Frage von LeeDat, 64

Was ist wichtig bei einer Finanzierung: Sollzins oder Effektiver Jahreszins?

Ich habe mir mehrere Finanzierungsvorschläge zum Hauskauf erstellen lassen.

Trotz vieler Stunden lang googlen, sind mir die Begriffe Sollzins und Effektiver Jahreszins nicht klar. Was ist bei der Fianzierung wichtig? Der Sollzins oder Effektiver Jahreszins? Kann man den Effektiven Jahreszins vernachlässigen? Kann mir jemand eine kurze Beispielrechnung machen: z.B.

  • Darlehensbetrag: 220000
  • Sollzins: 1,49 % p.a
  • Effektiver Jahreszins: 1,75 % p.a.
  • 15 Jahre lang gebunden

Vielen Dank für eure Hilfe.

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Antwort
von Rabusi, 36

Seit seiner Einführung des Effektivzinses hat dieser für mehr Verwirrung als Klarheit gesorgt. Maßgebend für die Belastung aus dem Darlehen, welche man auch auf dem Konto sieht ist der Nominalzins. Schelm hat schon dazu Ausführungen gemacht. Was mir nicht so gut gefällt ist die Differenz zwischen dem Nominalzins und dem Effektivzins. Beim derzeitigen Zinsniveau erscheint mir diese bei Dir etwas zu hoch. Ist dort ggf. noch eine Bearbeitungsgebühr oder ähnlichen eingearbeitet?

Kommentar von LeeDat ,

Der Bankangestellte sagte mir:
Der richtige Effektiv Zins = 1,75% ( darin enthalten ist der Sollzins,
den Sie an uns bezahlen müssen und die Kosten für die
Grundschuldbestellung (an den Notar) und die Kosten für die
Gebäudeversicherung (an die Versicherung).

Also heißt dass, das ich nur den Sollzins beachten soll und den Effektiven Jahreszins ignorieren kann?

Kommentar von AchIchBins ,

Die Grundschuldbestellung wird vom Notar "veranlasst" bzw. durchgeführt. Die Arbeit der Bank hält sich bis auf ein bischen Schriftverkehr und Ablage in Grenzen.

Gebäudeversicherung? Die hat da eigentlich nichts verloren. Das Gebäude versichern sie selbst!

Der Unterschied dürfte nur wenige zehntel betragen, bei Ihnen scheinen da irgendwelche Kosten untergebracht zu sein. Auf jeden Fall ein Zweitangebot einholen.

Kommentar von Rabusi ,

Dann hat die Bank schon die neueste gesetzliche Änderung (nennt sich: Wohnraumimmobilienrichtlinie) beachtet, was natürlich sehr löblich ist. Dort müssen noch weitere Kosten, die früher nicht berücksichtigt wurden (wie zum Beispiel die Kosten für die Grundschuldbestellung) mit berücksichtigt werden. Somit für Dich kein Nachteil, weil Du ja diese Kosten bereits in den üblichen Nebenkosten mit einkalkuliert hast und diese jetzt halt auf den Effektivzins draufgeschlagen werden. Für Dich nur "linke Tasche/rechte Tasche". Regelmäßig zahlen musst Du jedoch nur den Sollzins (ggf. mit Tilgung) für die nächsten 15 Jahre.

Antwort
von Jewiberg, 50

Der effektive Jahreszins ist relevant! Den zahlst du nachher auch.

Kommentar von LeeDat ,

Der Bankangestellte hat mir einen Finanzierungsplan ausgedruckt. In dieser Tabelle wird aber die monatliche Rate nur mit dem Sollzins und Tilgung berechnet. Ich verstehe das nicht.

Kommentar von schelm1 ,

Dieser Plan ist für Sei maßgebend. Die dort aufgeführte mtl. Annuität, der Gesamtbetrag aus Zinsen und Tilgung, erscheint als mtl. Belastung auf Ihrem Konto.

Der effektivere Jahreszins beinhaltet darübrer hinaus Komponenten, die aus dem Plan, der ihre tatsächliche Belastung wiederspiegelt, so nicht erkennbar werden.

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