht dass du die Tapete ab reißt hast du das verstanden? ja, was möchte die Mama denn nicht? ich soll die Tapete an die Wand lassen." aber dennoch wenn er dies verstanden hat, macht er weiter

Antwort
von Volkerfant, 56

Ich habe jetzt absichtlich keine anderen Antworten gelesen, weil ich unvoreingenommen antworten will.

Das KInd verhält sich einwandfrei bei der Beratungsstelle und ich denke im Kindergarten und bei fremden Familien (Freundeskrei) auch. Also, das Kind kann sich benehmen, wenn es sich in einem andren Umfeld aufhält.

Dann liegt das Problem am Umgang mit den Eltern/Mutter/Geschwister?! Das Kind ist in der Trotzphase, so ein Verhalten ist dann völlig normal.

Hilfe: ein paar Beispiele: das Kind nicht unter Druck setzen. Ihm rechtzeitig Bescheid geben, wenn es sich anziehen soll um in den Kindergarten zu gehen, wenn es den Fernseher ausmachen soll, um Abend zu essen.

D.h. das Kind hat ein Recht darauf seine angefangene Aufgabe (Spiel...) zum Abschluss zu bringen, sonst artet das in Frust aus. Das ist bei uns Erwachsenen auch nicht anders. Das Kind also rechtzeitig darauf aufmerksam machen, dass es z.B. in einer viertel Stunde (Sanduhr, weil das Kind kein Zeitgefühl hat) in den Kindergarten geht.

Beleidigungen, freche Antworten, Verweigerungen, ignorieren und nie persönlich nehmen. Das Kind ist in Stress/Frustsituationen nicht Herr seiner Gefühle!!! Langsam auf 10 zählen und dem Kind ruhig erklären, dass, wenn die Sendung aus ist, es ausschalten muss, weil das Abendessen auf dem Tisch steht, sonst kann es leider nur noch das essen, was übrig ist. Also das Kind hat ein Recht darauf zu erfahren, worauf es sich einlässt.

Das Kind mit dem Anziehen nicht alleine entscheiden lassen, es ist damit überfordert. Ihm zwei Auswahlmöglichkeiten offen lassen, dann kann es sich entscheiden, welche Hose und welcher Pullover es anzieht.

Konsequent bleiben. Einmal NEIN heißt immer NEIN. Auch wenn das Kind quängelt und schreit und tobt.... dabei immer schön ruhig und relaxed bleiben. "Ich habe nein gesagt, weil du noch Süßigkeiten zu Hause hast und jetzt keine weiteren Diskussionen mehr." Ihn ruhig an der Hand aus dem Supermarkt herausführen, auch wenn die anderen Leute vorwurfsvoll schauen.

Dein Sohn testet seine Grenzen neu aus, weil er jetzt in einem Alter ist, wo er seine Persönlichkeit entdeckt und neu erfährt. Er ist älter und größer geworden und muss wissen, wo jetzt seine Grenzen sind. Er testet und lotet sie aus. Du gibst die Grenzen vor. Bi sdahin und nicht weiter. NEIN. Du erklärst freundlich wieso und warum.

Aus deinem Text höre ich heraus Verhalten nicht gut - Strafe!

Es müsste genau anders herum sein! Gutes Verhalten - Lob.

Zeige ihm, dass du ihn magst, dass du ihn verstehst, dass du zu ihm hältst, gib ihm Geborgenheit und Schutz und Orientierung, das ist  in diese Phase sehr sehr wichtig, er braucht es jetzt gerade so sehr.

Sein Verhalten ist zwischenzeitlich auch mal gut, er macht auch mal was recht, lobe ihn jedes mal, nimm ihn in den Arm, sag, dass du stolz auf ihn bist, weil er das sschon so gu tkann/Macht....

Das baut ihn auf. Er ist bestrebt weiterhin Lob einzusammeln und verändert sein Verhalten, er will doch auch enerkannt werden, aber die Erwchsenen machen es ihm manchmal so schwer, das versteht er überhaupt nicht. Er kann es niemandem mehr recht machen, immer wird er gestört und muss dahin und dorthin, nie darf er fertig spielen, immer muss er das machen, was die Erwachsenen ihm sagen, dabei will er dich nur spielen und lernen.

Kommentar von jackyich ,

klar lobe ich ihn wenn er was gut macht, besonders wenn er was alleine ausprobiert. klar lasse ich ihn auch für sich selbst spielen und klar setze ich ihm einen Zeitraum. ich lasse ihn so gut es geht allein entscheiden und handeln. wenn ich merke dass es nicht ganz so klappt, frage ich ihn ob er Hilfe braucht oder er kommt von alleine und bittet um Hilfe die er dann natürlich bekommt. ich lasse ihn nicht einfach machen und bestrafe ihn nicht weil es dann doch nicht geklappt hat. konsequent bei Nein zu bleiben ist kein Problem, nur dann flippt er völlig aus. er hat eine große Ecke wo viele Kissen liegen, wo ich ihm erklärt habe "spielerisch" dass er dort seine Wut auslassen kann. zb sein Bär ist jetzt so richtig sauer und tobt, schreit und tritt in die Kissen. dies hat mein Sohn ne zeit lang auch getan, nur jetzt werden die Türen Wände oder Mama und Papa zum austoben benutzt. ein nein akzeptiert er nicht.

Kommentar von kiniro ,

Loben ist auch nicht besser als kritisieren.

Dabei geht es nämlich um die Leistung, aber nie um das Kind selbst.

Ein konsequentes Nein würde ich nur dann sagen, wenn es gefährlich ist (werden könnte) oder mir etwas lieb und teuer ist.
Wobei ich letzteres in der Regel auch vor Kinderhänden schützen könnte, indem ich es gut weg räume.

Dass er wütend wird = normale Reaktion.
Du kannst kein Verhalten wie bei einem Erwachsenen oder älteren Kind erwarten.

Ich würde mal an deiner Stelle eine Strichliste machen, wie oft du am Tag "nein" sagst.

Kommentar von kiniro ,

"Einmal nein heißt immer nein" - sehr unflexibel und absolut unrealistisch sowie unmöglich einzuhalten.

Das kann nur funktionieren, wenn die Rahmenbedingungen sich keinen Millimeter verändern.

Antwort
von kiniro, 35

Erst mal "weg von der Erziehung" und "hin zum respektvollen Umgang mit dem Kind".

Dein Kind entdeckt, dass es eine eigene Meinung hat und "brav sein" seiner Entwicklung schadet.
Die "gehorsame Babyzeit" ist somit für dich beendet.
Anstatt sie mit aller Gewalt wieder zurück holen zu wollen, ist Zeit- und Kraftverschwendung auf beiden Seiten.

Dein Sohn verhält sich vollkommen altersgemäß. Viele Jungs werden um den Zeitpunkt rum ruppiger, wilder.

Strafmaßnahmen sind auf gut deutsch Sche1ße.
Ich würde an seiner Stelle übrigens auch ausflippen, wenn ich so mies - ins Zimmer schicken, Süßigkeitenverbot, kein Einschlaflied, kein Besuch bei anderen Kindern - behandelt werden würde.

Wegen dem Lügen: viele Kinder erzählen Geschichten, die (für Erwachsene) gar nicht stimmen können - aber es ist für diese Kinder die Wahrheit.
Auch ist es kein Lügen im Sinne von "damit zahle ich es meiner Mama heim".
Ich halte es vielmehr für die Not eines Kindes, das versucht bei einer Vertrauensperson zu sagen "hier stimmt etwas nicht".

Da dein Sohn in einem Gewissenskonflikt ist, kann er schlecht "Mama ist böse und verbietet ständig" sagen.

Erziehungsberatung geht in den seltensten Fällen wirklich aufs Kind ein. Dabei wäre DAS dringend nötig.
Und kein "wie verbiegen wir das Kind, damit es so ist, wie wir Erwachsenen es gerne hätten".

Statt weiterhin auf eure Machtposition als Eltern zu pochen, empfehle ich euch mal in Bücher rein zu schauen, die nichts mit "Tyrannenkindern" und so zu tun haben.
Der Kinderarzt Renz-Polster (findest du auch im Netz) hat diverse Bücher über Kinder und deren Verhalten geschrieben.

Antwort
von Kitharea, 77

Hast du schonmal versucht ihn komplett allein zu lassen? Ihn einfach mit nix zu beschäftigen? Ihm keine Vorschläge zu machen? Einfach mal komplett alles anders laufen zu lassen? Ihn eben NICHT so sehr in den Fokus deines Lebens zu rücken und NICHT alles was er tut mit gut/schlecht zu beurteilen? In nichts zu fragen warum er was macht - KEINE Fehler zu suchen sondern ihn einfach mal erleben lassen was Langeweile, Stille, Für sich allein sein ist ? Auch wenn er es vllt auch nicht aushält. Ich würde mal das Gegenteil von allem machen was du bist jetzt tust - nimm dir einen Tag frei und geh shoppen oder fahr mit ner Freundin weg - sag ihm du willst grad nicht und gib ihn in andere Obhut wo du weißt sie sorgen grad für ihn. Oder sei einfach nicht mehr so extrem erreichbar.
Dass Kinder in dem Alter einfach wirklich oft nur rumheulen weil ein Stift verkehrt auf dem Tisch liegt ist halt einfach so. Das ist weder richtig noch falsch. Das ist einfach weil es so ist. Da muss man nicht drauf eingehen. Da muss man nichts dazu sagen - vielleicht lacht man auch drüber oder macht einen Scherz. Mir kommt das ganze ziemlich "gepresst" vor und von "Moraldingern" und was-man-nicht-alles-tun-sollte Regeln überhäuft vor.

Kommentar von Kitharea ,

Und wenn er was machen will dann hör auf ihn zu fördern... Er wird sich schon melden wenn er möchte dass ihn wer fördert. Er wird sich garantiert melden wenn er Hilfe will. Wenn  nicht will er das jetzt alleine machen.

Antwort
von Andrastor, 49

Ich würde ein Vorgespräch mit einem Kinderpsychologen suchen. Auch wenn dein Sohn keine psychische Störung oder Krankheit hat, kann dir dieser vielleicht gute Tipps geben was du anders machen könntest.

Ich persönlich vermute fast dass dein Sohn einen Machtkampf begonnen hat. Er versucht quasi die Machtverhältnisse in der Familie zu testen, herauszufinden wer eigentlich Macht über wen hat und wie er die Macht über euch erringen kann.

Fast jedes Kind macht früher oder später solche Phasen (die durchaus länger dauern können) durch und pendelt sich dann durch die Reaktion der Eltern und des Umfeldes wieder ein.

In diesem Fall wäre absolute Strenge bei Fehlverhalten und uneingeschränkte Liebe bei richtigem Verhalten die Lösung.

Aber wie gesagt, das ist nur meine subjektive Meinung. Ganz objektiv empfehle ich das psychologischr Vor- bzw. Beratungsgespräch.

Kommentar von autmsen ,

Ja, natürlich: 

So früh als möglich zu den Dealern rezeptpflichtiger wahrnehmungsverändernder Drogen schleppen!!!! Was auch sonst? Schließlich ist es undenkbar dass wir Menschen keine Maschinen sind. 

Kommentar von Andrastor ,

Du hast offenbar keine Ahnung was die Arbeit und die Methoden von Psychologen beinhaltet. Ich würde dir dringend raten, dich zuerst zu informieren, bevor du hier einen ganzen Berufsstand schlecht redest.

Kommentar von Kitharea ,

Andrastor - die Arbeit von Psychologen ect. muss natürlich geachtet werden. Sie leisten großartiges. Aber ein KIND gehört da definitiv erst hin wenn es die Situation es unbedingt erfordert. Es soll "normal" sein dürfen ohne ständig beobachtet zu werden. Es soll die Freiheit genießen selbst zu lernen. Es soll nicht lernen dass es für jedes Problem sofort einen Arzt gibt.
Und ja autmsen übertreibt bisschen mit den Medis. Und trotz allem sollten wir Erwachsene uns Gedanken über uns machen wenn wir unser Kind zum Psychologen schicken wollen. Im alleräußersten Notfall vielleicht. Aber oft reicht es wenn die Eltern etwas entlastet werden um wieder Luft zu holen. So etwas sollten auch Psychologen wissen.
Ich selbst war bei einer "Beratungsstelle". 2 Mal als ich gar nicht mehr weiterwußte. Damals waren die Kinder 3 und 5 und haben sich Gegenseitig als Grund für Konkurrenz genommen. Tun sie heute noch - das Einzige was ich verändert habe ist mein Verhalten. Man konnte mir erklären was in den Kindern abgeht und was ich SCHLIMMSTENFALLS machen kann. Allein die Tatsache dass ich bezüglich "Kinder prügeln wild im Wohnzimmer rum" ruhiger geworden bin, hat die Anzahl der Schrammen deswegen halbiert. Inzwischen schick ich die ins Zimmer und sag noch "wenn einer weint darf er dann kommen" mit einem Grinsen im Gesicht. Klar passiert es dass mal einer weint - ist ok - gehört vielleicht einfach dazu. Was ich eigentlich sagen wollte. Die Beraterin hat nicht mit meinen Kindern geredet sondern mit mir. Es war völlig ausreichend die Situation zu durchleuchten.

Kommentar von Andrastor ,

Und genau das habe ich auch empfohlen, oder nicht?

Ich empfahl ein psychologisches Beratungsgespräch, mit den Eltern, nicht mit dem Kind.

Die Eltern sollten sich informieren was sie tun können, was mit dem Kind sein könnte und sich ein wenig bilden, nicht das Kind zum Psychologen schicken.

Antwort
von Ela33333, 10

Liebe Jackyich 😊 ich war mal so frei und habe mir deine anderen Beiträge angesehen, habe quasi recherchiert, um evtl eine etwas fundiertere Antwort auf deine Frage geben zu können😉 Dabei bin ich auch auf den Umstand gestoßen, dass du dich offenbar den Großteil der Zeit als alleinerziehend empfindest. Wie geht dein Sohn mit eurer Situation um? Du schreibst im Januar darüber, dass dein Sohn viel weint und unter Trennungsängsten leidet. Grund hierfür sei die häufige Abwesenheit seines Vaters. Du hast zwar weiter oben angegeben, es hätte keine gravierenden Veränderungen im Leben deines Sohnes gegeben, Verlustängste sind aber durchaus eine einschneidende Erfahrung für ein kleines Kind, auch wenn wir Erwachsenen das nicht als so herausstechend wahrnehmen, da Angst eher leise ist, nicht laut, wie die Aggression. Diese zeigt er aber nun offenbar ein knappes halbes Jahr später. Aber wusstest du eigentlich, dass sich Ängste bzw. depressive Verstimmungen bei Kindern im Vorschulalter (4-6Jahre) nicht mehr nur durch Weinen und Rückzug (0- 3 Jahre) äußern können, sondern in aggressivem, provokantem und aufmüpfigen Verhalten? Vielleicht konnte ich dir mit diesem Gedanken etwas weiter helfen - ich wünsche dir und deinem Kleinen alles Gute! 😊

Antwort
von hourriyah29, 39

Hallo jackyich,

aus Deiner Frage lese ich heraus, dass Du Deinem Sohn die Verantwortung für Deine Probleme ("Folgen bei uns Eltern durch sein Verhalten: Kopfschmerzen, rückenschmerzen, Verdauungsstörungen, lustlosigkeit, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Depressionen.....") gibst.

Das ist Dir vermutlich noch nicht bewust. Für die Beziehung zwischen Dir und Deinem Sohn ist es eine Katastrophe. Du denkst jetzt vielleicht "Das habe ich doch nur hier geschrieben, mein Sohn weiß das garnicht."

Kinder sind extrem feinfühlig und beziehen alles auf sich. Trennungskinder fühlen sich sehr häufig verantwortlich dafür, dass die Eltern sich gestritten und entzweit haben. Dafür dass der Papa weg ist und so selten kommt. Dafür, dass die Mama traurig ist, weil der Papa weg ist.

Unbewust gibst Du Deinem Sohn jeden Tag Signale, dass er schlecht und schuldig ist. Und die negativen Gefühle drückt er in seinem Verhalten aus.

Aus Deinen anderen Fragen ist deutlich, dass es ganz viele andere Gründe für deine körperlichen Beschwerden und Depressionen gibt!

Es wäre gut, wenn Du Deinem Sohn zeigen könntest: Mama geht es zwar im Moment nicht gut, aber Du bist dafür nicht verantworlich. Ich bin glücklich das ich das habe und wir bekommen das schon hin.

Zu dem Thema gibt es auch schöne Selbsthilfebücher (z.B." Was ist bloß mit mama los" oder auch Bilderbücher für Kinder "Warum ist Mama traurig"

Hast Du bezüglich Deiner gesundheitlichen Probleme schon Hilfe geuscht (Arzt, Therapeut) und bezüglich der Erziehungsfragen (z.B. Familienberatung, systemische Familienberatung/Familientherapie, Sozialberatung, Beratung bezüglich Beruf/Weiterbildung).

Du hast sehr viele Baustellen (Beruf, Beziehung, Wohnung, Umfeld, Selbstunzufriedenheit) so dass ich denke, dass Du Dir Hilfe suchen solltest. Beim Renovieren eines Hauses oder einem kaputten Auto lässt man sich auch vom Fachmann helfen ;)

LG und Dir und Deinem Jungen alles Gute!

Hourriyah

PS.: Soforthilfe für den Jungen: Er scheint ja recht gut auf Männer zu reagieren...gibt es irgendwie die Möglichkeit ihn mehr mit guten Männern in Kontakt zu bringen - z.B. einen Erzieher im Kindergarten, Sportverein, Kampfsportkurs o.ä, jeh nach Angebot vor Ort, oder ein engagierter Vater eines Freundes, der gelegentlich mit den zweien etwas unternimmt. So bekommst Du auch etwas Entlastung und freie Zeiten.

Antwort
von Schuhu, 102

Was ist passiert, bevor er sein Verhalten so drastisch geändert hat? Hattet ihr Erwachsene eine Krise, Streit? Ist die Verhaltensänderung durch den Eintritt in den Kindergarten bedingt? Versucht, die Wurzel zu finden.

Allzulange oder komplizierte Erklärungen sind für ein Kind nichts. Sie können zuviel nicht kindgerechte Information nicht verarbeiten und werden wegen dieser Überforderung sauer. Wenn mir tagtäglich mein Mann die Atomphysik nahe bringen wollte, würde ich auch austicken.

Versucht, nicht zu dominant zu sein. Euer Strafenkatalog ist ja riesig (Viel größer als der der Unternehmung, die nicht alle sehr kindgerecht sind. Was interessiert Vierjährige denn z.B. an anderen Städten?)

Und vor allem: Seid nicht vorwürfig. Euer Kind ist anscheinend in Not, weiß sich nicht zu helfen außen durch schlechtes Verhalten immer wieder eure Aufmerksamkeit zu suchen - und ihr beschuldigt es, euch krank gemacht zu haben! Ihr sollt auf das Kind aufpassen, nicht das Kind auf euch!

Kommentar von Mignon4 ,

Dein Kommentar ist gut. Aber:

ich habe um keine Vorwürfe gebeten. 

Die Fragestellerin möchte keine Kritik. Lies mal weiter unten. :-)))

Kommentar von Schuhu ,

Ich kann nun mal nicht anders. Und ich finde, ich habe keine Vorwürfe, sondern Feststellungen gemacht. Wenn man allerdings eigenes Fehlverhalten als Vorwurf betrachtet - dann habe ich mich der Regel der Fragestellerin einfach wiedersetzt. Na, ich darf heute abend trotzdem Sandmännchen kucken.

Kommentar von jackyich ,

unser Sohn interessiert sich sehr für Züge und in Aachen gibt es ein Modellbahnladen, wo er sehr großes Interesse zeigt. wir waren vor kurzem in Bad Ems, dort fand er es großartig, hohe berge, züge, schöne Häuser.... er erzählt heute noch davon. wir gehen auch zum Zoo oder machen einfach mal nichts. wir erzwingen ihm nichts, lassen ihn auch mal kreativ sein. es ist nicht so dass mein Sohn so wie ein Roboter funktionieren muss.. dies was ich dort aufgeschrieben habe, ist nur ein kleiner Einblick von seinem Verhalten.

Antwort
von Ostsee1982, 18

Ich finde, dass ihr schon sehr viel gemacht habt, euch viel Mühe gebt und wäre an eurer Stelle wohl auch zermürbt. Nur an der Erziehung kann ich soweit nichts erkennen was man noch optimieren könnte. Ich würde Rat einholen bei einem Kindertherapeuten. Der könnte schon noch eine große Hilfe sein.

Antwort
von Sabsi69, 31

Ich muss noch einen Zusatz schreiben? Weil ich jetzt irgendwo gelesen habe ee soll sein Zimmer alleine so aufräumen das du wenigstens den Boden putzen kannst. Damit ist er definitiv überfordert und Ärger ist hier vorprogrammiert. Er sieht dann soviel Spielzeug, das er das aufräumen vergisst. Besser mit ihm zusammen aufräumen. Macht ihm mehr Spaß und er lernt es besser weil es tagtäglich gemacht wird. Überlege dir, an welchen Stellen du was anders machen könntest

Antwort
von anaandmia, 89

Ich würde nochmals einen Anlauf starten und zum Kinderarzt gehen und mit den Erziehrinen aus dem Kiga sprechen die haben bestimmt auch viele Anlaufstellen.

Antwort
von Sabsi69, 47

Ich denke, wenn er sich im Kindergarten auch so benimmt sollte eine Erzieherin mal mit zur Erziehungsberatung. Vielleicht geht den Leuten dann dort ein Licht auf. 

Wichtig, nie mit entziehen der Zumeigung bestrafen. Gerade wenn er mal einen Ausraster hattzund du geschimpft hast. Nimm ihm danach in den Arm. Erklär ihm warum du böse geworden bist.

Ich habe 3 Jungs in 5 Jahren bekommen, ich weiss wie zermürbend es sein kann, wenn einer aus der Teihe tanzt. Wichtig immer an einem Strang ziehen, du und dein Mann, immer eine Linie Konsequent sein und nicht nachtragend. Erziehen ist nicht einfach und wird es nie sein

Kommentar von kiniro ,

Konsequent sein ist überflüssig.

Geht auch nicht, da sich die äußeren Umstände immer wieder mal verändern.

Ich halte Flexibilität für den besseren Weg.

Kommentar von Sabsi69 ,

Flexibilität später, wenn sie älter sind und damit umgehen können, warum man jetzt eine Ausnahme von der Regel macht. In dem Alter verstehen sie nicht wenns einmal so rum und ein anderes mal anders rumm geht. Konstanz ist wichtig, das zeigt das man sich auf die Eltern verlassen kann.

Antwort
von Kasumix, 64

Zum Kinderpsychologen wenn's nicht mehr geht..

Aber wenn es bei anderen okay ist, nur bei euch nicht... Vllt überfordert ihr ihn auch komplett... Versucht was, er hört nicht, ihr gebt auf und versucht was anderes. Oder zieht ihr beide an einem Strang... Und zieht es auch Wochen durch???

Wenn man abends nicht singt, was soll er lernen? Wenn ich es mache, hat mich keiner mehr lieb?

Jedes Kind kommt in Trotzphasen... Aber man muss auch konsequent sein.

Seid ihr das? Kein Angriff. Du fragst und ich Frage ;)

Antwort
von Mignon4, 96

Kinder sind die Produkte der elterlichen Erziehung. Du mußt dir überlegen, was DU falsch machst und die Schuld nicht auf das Kind schieben.

Er lässt sich nichts mehr erklären, 

Das kann ich verstehen. Ich glaube, du überforderst das Kind. Staubsaugen, Wäschewaschen usw. sind nichts für einen 4-Jährigen. Wenn er das nicht versteht und deswegen auch noch bestraft wird, schaltet er irgendwann ab und entwickelt eine Abwehrhaltung gegen alles, was ihm erklärt wird und was er tun soll.

Behandle den Jungen altersgerecht. In dem Alter braucht er den Haushalt noch nicht erklärt zu bekommen. Lasse ihn spielen und seine Phantasie entfalten. Er hat nur eine Kindheit! Nimm sie ihm nicht mit so unnötigem Ballast wie dem Haushalt weg. Damit kannst du beginnen, wenn er älter ist.

Kommentar von DieKatzeMitHut ,

Wobei natürlich auch die Frage ist, in welchem Maß er nun Hausarbeit beigebracht bekommt - teilnehmen können Kinder aber schon sobald sie laufen können, sei es nur indem sie ihren Teller zum Tisch bringen oder auch mit einem Lappen spielen dürfen, wenn Mama putzt.
Das hat per se nichts mit Überforderung zu tun.

Kommentar von jackyich ,

ich habe um keine Vorwürfe gebeten. natürlich lasse ich ihn seine Kindheit, wenn er von alleine kommt und mir helfen möchte, lass ich es zu aber nicht wenn er nur mit der Türe der Waschmaschine spielt und sich drauf lehnt. ich erzwinge ihm nicht den Haushalt zu machen. was er lediglich machen soll in diesem alter, sein zimmer so aufräumen dass man dort den Boden sauber machen kann, zb Staubsaugen macht er sehr gerne in seinem Zimmer ganz alleine und ohne dass ich es ihm gesagt habe dass er es machen soll. wenn er wissen will was ich mache, versucht er mir zu helfen, ich erzwinge ihm nichts

Kommentar von Mignon4 ,

ich habe um keine Vorwürfe gebeten

Kritikfähig scheinst du nicht zu sein. Du bevorzugst es also, wenn man dir eine unehrliche Antwort schreibt. Du willst also nur Bestätigungen haben, dass du die perfekte Mutter bist und dein Erziehungsstil perfekt ist.

Warum stellst du hier eigentlich die Frage, wenn man dir nur zum Mund reden soll???

Kommentar von Ostsee1982 ,

Kritikfähig scheinst du nicht zu sein. Du bevorzugst es also, wenn man dir eine unehrliche Antwort schreibt. 

Du gehst schon aggressiv vor, es werden der Fragestellerin die Worte im Mund herum gedreht und dann Kritikunfähigkeit unterstellt. Vielleicht mal am eigenen Tonfall und der Kritikfähigkeit arbeiten :) So wie ich das verstehe, möchte die Fragestellerin keine Bestätigung darüber, dass sie die perfekte Mutter ist mit dem perfekten Erziehungsstil sondern was sie an der Erziehung eventuell optimieren könnte. Sie sucht nach einer Fehlerquelle und keinen Antwortsteller der ihr die Moralkeule um die Backen haut.

Kommentar von kiniro ,

Er soll sein Zimmer so auf räumen, dass man dort den Boden sauber machen kann

Zu viel verlangt von einem 4-jährigen Kind.

Da würde ich es entweder selbst oder GEMEINSAM mit dem Kind machen.

Kommentar von jackyich ,

DieKatzeMitHut, so meine ich das auch, ich würde niemals meinem Sohn erzwingen dass er jetzt alleine den Haushalt macht, ich fördere ihn wenn er beim Haushalt interessiert mit machen möchte

Kommentar von jackyich ,

was soll dieser Kommentar jetzt? meine Angelegenheit wurde anscheinend nicht ganz verstanden. man kann sich aber so manchen Kommentar sparen. ich bin nicht perfekt, nein, aber mir unterstellen zu lassen dass ich meinem Sohn keine Kindheit lasse, lasse ich mir nicht gefallen!

Kommentar von Mignon4 ,

Jeder schreibt, was er/sie möchte. Wenn du dich im Internet bewegst, mußt du immer damit rechnen, dass du Kommentare bekommst, die du nicht lesen willst. Kritik an dir bedeutet übrigens nicht, dass man deine Frage nicht verstanden hat. :-)))

Wenn man sich die Zeit nimmt und dir einen ehrlichen Kommentar schreibt, will man dir helfen. Du solltest das zu würdigen wissen!

Deine Reaktion ermutigt und motiviert andere Nutzer nicht unbedingt, dir überhaupt noch zu antworten. Niemand weiß schließlich, ob er sich den Kommentar sparen sollte oder nicht.

Allmählich wird mir immer klarer, warum dein Kind sich so verhält....

Das arme Kind. Aber egal, es ist in der Tat Zeitverschwendung, weiterhin zu antworten. Du bist und bleibst kritikresistent und so lange das so ist, wird sich auch das Verhalten deines Sohnes nicht ändern.

Trotzdem alles Gute für das Kind!

Kommentar von jackyich ,

Mignon4, alles was ich schreibe wird von ihnen schlecht angesehen und es wird es hagelt dann Vorwürfe oder Kritik. nach fast jedem Kommentar kam von ihnen ein Kritikpunkt oder ein Vorwurf. in ihren Augen bin ich eine ganz schlechte Person und dies geben sie durch Vorwürfe und Kritik zu spüren was für eine schlechte Person ich bin. nun haben sie denn selber mal vor ihrer Haustüre gefegt und mal auf ihre Fehler geachtet oder daran gearbeitet bevor sie über i.einen geurteilt haben? keiner ist perfekt und klar hat jeder seine Fehler, nur all meine Kommentare als schlecht an zu sehen um mich dann nicht Kritikfähig zu nennen geht zu weit.

Kommentar von jackyich ,

Danke Ostsee1982 besser hätte ich es nicht ausdrücken können

Antwort
von Goodnight, 3

Ihr überfordert das Kind masslos. Eine Therapie ist bei den Eltern angesagt, nicht beim Kind.

Dann beruhigt sich auch das Kind.

Kinder zeigen mit ihrem Verhalten Familienprobleme auf.

Dass euer Kind bei anderen völlig problemlos ist, unterstreicht die These.

Antwort
von Dahika, 19
Antwort
von RobDuggy104, 88

Das liegt ganz eindeutig an der Konzentration des jungen ! Ist nichts seltenes. Du musst etwas mit ihm unternehmen/machen was ihn quasi dazu zwingt sich zu konzentrieren um an sein Ziel zu kommen. Erschweren ihm manche Sachen damit er selbst drüber nachdenken kann wie es geht. Das fördert die Konzentration auf viele Wege. Und ich bitte dich, unternimm bzw. Kümmere dich lieber so früh wie möglich darum wenn er schon so jung ist sonst wir er es in der Schule schwer haben. Lass es nicht zur Gewohnheit werden.

Kommentar von jackyich ,

der Kinderarzt konnte keine Konzentrationsschwäche erkennen, da er viele Dinge machen musste wo man geduldig sein muss und auch nachdenken sollte. zb beim auffädeln von perlen der Größe nach, eine Schlangenlinien nach malen, ein Bild an schauen wo mehrere Dinge zu sehen sind und diese später wiederholen wo mein Sohn sich Brücken im Kopf gemacht hat zb da ist ein Spielplatz mit einem großen Baum wo ein mann saß und die Vögel über ihm flogen mit den Wolken und der sonne. da durch dass er sich eine Geschichte zu diesem Bild ausgedacht hat, konnte er sehr gut wiederholen was auf dem Bild zu sehen war.

Kommentar von BiggerMama ,

Er scheint ein munteres Kerlchen zu sein. Wenn ihm die Dinge Spaß gemacht haben, ist der Rückschluss auf die Konzentrationsfähigkeit nicht so eindeutig.

Kommentar von RobDuggy104 ,

Hmm... Also wenn das so ist würde dann eher vermuten das es dann doch eine Phase ist. Fördere ihn im Alltag einfach weiter und warte ab da man bei Phasen nie so richtig sagen kann wie lange sie dauern oder wie intensiv sie sind. Er ist ja noch recht jung das wird sich sicherlich im laufe der Näheren Zeit ins bessere entwickeln. Trotzdem hoffe ich das ich helfen konnte :) Und viel Glück mit dem kleinen.

Kommentar von kiniro ,

Weil es mal in der Schule schwer werden könnte, muss also das bisschen Restkindheit des Jungen mit zwanghaften Konzentrationsdingen verbracht werden.

Selbst wenn - dann gibt es noch unzählige andere Möglichkeiten, die einen Schulbesuch schwer machen.

Antwort
von Annakonda31, 46

Sie sollten ihn nicht bestrafen, wenn er was falsch macht, sondern ihn belohnen, wenn er was richtig macht z.B. Mit Süßigkeiten und wenn Sie ihm was geben, sagen Sie klar dazu, wofür er es bekommt etwa: "Du bekommst jetzt eine Tüte Gummibärchen, weil du dich gestern so gut benommen hast, als Besuch da war". Viel Erfolg 

Kommentar von DieKatzeMitHut ,

Immer dieses "Belohnen mit Süßigkeiten" - furchtbar. Das ist doch kein Hund, dem man Kunststückchen beibringt.

Und dann auch noch eine Tüte Gummibärchen? Für einen Vierjährigen?

Kommentar von Annakonda31 ,

Hallo das war ein Beispiel 

Kommentar von kiniro ,

Belohnen ist genau so ätzend wie bestrafen.

Das Kind sollte sich sozial verhalten können, weil es seiner eigenen Motivation entspringt und nicht, weil vielleicht eine Tüte Gummibärchen auf es wartet.

Antwort
von Ille1811, 35

Hallo!

Ich denke da an eine Weisheitsgeschichte, die ich vor Jahren las und leider eben nicht finde.

Da ging es auch um einen Sohn, für den die Eltern alles taten, der ihnen aber mehr und mehr aus dem Ruder lief. Sie brachten ihn zu einem weisen Mann, der den Sohn zurechtbringen sollte. Der Weise ließ sich darauf ein und als die Eltern weg waren, nahm er den Jungen auf seinen Schoß und schenkte ihm einfach nur bedingungslose Liebe. Damit hat er ihn 'zurechtgebracht', wie das in der Geschichte ausgedrückt wurde.

Ich lese so vieles, was du, liebe jackyich, mit deinem Sohn machst, habe aber kein Wort gesehen, an dem ich erkennen kann, dass dein Sohn - egal was er tut - sich deiner bedingungslosen Liebe sicher sein kann.

Kinder wissen nicht, dass ihre Eltern sie allzeit lieben. Sie müssen es gezeigt bekommen.

Antwort
von yatoliefergott, 64

Schon mal was von der Frühförderung/Lebenshilfe gehört?

Kommentar von jackyich ,

nein?

Kommentar von yatoliefergott ,

dann Google mal, die sind für solche Fälle da :D

Antwort
von Trachom, 107

Viel wichtiger ist es, das Kind zu belohnen, statt es zu bestrafen. Z.B. "Wenn du dein Zimmer aufräumst, bekommst du Süßigkeiten!" o.Ä. Meine Eltern haben mich noch nie bestraft, für mich gehört es einfach dazu, auf die Eltern zu hören. Und wenn ich es einmal nicht gemacht habe, tat es mir Leid und ich versuche dann es wieder gut zu machen. So wurde ich erzogen :-)

Kommentar von DieKatzeMitHut ,

"Wenn du dein Zimmer aufräumst, bekommst du Süßigkeiten"? Ohje, das wär ja das letzte was ich mit meinem Kind machen würde...

Kommentar von Trachom ,

Das war ja nur ein Beispiel.. so freut sich aber das Kind auf die Belohnung und macht es wahrscheinlich auch.

Kommentar von jackyich ,

er bekommt nur noch ganz selten süßes, bin froh dass Oma es schon verstanden hat, dass er sich erst zu benehmen hat. klar wird er auch belohnt und ich motiviere ihn auch wenn er was alleine schafft oder was gutes getan hat. ich versuche ihm jetzt mit seiner eigenen Pflanze die Verantwortung bei zu bringen. er muss sich selbst um seine kleine Pflanze kümmern

Kommentar von Trachom ,

Möchte er sich denn auch um eine Pflanze kümmern?

Kommentar von Mignon4 ,

Ich denke, mit der Verantwortung ist er auch überfordert. Er ist erst 4 Jahre alt. Warum darf er nicht einfach unbeschwert Kind sein ohne Verantwortung.

Kommentar von Trachom ,

Eben, bin der selben Meinung. Wenn ich alleine schon lese "Staubsaugen" oder "waschen".. er ist 4 jahre alt und sollte Kindheit mit Freunden etc nutzen! Er ist grade dabei, die Grenzen zu testen. 

Kommentar von LiselotteHerz ,

Mit 4 Jahren ist ein Kind überfordert, die Verantwortung für das regelmäßige Gießen einer Pflanze zu übernehmen. Damit setzt ihr ihn nur unter Druck, keine gute Idee.

Kommentar von kiniro ,

Bei all diesem "er soll dieses und jenes machen und Verantwortung dafür übernehmen" frage ich mich:

"Wurde mit dir in deiner Kindheit genauso umgegangen?"

Kommentar von jackyich ,

er hat sich selber die Pflanze ausgesucht beim einkaufen, es ist immer noch besser als ein kleines Tier.

Kommentar von jackyich ,

Mignon4, ich erzwinge ihm garnichts, ich fördere nur dies was gut für ihn ist. wenn er meint staubsaugen zu müssen, lasse ich ihn, wenn er meint seine eigene Pflanze zu haben um sich darum zu kümmern fördere ich dies. ich erzwinge ihn nichts, es kommt von ihm und wenn er nunmal sieht wie ich die Pflanzen gieße und mich darum kümmere, möchte er i.wann dann auch seine eigene Pflanze haben

Kommentar von jackyich ,

noch einmal, ich erzwinge meinem Sohn nichts, es kommt von ihm selber, was ich dann nur fördere

Kommentar von Trachom ,

Ist evtl. auch nicht die Beste Idee, als Kind möchte man jeden tag was neues haben. So lernt man nicht Bescheidenheit.

Kommentar von DieKatzeMitHut ,

Erst heißt es: Was er soll sich um eine Pflanze kümmern? WILL er das überhaupt?
Dann heißt es: Naja, nur weil er etwas will, sollte er es nicht bekommen, so lernt er nicht bescheiden zu sein!

Mal ganz ehrlich - die Fragestellerin kann für dich nur alles falsch machen, oder? ;)

Kommentar von jackyich ,

nur weil ich ihm eine Pflanze geholt habe, heißt es noch lange nicht dass ich ihm jeden tag was neues hole. den nächsten Kommentar Schluck ich jetzt mal runter

Kommentar von jackyich ,

DieKatzeMitHut, ich denke mal dass ich alles falsch mache, laut Trachom. bei Trachom scheint ja alles perfekt zu sein und er/sie macht nie Fehler

Kommentar von jackyich ,

wenn er meint sich nicht um die Pflanze zu kümmern, dann ist es so, ich erzwinge ihm nicht sich darum zu kümmern und setzte ihn auch nicht unter Druck. ich versuche lediglich die Verantwortung zu fördern und bis jetzt kümmert er sich ganz alleine um die Pflanze ohne dass ich ein einziges Mal ihm was gesagt habe. ich frage ihn wie es seiner Pflanze geht und er zeigt mir diese ganz stolz. er wollte vorher eine Maus haben, hätte ich ihm diese Leiber holen sollen oder doch eher die Pflanze wo er ganz langsam lernt was Verantwortung bedeutet, denn nicht alles was man einem Kind erklärt, wird auch direkt verstanden, denn durch eigene Erfahrungen sammeln und selber ausprobieren, lernen die Kinder zu verstehen, wieso zb sich ein Rad dreht, wieso eine flamme heiß ist, wieso einmal warmes und kaltes Wasser gibt...... ich erzwinge meinem Sohn nicht das was er will. ich lasse ihn selbst nachdenken und ausprobieren. er hat seine eigene Phantasie und erzählt diese auch. ich lasse ihn auch seine eigene Phantasie leben und weise ihm nur den richtigen weg, wo er selbst entscheiden kann, ob er ihn auch diesen geht. ich fördere aber nicht sein schlechtes verhalten, zb er schmeißt sein gefüllten Teller mit Absicht auf dem boden, da gehe ich hin und frage ihn wieso er es getan hat. ich geh nicht hin und kaufe ihn für dieses Verhalten noch ein neues Spielzeug..... nein, ich lasse es von ihm erklären, zb er sagt dass er dieses essen nicht mag und ich erkläre ihm dass er dies aber nicht auf den Boden zu schmeißen hat. dann bitte ihn ihn die Sauerei weg zu machen, helfe ihm dabei und wenn er sich weigert, setzte ich ihn auf einen Stuhl......

Antwort
von mohrmatthias, 76

wie ist das verhalten im kindergarten ? (neuer kindergarten,neue kinder),gibt es geschwisterkinder ?

Kommentar von jackyich ,

im Kindergarten verhält er sich genauso, teilweise sogar schlimmer, neue Kinder sind noch nicht dazu gekommen und Geschwister hat er nicht

Kommentar von mohrmatthias ,

gibt oder gab es  veränderungen in der familie?(umzug,neue arbeit,steit ,weniger zeit,neue freunde usw.)

Kommentar von jackyich ,

nein, alles beim alten

Kommentar von mohrmatthias ,

ist das verhalten bei beiden elternteilen gleich?wer bestraft mehr von euch beiden ?

Kommentar von jackyich ,

da sein Vater abends Zuhause ist, bin ich diejenige die in der Woche mehr logischerweise die bestraft. aber ansonsten ziehen wir beide Eltern an einem Strang und lassen uns gegenseitig nicht ausspielen.

Kommentar von mohrmatthias ,

ich hätte darauf getippt das er seine grenzen euch gegenüber  und den direkten ansprechpartnern (oma ,opa ,hortnerin) austestet.nur hält diese phase aber auch schon sehr lange an.ich würde auf jedenfall versuchen nicht mit so vielen verschiedenen strafen zu arbeiten

Kommentar von kiniro ,

Zwei große Erwachsene gegen einen kleinen Vierjährigen = ungerecht hoch 10.

Kommentar von kiniro ,

Wie passt dann diese Frage:

https://www.gutefrage.net/frage/bekomme-ich-ein-zuschuss-fuer-ein-auto-vom-jobce...

(...)Ich bin alleinerziehende Mama(...)

wenn der Vater abends zuhause ist?

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