Frage von ryanryan, 48

Was kann ich gegen ALGII-Kürzung wegen nicht unterschriebenen Autorenvertrag tun, bei welchem alle Nebenrechte abgetreten werden sollten.?

Hallo,

ich beziehe ALGII (Hartz 4) und schreibe hin und wieder mal eine kleine Geschichte, die ich vor einiger Zeit bei einem Verlag einreichte. Ich habe vor einigen Wochen einen Autorenvertrag erhalten. Dieser enthält jedoch die Klausel, dass man Nebenrechte abtreten soll. Das will ich natürlich nicht!

Ein Mitarbeiter des Jobcenters hat davon erfahren (Grund ist wohl (vermutlich), dass mein Sohn, dass mit dem Autorenvertrag in der Schule erwähnt hat, da er sehr stolz ist, er kennt die Geschichte ja schon - und hatte auch wie üblich immer unsere Post reingeholt und geöffnet).

Nun habe ich eine Kürzung erhalten. Begründet wird die damit, dass ein vorliegender Vertrag nicht unterschrieben wurde und man als ALGII-Empfänger jegliche Verpflichtungen eingehen müsse, die ALGII-Bezüge zu vermindern. Dazu gehören auch Autorenverträge und eine Verpflichtung diese zu unterschreiben. Weiterhin steht dort etwa: Die in der Anhörung genannten Gründe sind nicht gerechtfertigt oder so. Ich habe dort angegeben, dass ich die Nebenrechte nicht abtreten will an irgendeinen Verlag.

Hat das Jobcenter recht? Muss ich wirklich alle Nebenrechte an meiner Geschichte abtreten, nur um Sanktionen zu vermeiden? Oder was kann ich tun?

Antwort
von KuarThePirat, 32

Leider kann ich dir keine qualifizierte Antwort geben. Meins Laienwissens nach bist du während des ALG2-Bezugs verpflichtet alles zu tun um deine Bedürftigkeit zu mindern. Darunter könnte auch fallen, dass du einen solchen Autorenvertrag, der dir entsprechendes Geld einbringt, unterschreibst. Ich denke aber, dass das ein Spezialfall ist, der hoffentlich von den Spezialisten hier noch beantwortet wird.

Kommentar von ryanryan ,

Ja, nun das Manuskript habe ich eingeschickt als ich noch keine Kündigung auf dem Tisch hatte. 


 Nur, wenn das Buch ein Erfolg werden sollte und ggf. verfilmt werden würde, hätte ich überhaupt kein Mitspracherecht und würde auch keine weitere Vergütung dafür bekommen! Auch für Übersetzungen in andere Sprachen sehe ich dann nix mehr! Also außerdem handelt es sich nur um drei einmaligen Zahlungen zu je 350 €. Und danach kann der Verlag alles machen was er will. Und das sehe ich nicht ein. Es ist mein Werk. Ich bin der Urheber von diesem Werk! Ich will ggf. selber das recht haben, zu bestimmen, wer das Werk verfilmt. Mir ist z.B. wichtig, dass das Geld in Deutschland bleibt und für eine Verfilmung dann vielleicht irgendein amerikanischer Produzent Geld bekommt!

Antwort
von maja11111, 18

du bist einen vertrag nicht eingegangen. wenn du so große probleme hast, dann geht man zu einem anwalt um vertragsangelegenheiten auszuhandeln. dann sorgt man dafür, dass die kinder bis es ausgegoren ist. wenn du völlig unbedarft ablehnst, dann musst du dich nicht wundern wenn derartiges passiert.

Kommentar von ryanryan ,

Ich lehne nicht unbedarf ab! Ich habe ja auch mal einen VHS-Kurs bezüglich Buchveröffentlichung versucht. Da wurde uns immer nahe gelegt, einem Verlag nicht alle Rechte (insbesondere) die Nebenrechte abzutreten, da man dadurch meisten Nachteile erfährt, wenn ein Buch erfolgreich ist, oder auch nicht. Und wenn der Verlag sieht, dass das Buch sich doch nicht so gut verkauft, habe ich sogar dennoch die Möglichkeit daraus, ein Drehbuch/Theaterstück oder sonst was zu machen, wo man vielleicht noch mehr Erfolg haben kann. Dies ist jedoch nicht möglich, wenn ich dem Verlag alle Nebenrechte abgetreten habe!

Nun ja, der Verlag hatte mir eine Frist von 1 Woche gesetzt, ob ich annehme oder nicht. Außerdem woher hätte ich wissen sollen, dass mein Sohn damit in der Schule rumposaunt und eine Schwester eines Mitschülers von meinem Sohn Auszubildende beim hiesigen Jobcenter ist? Sonst hätte das JC ja gar nichts mitbekommen! Auch Autoren (egal ob hauptberuflich oder nur als Hobby) sollen Rechte haben.

(Nun, ich bin halt recht gehbehindert ... und wir haben hier in der Wohnanlage (gemeinschaftliches Wohnen für Jung & Alt) regeln, dass jeder helfen muss. Mein Sohn wurde für die Postverteilung eingeteilt. Dazu mussten wir uns verpflichten im Mietvertrag.

Kommentar von ryanryan ,

@maja: Wenn man ein Manuskript einreicht, bekommt man nach x-Monaten, wenn es den dortigen Personen gefällt, einen Vertrag zugeschickt. Da hat man dann die Wahl: Nehme ich ihn an? Ja oder nein? Und die Bedingungen sind halt miserabel!

Weiterhin geht es hier ja einerseits um Sozialrecht bzgl. ALG II - andererseits um Vertrags- und/oder Urheberrecht? An wen muss ich mich dann zunächst wenden? 

Kommentar von maja11111 ,

vertragsrecht lernst du auf der volkshochschule? das ist nicht dein ernst. darum haben in der regel menschen einen agenten, der sich um solches zeug kümmert oder man publiziert sich selbst, wie es immer mehr und mehr in verbreitung kommt.

solche dinge macht man mit sich selbst und posaunt das nicht an seine kinder aus, wenn die da irgendwo rumlatschen.

im mietvertrag lege ich nicht fest das mein kind irgendwelche post verteilt. was schreibst ud denn für dummes zeug. nimm dir einen anwalt oder senk deine bedürftigkeit. selbst wenn er die post verteilt, weiß er ja wohl nohc immer nicht was drin steht. mal bisschen erziehung walten lassen?

Antwort
von jimpo, 27

Du bist einen Vertrag eingegangen der besagt, daß Du  Nebeneinkünfte haben wirst. Heißt also, das keine Bedüftigkeit mehr vorliegt.

Kommentar von asdundab ,

Sie hat den Vertrag nicht unterschrieben

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community