Frage von Kittylein123, 46

Was kann ich gegen meine Angst noch tun?

Nächsten Sonntag möchte ich nach langer Zeit wieder einen Gottesdienst von einem Freund von mir besuchen. 10 Monate war ich nicht dort, aber der Pfarrer und ich haben schon länger wieder Kontakt. Er begleitet mich durch eine schwere Zeit. Ein Jahr lang habe ich mich dort zuhause gefühlt. Dann sind ein paar Sachen passiert, die ich noch nicht verarbeitet habe. Dazu brauche ich eine Traumatherapeutin, die ich schon seit Monaten suche. Eben habe ich dem Pfarrer gemailt, daß mir seine Kirche und seine Gottesdienste fehlen. Als ich das letzte Mal da war sah er mich traurig an, weil ich früher ging. Ich merke heute schon den ganzen Tag, das ich kämpfen will. Aber ich habe Angst, daß ich es nicht schaffe. Letzte Woche war ich mal auf dem Kirchengelände, während viele Leute da waren. Schon vorher bekam ich eine Panikattacke. Ich war für foodsharing da. Zog es konsequent durch, aber es ging mir nicht gut dabei. Immer wieder sagen mir Leute aus der Gemeinde, warum ich nicht mehr komme. Zwei Frauen haben mir viel angetan. Sie wollten mich im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Weg räumen. Eine habe ich nie wieder gesehen, die andere hat Schuldgefühle. Hat sich aber nie bei mir entschuldigt. Begnungen mit ihr sind Stress für mich. Eine Reha wurde nicht genehmigt, ich wollte in einer anderen Stadt mit Abstand alles verarbeiten. Therapeuten, die nicht auf Trauma geschult sind werden damit nicht fertig. Ich werde dafür beten, daß ich es schaffe. Und Gott mir hilft. Aber was kann ich noch tun? Mal gucken, wie der Pfarrer reagiert auf meine email. Wir schreiben oft. Ich habe einfach immer noch Angst. Zeit heilt wohl doch nicht alle Wunden.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von wewog, 16

Jeder Mensch hat Angst - vor irgendwas. Kein Mensch ist angstfrei.

Nur gehen manche Menschen mit Angst anders um. Manche betrachten Angst als Herausforderung. Denk mal an einen Fallschirmspringer. Glaub mir: vor dem ersten Sprung hat Jeder die Hosen voll.

Man sollte sich von seiner Angst aber nicht lähmen lassen, dann nämlich gewinnt die Angst und man muss ein Leben mit vielen Einschränkungen führen. Wenn man Angst als Bestandteil des Lebens akzeptiert und versucht, sich ihr aktiv zu stellen, geht man den ersten Schritt, die Angst auch zu überwinden.

Manche sagen "ich bin so aufgeregt" - andere sagen "ich finde das aufregend". Beide beschreiben aber dieselbe Situation.

Versuch es doch Schritt für Schritt. Den ersten Schritt hast Du nämlich schon getan: Du bist auf das Kirchengelände gegangen. Du kannst das wieder tun. Und nochmal. Und dann kannst Du auch in die Kirche gehen.
Stell Dein Licht nicht unter den Scheffel - da sieht es nämlich keiner.

Antwort
von seguiendo, 10

Könntest du nicht in eine andere Gemeinde gehen?

Kommentar von Kittylein123 ,

War ich schon. War eher wie eine Notlösung. Außerdem fällt es immer auf, wenn man in eine Gemeinde geht, wo man nicht wohnt. Dann kommen Fragen.

Antwort
von MFOK14, 2

Es wäre super, wenn du wieder in die Kirche gehst aber wenn es dir in dieser Kirche schlecht geht besuche eine Andere.

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