Was kann ich gegen diese Angst- und Panikattacken tun?

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2 Antworten

Ich hab immer ne Flasche Wasser für solche momente kalt gestellt, die Kälte im Magen hilft mir immer etwas.
Ansonsten versuchen Tief einzuatmen, in einem Zug ausatmen, 6-7 sekunden warten (also nicht wieder einatmen...) und das ganze ca 1-2 Minuten lang wiederholen.
Kaugummi oder ähnliches kauen, kauen beruhigt den körper ungemein bei Angst.
Ein Stress-Ball kann auch oft helfen.

Und mach dir keine Sorgen, mir ging es anfangs auch so, das alle meinten ich solle meine Angst konfrontieren. Nun ja, da ich auch nicht genau wusste woher diese kam bzw es nichts Handfestes gab mit dem ich konfrontiert werden konnte (ebenfalls aufgrund des Ablebens eines geliebten Menschens..) schubste man mich einfach in Situatioenen in denen ich diese Angst bekam. Anfangs waren es noch größere Menschengruppen, nach 1-2 Jahren dann ein Fallschirmsprung.
Verdrängen kannst du das meistens nicht, die angst ist da. Aber du kannst lernen damit zu leben, und trotz deiner Angst dinge zu wagen, die dir in diesem Moment unmöglich erscheinen.

Ich drücke dir auf jeden Fall die daumen das bei dir alles gut wird (:

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Kommentar von Mickymausenase
30.12.2015, 04:46

Hey! Danke schonmal für deine schnelle Antwort! Ich hab eh immer eine Flasche Wasser neben dem Bett stehen und das mit dem Atmen mache bzw versuche ich auch schon in den Situationen. Das mit dem Kaugummi oder dem Ball werd ich mal ausprobieren. 

Das Problem ist, dass der Mensch der da gestorben ist zwar meine Familie war, ich jedoch nicht wirklich jetzt DIE super emotionale Bindung zu ihm hatte. Natürlich war das traurig und vor ca einem Jahr sind dann meine Großeltern gestorben, zu denen ich eine extrem enge Bindung hatte. Das sind aber meiner Meinung nach nicht die direkten Auslöser. Manchmal liege ich im Bett oder gehe einkaufen oder bin im Schwimmbad und es schießt ein Gedanke wie aus dem Nichts in meinen Kopf. Wie gesagt ohne einen für mich erkennbaren Grund oder Auslöser. 

Um mich damit zu konfrontieren, habe ich mich viel und aus unterschiedlichsten Richtungen mit dem Tod beschäftigt. 

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Ich denke die Antwort setzt eine ausgiebige Konversation voraus. Diese Frage scheint mir auch ein wenig zu anspruchsvoll für dieses forum. Aber ich würde trotzdem gern darüber reden. Ich bin kein Psychologie Experte doch habe ich selbst ein wenig Erfahrung damit, wobei ich ungern direkt auf mein problem eingehen möchte. Wenn ich mich ausgelöst in so einer Situation befinde, ist es mir unmöglich meine Gedanken davon abzuwenden. Um so mehr ich es versuche Lande ich immer intensiver in einer Endlosschleife, die sich immer schneller wieder schließt. Es gibt dazu Panikreaktionen die der Körper automatisch auslöst wie zb. Verängunen der Aterien und Adrenalin Stöße im zusammenhang mit bestimmten Hirnregionen die dem Überlebenstrieb absolute Priorität überlässt. Zum einen solltest du dich damit auseinander setzen, weil es dir erlaubt die Situation besser einschätzen zu können und somit ein wenig mehr Kontrolle bekommst. Die andere sache ist ein wenig anders gestrick. Bewusstsein. Verbundenheit zur Natur, eine gesunde Einstellung zum Umgang mit unserer Umwelt und bewusster Konsum. Sehr zu empfehlen ist, aber erst nach dem das schlimmste überstanden ist, sich mit einem Brennesseltee (am besten selbstgepflückt bei einem Spaziergang im wald, oberhalb der Höhe/Größe  von von Füchsen, die frischen Triebe) aus dem restlichen geschehen bewusst heraus zumonövrieren und direkt in ein Wohlbefinden hinein zugleiten, der Brennesseltee  ist optimal für diesen Zweck, da er genau dies auslöst. Das ist aber nicht die Lösung des Problems. Sondern ein Prozess den man nach jedem Ausbruch wiederholen sollte. Den es bedeutet puren Stress (begleitet mit anschließender müdigkeit) für unseren Körper, von dem er sich erholen möchte. Das folgende gute Ereignis wird im Gehirn gespeichert und fängt an sich automatisch abzurufen. Man wird feststellen das sich die Dauer der Anfälle verkürtzt. Wie gesagt ist dies ein Prozess der erst nach einigen malen effektiv spürbar ist. Dieser text ist allerdings nur eine grobe zusammenfassung und ist nur zur Linderung der symptomatik. Allerdings setzt es voraus das du dich selbst ausgiebig damit auseinander setzt. Ich hoffe das dir meine Erfahrungen etwas hilfreich sein werden, besser damit umgehen zu können. Ich wünsche dir alles gute👍

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Kommentar von Mickymausenase
30.12.2015, 09:02

Hey, danke auch für deine Antwort!  Das Problem ist, dass manchmal diese "Attacken" zwischendurch kommen, ungefähr so: Gedanke schießt in Kopf - Herz rast - Atmung stoppt - unterdrücken - fertig und manchmal kann ich meine Gedanken null in eine andere Richtung lenken. Irgendwie und auch von den weit entferntesten Themen kommen meine Gedanken wieder darauf zurück. Habe bereits versucht, dies zuzulassen und es quasi weiter laufen zu lassen, doch dann kam ich irgendwann an einen Punkt, da dachte ich, wenn ich jetzt weiter gehe, verliere ich den Verstand oder handle affektiv oder unkontrolliert. Auszuhalten war es ebenfalls nicht mehr. 

Kennst du ein Forum, in dem ich dies besser beantwortet bekommen könnte, in dem nicht ausschließlich psychisch kurz vorm Ende stehende Personen antworten haha?

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