Frage von vogel21, 70

Was ist wenn Mann als evangelischer einfach zum Abendmahl zu den Katoliken geht?

Antwort
von Hamburger02, 36

Das Abendmahl ist der Hauptstreitpunkt zwischen Katholiken und Protestanten, warum es keine echte Ökumene gibt und warum die RKK die ev. Kirche als minderwertig ansieht.

Die Protestanten sehen in der Hostie ein Symbol für den Leib Christi. Diese Vorstellung lehnt die RKK ab. Nach deren Transubtantionslehre handelt es sich nicht um ein Symbol sondern die Hostie wird tatsächlich zum Leib Christi, auch wenn man das nicht sieht. Dadurch wird die Eucharistie zu einer kannibalistischen Zeremonie. Das wiederum lehnen die Evangelen ab.

Das ganze hat zur Folge, dass es Evangelen laut RKK verboten ist, an einer kath. Zeremonie teilzunehmen und für Katholiken ist es wirkungslos, an einem evangelischen Abendmahl teilzunehmen, weil evangelische Geistliche laut RKK nicht in der Lage sind, das Wunder der Umwandlung in den echten Leib Jesu zu bewirken.


Kommentar von Raubkatze45 ,

Die Katholiken glauben an die Transsubstantiation, in der es Christus möglich ist, auch ohne Kannibalismus sich mit dem Menschen zu vereinigen. Die Lutheraner glauben immerhin an die Konsubstantiation, auch sie glauben an die wahre Gegenwart Christi in den Gestalten von Brot und Wein. Deshalb antwortet Luther auf die Frage, was jemand empfängt, der unwürdig zum Abendmahl geht: "Den Leib und das Blut Christi, aber zum Gericht". Auf die gleiche Frage antworten die anderen Reformatoren "Nichts". Für die Lutheraner ist Christus in und unter den Gestalten gegenwärtig, für die Katholiken sind die Gestalten selbst der verwandelte Christus und für die Evangelikalen sind sie Symbol und Gedächtnis.

Ganz richtig ist aber, dass Katholiken nichts beim Abendmahl empfangen, weil die ev. Pfarrer nicht als geweihte Priester in apostolischer Nachfolge stehen. Gehen also Katholiken zum ev. Abendmahl würden sie ihren Glauben verleugnen.

Kommentar von kwon56 ,

Teilnehmen kann jeder, nur nicht kommunizieren.

Antwort
von josef050153, 12

Wenn dich der Pfarrer kennt, kann er dir die Eucharistie verweigern. Wenn er dich nicht kennt, passiert nichts. Aber nach katholischer Sicht kommst du in die Hölle, weil du den Leib Christi entweiht hast. Früher stand darauf einmal die Todesstrafe, heute passiert dir aber nichts.

Antwort
von Eselspur, 50

Wenn der Evangelische einfach so ohne Nachzudenken zur Kommunion geht, zeigt er keinen Respekt gegenüber dem, was uns Katholiken heilig ist, sogar das Allerheiligste ist.

Wenn er es nach Überlegung und Gebet tut, wenn er glaubt, dass Christus hier gegenwärtig ist und er bereit ist, sich von ihm verwandeln zu lassen, ist er  im ökumenisch christlichen Geist herzlich eingeladen!

Kommentar von Hamburger02 ,

Im Rahmen ökumenischer Gottesdienste verbietet die RKK die Eucharistie. Das wurde in einer Enzyklika von Papst Johannes Paul II ausdrücklich so festgelegt.

Kommentar von Eselspur ,

Stimmt. Ich habe auch nicht von "ökumenischen Gottesdiensten" gesprochen, sondern vom "ökumenischen christlichen Geist" in "katholischen Gottesdiensten. 

Papst Franziskus ermuntert ausdrücklich zur gemeinsamen Kommunion.

http://www.faz.net/aktuell/politik/papst-franziskus-treibt-die-oekumene-voran-13...

Antwort
von Undsonstso, 46

Dem lieben Herrgott wird's wohl nix ausmachen...

Antwort
von zehnvorzwei, 45

Hei, Vogel 21, rein theoretisch: Wenn der kath. Priester weiß, dass die Person vor ihm bei der Kommunion nicht katholisch ist, so verweigert er ihr das hl. Brot. Praktisch: Es gibt viele oekumenisch denkende Gläubige auf beiden Seiten, die es zulassen. Angeblich (ich hab´s selbst nicht gesehen), geht eine mir bekannte ev. Pfarrersfrau zum kath. Abendmahl und bekommt das hl. Brot am Tisch des Herrn auch gereicht. Grüße!

Antwort
von 1988Ritter, 29

Der wird sich wahrscheinlich wundern, da er bei den Katholiken keinen Wein bekommt.

Kommentar von Fred4u2 ,
Antwort
von omikron, 30

Er sollte es aus Respekt vor dem Glauben anderer lassen.

Antwort
von Delveng, 70

Wenn sich dein Mann den Gepflogenheiten der katholischen Mitgläubigen anpasst, sehe ich keinen Hinderungsgrund. Ich wünsche deinem Mann alles Gute für den Besuch. 

Kommentar von Klaus02 ,

bei allem Respekt, der Mann müsste auch glaubensansichten der katholischen Kirche annehmen und das wird wohl kaum der Fall sein.

Kommentar von TUrabbIT ,

Nein, denke ich nicht. Wichtig ist das er den Grundlegenden Glauben teilt und sich nicht im Streit mit anwesenden Glaubensbrüdern befindet. Die Unterschiede sind dabei weniger wichtig.

Kommentar von kwon56 ,

Das sehen Katholiken anders.

Kommentar von Hamburger02 ,

Der Hinderungsgrund liegt darin, dass die RKK das grundsätzlich verbietet.

Antwort
von Thekakwhita, 10

Er ist aus folgenden Gründen akzeptiert oder entschuldigt:

1. Möglichkeit: Er glaubt wirklich an die Gegenwart Christi in den Sakramenten und geht aus dieser Überzeugung als Evangelischer dorthin.

2. Aus Unwissenheit

Antwort
von magdalena171999, 38

Man sieht dir ja nicht an welcher Religion du angehörst, aber wenn der Pfarrer weiß, dass du nicht katholisch bist, wird er dir keine Hostie geben

Antwort
von Klaus02, 41

Wenn du dich als evangelisch zu erkennen gibst bekommst du den Segen. Wenn du das nicht tust bringst du deinen mangelnden Respekt vor anderen Glaubensgemeinschaften zum Ausdruck. LGKlaus

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