Frage von DBKai, 69

Was ist wenn man etwas getan hat, die andere Person aber sagt, dass man es nicht getan hätte, obwohl das ja nicht stimmt?

Du erscheint im Unterricht/in der Arbeit und jemand anderes sagt aber, dass du nicht da warst... Du stellst Fragen, wenn du dich wo nicht auskennst und die andere Person sagt aber, dass du nie Fragen stellst... Du arbeitest brav und die andere Person sagt aber, dass du nichts machst... Du versuchst dich gegen Unrecht zu wehren und sagst etwas und die andere Person wirft dir vor, dass du nie etwas gesagt hast... Wenn nur eine Person im Umfeld sich so verhält, dann ist es ja noch erträglich... aber mal angenommen viele Leute verhalten sich so... dann weiß man bald nicht mehr an wen man sich noch wenden kann/soll... denn solchen Leuten kann man ja auch Beweise vorlegen und sie sagen, dass das so nicht stimmt... Je mehr Leute so ticken, desto weniger gut kann man sich gegen sie wehren...?

Antwort
von landregen, 32

Du bist offenbar kaum in Erscheinung getreten.

Hauchst du nur sehr leise deine Anliegen, dass man dich kaum hört? Wirst du zu selten aktiv? Wenn du über einen Monat zwei Fragen gestellt hast, und dir das nicht leicht fällt, dann kommt dir das möglicherweise viel vor, aber von anderen bist du damit gar nicht wahrgenommen worden.

Du bist offenbar wenig präsent. Dein Engagement ist offenbar nicht zu erkennen. Offenbar wirkst du passiv.

Eigenwahrnehmung und Fremdwahrnehmung weichen oftmals stark voneinander ab.

"Sich zu wehren" macht schon mal einen sehr schlechten Eindruck. Sich zu bemühen, Kritik anzunehmen und daran zu arbeiten, viel besser in Erscheinung zu treten, das wird weitaus hilfreicher sein.

Wenn du dich nicht deutlich und klar genug äußerst, kommst du bei anderen nicht an und wirst nicht gehört. Es liegt dann aber nicht an den anderen, sondern vor allem bei dir, daran etwas zu ändern.

Kommentar von DBKai ,

Das alles kannst nicht beurteilen, da du mich nicht kennst und nicht dabei warst...

Du kannst du glauben, dass es ev. so sein könnte... aber du kannst mit diesen Vermutungen auch komplett daneben liegen - es kann auch sein, dass das Problem rein bei den anderen liegt...

Soll man sich niemals wehren, wenn einem Unrecht getan wird? Soll man jedem Taschendieb die Geldbörse gleich freiwillig in die Hand drücken? 

Was ist bei unfairer Kritik? Ich kann wohl mit guter konstruktiver Kritik umgehen und so etwas weiß ich dann auch zu schätzen... aber es gibt Kritik von Leuten, die ich nicht vorbildhaft finde und wo ich nicht den Eindruck habe, dass ich etwas von ihnen lernen kann und will... und es kommt auch vor, wo mir Leute Dinge vorwerfen, die ich bereits tue und das ist unfair... Du trägst z. B. den Müll runter und nachher wird zu dir gesagt, dass du nie den Müll runter trägst... Wie damit umgehen???

Ich habe versucht mich deutlich und klar zu äußern, doch wenn man den Vorgesetzten nicht nach dem Mund redet wird man sofort gekündigt!

In dem Fall kann es auch sein, dass es nur an den anderen liegt und nicht an mir. 

Kaum in Erscheinung getreten? Ich habe meine Aufgaben gemacht und ich finde, dass ich sie sogar überdurchschnittlich gut gemacht habe - so aus meiner Wahrnehmung heraus... und ich habe auch Hilfe angeboten... mir neue Aufgaben gesucht... und habe auch klar gesagt, was mir wichtig ist...

Wenn man mich kaum hört, kann man einfach sagen: "Ich hab das nicht verstanden - könntest du es nochmal sagen?" Und sonst merke ich es eh, wenn das was ich gesagt habe, nicht gehört wurde und suche bei passender Gelegenheit das Gespräch!

Selten aktiv? Ich mache meine Aufgaben und stelle Fragen, wenn etwas unklar ist... Ich werde aktiv, wenn es nötig ist... und falls es ein Problem geben sollte, bin ich offen für ein Gespräch um eine einvernehmliche und vor allem faire Lösung zu suchen und zu finden...Leider sieht die Lösung von manchen Vorgesetzten so aus, dass man sofort gekündigt wird, wenn man sich nicht bei ihnen einschleimt und mit ihnen gut stellt, sondern klar sagt, wie man etwas wahrnimmt und wo man sich unfair behandelt fühlt...

Wenn ich in einem Monat nur 2 Fragen stelle ist das doch völlig ausreichend, wenn ich gerade nicht mehr Fragen habe... Man sollte nicht Fragen um des Fragens willen sondern um sich besser auszukennen, wenn man etwas nicht versteht! Das ist der SINN des Ganzen. Somit ist es ganz egal ob es 2 Fragen oder 100 Fragen sind... es kommt nur darauf an, dass die Person sich danach besser auskennt als vorher... 

Mein Engagement ist nicht zu erkennen? Ich glaube, dass Leistung eigentlich gut feststellbar ist... wenn man es feststellen will... und ich habe den Eindruck, dass es genug Leute gibt, die da weniger engagiert sind und meine Leistungen eben nur für sich ausnutzen wollen... 

Kommentar von landregen ,

Ich habe mir jetzt deinen langen Text nicht durchgelesen, sorry.

Ich kann dir nur sagen: Wenn dir das ständig passiert, dass andere dich anders wahrnehmen als du dich selbst wahrnimmst - wenn die Fremdwahrnehmung durchgängig so stark von der Eigenwahrnehmung abweicht,

dann ist es sehr unwahrscheinlich, dass ALLE sich ändern müssen, dass ALLE auf dem falschen Dampfer hocken, dass ALLE sich irren und ungerecht sind, und dass du selbst überhaupt nichts damit zu tun hättest, und nur dein eigener Standpunkt der objektiv wahre ist.

Du kannst jetzt schmollen und streiten und dich grämen und auch verbittern über die undankbare Welt. Du kannst diese Rückmeldungen aber auch dankbar als Chance entgegen nehmen und für deine weitere Entwicklung nutzen.

Klar kannst du dich streiten und und versuchen, dein "Recht" durchzusetzen.

Aber wenn du dieses Problem hier hast, dann wirst du es auch überall woanders haben. Du löst rein gar nichts.

Viel Glück mit der persönlichen Weiterentwicklung.

Kommentar von DBKai ,

Nun - es kann eben wohl sein, dass ich richtig liege und die anderen falsch liegen.... Es hat nämlich meiner Sicht etwas mit dem Kapitalismus zu tun und das viele Leute immer zu ihrem eigenen Vorteil lügen werden... Es sind nicht alle so - aber derzeit doch noch die Mehrheit.

Für mich ist es wichtig mich darüber zu unterhalten und ich glaube wohl daran, dass sich etwas daran ändern kann... denn immer schon hat sich die Welt durch die Menschen verändert, die sich für die Veränderung auch aktiv eingesetzt haben... 

Ich werde dieses Problem vermutlich auch weiterhin haben - doch eigentlich müsste es mit mir keine Probleme geben, solange es nur fair zu geht... Alles was ich brauche ist ein klar definierter, fair zugeteilter, zeitlich erfüllbarer Aufgabenbereich... und diesen würde ich dann in Ruhe abarbeiten und für diesen bin dann auch NUR ich zu 100 % verantwortlich - wenn da etwas fehlt, dann hab ich etwas übersehen oder vergessen und muss beim nächsten Mal besser aufpassen... Niemand kann für meine Arbeit verantwortlich sein - genau so wenig, wie ich für die Arbeitsleistung anderer verantwortlich sein kann... Erwachsene Menschen sind selbst für das verantwortlich was sie tun und lassen... und müssen mit den möglichen Konsequenzen klar kommen können...

Ich glaube ja, dass ich unter eher erwachsenen Menschen gar keine Probleme hätte - aber so wie ich es sehe, sind die Mehrheit meiner Mitmenschen auf einem eher kindlichen Niveau stecken geblieben... und daher hab ich es momentan sehr schwer, weil sich diese Leute immer in Zweckgemeinschaften gegen mich verbünden... was irgendwann für sie selbst sehr nachteilig enden könnte... aber daran sind sie dann selber Schuld.

Kommentar von landregen ,

Du hast mein Mitgefühl. Du lebst in einer merkwürdigen Welt. Bei allen anderen stimmt fast alles nicht. Du bist der einzige weit und breit, der in allem Recht hat und bei dem alles absolut in Ordnung ist.

Ok, kann aber auch sein, dass du extrem auf Sachlickkeit und logische Abläufe angewiesen bist und kein übermäßig ausgeprägtes Gefühl für das soziale Miteinander hast. Möglicherweise sind viele einfach unfähig, Dinge so sachlich und logisch zu betrachten wie du, weil ihre Wahrnehmung durch jede Menge Emotion getrübt ist. Das wäre dann kein Lügen, kann aber so empfunden werden.

Wenn es so sein sollte, dann kommst du allerdings bei anderen ziemlich geschlossen nicht so gut an - und das finde ich dann auch sehr ungerecht.

Woran ich jetzt denke, geht in Richtung Asperger-Syndrom. Kann sein, dass ich vollkommen auf dem Holzweg bin, kann aber auch sein, dass es nützt, der Frage mal auf den Grund zu gehen.

Kommentar von DBKai ,

Falsch - ich sage nicht, dass ich die einzige Person bin, wo es so ist... aber ich sage, dass die Mehrheit anders tickt. Ich sage auch nicht, dass ich alles kann und immer alles auf Anhieb richtig mache, aber ich glaube wohl, dass ich mehr daran interessiert bin nach einem guten Weg zu suchen und es genauer analysiere was dafür und was dagegen spricht... 

Unter unfairen Menschen ist Eindeutigkeit und klare Ansagen auf jeden Fall wichtig, weil man sonst schnell ausgenutzt/ausgebeutet wird... ist leider so... unter erwachsenen Menschen wäre dies wohl weniger wichtig... unter Unreifen ist es sehr wichtig.

Was soziales Miteinander betrifft halte ich mich für eher unproblematisch... Man braucht mich nur zu fragen, ob ich da mal kurz helfen kann und sofern ich gerade selber nicht mit meiner Arbeit beschäftigt bin, bin ich eigentlich schnell bereit zu helfen, wenn ich helfen kann - sonst muss ich die Person wohl auf später vertrösten, da ja sonst andere ev. wichtigere Arbeit auf der Strecke bleiben würde... Bin aber sehr offen für Gespräche darüber, WAS, WARUM, wie wichtig ist... 

Stimmt  - es kann auch sein, dass ihre Wahrnehmung durch eine Emotion getrübt ist... was ich aber auch wieder eher unreif finde... ist ja nicht professionell wenn man sich in der Arbeit von Gefühlen leiten lässt... Da ist es schon gut, wenn man eher sachlich ist...

Wenn es so sein sollte, dann kommst du allerdings bei anderen ziemlich geschlossen nicht so gut an - und das finde ich dann auch sehr ungerecht

Ich komme sehr wahrscheinlich hauptsächlich bei denen nicht gut an, die durch Unrecht profitieren... Ich finde es wichtig, dass man sich für Fairness einsetzt... offen für Gespräche darüber ist... Was spricht dafür? Was dagegen? Wie könnte man dies fair lösen? Das ist für mich umgekehrt so auch ok, wenn dann jemand das Gespräch mit mir sucht... ich weiß nicht, wie ich es anders machen sollte... soll ich immer wieder die Arbeiten anderer mitmachen, so das diese immer unselbstständiger und abhängiger von meiner Arbeitskraft werden und dann ohne mich immer aufgeschmissener sein werden? Erstens will ich das ungern machen und zweitens halte ich es nicht für sehr sinnvoll und gut...

Ich glaube nicht, dass ich das Asperger-Syndrom habe, da ich mich kommunikativ sehr gut ausdrücken kann... und privat habe ich auch selten Probleme mit anderen Menschen... besonders nicht, wenn ich sie länger gut kenne und wir aufeinander eingespielt sind... auch beruflich kann es gut klappen... Ich bin eigentlich offener für Kommunikation als viele meiner Mitmenschen, denen man eben oft nur einmal zu widersprechen braucht und schon ist man bei denen unten durch... Da würde ich wohl eher vieler meiner Mitmenschen Asperger-Syndrom diagnostizieren - aber ich glaube es liegt wohl eher daran, dass die Mehrheit einfach noch ein sehr unreifes Verhalten an den Tag legt und daher das die Mehrheit macht, kann man durch so etwas auch immer wieder kleine Vorteile für sich heraus schlagen... Wenn sich irgendwann die Mehrheit eher erwachsen verhält, wird es umgekehrt sein und jemand, der sich unreif verhält, kommt damit nicht mehr weit....

Kommentar von landregen ,

Wenn bestimmte Probleme immer wieder in ähnlichen Situatinonen auftauchen, dann kann man jedenfalls davon ausgehen, dass man selbst etwas in sich hat, das änderbar und entwicklungsfähig ist und dass nicht die anderen die "Unrichtigen" sind.

Es ist bequem, davon auszugehen, dass "die anderen" sich allesamt falsch verhalten. Begründungen dafür kann man immer massenweise finden. Man kann dann auch leicht ausblenden, was an einem selbst verbesserungs-, zumindest veränderungs- und entwicklungswürdig ist.

Man muss sich dann selbst in keiner Weise in Frage stellen und man muss sich auch nicht die Mühe schmerzhafter Selbsterkenntnis machen. Der Preis ist, dass man sich im Leben immer wieder mit allen Menschen mit den gleichen Problemen herumschlägt und in der Gefahr ist, statt Lebenslust Verbitterung zu erfahren.

Kommentar von DBKai ,

Wie gesagt, glaube ich in meinem Fall wohl, dass die anderen häufig noch die Unrichtigen sind... eben wegen dem Kapitalismus und weil viele zu ihrem eigenen Vorteil lügen um sich selbst auf Kosten anderer zu bereichern. Daher sich die Mehrheit der Menschen noch eher unreif (das Hauptproblem) verhält, ist das derzeit eben noch so...Und ich ecke eben an, weil ich nicht bereit bin alles mitzumachen, egal ob gut oder böse - und weil ich mich nicht bereitwillig ausnutzen lassen möchte... und hier schon widerspreche, während viele andere das wohl nicht tun und sich mit den Vorgesetzten gut stellen, um Vorteile durch diese zu haben und um ihren Platz behalten zu können - Vitamin B - es geht nicht professionell zu! Ich brauche nur einmal zu widersprechen und werde gleich gekündigt... um bleiben zu können müsste ich mir alles, ohne zu Murren, gefallen lassen und bereit sein ALLES zu tun, was diese mir anschaffen.. ohne Unterscheidung von gut und böse.

Jaja - es kann auch sein, dass die Person, die sagt, dass die anderen Schuld sind, in Wahrheit selbst Schuld ist - da liegst du richtig... auch so kann es sein... doch es kann eben auch umgekehrt der Fall sein....und ich weiß ja eben auch eine Erklärung warum sich viele Leute schlecht verhalten... immerhin zahlt es sich ja noch aus...

Ich bin gerne bereit auch an mir selbst zu arbeiten und ich erkenne es auch an, wenn jemand etwas besser kann als ich... ich bin auch offen für konstruktive Kritik.... aber viele meiner Mitmenschen sind da eben anders und erkennen es nicht an, wenn jemand mehr leistet und etwas besser kann, sondern versuchen diese Kraft für sich auszunutzen... und üben unfaire Kritik indem sie eben sagen, dass man bestimmte Dinge angeblich nicht tut, die man eigentlich schon getan hat... und so kann der Alltag nun einmal schwierig werden...  Du leistest täglich mehr als manche anderen und trägst den Müll runter und anstatt, dass deine Leistungen geschätzt werden, lügt man auch noch über das was du getan hast und sagt, dass du es nicht getan hättest! Klar - ist so eine Arbeitsumgebung nicht traumhaft. Leistung und Arbeit an sich selbst lohnt sich in diesem Fall ja gar nicht - sondern ist sogar von Nachteil! Von Vorteil ist es, wenn man nicht an sich arbeitet und immer über die Leistungen anderer lügt... sofern man schon länger da ist und die Macht hat neue Angestellte zu kündigen oder schlecht zu beurteilen!

Ich schätze die guten Dinge im Leben, die ich derzeit meist in meiner Freizeit noch erleben kann - beruflich läuft es derzeit im Kapitalismus noch meist überall ähnlich... wird auch so bleiben... immerhin lohnt es sich noch nicht wirklich an sich selbst zu arbeiten und eine gute Leistung zu erbringen - an vielen Stellen wird man derzeit nur ausgenutzt... ist einfach noch so... Doch ich glaube wohl, dass der Umschwung kommen wird... ist nur eine Frage der Zeit.

Kommentar von landregen ,

Ich denke für mich selbst: Wenn ich immer wieder auf ähnliche Probleme stoße, dann ist das eine Einladung an mich selbst, mich so weit zu verändern, dass mir dergleichen nicht mehr widerfährt. Ich glaube nicht, dass ich mit dem Begriff "Schuld" weiterkomme.

Nach meiner Überzeung ist es das Zusammenspiel von zwei Seiten, das zu dem führt, was man dann miteinander erlebt. Wenn einer sich  anders verhält, müssen andere das zwangsweise auch - es wird etwas ganz anderess dabei herauskommen.

Dabei geht es nicht um Schuld.

Ich fahre auch gut damit, möglichst das zu tun, was ich im Job für sinnvoll halte, nicht das, was vielleicht gut ankommen könnte - möglichst ohne mich von der Beurteilung anderer abhängig zu machen. Warum ich was wie gelöst habe, kann ich dann gut begründen, und das wird meist respektiert.

Wenn ich übersehen werde oder falsch eingeschätzt - dann liegt es meiner Überzeugung nach hauptsächlich daran, dass ich mich nicht klar, offen, freundlich, engagiert genug gezeigt habe, dann fehlt es an Transparenz meinerseits und auch daran, mich authentisch zu präsentieren und zu kommunizieren.

Wie ich von anderen wahrgenommen werde, das ist für mich immer ein hilfreiches, leider auch oft schmerzhalftes Korrektiv und oft ein Anlass, Dinge anzusprechen, aber ohne Vorwurf, eher als sogenannte "Ich-Botschaften".

Ich vermeide möglichst, anderen böse Absichten zu unterstellen, sondern gehe davon aus, dass jeder irgendwie versucht, nach seinen Möglichkeiten zu handeln.

Der wertvollste Hinweis, dass ich noch Potentential habe, das ich noch nicht erkundet habe, ist der Moment, in dem ich wütend werde oder mich gekränkt fühle. Genau da liegt bei mir noch etwas im Argen, da habe ich Lücken, Fehler und "schwarze Flecken". Wäre ich mit mir im Reinen, würde ich mich nicht aufregen.

Es ist besonders lohnend, bei mir selbst an diesen Stellen nachzuforschen.

Kommentar von DBKai ,

Oh doch - manchmal ist nun einmal ganz eindeutig die andere Person Schuld. Wenn du mit dem Auto fährst und ein anderer fährt dir hinten drauf, weil du bremsen musst und er nicht ausreichend Sicherheitsabstand eingehalten hat, dann ist im Normalfall auch die Person schuld, die dir aufgefahren ist und nicht du...

Wenn du über eine rote Ampel fährst und einen Unfall verursachst, dann bist du schuld, weil alle Verkehrsteilnehmer eigentlich wissen sollten, dass die rote Ampel "Stopp- stehen bleiben" bedeutet.

Wenn du als Lehrer ungenaue Stoffangaben machst und dann etwas abprüfst, was du nicht angekündigt hast und die Schüler das dann nicht wissen, weil sie es sich gar nicht angesehen haben - sich nicht darauf vorbereitet haben - dann ist der Lehrer schuld.

Wenn du für eine Prüfung nicht lernst und dann nichts beantworten kannst, dann bist du schuld.

Wenn du in die Arbeit gehst und deine Aufgaben so gut es dir möglich ist zu erfüllen versuchst und auch offen für Gespräche bist - die Leute dort, aber deine guten Leistungen ignorieren und/oder über diese lügen, in dem sie sagen, dass du Dinge nicht machen würdest, die du in Wahrheit aber gemacht hast, dann sind deine Vorgesetzten, die dich beurteilen schuld.

Es gibt also sehr wohl Situationen, die selbst- als auch Situationen die eindeutig fremdverschuldet sind... Bei den selbstverschuldeten muss man an sich arbeiten und bei den fremdverschuldeten wird man sich zu wehren versuchen wollen... Mehr kann man nicht tun - immerhin liegt der Fehler in dem Fall nicht wirklich bei einem selber..

Ich habe das mit dem Kapitalismus, dem unreifen Verhalten und den Zweckgemeinschaften schon erklärt... Wenn etwas an mir liegt, bin ich auch bereit an mir zu arbeiten - aber in dem Fall bin ich ausgeliefert und ich kann tun, was immer ich will - diese Leute werden immer zu ihrem Vorteil lügen... solange sie nicht langsam mal erwachsener werden... ev. muss sich dafür erst das System ändern, damit es sich mehr lohnt erwachsen zu werden...

Warum ich was wie gelöst habe, kann ich dann gut begründen, und das wird meist respektiert

Von eher erwachsenen Menschen wahrscheinlich... nicht von unreifen Menschen... Ich kenne auch Menschen mit denen man sehr wohl gut zusammen arbeiten kann... aber ich kenne nun einmal auch viele, mit denen man kaum reden kann...

Wenn ich übersehen werde oder falsch eingeschätzt - dann liegt es meiner Überzeugung nach hauptsächlich daran, dass ich mich nicht klar, offen, freundlich, engagiert genug gezeigt habe, dann fehlt es an Transparenz meinerseits und auch daran, mich authentisch zu präsentieren und zu kommunizieren.

Ich glaube, dass du unter eher unreifen Menschen perfekt sein kannst, wie du willst und es niemals passen wird... Mobbing! Sie werden dir unterstellen, dass du Dinge nicht machst, die du aber eigentlich schon gemacht hast... vielleicht warst du sehr offen, sehr freundlich, sehr deutlich usw. - in jeder Hinsicht sogar ganz eindeutig überdurchschnittlich und trotzdem wird es ein "nicht motiviert" oder "passt nicht ins Team" oder sonstige fadenscheinige Begründungen werden...  Du kannst es solchen Leuten unmöglich recht machen.... Wenn ein Mensch unzufrieden mit dir sein WILL, dann wird er immer Gründe finden um es sein zu können. Wenn ein Mensch mit dir zufrieden sein will, wird er auch immer gute Eigenschaften an dir finden können... es kommt darauf an, worauf man seinen Blick richtet... Es liegt also sowohl an dir, als auch an der anderen Person.

Kommentar von DBKai ,

Zwei unreife Menschen werden es nicht lange miteinander aushalten können, weil eben jeder immer zum eigenen Vorteil lügen wird... Ein unreifer und ein reifer Mensch können es länger miteinander aushalten, weil der reife Mensch einiges wegstecken kann - besonders erfreulich gestaltet sich die Beziehung jedenfalls nicht... Und zwei reife Menschen können es lange miteinander aushalten, weil sie im Normalfall fair und gut miteinander umgehen.

Ich-Botschaften kenne ich bereits lange und gut und verwende ich oft... "Ich fühle mich unfair behandelt und zwar weil... "

Böse Absichten? Hm - ich halte viele meiner Mitmenschen einfach für unreif und unüberlegt... meiner Sicht nach denken sie nicht darüber nach, wohin ihre Entscheidungen/Handlungen sie langfristig führen werden und da sie sich häufig nichts sagen lassen, sind sie am Ende oft selber schuld an ihrer miesen Lage. Manchen Menschen kann man nicht helfen, weil sie keine Hilfe annehmen wollen... manche wissen auch nicht, wo sie Hilfe finden könnten... Ich tue mir in meiner Situation z. B. auch schwer Hilfe zu finden, denn ich fühle mich vielen Lehrern und Vorgesetzten oft ausgeliefert... Sie können sich fast alles erlauben und ich soll meist kuschen und mir alles gefallen lassen müssen... Wer ein guter Helfer sein kann, kommt ganz darauf an, wie viel jemand weiß - welche Erfahrungen jemand hat... usw... jemand der sich selbst kaum helfen kann, kann auch anderen keine gute Hilfe sein.. Ehrlichkeit wäre dann eine attraktive Eigenschaft... ich kenne mich da auch nicht so gut aus... ich müsste mich mal näher informieren... wie denkst du darüber? Besser als so zu tun, als wüsste man mit Garantie, was richtig ist, ohne dies gut erklären zu können... "Das weiß ich auch nicht so genau." ist mir 1000 x lieber als das vorspielen von Sicherheit... Es reicht wenn man sagt: "Bisher haben wir das so gemacht und das hat bisher gut geklappt.. wüsstest du einen besseren Weg?" Es muss ja nicht immer alles gleich bleiben, sondern es kann auch weiterentwickelt werden... und das ist auch manchmal notwendig, etwas zu verändern...

Ich forsche bei mir selbst... ev. tun es in meinem Fall die anderen zu wenig? Ich gehe in die Tiefe während viele eher an der Oberfläche bleiben?

Jedenfalls bleibe ich dabei. Es kann so sein, wie du es schreibst, dass es an mir liegt... und die anderen alle super sind...

Es kann aber auch umgekehrt der Fall sein, dass ich eigentlich eine sehr gute Arbeit leiste, aber die anderen sich unreif und verantwortungslos verhalten... nicht langfristig denken... und mir großes Unrecht tun...  

Antwort
von AnnnaNymous, 28

Da ist mit jeder Person, die sich so verhält, ein Gespräch über Eigenwahrnehmung und Fremdwahrnehmung zu führen.

Kommentar von DBKai ,

Wohl wahr... Pech ist es nur, wenn sich die Vorgesetzten so verhalten... denn diese sind selten daran interessiert... und missbrauchen meist ihre Machtposition

Kommentar von AnnnaNymous ,

Ja, solche hatte ich auch schon mal, aber bei mir waren es jetzt nicht die meisten. Wenn Du Dich dort nicht wohlfühlst, dann könntest Du kündigen und es woanders versuchen. Ansonsten: Aushalten und das Beste draus machen.

Antwort
von frischling15, 32

Die Hauptsache für Dich sollte sein , dass Du von Dir und Deinen Handlungen überzeugt bist ! Dann ist es unerheblich , was Ignoranten von Dir behaupten ! Vermeide es vor allen Dingen , Dich zu rechtfertigen , das wäre den Intriganten in die Karten gespielt .

Glaube an Dich und Deine Fähigkeiten , und lache den Zweiflern ins Gesicht !

Kommentar von DBKai ,

Ich glaube, dass ich das sogar schon tue... ich bin mit mir eigentlich insgesamt eher zufrieden... ich bin nicht perfekt und kann mich in vielen Bereichen auch noch verbessern - aber es gibt bestimmte Dinge, wo ich schon finde, dass ich sie bereits gut kann... bei manchen finde ich auch, dass ich sie besser als andere kann - genau so wie es Bereiche gibt, wo ich den Eindruck habe, dass andere etwas besser können als ich... z. B. kann ich keinen 5-fach-Salto... und den werde ich auch niemals können, so wie ich mich einschätze... xD Ich hab jedenfalls kaum ein Problem damit zu den Dingen, die jemand besser kann als ich auch zu stehen...

Mein Problem liegt darin, dass ich den Eindruck habe, dass viele Leute meine Arbeitskraft für sich ausnutzen wollen... meine guten Leistungen werden eben ignoriert und man sucht etwas, was man an mir schlecht machen kann... dies tun Leute, die ich meist für keine besonders guten Vorbilder halte.... und wenn ich mich dann gegen unfaire Kritik (wo die mir sagen, dass ich etwas machen soll, was ich bereits mache - diese das aber wohl bewusst ignorieren) wehren will und ihnen widerspreche, dann werde ich schnell gekündigt... entweder ich tue also alles, was diese von mir wollen - egal ob gut oder böse und all das auch noch ohne zu Murren - lasse mich bereit willig ausbeuten - oder ich bin weg vom Fenster... So sieht mein Alltag leider derzeit häufig bei der Arbeitssuche aus... Friss oder stirb-Einstellung meiner Vorgesetzten... 


Kommentar von frischling15 ,

Du musst wissen was Du tust ..

Beim nächsten Mal :" Faust in der Tasche und Zähne aufeinander !"

Gedanken sind zollfrei , wusstest Du das ? ;)

Kommentar von DBKai ,

Jaja... soll das heißen, dass ich immer kuschen soll? Was soll ich denn darauf sagen, wenn mir jemand Dinge vorwirft, die so nicht stimmen...

Z. B. trage ich den Müll runter und jemand sagt: "Du trägst nie den Müll runter." Das ist ja dann eine Falschaussage...

Soll ich dann sagen: Stimmt - habe ich nicht gemacht - ich mache es ab jetzt.... am besten mit Foto-Dokumentation....?

Oder soll ich sagen: So stimmt es nicht - das habe ich gestern und heute zum Beispiel gemacht... ich verstehe nicht, warum du das sagst? Was möchtest du genau von mir haben? Wie kann ich es dir recht machen? 

Ich habe den Eindruck, dass bei solchen Leuten selbst Beweise nicht helfen... selbst wenn ich es auf Video habe, dann regen sich die Leute eben darüber auf, wie ich da stehe oder wie mein Gesichtsausdruck gerade ist... irgendetwas findet man immer, wenn man nur will... und das Gute wird eben völlig übergangen...

Während viele meiner Kollegen selbst viel weniger vorbildlich sind als ich... weniger machen... usw.

Das ist für mich einfach eine schwierige Lage und ich finde diese Menschen eben wirklich sehr unreif... unter erwachsenen Leuten hätte ich vermutlich kein Problem... 

Jedenfalls versuche ich meine Arbeit so gut wie möglich zu machen -doch meist reicht es ja schon aus, wenn ich einmal widerspreche, wenn mir ein unfairer Vorwurf gemacht wird und schon werde ich gekündigt... Ich halte es schon für wichtig, dass Vorgesetzte mal lernen mit Widerspruch umzugehen... und gemeinsam nach fairen Lösungen zu suchen... 

Antwort
von ChulatasMann, 30

Könnte an mangelnder Selbstkritik liegen.

Kommentar von DBKai ,

Richtig - es könnte auch daran liegen...

Mangelnde Selbstkritik von Seiten des Vorgesetzten ODER von Seiten des neuen Mitarbeiters... 

Viele Dinge könnte man ja feststellen und/oder beweisen... durch Gespräche eine für beide Seiten passende und vor allem faire Lösungen suchen und finden.

Kommentar von ChulatasMann ,

Es scheinen aber ja auch andere Mitarbeiter des Betriebes der Meinung zu sein. Irgendwie fühle ich mich durch Deine Antwort bestätigt.

Kommentar von DBKai ,

https://de.wikipedia.org/wiki/Bel%C3%A4stigung

Belästigung laut Wikipedia.

Inwiefern fühlst du dich belästigt?

Darf ich dir keine Antwort auf das geben, was du schreibst? Stört es dich, dass ich nicht Ja und Amen zu dem sage, was du schreibst? Oder wo liegt dein Problem?

Ja - es ist derzeit häufig so, dass sich mehrere eher unreife Menschen gegen andere als Zweckgemeinschaft verbünden um einen Vorteil daraus zu schlagen... Dass bedeutet nicht, dass diese Leute richtig und gut handeln... Sie sind einfach  nur länger da... sitzen am längeren Hebel.. haben die Macht und nutzen diese auf negative Weise um neue Mitarbeiter zu unterjochen... wenn jemand widerspricht und sich gegen Unrecht zu wehren versucht, wird er eben schnell gekündigt... Gespräche sind nicht gut möglich. 

Kommentar von ChulatasMann ,

Wer sagt das ich mich belästigt fühle?

Kommentar von DBKai ,

Uuuups - hab mich verlesen.. bestätigt - nicht belästigt... XD

Kommentar von DBKai ,

Ich finde aber, dass es trotzdem sein kann, dass es an den anderen und nicht an mir liegt.

Vielleicht bin ich ja selbstkritisch und die anderen sind es nicht.

Woher willst du wissen, wie es wirklich ist?

Auch die Mehrheit kann falsch liegen.

Kommentar von ChulatasMann ,

Selbstkritisch bist Du aber in Deinen Kommentaren nicht. 

Antwort
von Shiftclick, 32

Je gelassener man sowas trägt, desto besser. Es gibt Menschen mit übertriebenem 'Gerechtigkeitssinn', der fast ins Querulantische geht, und die kriegen nirgends Sympathiepunkte. Die Welt ist ungerecht und man muss mit solchen Dingen souverän umgehen. Sonst hast du Pech.

Kommentar von DBKai ,

Die Welt mag ungerecht sein - man kann sich aber aktiv für mehr Gerechtigkeit einsetzen.... durch Bildungsangebote... Menschenrechte... selber nicht so sein.... offen für Gespräche auf Augenhöhe sein... Lösungen für bestehende Probleme suchen... 

Ich habe momentan auch häufig Grund zur Beschwerde, weil ich einfach den Eindruck habe, dass ich tun kann was immer ich will und es bestimmten Leuten niemals recht machen kann - diese immer etwas, was ich tue als Fehler hinstellen und meine Arbeitskraft für sich ausnutzen wollen... wenn ich mich dann gegen unfaire Kritik und Beschuldigungen wehren möchte, dann werde ich schnell gekündigt... Widerspruch ist nicht gewünscht... Die die länger da sind habe automatisch immer recht und missbrauchen so ihre Machtposition... Als neuer Mitarbeiter ist man diesen Leuten dann meist komplett ausgeliefert und kann sich nicht gut helfen... 

Wie sollte ich es in meinem Fall sonst machen? Wenn mir jemand vorwirft gewisse Dinge nicht zu tun, die ich in Wahrheit aber bereits tue und die diese Person offenbar bewusst ignoriert? Soll ich sagen, dass sie richtig liegt und ich es in Zukunft machen werde? Im schlimmsten Fall muss ich das unter diesen Umständen wohl sogar so hinnehmen....ich würde es wirklich schätzen, wenn ich zur Abwechslung mal einen Vorgesetzten hätte, den ich auch mal für voll nehmen kann... 

Antwort
von Grautvornix, 27

Wenn das auf der Arbeit passiert, ist das Mobbing, da helfen genaue Dokumentationen, was man wann gemacht hat, so eine Art Tagebuch.

Oder meinst du das Allgemein?

Kommentar von DBKai ,

Allgemein... aber in meinem Fall betrifft es häufig eher die Arbeit... 

Ich dokumentiere es und habe auch heute eine Mail an die Vorgesetzten von meinen Vorgesetzten geschrieben... 

Kommentar von Grautvornix ,

Gibt es denn niemanden neutrales, mit dem du darüber reden kannst, der die Beobachtungen der anderen bestätigt oder entkräftet?

Geht es dir nur auf der Arbeit so, oder trifft von dem was  landregen schreibt etwas zu?

Kommentar von DBKai ,

Auf die Antwort von landregen hab ich gerade eine Antwort geschrieben und ich finde, dass es in meinem Fall nicht zutreffend ist.

Es geht mir derzeit an vielen Arbeitsplätzen so... und das hat - meiner Sicht nach - vor allem damit zu tun, dass ich mich gegen den Kapitalismus und gegen Unrecht klar ausspreche, während die Mehrheit eben durch Unrecht profitiert und mich daher schnell rausekeln möchte... Die die im Unternehmen schon länger da sind, beuten meist die aus, die erst seit kurzem da sind oder auch die Schüler... solange diese sich das gefallen lassen und nicht murren - ev. etwas schleimen, können sie bleiben und sonst gibt es schnell eine schlechte Beurteilung oder die Kündigung... Die die an der Macht sind, missbrauchen ihre Position meist... sie sitzen am längeren Hebel und neue Mitarbeiter können sich nun einmal kaum/nicht wirklich gegen diese wehren...

Ich wüsste jetzt niemanden Neutralen, mit dem ich gut darüber reden könnte... ich habe den Vorgesetzten meiner Vorgesetzten auf Rat eines anderen Users bereits eine Mail über den Vorfall geschrieben... und ich schreibe eben im Internet darüber... und unterhalte mich im Alltag mit anderen darüber... sonst fällt mir nicht viel ein was ich tun kann... Ich habe nicht den Eindruck, dass jeder unzufrieden mit meiner Leistung war... aber es gibt einfach ein paar ältere Angestellte, die sich da als Zweckgemeinschaft verbünden und gemeinschafltich gegen Leute wie mich aussagen... 

Kommentar von Grautvornix ,

Geht mir ähnlich, deswegen hab ich auch oft Ärger auf der Arbeit gehabt, und mich selbst ausgebremst.

Aber ich habe es nur einmal bereut.

Sicher würde es mir besser gehe, wenn ich so wäre wie die "anderen", aber ich kann meine Persönlichkeit nicht verbiegen.

Das Problem ist das, ich es einfach nicht abgewogen habe, wann es besser für mich ist wenn ich mal den Mund halte, auch wenn ich recht habe.

Was sich im nachinein oft bestätigt hat.

Ich bin für einen anderen eingetreten der sich nicht wehren konnte, das hat mir Nachteile gebracht, er hat diese Beleidigung (du Ar.....och, von einem Vorgesetzen ) wohl wesentlich weniger schlimm empfunden als ich.

Ich war immer fachlich ein guter Mitarbeiter, aber auch oft unbequem.

Einmal  wie erwähnt, habe ich von mir aus gekündigt, obwohl ich mich dort sehr wohl gefühlt habe, es ging um Ungerechtigkeit bei der Bezahlung, aber nicht um die Höhe dieser, sondern um verschiedene Berechnungsgrundlagen, durch Betriebsübernahme.

Als mir am letzten Tag klar wurde wie gern ich geblieben wäre, hätte ich es rückgängig machen sollen, aber da war ich zu stolz für, meine Hoffnung das mich der Betriebsliter überreden würde, hat sich mit den Worten erledigt:

Ich gehe davon aus, das sie sich das reiflich überlegt haben, daher versuche ich nicht sie umzustimmen, aber sie können wiederkommen wenn es sich doch als Fehler herausstellen sollte.

Da hätte ich gerne mein dämliches Gesicht gesehen.

Finanziell ging es steil nach oben, aber die Warnungen der Kollegen die schon dort gearbeitet haben wo ich hingegangen bin hatten sich leider bestätig.

Ich wollte dann zurück, doch mit Geld und Versprechungen, das sich was ändern würde, hab das verpasst, bis es nicht mehr möglich war.

Kommentar von DBKai ,

Geht mir ähnlich, deswegen hab ich auch oft Ärger auf der Arbeit gehabt, und mich selbst ausgebremst.Aber ich habe es nur einmal bereut.

Ich sehe es nicht so, dass ich mich selbst ausbremse - sondern finde derzeit eher, dass ich ausgebremst werde... Ich möchte mir nicht alles gefallen lassen müssen und schon sagen dürfen, wenn ich etwas unfair finde, ohne deshalb gleich gekündigt zu werden... Hier liegt für mich der Fehler bei meinen Vorgesetzten.

Das Problem ist das, ich es einfach nicht abgewogen habe, wann es besser für mich ist wenn ich mal den Mund halte, auch wenn ich recht habe.

Ich denke, dass nicht immer alles sofort gesagt werden muss - denn nicht immer ist der richtige Zeitpunkt... aber man kann sich ja mal Zeit dafür nehmen und die Person in Ruhe darauf ansprechen - Fragen, wann sie mal Zeit hätte und sich dann zusammen setzen... um ein Thema ordentlich auszusprechen... Wie sehe ich das? Wie siehst du das? Wie können wir das auf faire Weise lösen? Wohin führt es langfristig?

Ich bin für einen anderen eingetreten der sich nicht wehren konnte, das hat mir Nachteile gebracht, er hat diese Beleidigung (du Ar.....och, von einem Vorgesetzen ) wohl wesentlich weniger schlimm empfunden als ich.

Für mich kommt es darauf an, wie er es sagt und warum er es sagt? In welchem Kontext steht es? Warum hat der Vorgesetzte das gesagt? In welchem Zusammenhang kam die Aussage? Unter Freunden kann man so etwas ja z. B. sagen, ohne das es wirklich böse gemeint ist... Es kann aber auch sein, dass sich jemand sehr unfair behandelt fühlt - sich auf den Schlips getreten fühlt/ausgenutzt und ausgeliefert fühlt und das deshalb sagt... ein Vorgesetzter sollte so etwas wohl besser nicht sagen... immerhin sitzt dieser ja meist am längeren Hebel? Jedenfalls würde ich ein Gespräch suchen wollen, wo dies geklärt werden können sollte...

Kommentar von Grautvornix ,

Schönen Dank für die Ausführungen, ich stelle gerade fest das ich garnichts gefragt habe,sondern du.

So noch eine Antwort die Welt ist ungerecht!

Ich finde das unfair was du machst, du suchst keinen Rat sondern eine Bestätigung dafür das du recht hast.

Dann hätte ich mir den Text sparen können.

Ja du hast recht.

Kommentar von DBKai ,

Mag sein, dass du nichts gefragt hast - aber ich wollte trotzdem gerne etwas dazu schreiben, um mich zu erklären.. wie ich darüber denke... muss ja keiner lesen, wenn es ihn nicht auch interessiert...

Die Welt ist ungerecht - das ist mir auch schon aufgefallen... aber die Welt war schon mal noch chaotischer und noch viel ungerechter und es hat sich immer schon enorm viel zum Guten verändert durch die Menschen, die sich aktiv für diese Veränderung eingesetzt haben... und so kann es auch weitergehen.. und so kann die Welt immer gerechter werden.

Was suche? Ich interessiere mich dafür, wie andere über etwas Denken... und möchte mich dann darüber unterhalten... Ich werde etwas nicht einfach hinnehmen, nur weil jemand eine Behauptung macht, sondern ich analysiere, was dafür und was dagegen spricht...

Liege ich denn deiner Meinung nach falsch? Klar - du kannst meine Lage schlecht beurteilen, immerhin bist du nicht dabei und selbst wenn du dabei wärst, könntest du - wenn du dich unreif verhältst - eben Falschaussagen machen... ist einfach so...

In diesem Fall kann es eben sein, dass ich richtig liege und die Mehrheit es falsch macht... es kann aber auch sein, dass ich falsch liege und die Mehrheit richtig liegt... wie es wirklich ist, wird die Zeit offenbaren... 

Könntest du es mir beweisen, dass ich falsch liege? Dafür bin ich durchaus offen... und darauf lasse ich mich wohl auch ein...

Wenn ich im Unrecht liegen sollte, brauche ich kein "Ja - du hast recht..." Doch was spricht wirklich dafür, dass es eben so ist``?

Kommentar von Grautvornix ,

Geht mir ähnlich, deswegen hab ich auch oft Ärger auf der Arbeit gehabt, und mich selbst ausgebremst.

Ich sehe es nicht so, dass ich mich selbst ausbremse - sondern finde derzeit eher, dass ich ausgebremst werde.

Andere haben Regeln festgelegt, nach denen ich nicht spielen will.

Daher darf ich nicht mit spielen, das war meine Entscheidung.

Sicher kann ich sagen da es ihre Schuld ist, sie hätten ja nach meinen Regeln spielen können.

Das ist Ansichtssache.

Wir leben besser als im Mittelalter, das ist sicher richtig, aber ob es gerechter ist, da bin ich mir nicht so sicher.

Wir leben hier besser als z.B. in Nordkorea, oder in Somalia, aber ist das gerecht?

Trotzdem denke ich das es immer ungerechter zu geht, besonders auf dem Arbeitsmarkt, und das wird schlimmer werden.

Wenn mir der Chef eine Zeitarbeitsunternehemen erzählt, das er an einer Stunde die ich arbeite 0,16 € verdient, (auf dem Pakplatz steht aber ein Nagelneuer Cayenne S) dann brauch ich nicht dem zu diskutieren, entweder ist der blöd, oder will mich veraschen.

Und wenn mir als Facharbeiter ein Verdienst angeboten wird, der nichtmal dem entspricht was ich vor 25 Jahren mit der gleichen Arbeit, aber weniger Berufserfahrung verdient habe, dann kann ich das machen oder lassen.

Ich habe mich für lassen entschieden, und habe nun wenig Geld und werde von der Geselschaft als fauler Sack angesehen, das muss ich aushalten, ich kann niemand zwingen mir das zu bezahlen was ich der Meinung bin, verdienen zu müssen.

Neulich habe ich in einer Anzeige gelesen :

Werkzeug wird gestellt. Maschinenbau!!!!!

Toll die Handwerker von" Säulen der Erde" mussten ihre Werkzeuge noch selbst mitbringen.

Es ist also schon ein besonders zu erwähender Vorteil das man dies nicht mehr machen muss.

Kann ja nicht mehr lange dauern, bis dort steht ( ich bin u.a. Dreher), :

Material muss nicht selbst gewalzt werden.

Die Reichen werden immer Reicher, und die anderen werden gegeneinander aufgehetz, das ist das was Überall passiert.

Die Deutschen gegen die Griechen, die Rechten gegen die Flüchtlinge, die Beschäftigten gegen die  Arbeitslosen, die Fleischesser gegen die Veganer, der Westen gegen den Osten.

Mehrere Milliarden werden in den USA dafür ausgegeben um einen zu bestimmen der die nächste 4 Jahre das Sagen hat.

Und was machen die beschmeissen sich mit Dreck und machen Versprechungen von denen sie Wissen das sie diese sowieso nicht einhalten können. Selbst wenn sie es wollten

Und dann kommen da noch Leute die mir weismachen wollen das ein Iphon 7 viel besser ist als ein iphon 6, obwohl die Recoursen der Erde zu Ende gehen und wir im Müll ersticken, und jeden Tag 30 000 Kinder verhungern.

Wir gehören alle in eine Anstalt., die einen weil sie es erzählen, die anderen weil sie es glauben.

Ich mach jetzt mal Schluß, da klingeln gerade die Leute von der NSA....dabei hab ich es noch garnicht abgeschickt.

Kommentar von DBKai ,

Sicher kann ich sagen da es ihre Schuld ist, sie hätten ja nach meinen Regeln spielen können. Das ist Ansichtssache.

In dem Fall kommt es darauf an, ob die Regeln ethisch gut sind oder nicht... Sind die Regeln global gut und du würdest wollen, dass die anderen nach deinen nur für dich guten Regeln spielen, dann wäre das böse/schlecht von dir... deine Regeln würden eine global schlechte Entwicklung fördern, die sich negativ auf jedes Leben auswirken werden...

Sind die Regeln des Unternehmen global schlecht und du willst da nicht mitspielen, dann bist du der Gute... denn so wie diese Leute wirtschaften, wird es früher oder später in einer Sackgasse enden... ist nun einmal so... es hat keinen langfristigen Sinn... es ist böse... und es ist nicht FAIR. Wenn sie sich keine Ziele in Richtung Menschenrechte und global gute Entwicklung setzen, dann sind diese Leute schuld an dem Unrecht, dass sie dir und der Welt damit tun... Zumindest eine gute Richtung sollte jedes Unternehmen ansteuern... das ist für mich die beste Werbung, die man für sich machen kann.

Wir leben besser als im Mittelalter, das ist sicher richtig, aber ob es gerechter ist, da bin ich mir nicht so sicher.

Doch - ich denke schon... Ich bin eine Frau und ich bin Single und kann selbst entscheiden, ob ich das bleiben will oder nicht... Ich bin mir nicht sicher, ob ich im Mittelalter da so viel zum mitreden gehabt hätte...Die Konsequenzen fürs Aufmucken waren wohl auch härter...

Wir leben hier besser als z.B. in Nordkorea, oder in Somalia, aber ist das gerecht?

Susi ist 180 cm groß und ich nur 166 cm. Ist das gerecht? Manche Dinge kann man nicht gut beeinflussen... andere kann man hingegen sehr wohl beeinflussen. 3 Leute leben in einem Haushalt und die Haushaltsaufgaben werden fair unter diesen 3 Leuten verteilt - und man wechselt sich ab. Bei einer Prüfung kann man klare Stoffangaben geben und ausreichend Vorbereitungszeit einplanen + offen für Fragen sein, damit alle Unklarheiten beseitigt werden... oder man kann ungenaue Stoffangaben machen - etwas zur Prüfung bringen, wovon nie die Rede war und wenn Leute deshalb dann eine schlechte Note bekommen, können sie das nicht einklagen...

Es gibt Länder, wo es schlimmer zugeht als bei uns und das ist schlecht... Das kann ich aber nicht von heute auf morgen verändern - aber ich kann Hilfsorganisationen durch Spenden unterstützen und ich kann mich über diese Probleme unterhalten und überlegen, wo die Ursachen liegen und was man tun könnte, damit es besser wird... Was liegt im eigenen Einflussbereich und was nicht?

Trotzdem denke ich das es immer ungerechter zu geht, besonders auf dem Arbeitsmarkt, und das wird schlimmer werden.

Die Frage ist: Wann war es schon mal besser und fairer?

Sofern sich das System in Richtung Gemeinwohl verändert und die Leute erwachsener werden und mehr an sich selbst als an anderen arbeiten, könnte sich auch weiterhin etwas verbessern...

Wenn mir der Chef eine Zeitarbeitsunternehemen erzählt, das er an einer Stunde die ich arbeite 0,16 € verdient, (auf dem Pakplatz steht aber ein Nagelneuer Cayenne S) dann brauch ich nicht dem zu diskutieren, entweder ist der blöd, oder will mich veraschen.

Hast du den ev. gefragt woher er das Geld für den Cayenne S hat? Und ob du ev. mal seine Wohnung/sein zu Hause sehen könntest? Dann kannst du ihn auch befragen wie er das alles finanziert? Bzw. wie er mit so wenig Geld über die Runden kommt - der muss ja ein echt PRIMA Manager sein! Von dem kann man sicher noch etwas lernen.

Ich habe mich für lassen entschieden, und habe nun wenig Geld und werde von der Geselschaft als fauler Sack angesehen, das muss ich aushalten, ich kann niemand zwingen mir das zu bezahlen was ich der Meinung bin, verdienen zu müssen

Fauler Sack? Warum das?

Wenn es kein Angebot gibt, dann kannst du ja wohl auch nicht viel machen... Wenn es nach mir Ginge, hätte ich heute noch meinen ersten Arbeitsplatz - aber die Umstände waren so unfair/unzumutbar, dass ich schließlich gegangen bin... Eigentlich würde mir eine Entschädigung zustehen, wenn man es genau nimmt... aber ich kann es nirgends einklagen... ich fühle mich vielen Vorgesetzten und Obrigkeiten eigentlich hilflos ausgeliefert...

Kommentar von DBKai ,

Die Reichen werden immer Reicher, und die anderen werden gegeneinander aufgehetz, das ist das was Überall passiert

Jap - den Eindruck habe ich auch... und das finde ich auch nicht fair und nicht richtig... Es sollte ein verständliches, festgelegtes Maximalgehalt geben... so viel bekommt man maximal für sehr anspruchsvolle Arbeiten mit 40 Stunden pro Woche... und das kann jeder erreichen, wenn er an sich arbeitet und gewillt ist konstant eine gute und hohe Leistung zu erbringen, die auch global Gutes bewirkt.... Es gibt Leute, die sind total überbezahlt und deren Gehälter könnte man deutlich kürzen und die Niedriglöhne dafür anheben... und vom Kapitalismus sollte man eben auf Gemeinwohl wechseln... übertrieben hohe Gewinne für global gute Projekte verwenden, die im Endeffekt allen Menschen zu Gute kommen können - davon hat dann jeder was.

Die Deutschen gegen die Griechen, die Rechten gegen die Flüchtlinge, die Beschäftigten gegen die  Arbeitslosen, die Fleischesser gegen die Veganer, der Westen gegen den Osten.

Was spricht dafür und was dagegen... Warum sind die Deutschen gegen die Griechen? Warum die Rechten gegen die Flüchtlinge? Was wollen die Deutschen? Was wollen die Rechten? Was wollen/brauchen die Flüchtlinge? Wo liegen die Ursachen für die Probleme, damit man an die Wurzel gehen kann?

Die Beschäftigten gegen die Arbeitslosen ist gut - ich bin immer mal wieder beschäftigt, werde aber schnell gekündigt und ich finde nicht, dass das an mir liegt... ich fühle mich oft sehr unfair behandelt und weiß nicht, wie ich mich wehren könne soll?! Also bitte - jetzt bin ich arbeitslos... was soll ich tun? Ich war beim AMS und habe bereits wieder zahlreiche Bewerbungen abgeschickt und ich bin arbeitswillig und bereit an mir zu arbeiten - offen für Neues - bereit mein Wissen mit anderen zu teilen und auch an guter Team-Arbeit interessiert... Ich weiß nicht, was ich mehr tun kann/soll...

Die Fleischesser gegen die Veganer.. Da bin ich für die Veganer - weil ich mehr Argumente dafür finde als dagegen... und die Fleischesser sind wohl hauptsächlich dafür, weil es Leute gibt, die in dieser Branche arbeiten und man sich da nicht von heute auf morgen umstellen kann... Im Laufe der Zeit könnten es mehr Veganer werden und immer mehr Metzgereien etc. könnten von der Bildfläche verschwinden und neuen Unternehmen Platz machen..

Kommentar von Grautvornix ,

Fauler Sack, weil viele es so sehen.

Ich werde nicht mit meinen Fähigkeiten unterbezahlt arbeiten, basta.

Aber ich würde auch für 10€ arbeiten z.B. als etwas das keine besondern Kenntnisse erfordert.

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