Frage von DBKai, 24

Was kann alles ein schweres psychisches Trauma verursachen?

Solange man noch keine schlechten Erfahrungen im Leben gemacht hat, läuft man noch eher unschuldig und zufrieden durch die Welt... aber wenn sich schlechte Erfahrungen häufen und es immer schlimmer wird, dann verändert sich der psychische Zustand ja...

Was kann einem Menschen psychisch den Rest geben? Dafür sorgen, dass negative Gefühle den Alltag deutlich dominieren und freudvolle Momente gar nicht vorhanden sind und wahrscheinlich auch nicht so schnell entstehen können, weil man an das Schlechte gewöhnt ist?

Antwort
von PlueschTiger, 10

Hallo DBKai,

hier mal was ich als Laie denke.

Was kann alles ein schweres psychisches Trauma verursachen?

Sehr viel und bei manchen Menschen sind es vergleichsweise harmlose Sachen. Möglichkeiten wären: Fehlgeburt, Angriff, versuchte Vergewaltigung, Entführung oder Entführung eines angehörigen, Mobbing, Unfall. Bei Kinder wäre auch möglich das wenn ein sehr enger Freund wegzieht und der Kontakt abreißt, denn das würde eine leere zurück lassen die ein neuer freund nicht so schnell füllen kann. Das hängt natürlich auch von der Psyche des Kindes ab, bei etlichen wird es schon hart, aber nur bei den wenigsten würde es ein Trauma werden. Auch ein Grauenhaftes Bild, wie eine Echte Leiche und so etwas könnte bei Menschen ein Trauma verursachen.

Was kann einem Menschen psychisch den Rest geben?

Alles. Das dumme an der Sache ist das es manchmal nicht mal schlimme Sachen sein müssen, die passieren, sondern Nebensächlichkeiten, welche Erinnerungen, die verdrängt wurden hoch brachten. Ich kenne ein Fall da hat eine Frau ein Trauma erlitten und ist seit her eine Mustergültige Mutter gewesen. als die Schwiegertochter Schwanger wurde, ist sie zu einem Monster mutiert, welches vor keiner Bösartigkeit halt machte um an das Kind zu kommen, weil sie es als ihres ansieht. Ursache war eine Fehlgeburt vor einigen Jahrzehnten. Daran sieht man auch das solche dinge manchmal erst Jahre oder Jahrzehnte ihre Folgen zeigen können und man in der Zwischenzeit nichts davon, bei Menschen erkennen kann.

und freudvolle Momente gar nicht vorhanden sind und wahrscheinlich auch nicht so schnell entstehen können, weil man an das Schlechte gewöhnt ist?

So was passiert mitunter, wenn man nach jedem Positiven Erlebnis immer wieder mit einer Katastrophe konfrontiert wird. Doch das Ergebnis ist nicht immer schlimm oder grausam, sondern kann schlicht zu emotionale Verflachung oder abschwächen von positiven Emotionen führen. Manchmal kann es für solche Menschen Segen und Fluch zu gleich sein, denn dinge wie Trauer sind dann mitunter auch kaum vorhanden und Todesfälle leichter zu verarbeiten. Doch es Raubt einen auch ein Teil der guten Gefühle.

 

Was ein Trauma verursacht ist verschieden, da jeder Mensch andere Erfahrungen, Vorlieben und Persönlichkeit hat. Ein Sadisten, könnte man mit Grauenhaften Bildern und gar eigene Folter, vielleicht sogar Sexuelle Erregung bringen, während andere allein bei dem Gedanken schon Schweißausbrüche bekommen. Welche folgen es hat, hängt auch davon ab wie man das was man erlebt hat verarbeitet. Die Meisten neigen dazu es zu verdrängen und so zu einem Dämon im Geist zu machen der immer wieder kommt. Daher ist verdrängen selten die beste Lösung. Da das Problem nicht gelöst wird.

Gruß Plüsch Tiger

Antwort
von Seanna, 6

Trauma ist individuell. Es geht um das subjektive Gefühl der Lebensbedrohung und Ohnmacht und Hilflosigkeit.

Jmd mit einer extremen Spinnenphobie wird evtl ein Trauma erleiden wenn ihm eine über die Hand krabbelt.

Jeder andere wohl nicht.

Grundsätzlich sind schwere Traumata Ereignisse wie Vergewaltigung, schwere Unfälle, Krieg, Folter, Menschenhandel, chronischer sexueller, physischer und emotionaler Missbrauch (va von Kindern, da idr keine Möglichkeit zur Flucht) - kurz, jede integrale Bedrohung des Lebens und der existenziellen geistigen, physischen und psychischen Unversehrtheit.

Was einen wie stark belastet und welche Folgen das hat, hängt von der persönlichen Vulnerabilität und Resilienz ab.

Und um dem vorzubeugen: die hier oft geschilderten Situationen in der Art "meine Mama ist blöd weil sie mir das Handy weg nimmt, ohne kann ich nicht leben und ich kann nichts dagegen tun" zählen NICHT zur Traumatisierung!

Antwort
von kolmappierkolle, 10

Das kann man nicht verallgemeinern. Jeder Mensch hat seine eigene Grenze, nur wo diese liegt, kommt ganz auf die Person an. Manche Leute sind resistenter gegen negative Erfahrungen, andere brechen schon bei Kleinigkeiten ein.

Antwort
von nowka20, 8

alle erfahrungen, die deine seele so belasten, daß diese sich nicht im schlaf mehr regenerieren kann

Antwort
von nowka20, 6

eine am tag gequälte seele

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