Frage von ravenlee, 306

Was kann ich gegen extremes Ziehen an der Leine machen?

Hey Community, ich habe folgendes Problem. Mein Hund (9 monate alt und fast 38kg schwer) zieht immer noch PERMANENT an der Leine. Ich stelle diese Frage hier jetzt aber nicht, um den standart Tipp zu bekommen: Bleib stehen, richtungs wechsel etc. Seit ich ihn habe wird das, an der Leine gehen, ständig geübt und mit lob und leckerlies belohnt. Stehen bleiben und warten bis er ruhig ist nützt nichts, da er, sobald es weiter geht sofort wieder zieht und ich verstehe nicht mal, was dabei sein Ziel ist. Er zieht teilweise so stark, dass er selbst keine Luft mehr bekommt und ich Armkrämpfe bekomme. Selbst wenn er 2 Stunden gespielt hat, läuft er nicht einfach mal gelassen an der Leine, sie ist stets gespannt. Wenn wir die richtung wechseln, zieht er halt einfach direkt weiter. Ich hatte schon 3 Hundetrainer, die erste beharrte auf stehen bleiben was ich echt lange und konsequent durchgezogen habe, ohne erfolg. Die anderen beiden hatten ihn auch schon an der Leine (nachdem er ausgelastet war) und rieten nur noch zum Würger und sogar zum Stachelhalsband.. Würger hatte (hat) er, nützt rein gar nichts, selbst wenn man ihn weiter oben anbring. Wir hatten schon diverse erziehungs geschirre, er spürt das anscheint nicht einmal. Er hatte auch so eine Maulschlaufe (?) wo man eine zweite Leine unten anbringt. Es nervt ihn aber bringen tut es auch nichts. Es ist nicht so, dass ich keine Hundeerfahrung habe. Ich habe noch einen weiteren eigenen und in der Familie haben alle einen. Bin also auch mit hunden aufgewachsen und habe sowas noch nie erlebt. Das Raus gehen macht absolut keinen Spaß mehr und ich muss ehrlich zu geben, es bringt mich an meine Grenzen. Mir wurde dann auch noch zu einem Pet Corrector geraten, ich weiß aber nicht, wie effektiv die wirklich fürs an der leine ziehen sind.
Ich hoffe wirklich sehr auf hilfreiche Tipps, da ich mir wünschen würde, endlich mal gelassen mit meinem Hund rausgehen zu können. (ich bringe ihn oft auch ohne den alten raus) ganz liebe grüße

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von SalvaBustamante, 119

Wow also erstmal, ich habe fast das Bedürfnis mich im Namen aller zu entschuldigen, bekomme bei den Antworten ja das K*tzen und weiss auch, dass man hier teilweise keine Fragen stellen möchte, weil die Leute gleich auf einen losgehen und man als inkompetent für die Hundehaltung abgestempelt wird. Mach dir da mal nichts draus :) also ich habe einen dobermannrüden der fast so alt ist wie deiner jetzt, (8monate) und die haben ja ordentlich Pfeffer unterm a*sch und ich kenne das auch, dass er noch sehr viel Power übrig hat, auch wenn er stunden lang gespielt hat. Ich würde dich jetzt nicht ungeduldig nennen aber du hast ja wirklich viel ausprobiert, ich würde mir jetzt eine einzige Methode suchen und die erst mal Komsequent durchziehen. :) ich verstehe auch völlig, wie nervig das sein kann und wie weh das tut wenn so ein schweres tier anfängt rumzuziehen. Stachelhalsbänder und co kenne ich von einer bekannten trainerin auch, aber ich denke es geht auch ohne sowas. Wie bekannt unterscheiden sich die Meinungen über Hundeerziehung etc EXTREM, ich persönlich lasse mir da auch nichts sagen, nehme gut gemeinten und nicht herabwertenden Rat aber gerne an :)  ich denke auch, dass du absofort vielleicht wirklich bei jedem ziehen stehen bleiben solltest. Irgendwann hat das tier da keine lust mehr drauf. Mit dem Luftdruck corrector kenne ich mich auch aus, habe den aber nie fürs ziehen benutzt sondern nur fürs rammeln und anspringen, da das sehr extrem war und mein hund nicht gerade klein ist :D stehe dir für weitere fragen gerne zur verfügung. Bloss nicht unsicher machen lassen, stark bleiben :) das wird schon. Lg

Expertenantwort
von Einafets2808, Community-Experte für Hund, 152

Sorry aber die Schuld liegt nicht beim Hund sondern bei dir.

Da du endlos genervt bist und du sagst selber ich zitiere:

***Das Raus gehen macht absolut keinen Spaß mehr und ich muss ehrlich zu geben, es bringt mich an meine Grenzen***

genau das spürt dein Hund, durch diese drei Hundetrainer, die dir entliehe Methoden geraten haben, bist du nicht konsequent genug.

Mal dies mal das. Würger, Stormhalsbänder, Halti oder sonst was gehören einfach nicht dazu.

Dein Hund spürt das du gestresst bist, und welcher Hund möchte gerne neben einem gestressten Halter laufen? Vermutlich erzeugst du noch Gegendruck und das macht es dem Hund noch schwerer und er möchte nur noch mehr von dir weg.

Auch kannst du nicht andere Hunde mit deinem jetzigen Hund vergleichen. Wie sieht es denn mit der Kommunikation zwischen dir und deinem Hund aus? Richtet er sich nach dir? Nein vermutlich nicht ...sucht er Blick Kontakt? Beobachtet er dich beim spazieren gehen, welche Richtung du gehst? Der Hund muss gerne neben dir laufen.

Daran würde ich zu erst dran arbeiten, Bindungsübungen wie "schau" . Clickerst du ? Falls ja kannst du Blickkontakt prima Sekunden genau klickern.

Hier ein gutes Video:

Oder noch eins wie du das prima aufbauen kannst:

Muss kein Spielzeug sein, ich habe das Leckerlies trainiert.

Zur Leinenführigkeit:

Ich habe mit meinem um die 4-6 Wochen konseqent das stehen bleiben
bei spannung, und durch zurück locken und durch plötzlichen
richtungswechsel die Grundlagen der Leinenführigkeit trainiert. Dann hat
er erstmal verstanden "ahh ok wenn ich ziehe gehts eh nicht weiter" .
Das klappte aber nicht in Situationen wo die Ablenkung zu groß war z.B.
rennende Kinder, Kinder mit Bällen, spielende Hunde, andere Reize. Da
muss man das eben konseqent weiter trainieren.

Ich habe das von Anfang an differenziert. Mein hund läuft meistens mit Geschirr und Halsband rum.So konnte ich die Leinenführigkeit in kurzen Trainingseinheiten üben.Angefangen mit ein paar Sekunden und dann minütlich steigern.

Beispiel: befestige ich den Karabiner am Halsband, durfte mein Hund weder schnuppern, makieren noch sonst was, da wird brav neben mir gelaufen ohne wenn und aber. hat er mich überholt oder gezogen bin ich stehen geblieben oder habe einen plötzlichen richtungswechsel gemacht, sowie er  sich wieder nach mir orientiert hatte und lief auf gleicher Höhe wurde er gelobt und es ging weiter, ganz ohne Leckerlies.
Befestige ich den Karabiner aber am Geschirr, durfte er Schnuppern, mich überholen, pinkeln,und  ich habe auf ihn gewartet wärend er seine Schnupperstelle untersucht hat, alles ganz entspannt. wichtig auch am geschirr ziehen führt nicht zum erfolg. ist die leine dort auf spannung das gleiche, stehen bleiben warten bis der hund sich korrigiert. am anfang kann man das noch prima mit zu dir locken machen. lockert sich die Leine gehts weiter. irgendwann machts KLICK und der Hund korriert sich selber.
und so kann man prima wärend eines spaziergangs die Leinenführigkeit oder das "vernüpftige laufen an der Leine" für den Hund differenzieren.
das allerwichtigste ist aber dein Hund sollte sich vorher gelöst haben, es bringt nichts , wenn dein Hund kacken muss und du übst jetzt 5min das vernüpftige laufen. das frustiert ja.
Ich würde dir raten besorge dir ein gut sitzendes gepolstertes Führgeschirr (Marke die ich empfehlen kann: Anny.x oder AniOne)keine billig nylon geschirre ohne polsterungen, die sitzen blöd, verschieben sich oder sonst was. am besten sind gummierte Schleppleinen

oder am besten noch eine aus Biothane material ca. 10-15 m lang (kannst
auch selber basteln, anleitung auf youtube oder in facebookgruppen,
wesentlich billiger) dann wird schleppleinen training gemacht, da befestigst du den Karabiner am Geschirr und solltest du wechseln nimmst du deine Führleine und klickst sie am Halsband an. schlepp kann derweile auf den Boden schleifen. gibst du den Hund frei, öffne den karabiner
der führleine die am halsband ist und nimm die schleppleine wieder auf.bis sowas klappt kann es viele monate dauern. durch die schleppleine lernt oder sollte dein Hund lernen, sich nach dir zu richten und in
einer für ihn natürlichen distanz zu laufen um seinen Halter herum. auch
würde ich keine Leckerlies was die Leinenführigkeit am halsband betrifft her nehmen. das geht prima ohne.




Viel spaß beim üben.


Kommentar von BS3BM ,

Sehr gute Tipps! Man sollte auch berücksichtigen, dass der Hund erst 9 Monate ist, je nach Rasse wohl auch in der Pubertät steckt. Da heißt es schon konsequent zu sein und viel Geduld an den Tag legen.

Der Hundebesitzer scheint, trotz seiner Angaben, nicht viel Ahnung zu haben und an keine guten "Hundetrainer" gelangt zu sein (Würger, Stachelhalsband, Halti etc.).

Kommentar von Einafets2808 ,

Ich weiß das der Hund 9 Monate alt ist. Da scheint mächtig was schief gelaufen zu sein, wenn er zieht wie ein Ochse.

Antwort
von Nordlicht82, 37

Moin, bin zwar absolut kein Experte und hab selbst noch viel zu lernen, möchte dir aber dennoch meine Erfahrungen mitteilen:

Durch die ganzen Besserwisser und Wichtigtuer, welche mir beim Spaziergang mit unserem Kurzen begegneten, war ich total verunsichert. Mein Hund spürte die Unsicherheit und legte sich voll in die Leine, um mich zu führen. Kann ich ihm nicht verübeln, dass ist normales, hündisches Verhalten.

Dann kontaktierte ich unseren Hundetrainer, welcher mir sagte, dass ich alles richtig mache und unser Wirbelwind sich seinen Genen (Jagthund) und seinem Alter (Pubertät) entsprechend verhält. Nach dem Gespräch gewann ich total viel Sicherheit, welche auch mein Hund spürte. Es hat sich seit dem Gespräch total positiv verändert :)

Ich wünsche dir ganz viel Kraft.

Nordlicht

Expertenantwort
von Berni74, Community-Experte für Hund, 96

Vergiss Stachelhalsband, Würger, Halti, Bei-Fuß-Geh-Trainer und wie sie alle heißen.

Es ist hier schon mehrfach gekommen. Das einzige, was Dich wirklich weiterbringen wird, ist KONSEQUENTES Stehenbleiben oder Richtung wechseln. Mit Konsequent meine ich, daß Du das echt IMMER machen mußt, sobald die Leine straff wird. Das nervt total, Spaziergänge werden zum puren Stress (sind sie aber ja eh schon ^^), und das mußt Du über mehrere Monate durchziehen. DU mußt die stärkeren Nerven haben und nicht die Geduld verlieren!

Wie verhält sich Dein Hund denn im Freilauf? Ist er abrufbar?

Ein weiterer, sehr wichtiger Punkt wurde hier auch schon angesprochen - die Aufmerksamkeit.

Das erste, was meine Hunde schon im Welpenalter lernen, ist Blickkontakt zu suchen, wenn sie etwas von mir wollen.

Beispiel:

Füttern - sie sitzen vor ihrem Napf und schauen mich an. Erst auf "OK" darf gefressen werden.

Rausgehen - sie sitzen an der geöffneten Haustür. Erst auf "OK" wird gesittet rausgegangen

Freilauf - wenn ich die Leine abgemacht habe, sitzen die Hunde neben mir und schauen mich an. Erst auf "OK" darf losgeflitzt und/oder mit anderen Hunden getobt werden

Spielzeug suchen - wenn ich den Ball werfe, sitzen, liegen oder stehen meine Hunde neben mir und schauen mich an. Erst auf "OK" oder ein "Such" wird losgeflitzt, um das Spielzeug zu suchen.

Auch das sind Sachen, die man konsequent (also immer gleich) machen sollte. Du wirst sehen, das stärkt die Bindung, und Dein Hund wird dadurch generell aufmerksamer und "ansprechbarer".

Kommentar von 1Paradise1 ,

Das baut nur noch mehr Stress und Frustation auf beiden Seiten aus.

Kommentar von Berni74 ,

Was baut Deiner Meinung nach Stress und Frustration auf? Konsequenz? Aufmerksamkeit? Wenn das bei Dir Stress und Frustration aufbaut, dann machste irgendwas falsch ;-)

Kommentar von ravenlee ,

Ja also im freilauf ist er abrufbar, auch wenn er gerade spielt. Gefressen wird auch nur auf kommando und er behält mich im greilauf permanent im blick und rennt auch sofort zurück, wenn ich zu weit weg von ihm bin.. Es ist keine nervosität ich bin ja mit sehr viel motivation an die ganze sache ran gegangen aber es bringt mich mittlerweile an meine grenzen. Ich werde dann wohl trotzdem mal durchatmen und weiter machen :)

Kommentar von Berni74 ,

Dann würde ich versuchen, die Aufmerksamkeit (über Motivation) auch auf das Gehen an der Leine zu übertragen.

Und um nicht unnütz Nerven zu lassen (auf beiden Seiten), würde ich Spaziergänge mit ihm möglichst vermeiden, sondern an der Leine ausschließlich trainieren. Zum Gassigehen würde ich irgendwo aufs Feld fahren, wo ich ihn ohne Leine laufen lassen kann.

Ansonsten sind hier ja schon viele sehr gute Tipps gekommen. Nur in Ablenkungsarmer Umgebung trainieren, wenn möglich, im Haus damit beginnen. Auch, wie von Isildur schon geschrieben, Halsband, Geschirr oder ein anderes Signal (Halstuch) einzuführen, macht in meinen Augen echt Sinn.

Von Zwangmitteln würde ich auf jeden Fall Abstand nehmen. So, wie Du Deinen Hund im Freilauf beschreibst, scheint er Dir ja schon zu vertrauen und auch eine Bindung zu Dir zu haben. Mach Dir das durch solchen Mist nicht kaputt.

Du schreibst, gefressen wird auf Kommando... schaut er Dich dabei an, oder stiert er in die Schüssel und wartet nur, bis er das Kommando hört?

Was für eine Rasse ist es eigentlich?

Kommentar von Berni74 ,

Kennt er das Kommando "Fuß"? Also, das "richtige", wie man es im Hundesport verwendet. Da läuft der Hund links neben Dir auf Kniehöhe und schaut Dich dabei an.

Wenn er es kennt - funktioniert das an der Leine, oder ist die Leine da auch straff?

Kommentar von ravenlee ,

Danke erstmal und um die frage zu beantworten, er sieht mich fie ganze zeit an, sobald ich den napf auf den boden lege. Den ersten monat habe ich teilweise nur aus der hand gefüttert :) fuss laufen, so richtig macht er auch nicht

Antwort
von Hamburger02, 64

Also von Stachelhalsbändern und ähnlichem Gedöns halt ich persönlich ja gar nichts.

Das mit dem Stehenbleiben ist ja schon oft erwähnt worden.

Da gäbe es noch eine weitere Methode, nämlich dem Hund beizubringen, dass er überhaupt nicht vor dir laufen darf und das Rudel somit anführt. Dass er maximal bis auf gleiche Höhe kommen darf, aber nicht überholen darf, kann man ihm z.B. dadurch beibringen, dass man ihn an der kurzen Leine führt und ihm immer dann, wenn er zu weit nach vorne kommt, etwas vor die Nase hält, das ihn am weiterrücken hindert, z.B. einen Tennissschläger oder ähnliches. Wenn er gelernt hat, dass er nicht vorgehen darf, hört auch das Ziehen auf.

Antwort
von MiraAnui, 92

Sorry der Hund ist 9 Monate und du hast alles schon ausprobiert? Denkst du rin Hund lernt sowas in einer Woche? Das dauert durchaus Monate 

Such dir eine Methode aus und bleib dabei.

Das problem am Leinenführigkeitstraining ist es immer 100% konsequent durch zuziehen. Er darf kein Schritt ziehen.

Stehn bleiben funktioniert super. Nur musst du es jedesmal machen wenn er zieht auch wenn du für 10m 1 Stunde lang brauchst.

Dazu solltest du vom Halsband weg auf ein Geschirr wechseln.  Am Halsband hat er das ziehen schon verinnerlicht.

Ich hab meinem Rüden Kommandos über das neben mir laufen gelegt: slow und zieh (falls ich keine Zeit odee Lust habe).

Dann ging es los: Murphy zieht ich bleib stehn, sage mein Korrektur woer: Falsch und gehe rückwärts bis der Hund Augenkontakt zu mir aufnimmt. Er wird belohnt und wir laufen mir Slow weiter. Zwischendrin immer loben wenn er richtig läuft.

Zieht er, falsch, rückwärts bis er mich ansieht und weiter.

Ich hab für 100m meist ne halbe Stunde gebrucht. Die Leute haben dumm geschaut, weil ich ständig rückwärts lief.

Aber es funktioniert. Er darf aber kein Stück ziehen, du muss sofort reagieren. Zieht er weil du abgelenkt bist, hast du es vergeigt und fängst von vorne an.

Vorallen dauert es bis es funktioniert und du kannst nicht erwarten, dass er innerhalb einer Woche perfekt läuft.

Expertenantwort
von Isildur, Community-Experte für Hund, 94

Hallo,

du hast in den 7 Monaten die du das Problem hats schon aller Hand durch. Drei hundetrainer, mehrere Methoden, manche Sachen brauchen einfach Zeit!

Wenn das Problem wirklich so extrem ist, würde ich deinem Hund ein Halsband/Geschirr/Halstuch besorgen, dass er klar von den anderen unterscheiden kann. Daran hängst du nicht die Leine, es wird für deinen Hund nur das Merkmal "jetzt wird nicht gezogen", und dann würde ich in absolut ablenkungsfreier Umgebung anfangen mit dem Hund zu üben.

Hund neben dir absitzen lassen, einen Schritt gehen --> springt der Hund in die Leine, wieder neben dein Bein setzten, macht er es nich Belohnung. Das übt ihr solange im Gebäude, bis er ein gute Stück neben dtir läuft ohne zu ziehen, dann verlegst du die selbe Übung nach draußen. Und startest von vorne. Wenn der Hund sein "Merkmal" trägt, kommt er mit ziehen keinen einzigen Zentimeter weiter!

Andere Möglicgkeit, bring deinem Hund bi, hinter dir zu laufen

Antwort
von torfmauke, 65

Je weniger man sich mit, oder je weniger man seine(n) Hund(e) beschäftigt, je weniger man mit ihnen spielt und ihnen Aufmerksamkeit schenkt, je weniger Sicherheit und Schutz man ihnen gewährt, desto aggressiver, unsicherer und gefährlicher werden sie! Auch Hektik, Geschrei, negativer Zuspruch oder gar Bestrafung führen meist ins Gegenteil von dem, was man von einem gut erzogenen Hund erwartet.

Neben einer vernünftigen Sozialisierung in Welpentagen und einer sanften Heranführung an die Herausforderungen im Alltag, muss man die angeborene Funktion seines Hundes im Rudel erkennen und ihm die Aufgabe geben, die ihn fordert und fördert und selber muss man die Aufgaben übernehmen, die der Rudelführer oder sein persönlicher Schützer im Rudel hätte.

Die Sprache sollte man dabei so gering wie möglich halten und nur klare, kurze und immer gleiche Worte für die Führung des Hundes verwenden, wobei auch der Klang dieser Worte möglichst ihrem Sinn entsprechen. Sanft und liebevoll für die positive aber dominant und scharflautig für die negative Ansprache! Ansonsten ist es besser, Körpersprache einzusetzen, weil das die natürliche Sprache des Hundes ist.

Natürlich sind wir nicht in der Lage, das komplette Spektrum auszuführen, uns fehlt halt der Schwanz, der ein wichtiges Instrument unter Hunden darstellt, aber der Hund hat in den 30.000 Jahren seiner Anbindung an uns durchaus gelernt, unsere Körpersprache zu lesen! Er erkennt ebenso leicht Unsicherheit und Angst an unserer Körpersprache, wie Dominanz und Führungsqualitäten.

Aus diesem Grund wird es auch immer wieder Probleme in der Führung von Hunden geben. Sie geben beim Zusammentreffen mit anderen Hunden oder in sonstigen gefährlichen Situationen z.B. ein Kommando, das der Hund ausführen soll, aber er liest in ihrer Körpersprache Unsicherheit oder gar Angst und reagiert natürlich völlig falsch.

Wenn man aber mit seinem Körper signalisieren kann: sieh, ich stelle mich vor Dich und deute Dir mit der Hand, hinter mir zu bleiben, weil ich der Situation gewachsen bin, sowie mich kümmere und zeigen dabei auch Stärke und schlottern nicht vor Angst, wird sich der Hund auch ganz anders verhalten. Es kann eventuell etwas der Übung bedürfen, klappt aber über kurz oder lang besser, als alle anderen Maßnahmen.

So bekommt man auf Dauer auch das Ziehen weg!

Antwort
von NickiAT, 75

Hier sind wirklich einige tolle Tipps dabei. Wir hatten es bei unserem auch, er hat dann neues Geschirr und neue Leine fürs Üben bekommen und wir haben im Hof, wo keine Ablenkung ist, angefangen.

Auch wir waren super genervt, haben uns daher vor dem Training erst in gute Stimmung gebracht, so dass sich die miese Laune nicht auf den Hund überträgt.

Und dann ist es wirklich ein "Schritt für Schritt" im wahrsten Sinne des Wortes. Wir haben z. B. wirklich mit zwei Schritten angefangen. Klappte das mehrmals hintereinander ohne Ziehen, kamen 1-2 Schritte dazu usw.

Das kostet sehr viel Zeit, lohnt sich aber wirklich. Wichtig ist allerdings auch, das Training abzubrechen, wenn man merkt, der Hund ist unkonzentriert oder schlecht drauf. Dann wird es eh nichts. Zwischendurch haben wir dann zur Auflockerung immer ausgiebig gespielt und jeden Fortschritt natürlich belohnt.

Antwort
von catweasel66, 89

38 kg mit allrad ziehen gewaltig...

ich kann dir leider keinen brauchbaren rat geben warte aber auf brauchbare antworten weil unser bello auch zerrt wie der teufel

Kommentar von Einafets2808 ,

Wieso antwortest du denn? Wenn du keinen Rat weißt.

Kommentar von 1Paradise1 ,

Weil sie selbiges Problem hat und der Diskussion gern folgen möchte -Augenroll!!!!!!

Kommentar von MiraAnui ,

Dazu muss man nicht antworten.... 

Kommentar von ravenlee ,

Unglaublich wie schlecht gelaunt die Experten hier alle sind. So eine Antwort ohne rat ist mir lieber, als das wild fremde meinen, sie hätten das recht einfach mal ein Urteil über mich zu fällen. So viel dazu. Da bereut man ja fast, dass man die Leute um Rat bittet.

Kommentar von catweasel66 ,

 @ ravenlee........danke fürs verständnis. ich hab wirklich nur geantwortet ,um die frage schneller wiederfinden zu können.

ich mach dir nen vorschlag: wir treffen uns und können dann unter 4 augen über das problem fachsimpeln :-)wird uns zwar bei dem problem nicht weiterhelfen aber lustig wirds bestimmt .

anmerkung zu den hundeprofis: ich bedanke mich auch für die guten ratschläge von euch, hoffe mal ich bekomm unseren rusty ein wenig erzogen .

Kommentar von 1Paradise1 ,

Das sind keine Experten,sondern Möchtegernbesserwisser,die gerne was hineininterpretieren,was der Frage weit verfehlt.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community