Frage von stevestinson, 77

Was kann ein Inkassounternehmen für Raten verlangen?

Hallo,

da es hier so super mit den Antworten läuft, nun meine zweite Frage..

Ich bin Schüler und habe relativ wenig Geld.. Nun habe ich aber wegen 3 Angelegenheiten Ärger mit Inkassobüros..

Ich würde gerne die Mindestrate pro Monat zahlen, die man gesetzlich zahlen muss. Liegt die im Ermessen des Unternehmens oder ist das irgendwo gesetzlich geregelt? Die wollen monatliche Raten von 80€ von mir.. Ich hab nach 50€ gebeten.. Die sagten, darauf lassen die sich nicht ein..

Dürfen die das entscheiden? Die könnten ja genauso gut sagen, ich solle direkt den ganzen Betrag zahlen, wenn es denen so passt.

Danke schonmal im Voraus! :)

Antwort
von Artus01, 43

Da Du Dich mit diesen Beutelschneidern ohnehin schon abgegeben hast, ist es kein Wunder daß sie mit deinem Vorschalg nicht einverstanden sind, denn das müssen sie auch nicht.

Da nicht bekannt ist wie hoch und bei wem die Schulden gemacht wurden kann man dazu kaum mehr sagen.

Du kannst eventuell noch mit der Insolvenzkeule drohen, ist aber auch nicht gut für die Schufa.

Antwort
von Xipolis, 41

Eine Ratenzahlungsvereinbarung zwischen dem vom Gläubiger beauftragten Rechtsbeistand und dem Schuldner wird immer frei verhandelt. Es gibt keine Mindesthöhe und auch keine Verpflichtung diese abzuschließen durch den Gläubiger.

Das Inkassounternehmen darf über die Ratenzahlungvereinbarung entscheiden, wenn es vom Gläubiger entsprechenden bevollmächtigt ist, was der Vollmachtsurkunde zu entnehmen ist (oder alternativ der direkten Mitteilung des Gläubigers).

Selbstverständlich kann der Gläubiger auch auf sofortige und vollständige Zahlung bestehen und bei Weigerung auf Zahlung klagen (oder den Mahnbescheid beantragen).

Bei Abschluss einer Ratenzahlungsvereinbarung hat das Inkassounternehmen Anspruch auf eine Einigungsgebühr (1000 VV RVG) in Höhe von 1,5 Gebühren und Auslagen (7002 VV RVG) in Höhe von 20 %. Bei einem Gegenstandswert bis 500 € (§ 13 RVG) ergibt sich daraus eine Einigungsgebühr über 67,50 € zzgl. einer Auslagenpauschale 13,50 € (insofern die Auslagen bisher nicht erschöpft wurden, denn diese sind auf 20.- € gedeckelt).

Antwort
von franneck1989, 35

Mit Inkassobüros sollte man keine Ratenzahlungen vereinbaren. Niemals sollte man ungeprüft irgendetwas an die zahlen.

Gib doch mal lieber Infos zur Forderung. Wie alt bist du, bzw warst du bei Vertragsschluss? Was sind das für Forderungen?

Damit könnte man dir wirklich weiter helfen.

Antwort
von Nemesis900, 49

Ja das dürfen sie frei festlegen. Du schuldest ihnen ja auch den ganzen Betrag daher dürften sie auch den ganzen Betrag auf einmal fordern.

Antwort
von EXInkassoMA, 24

Wie alt bist Du ?

Gib mal Infos zu den Forderungen (Gläubiger , Hauptforderung, Gebühren)

Die Inkassokosten lasse sich bei cleverer Vorgehensweise einsparen

Ratenzahlungsvereinbarungen mit Inkassofirme sind nicht zu empfehlen

Antwort
von soissesPDF, 21

Die können gar nichts verlangen oder festlegen.
Wenn Du Dich auf Ratenzahlung einlassen willst müssen die die Zahlungswilligkeit akzeptieren.

Da bei Dir nichts pfändbar ist können die auch auf nieder hüpfen, wenn sie nichts kriegen ist deren Messe schlicht gesungen.
Sitz das in Ruhe aus.
Sollten die einen Titel haben, wartest einfach auf den Gerichtsvollzieher und macht dem einen Ratenzahlungsvorschlag.
Haben die keinen Titel, war's das und die können freundlich über den Zaun winken.

Kommentar von Xipolis ,

Über den Gerichtsvollzieher fällt zumindest keine Einigungsgebühr an. Das macht aber nur Sinn, wenn ein Vollstreckungsbescheid/Titel vorliegt.

Antwort
von Almalexian, 49

Sie können nur die Forderung insgesamt und Zinsen (Höhe ist gesetzlich festgelegt) verlangen. Raten kann man aushandeln, du bist aber nicht zu einer Zahlung in Raten verpflichtet. Falls sie allerdings Raten bekommen, können sie für diese keine Zinsen mehr geltend machen.

Kommentar von Xipolis ,

Im Falle einer Ratenzahlung wird eine entsprechende Vereinbarung getroffen.

Antwort
von sukuum, 47

man kann ein p-konto zb einrichten. von dem darf der gläubiger alles nehmen, bis auf einen betrag von 960 euro. wenn du weniger hast bekommt der gläubiger nix. im grunde müssen sie nehmen was sie bekommen, wenn du nix hast als schüler. es kann aber auch sein das deine eltern verantwortlich sind.

Kommentar von uni1234 ,

Also mit den Eltern hat das im Regelfall gar nichts zu tun. Und das mit dem P-Konto wirkt sich äußerst negativ auf auf Schufa etc. aus.

Kommentar von Artus01 ,

Glaubst Du ernsthaft daß sich Dein Kontakt mit der Inkassobude nicht positiv auf Deine Schufa auswirkt?

Kommentar von sukuum ,

wenn die einträge nach 2 jahren gelöscht werden. sieht man nur noch den score und ich glaub da stehn die inkasoleute nicht mit aufgelistet. nur banken und telekomunikationsunternemen aber ich kann noch mal genau gucken.

Kommentar von Artus01 ,

Die Löschung erfolgt nach drei Jahren, zum Jahresende. Das heißt alles aus 2016 wird zum 31.12.2019 gelöscht, das gilt auch für Sachen aus Januar 2016.

Außerdem stehen offene Fordeungen solange drin bis sie erfüllt sind. Ist alles bezahlt kommt ein Erledigungsvemerk dazu (das vergessen die Inkassobuden schonmal), danach dann die Löschung nach drei Jahren.

Kommentar von mepeisen ,

es kann aber auch sein das deine eltern verantwortlich sind.

Die sind dafür verantwortlich, ein Kind in die Welt gesetzt zu haben. mehr nicht.

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