Frage von Winston2907, 37

Was kann ich gegen die Angst vor meinem Exfreund unternehmen?

Zu meiner Situation: Ich war mit einem Kerl zusammen, was bereits 4 Jahre her ist. Ich war damals 23 und er 28 Jahre alt. Es schien alles gut und wir zogen zusammen. Doch dann fing er an mich Stück für Stück zu ändern, ohne dass ich etwas bemerkte. Er machte mich zu seinem Püppchen, was er präsentieren konnte. Ich durfte irgendwann gar nichts mehr: keine Freunde treffen, nicht mehr alleine weggehen, nicht mal reden, wenn ich nicht gefragt wurde. Wenn ich etwas ohne seine "Erlaubnis" sagte, grinste er mich böse an, sagte 'Wir unterhalten uns gerade, also rede nicht dazwischen!' und quetschte mir meine Hand oder den Oberschenkel unauffällig unter dem Tisch, bis ich blaue Flecken bekam. Ich hatte Angst vor ihm, konnte mich aber nicht trennen. Als er herausfand, dass ich mich heimlich mit meinen Freunden traf, rastete er aus und prügelte mich durch die Wohnung, bis ich ins Krankenhaus musste. Natürlich war das nur der "Kreislauf" und ich wäre "ungünstig gefallen". Und erneut blieb ich bei ihm. Als er eines Abends wieder einen Eifersuchtsanfall bekam, war für mich endgültig Schluss. Doch er ließ nicht locker und schickte seine Freunde vor, um mich auszuhorchen. Trotz kompletten Kontaktabbruch zu ihm und alles, was mich mit ihm verbindet, kann ich nicht ruhig schlafen. Sobald ich ihn irgendwo sehe oder er nur an mir vorbeifährt, falle ich in das antrainierte Muster zurück: aus der glücklichen und fröhlichen Frau wird wieder das kleine Püppchen mit einem Fluchtinstinkt wie ein gehetztes Tier. Die Angst, er könnte wieder handgreiflich werden, ist zu tief in meinen Körper verankert. Ich will, dass das aufhört, damit ich endlich in Ruhe leben kann, ohne ständig Angst haben zu müssen ihn irgendwo zu sehen. Vielleicht kennt ihr mein Problem und könnt mit helfen. Danke im Voraus und Sorry für den langen Text.

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von karajan9, 9

Uh, das hört sich nicht besonders gut an, und mir fallen leider auch nur zwei Möglichkeiten ein:

Wenn du glücklich bist, solange du ihn nicht siehst, wäre die direkte Lösung ein Umzug, dann müsstest du ihn ja los sein. Ich kann mir aber vorstellen, dass das für dich nicht praktikabel sein könnte, oder du das einfach nicht willst.

Da diese Angst ziemlich tief in dir verwurzelt ist, könnte ich mir vorstellen, dass es dir hilft, die Thematik mit einem Psychotherapeuten aufzuarbeiten. Wenn du Freunde hast, denen du vertraust und denen zu das zutraust, kannst du natürlich auch mit denen probieren.

Ich wünsche dir alles Gute! :-)

Kommentar von LovelyGuts ,

Psychotherapeut wäre ein guter Plan :)

Antwort
von LovelyGuts, 9

Hi :) wenn ich mich in deine Lager hineinversetze würde mir auf die Schnelle nur einfallen, vielleicht ein wenig trainieren zu gehen oder einen Kampfsport zu erlernen. Was noch die Nervosität lindern würde wäre ein Pfefferspray in der Tasche (oder gleich ein Taser - für den Notfall- ). Und sollte er jemals wieder handgreiflich werden scheu dich nicht davor der Polizei zu berichten.

Kommentar von Winston2907 ,

Ein Pfefferspray trage ich immer bei mir, immer versteckt direkt in der Hand, nur für alle Fälle.

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