Frage von Moorhuhn68, 40

Was ist, wenn sich mein Beifahrer verletzt?

Ich habe mal gelesen, wenn ich einen Unfall baue und irgend jemand dabei verletzt wird, man vor Gericht muss oder eine Geldstrafe zahlt (Strafbefehl z. B.) Wie sieht das denn aus, wenn sich der Beifahrer verletzt, ich die Fahrt aber nachweislich nur für ihn durchgeführt habe? Zum Beispiel ich hole nachts meine betrunkenen Eltern von einer Party ab und baue auf dem Rückweg aus Versehen den Unfall? Muss ich dann trotzdem zahlen, und am Ende noch Schmerzensgeld?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von pendejo, 21

Nein, das ist ein wenig komplexer:

Du mußt zwischen Strafe/Bußgeld und Schadensersatz unterscheiden.

Für ersteres ist die Behörde/der Staatsanwalt zuständig: Wenn Du einen Unfall verursacht hast, weil Du Verkehrsregeln verletzt hast, kann es sein, daß ein Bußgeld verhängt wird, wenn ein "öffentliches Interesse" besteht, kann ein Strafverfahren (z. B. wegen Gefährdung oder fahrlässiger Tötung) von Seiten des Staatsanwalts eröffnet werden.

Schadenersatz oder Schmerzensgeld sind zivile Angelegenheiten, also zwischen Privatpersonen. Dies setzt  voraus, daß der Geschädigte überhaupt etwas fordert und wird ggf. in einem Gerichtsverfahren geklärt.

Bei Schadenersatz/Schmerzensgeld springt i. d. R. Deine Haftpflichtversicherung ein, auch bei Insassen Deines Fahrzeuges, wenn keine Ausschlußgründe vorliegen (z. B. Trunkenheitsfahrt oder Vorsatz). Wie es mit Verwandten aussieht, weiß ich nicht, mußt in Deinen Versicherungsbedingungen nachlesen.

Für wen oder warum Du die Fahrt durchgeführt hast, spielt keine Rolle.

Kommentar von pendejo ,

Danke!

Antwort
von Scaramouche59, 11

Gemäß deiner Schilderung gehe ich davon aus, dass du den Unfall zu 100 % verschuldet hast.

In diesem Fall haben alle Geschädigten einen Ausgleichs- und oder Wiedergutmachungsanspruch gegen dich. Ob dich jemand dann auch gerichtlich in Regress nimmt, hängt davon ab, ob du dich im Vorhinnein einigen konntest oder nicht. Im Falle von Eltern und ähnlich Nahestehenden, werden diese wohl Abstand von Ansprüchen nehmen.

Staatsanwaltschaftlich wird erst gegen dich ermittelt und dir der Prozess gemacht, sobald dir Vorsatz nachzuweisen ist, bei Fahrlässigkeit bin ich mir gerade nicht sicher.

Antwort
von noname68, 11

es kommt auf die schuldfrage an, erst bei farhlässigkeit, grober fahrlässigkeit oder sogar vorsatz bist du für alles haftbar. zuerst wird die haftpflicht des autos leisten, die aber alles bei dir zurückfordern wird. nur wenn man bei einem offensichtlich betrunkenem fahrer mitfährt, kann man b ei einem unfall keine schäden geltend machen, das häte man erkennen und vermeiden können. ansonsten sind beifahrer immer beim unfall geschädigte, die ansprüche gegen den fahrer/halter geltend machen können.

bei eltern als geschädigte kann es schwer werden, da müssten deine eltern dich auf schadensersatz/schmerzensgeld verklagen

Antwort
von Durineya, 12

Das ist wohl nicht so einfach zu beantworten.

Es kommt sicher noch mehr auf die Umstände an. War es glatt? Bist du unangepasst gefahren? Hattest du Winterreifen? Und so weiter. Schmerzensgeld musst du nur zahlen, wenn das einer einklagt und Recht bekommt - wo kein Kläger, da kein Richter. Ist klar, oder?

Normalerweise sollte man aber als Führer eines KfZ in seiner Versicherung auch Personenschäden bis zu einer bestimmten Höhe mit abgedeckt haben.

Antwort
von robi187, 16

wenn wer verletzt wird wegen dein nicht beachtung der straßverkehrsofung kann das leicht sein?

z.b. also wenn du wen aus gefallen mit nimmst und ein unfall machst und er verletzt wurde kommen kosten auf dich zu?

Antwort
von Peppi26, 21

Natürlich, denn du hast den Unfall gebaut und nicht aufgepasst!

Kommentar von Durineya ,

Wenn dir Wild vor das Auto rennt, kannst du aufgepasst haben wie du willst. Da kannst du kaum mehr reagieren. Und dann?

Kommentar von Peppi26 ,

Dann bist du natürlich auch nicht schuld!

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