Frage von Stakelies, 103

was kann ich gegen den ständigen Lärm aus der Wohnung über mir tun?

hallo, ich weiß nicht mehr was ich noch tun soll. Seit Nov. 15 wohnen 4 Erwachsene  über mir. Der tägliche Lärm zerrt an meinen Nerven. Oft kann ich erst um 1 Uhr in der Früh ins Bett gehen, weil da erst Ruhe einkehrt. Es geht Mittags los wenn die Herrschaften ausgeschlafen haben. Lautes Getrampel weil sie barfuß durch die Wohnung laufen und schon mit den Hacken aufschlagen ist an der Tagesordnung. Dazu kommt das hin- und hergeschiebe der Stühle und Türen zuknallen. Ich bin schon unzählige Male oben gewesen.  Nichts hat sich geändert. Nein im Gegenteil, sie behaupten sie seien leise. Eines Nachts hab ich dann die Polizei gerufen weil es nicht möglich war zu schlafen. Gebracht hat diese Aktion nur was für die betreffende Nacht. Ein paar Tage später müssen diese Leute sogar beim Vermieter , den ich ja auch informiert hatte, gewesen sein und sich beschwert haben. Ich bekam einen bösen Brief von meinem Vermieter in dem es lapidar heißt " Leben und leben lassen" und ich solle aufhören die Leute zu belästigen und  ich soll mich unterstehen nochmals die Polizei zu rufen. Ich gehe davon aus, dass diese Leute nun machen dürfen was sie wollen. Schleimen beim Vermieter hilft offenbar. Mir aber wurde das Handeln seitens des Vermieters verboten. Nun weiß ich nichtmehr was ich tun soll. Der Lärm von Mittags bis in die Nacht macht mich wahnsinnig. Was kann ich noch tun ?

Antwort
von Him6eere, 51

Ganz ehrlich: Zieh' aus.

Du ziehst in diesem Moment den Kürzeren, aber auf lange Sicht wird es dir besser gehen.

Weder würde ich so einem Vermieter weiterhin die Miete in den Hintern blasen, noch mich von solchen Nachbarn weiterhin nerven lassen.

Soll der Vermieter doch das ganze Haus an solche Leute vermieten, die laut sind und keine Empathie für Mitmenschen aufbringen, dann passt es.

Du wirst dort jedenfalls nicht glücklich und hast eigentlich auch keine andere Möglichkeit, dort noch etwas zu verändern.

PS: Gibt es andere Nachbarn, die das Verhalten eurer neuen Mitbewohner nicht auch stört? Vielleicht könnte man sich im letzten Schritt noch mit diesen Nachbarn zusammentun und eventuell mehr erreichen...

Alles Gute für dich!

Kommentar von Stakelies ,

danke

Antwort
von SturerEsel, 31

Nunja, der Vermieter muss sich kümmern, ansonsten kommt eine Mietminderung in Frage.

Dies habe ich im Internet gefunden:

1.1.3. Türenknallen/Türenschlagen/Türklappen - Streiten, Schreien, Brüllen, Fluchen,

            Schimpfen, Zetern, Einschüchtern, Abreagieren, Fertigmachen


Auch braucht sich ein Mieter es nicht gefallen zu lassen, wenn er immer
wieder durch Türenknallen/Türenschlagen/Türklappen aus einer
Nachbarwohnung aufgeschreckt wird. Allerdings muss er damit rechnen,
dass der Nachbar sich damit herausreden wird, dass dieses durch einen
Luftzug passiert ist. Dem kann man dann gegenüber dem Nachbarn
entgegenhalten, dass er für einen solchen Fall eine Vorkehrung zu
treffen hat, dass die Tür trotz Luftzug nicht zuschlägt. Bei diesem
Vorhalt sollte man zu Beweiszwecken einen Zeugen dabeihaben. Auch diese
Vorhaltung sollte man in ein Lärmprotokoll (Lärmtagebuch) eintragen und durch den Zeugen abzeichnen lassen, der bei dem Vorhalt zugegen gewesen ist.

Bezüglich Türenknallen, Türenschlagen oder Türklappen wird es aber eher
oft so sein, dass dies im Verlaufe eines lautstarken Streits von
Nachbarn untereinander geschieht, wenn die Fetzen fliegen. Schreien,
Brüllen, lautstarkes Fluchen oder Schimpfen werden immer mal wieder
durch lautstarkes Türenknallen oder Türenschlagen untermalt, um den
Streitgegner einzuschüchtern oder fertig zu machen und oft auch zu dem
Zweck, um sich selbst abzureagieren.

Auch die Lärmbelästigung, die beispielsweise bei einem Ehekrach oder
einem sonstigen Beziehungsstreit dadurch entsteht, dass Nachbarn sich
lautstark streiten, braucht sich ein Mieter nicht gefallen zu lassen.

Läßt das Türenschlagen beziehungsweise das lautstarke Streiten in der
Nachbarwohnung nicht nach, sollte sich der lärmbetroffene Mieter
unverzüglich an den Vermieter wenden, und ihm eine Kopie des
Lärmprotokoll/s zukommen lassen, in dem die Vorgänge bezüglich
Türknallen/Türschlagen sowie anderer Lärmspitzen wie Schreien, Brüllen,
Fluchen und Schimpfen schriftlich festgehalten worden sind. Der
Vermieter hat sich sodann mit dem Lärmverursacher auseinanderzusetzen.
Bei weiterer Lärmbelästigung steht dem vom Lärm betroffenen Mieter zu,
die Miete angemessen zu mindern (Amtsgericht Bergisch-Gladbach, Urteil
vom 24.07.2001, Aktenzeichen 64 C 125/00).

Allerdings sind kurze Wortgefechte (normaler Ehestreit) hinzunehmen. Zur
Störung der Nachtruhe wird der Krach erst dann, wenn er über einen
längeren Zeitraum andauert. Lautstarke Streitereien sollten spätestens
in 30 Minuten beigelegt sein, so das Amtsgericht Düsseldorf. Alles, was
hier über eine halbe Stunde an Krach hinausgehe, sei als ordnungswidrig
einzustufen (Urteil vom 18.07.1991, Aktenzeichen 302 OWi / 904 Js 708/91; WuM 1992, 148).

Quelle: http://www.rab-friedrich-ramm.de/beitrag11.html

Antwort
von Tomysailor, 27

Jede Störung akribisch genau dokumentieren, Beschwerden beim Vermieter einreichen, andere Nachbarn zu Hilfe holen und natürlich auch wieder die Polizei verständigen. Notfalls zivilrechtlich klagen gegen die Nachbarn über dir und den Vermieter. Kannst auch selbst die Miete mindern und einem Mieterschutzbund beitreten. Es muss doch außerdem sowas wie eine Hausordnung geben.

Kommentar von Stakelies ,

danke, werde mir wrscheinlich einen Anwalt nehmen.

Antwort
von reginarumbach, 39

ich würde an deiner stelle umziehen, denn ein nervenaufreibender kampf um die ruhe, wird dich nur noch mehr nerven kosten. das leben ist zu kurz, um sich so die laune verderben zu lassen.

hol dir ohrstöpsel aus der apotheke so lange wie es nunmal noch dauert bis zur neuen wohnung und hoffentlich RUHE!

Antwort
von tuedelbuex, 26

Du könntest die Miete mindern......dann wird der Vermieter sicher tätig......

http://mobil.kostenlose-urteile.de/LG-Berlin_63-S-23614_Mietminderung-von-10-Pro...

Antwort
von kaffeeontour2, 32

naja...in einen mehrfamilienhaus ist es nun mal nicht ganz einfach seine vorstellungen von ruhe und ordnung umgesetzt vorzufinden..

zb. wohnen über mir 2 jüngere deutsche hartz4 bezieher. nachwuchs hat sich bei denen eingestellt und der säugling ist mehr oder weniger rund um die uhr am schreien. neben mir rechts wohnt eine ältere pensionärin mit hund. schreit das kind, bellt der hund....bellt der hund, dann macht der oben drüber seinen tv oder die musik lauter...und so hat man halt hauskonzert..

ich denke, wen solche umstände zu sehr belasten, sollte sich ein abgelegenes haus mieten oder hätte es mit einem eigenheim wohl besser getroffen..


Antwort
von Stakelies, 16

danke euch für eure zahlreichen Antworten. Ein schönes WE euch allen.

Antwort
von DjangoFrauchen, 40

Ausziehen.

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