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Was ist von einem solchen Menschen zu halten? Und wie mit ihm umzugehen?

gefragt von gartenfeegartenfee am 02.11.2009 um 11:51 Uhr

Ich habe einen guten Bekannten, der bis vor etwa 1,5 jahren Alkoholiker war, jetzt trocken ist. Danach hat er sich (wohl zur Kompensation) ein paar Hobbies zugelegt. Eines davon ist Fotografieren. Und das ist im Prinzip sein ganzer Lebensinhalt. Er redet nur vom Fotografieren, ist ständig unterwegs nach Fotomotiven, vor allem Landschaftsfotografie, schaut ständig nach Fotoapparaten und ist neben einem anderen parallelen Hobby eigentlich die ganze Zeit damit beschäftigt.

Mich irritiert das.Ich frage mich, warum er so versessen aufs Fotografieren ist. Über nichts anderes reden kann. Warum er aber ansonsten verschlossen ist. Unzugänglich. Eigentlich beinahe unsozial. Unzuverlässig, es ist nicht möglich, mit ihm eine Verabredung zu treffen, an die er sich auch hält. Er tut, was er will, ohne Rücksicht auf andere.

Mein Problem ist, ich mag diesen Mensch irgendwie. Er hat was, was ich nicht missen möchte. Aber seine unzugängliche Art verhindert eigentlich eine wirkliche Freundschaft immer wieder. Daher habe ich mich von ihm stärker zurück gezogen. Aber ich merke, er möchte eigentlich die Frteundschaft von sich aus auch bewahren. Tut aber kaum was dafür. Vermutlich weil er es nicht kann.

Meine Fragen: was kann man von einem Menschen halten, wie ihn einschätzen, charakterisieren, der so ums Fotografieren kreist? Wie soll man damit umgehen, wie eine Freundschaft intakt halten?


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Elster79
beantwortet von Elster79 am 2. November 2009 11:53
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ich schätze er hat die eine sucht mit der anderen kompensiert und benötigt eine therapie.

Kommentar von Dae744dfb39e4e40958478c96dd6963fsmallSofaschalter am 2. November 2009 11:58

Wieso sollte das Fotografieren therapiert werden? Er schadet weder sich noch anderen damit.

Kommentar von 9656864b2e4b55bbee4de57919bedc50smallgartenfee am 2. November 2009 12:00

das sehe ich ähnlich. und darum stelle ich auch die frage. mir erscheint das fotografieren auch, obwohl das seltsam ist, wie eine art sucht. er fotografiert ständig irgendwelche bäume und wiesen, aber keine menschen. und hat auch keine zeit für menschen. obwohl er es ja offenkundig möchte, also kontakt mit menschne.

was soll man damit anfangen? therapie wird schwierig bei ihm. er lehnt psychologen ab. (nicht ganz zu unrecht)

Kommentar von Aae55b89c3f266f73ba2d36f48e932b3smallElster79 am 2. November 2009 12:02

dann frag ihn mal, was er von einem gespräch bei einem psychotherapeuten halten würde.. ? Die reden nur mit ihm

Kommentar von C44e62b40c01c004f0b5e471450598fesmallkiramarie am 2. November 2009 12:02

Hat er es ohne fremde Hilfe geschafft, vom Alkohol loszukommen? Dann kein Wunder das er sich nun eine andere Art Sucht gesucht hat. Wichtig wäre für ihn, sich einer Selbsthilfegruppe anzuschliessen, wenn er schon therapeutische Hilfe ablehnt. Aber dies muß er natürlich auch wollen.

Kommentar von 9656864b2e4b55bbee4de57919bedc50smallgartenfee am 2. November 2009 12:13

er hat selbst und ohne fremde hilfe den entzug gemacht. ja. hilfegruppen oder hilfe an sich, damit hat er es sehr schwer. ob nun therapeuten oder selbsthilfegruppen. zt. gebe ich ihm da auch vollkommen recht. solche therapeuten, und auch selbsthilfegruppen, können ganz schön anstrengend sein, nicht im heilenden sinne, meine ich. weil sie immer einer bestimmten ideologie folgen, der man sich unterordnen muß, will man geheilt werden. weites feld.

aber ganz allein geht es eben auch nicht. so viel ist klar.


marijo2
beantwortet von marijo2 am 2. November 2009 11:59
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Der Mann hat eindeutig seine Alkoholabhängigkeit in ein neues "Suchtschema" verlagert - scheint allerdings auch an einer massiven Persönlichkeitsstörung zu leiden.

Falls du dich jedoch in seiner Gegenwart wohl fühlst, spricht nichts dagegen, wenn du wie im bisherigen Rahmen mit ihm Kontakt hältst. (Falls es dir nicht auf den Keks geht, nur über Fotografie mit ihm reden zu können...)

Alles andere jedoch wäre vermessen - Erwartungen dahingehend z.B. zu pflegen, dass er sich mal anders verhält, sich mal auf andere Unternemungen einzulassen - dies wäre Aufgabe eines Therapeuten innerhalb eines geschlossenen Rahmens.

Vielleicht schaffst du es ja auf die Dauer, über die Fotografie Zugang zu dem Mann zu finden und ihn über die Zeit langsam zu stimulieren, sich auch anderen Interessen zuzuwenden.

Aber du musst dich wohl damit abfinden, dass du weiterhin der aktive Part in dieser Freundschaft bleibst...!

Kommentar von C44e62b40c01c004f0b5e471450598fesmallkiramarie am 2. November 2009 12:03

DH. So sehe ich das auch.

Kommentar von 9656864b2e4b55bbee4de57919bedc50smallgartenfee am 2. November 2009 12:35

hallo marijo2, ich denke auch, daß ich in einer solchen freundschaft irgendwie einen "pädagigischen" part hätte. und das finde ich, gelinde gesagt, mittlerweile ziemlich lästig. ich bin schon sozialarbeiterin (gewesen), möchte das aber in meinem privatleben durchaus nicht (auch noch) sein.

ich fühle mich in seiner gegenwart sowohl wohl als auch unwohl. es kommt darauf an, wie er drauf ist. das mit der "persönlichkeitsstörung" kann wohl sein, nach den definitionen, die heute gängig sind. ich habe daraüber auch schon nachgedacht. wer so konsequent egozentrisch ist, da stimmt mit sicherheit etwas nicht.

dein hinweis zu den erwartunge, danke, der ist höchstwahrscheinlich richtig. soclhe erwartungen wären sicherlich vermessen, und würden meinerseits nur immer wieder zu enttäuschung führen.

ich mag ihn, er hat etwas sehr besonderes. aber ich ertrage ihn, aufgrund seiner seltsamen persönlichkeitsstruktur nur wohldosiert. (um mir einen inneren abstand bewahren zu können, mich nicht zu sehr vereinnahmen zu lassen etc.) eben das ist aber sicher auch wiederum nicht gut. also für ihn, meine ich.

danke für deine gute und anregende antwort!

Kommentar von A36a176411ce1448d2a5cd3259f9729fsmallmarijo2 am 2. November 2009 20:41

Nachdem ich durch deine weiteren Kommentare hier etwas mehr im Bilde bin, möchte ich dir noch eine besondere Achtsamkeit für dein eigenes Energielevel mitgeben...!

Menschen, die etwas "Besonderes" haben, kannst du noch zigtausendfach finden, wenn du den Blick öffnest. Denn es ist sowieso eigentlich immer bloß das "Besondere" in dir selbst, was dir im anderen begegnet - so what. Dir geht nichts verloren! :)

Sie müssen aber nicht solche "Energiesauger" sein, wie du diesen Freund beschreibst! Auf die Dauer kannst du dabei nur voller Frust auf der Strecke bleiben.

Wenn du selbst schreibst, dass du nicht seine Therapeutin sein willst, solltest du Konsequenzen folgen lassen und wirklich auf Distanz gehen. (Wie ist das - meldet er sich dann von allein bei dir oder bist du diejenige...(?))

Du erhältst schon so viele wertvolle Hinweise aus deiner eigenen Intuition, dass ich denke, dass das hier nur noch einer Verfestigung für deinen eigenen Entschluss dienen kann!

Manchmal sollte frau auch Menschen einfach mal "loslassen", um neue Horizonte zu finden und vor allem sich selbst...!

Alles Gute!


kiramarie
beantwortet von kiramarie am 2. November 2009 11:59
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Das er so auf sein Hobby versessen ist, ist wahrscheinlich damit zu erklären, das er vom Kopf her immer noch nicht frei ist von seiner Alkoholabhängigkeit.Diese Menschen,und auch andere Süchtige, stürzen sich dann auf irgendetwas anderes um sich (gedanklich) abzulenken.Ich weiß das aus eigener Erfahrung, als ich vor längerem mal über Monate versucht habe, mir das rauchen abzugewöhnen.Je länger ich nicht rauchte, desto mehr kreisten meine Gedanken um das Rauchen u. ich mußte mich ständig beschäftigen, um mich davon abzulenken.Von daher ist dieses Hobby sehr wichtig für ihn, um auch durchzuhalten. Wenn dir viel an dieser Freundschaft liegt, hilft vielleicht auch ein offenes Gespräch mit ihm,in dem du ihm auch sagst, was du dir wünschst.

Kommentar von 9656864b2e4b55bbee4de57919bedc50smallgartenfee am 2. November 2009 12:27

liebe kiramarie, ich würde dir für diese antwort gerne mindestens drei dh geben. das offene gespräch hatten wir eigentlich schon öfter, das letzte mal anfang des sommers. was ich mir wünsche weiß er eigentlich auch genau. ich hatte den kontakt über den sommer abgebrochen, weil ich die nase voll hatte von seinem "vereinnahmenden" wesen. d.h. in einem gespräch ging es stundenlang immer nur um ihn, seine hobbies, seine fotografien etc.pp. interesse für mich war da nicht dabei.

jetzt hat er wieder kontakt aufgenommen und möchte offenbar wieder mit mir sprechen. darum frage ich mich gerade wieder (mal), wie ich mit ihm umgehen soll. ihn respektieren, wie er ist. das ist leicht gesagt. dazu müßte man schon reichlich masochistisch veranlagt sein plus einen helferkomplex haben. aber, wie gesagt, das problem ist: irgendwie mag ich ihn trotz alledem. er hat etwas, wie soll ich sagen? etwas sehr besonderes. was aber leider nur wenig zum tragen kommt. weil er eigentlich alle wege zertrampelt, die offen sind. wenn man mal das bild benutzen kann.

aber das mit dem rauchen, liebe kiramarie, das kenne ich wohl. ich gewöhne es mir gerade selbst ab. oh ja, auch eine sucht. eine sehr unterschätzte dazu.

Kommentar von C44e62b40c01c004f0b5e471450598fesmallkiramarie am 2. November 2009 15:38

liebe gartenfee: Ich weiß genau, was du meinst-aus eigener Erfahrung. Wenn du nur eine lose Freundschaft willst, dann lass es so laufen,wie bisher u. investiere nicht zuviel-denn ändern tust du ihn wahrscheinlich nicht, das zeigt ja auch seine Einstellung gegenüber einer Therapie, die er wahrlich dringend bräuchte. Spar dir die Kraft u. Energie für Mehr- es hat keinen Sinn, bei diesem Menschen. Ihr würdet euch beide auf Dauer nur gegenseitig wehtun u. daran zu Grunde gehen.


nikfreit
beantwortet von nikfreit am 2. November 2009 12:32
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da ist einer, der was großes geschafft hat - nämlich trocken zu werden. und jetzt wird da alles mögliche in seine leidenschaft für das fotografieren hineininterpretiert - er hat seine sucht verlagert? so what, dann war das fotografieren hilfreich! du willst zeit mit diesem menschen verbringen? dann tue es ohne den versuch ihn zu assimilieren.

Kommentar von 9656864b2e4b55bbee4de57919bedc50smallgartenfee am 2. November 2009 12:38

na so einfach ist es ja wohl auch nicht. aber ich bin mir sicher: er denkt ganz genauso wie du. er hat etwas geschafft. und jetzt möchte er (verdammt noch mal) auch die bewunderung dafür haben.

leider vergißt er dabei (immer noch, wie zuvor auch schon), andere menschen mit einzubeziehen oder überhaupt zu berücksichtigen.

Kommentar von Simple_avatar2smallnikfreit am 2. November 2009 12:45

ja, darum geht es. ihm zu signalisieren: was du geschafft hast ist großartig und ich mag dich. so und jetzt erzähl mir mal, was begeistert dich denn so an der fotografie? zeig mir doch mal deine absoluten lieblingsfotos, welcher fotograf inspiriert dich besonders? usw. es geht um echte gespräche mit ihm und nicht über ihn. verstehst du was ich meine? du sollst ja nicht gleich selbst fotograf werden, interesse ist der schlüssel.

Kommentar von 9656864b2e4b55bbee4de57919bedc50smallgartenfee am 2. November 2009 13:00

kann schon sein, daß ich da was in den falschen hals bekomme. und du magst auch irgendwie recht haben. vermutlich geht es ihm um interesse. daß man an ihm interesse haben möge etc. leider ist er ziemlich unersättlich darin. d.h. es erschöpft einen regelrecht, wenn man mit ihm zusammen ist. wenn ich auf dem rückweg bin, dann denke ich wirklich ejdesmal, ob er denn gar kein interesse an anderen menschen hat, da er sich ständig um sich selbst dreht.

aber wie gesagt, vielleicht bekomme ich etwas in den falschen hals. sicher bin ich mir, daß er es nicht böse meint, nicht einmal mit absicht. das versöhnt mich immerhin auch immer wieder. er weiß es einfach nicht anders. aber ich grüble eben auch immer wieder, wie ich ihm begreiflich amche(n kann), daß er auch ein bißchen interesse an anderen zeigen müßte, wenn er denn auf dauer freunde haben möchte. aber dieses interesse läßt er irgendwie nicht zu. beidseitiges interesse wäre ja der schlüssel zu einem wirklich guten gespräch. manchmal passiert das auch. und dann habe ich ihn wirklich richtig gerne. denn dann ist er ganz er selbst. und, wie ich schon öfter schrieb hier, dann hat er auch etwas, etwas ziemlich ebsonderes. aber nur dann. nicht, wenn er sich (wieder) verschließt.

Kommentar von Simple_avatar2smallnikfreit am 2. November 2009 13:16

du schreibst, daß ihr gute gespräche habt wenn er ganz er selbst ist. schöne formulierung, außerdem kann ich jetzt deine wertschätzung für diesen menschen spüren. knüpfe genau an der stelle an und versuche ihn in gesprächen nicht in eine defensive haltung zu bringen. ich glaube, du bist gut in sowas ;-) außerdem könnte ich mir vorstellen, daß er froh ist, mit dir befreundet zu sein.

Kommentar von 9656864b2e4b55bbee4de57919bedc50smallgartenfee am 2. November 2009 15:08

du hast auf der ganzen linie vermutlich recht. also ich mag ihn - falls man gründe überhaupt irgendwie benennen kann, warum man jemanden mag - auch genau darum, weil ich mit ihm u.a. über dinge reden kann (manchmal!), über die ich mit niemandem sonst reden kann. und das ist es auch, was ich gerne ausbauen und erweitern würde. aber es ist eben doch sehr anstrengend, mit der zeit und auf die dauer jedenfalls, mit jemandem zu tun zu haben, der sich immer wieder verschließt und abwendet und zurückzieht. und das wer weiß aus welchem grund. und der kontakt darum nicht enger wird, sondern eben immer wieder abbricht.

aber du hast recht, es kann sein, daß ich überhaupt eine der wenigen menschen bin, die da auf diese weise zugang zu ihm findet. weil es ihm vielleicht ähnlich geht wie mir, daß er über einige dinge mit mir reden kann, über die er sonst mit niemandem reden kann. daß mit der defensiven haltung, das merke ich mir mal. es ist nicht ganz einfach, die balance zu ahlten, d.h. sowohl ihm gerecht zu werden (ihn nicht in die ecke zu drängen), aber auch mir selbst (nicht dauernd zurückzustecken).

danke für deine guten ratschläge. die haben noch nichts gelöst, aber vielleicht schon mal mein denken und meine haltung neu "justiert".


norbi22
beantwortet von norbi22 am 2. November 2009 11:54
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nimm ihn wie er ist, es sei denn du willst ihn heiraten, aber das überlege dir gut.


Kommentar von 9656864b2e4b55bbee4de57919bedc50smallgartenfee am 2. November 2009 12:01

nein, heiraten will ich ihn bestimmt nicht. so extrem bedürfnislos bin ich nun wieder auch nicht.

ihn nehmen, wie er ist. tja, er macht es einem weiß gott nicht leicht.


anonym
beantwortet von Morti am 2. November 2009 11:54
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Wenn du ihn wirklich magst, dann möge ihn wie er ist. Es steht dir nicht zu von einem Freund zu fordern, dass er sich nach deinen Wünschen ändert. Wenn du ihm den Raum lässt den er braucht und dich zurücknimmst, hat er eher die Möglichkeit auf dich zuzukommen.

Kommentar von 9656864b2e4b55bbee4de57919bedc50smallgartenfee am 2. November 2009 11:58

weißt du, das problem ist, daß er sich raum nimmt ohne ende, aber andere (menschen) keinen raum haben/ bekommen. zurücknehmen tu ich mich schon seit fast 2 jahren. was dazu führt, daß jeder seinen eigenen weg geht, die bezugspunbkte aber schwinden. einfach weil er von sich aus keinen bezug herstellt bzw. überhaupt hält.

Kommentar von Morti am 2. November 2009 12:44

Ich versteh schon und weiß das ist nicht einfach, aber du wirst ihn halt zu nix zwingen bzw. umerziehen können, denn Druck erzeugt Widerstand. Zeig ihm weiterhin (falls du die Kraft hast), dass du für ihn da bist und den Kontakt wünschst, mehr wird dir nicht möglich sein. ;-(

Kommentar von 9656864b2e4b55bbee4de57919bedc50smallgartenfee am 2. November 2009 12:54

da hast du vermutlich vollkommen recht. zwingen kann man niemanden zu nichts. jedenfalls wäre das nicht richtig. und dann auch nicht mehr freundschaftlich.

ok, ich danke dir.


ichamcomputer
beantwortet von ichamcomputer am 2. November 2009 11:54
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Lass ein paar fotos von Dir machen - dann kommen die Augen nicht sooooooooo weit raus.

  • übersetzt : - Poppen? - mit fotos?

DAS wollte er nicht GLEICH fragen.

Kommentar von 9656864b2e4b55bbee4de57919bedc50smallgartenfee am 2. November 2009 12:03

häh? ich bin ja nicht ganz begriffsstutzig. aber so ganz verstehe ich deine antwort trotzdem nicht. was hat das mit den augen?

gleich ist übrigens gut, wir kennen uns jetzt 3 jahre. und zu beginn waren wir sogar kurzzeitig zusammen. bis er dann begann abzudrehen, erst den alkohol, dann das fotografieren. ich halte seit gut 1,5 jahren abstand.


fancy1186
beantwortet von fancy1186 am 2. November 2009 11:54
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Ich denke er will Das Fotografieren wirklich mit dem Alk kompensieren...erst war der Alk sein ein und alles und jetzt eben das Fotografieren... Ich würde ihm das einfach versuchen begreiflich zu machen das du ihn nicht missen möchtest und er dir viel bedeutet, wenn es dann nicht fruchtet würde ich es lassen und Ihn machen lassen!"

Kommentar von 9656864b2e4b55bbee4de57919bedc50smallgartenfee am 2. November 2009 12:10

vermutlich hast du recht. wie ich eben schon schrieb (Liiyu), es ist sicher ein versuch, auf dauer vom alkohol endgültig loszukommen. aber irgendwie ist das nur ein zwischenschritt, habe ich den eindruck. und er weiß einfach keinen anderen weg. ich aber leider auch nicht. fotografieren ist ja kein schlechtes hobby. aber so ausschließlich?


anonym
beantwortet von Liiyu am 2. November 2009 11:55
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offenbar klammert er sich ganz stark an die Fotografie um nicht zu trinken. Eine sehr sinnvole alternative wie ich finde.. wenn du merkst das er aber auch an dir hängt, denke ich ganz einfach das er angst hat wenn er die Fotografie aufgibt, wieder dem Alkohol zu verfallen. Ich würde ganz offen und ehrlich mit ihm darüber reden, schließlich ist ehrlichkeit und offenheit ein Grundstein für eine gute Freundschaft.

Kommentar von 9656864b2e4b55bbee4de57919bedc50smallgartenfee am 2. November 2009 12:07

ich glaube, da könnte was dran sein, was du schreibst. so habe ich noch gar nicht daran gedacht. eine alternative ist die fotografie auf jeden fall. jedenfalls besser als das trinken. schon mal: er ist draußen an der frischen luft, bewegt sich etc.pp. aber irgendwas scheint er nicht "zu knacken". also "lebendig" ist das jedenfalls noch immer nicht, was er da lebt. aber sicher besser als zuvor.

ich werd mal sehen, ob ich ihn darauf ansprechen kann (ich bin mir sogra fast sicher, daß er das selbst weiß, aber keine eigenen ausweg daraus findet, weil es keinen gibt in seinem verhaltensrepertoire)


Sofaschalter
beantwortet von Sofaschalter am 2. November 2009 11:56
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Charakterisier ihn nicht, schätz ihn nicht ein sondern lass ihn sein, wie er ist. Er scheint ein anderes Interesse an Kontakten zu haben, als die meisten anderen Menschen. Ruf ihn doch regelmässig an; wenn er keine Lust auf Unterhaltung hat, wirst du das schon merken ;-)

Viele Menschen haben Probleme mit sozialen Kontakten... erfreulicherweise gibt es Menschen, die Erstgenannte mitziehen und verhindern, dass sie vereinsamen.

Er kann sich glücklich schätzen, dass du dir soviele Gedanken um ihn machst.

Kommentar von 9656864b2e4b55bbee4de57919bedc50smallgartenfee am 2. November 2009 12:29

um ehrlich zu sein, aber ICH habe es langsam satt, das zugpferd zu spielen und ihn immer hinterherziehen zu müssen. während er sich zurücklehnt und mich amchen lässt, von sich aus aber nichts tut.

es reicht eben nicht aus, wenn jemand sich auf ein "zugpferd" verläßt. eine freundschaft ist immer etwas gegenseitiges. und das muß auch so bleiben.

du sagst, er kann sich glücklich schätzen, daß ich mir soviel gedanken um ihn mache. ich denke, genau darauf setzt er. er rechnet sogar damit. und das finde ich schon allein ziemlich unfair, unfreundschaftlich.

Kommentar von Dae744dfb39e4e40958478c96dd6963fsmallSofaschalter am 2. November 2009 14:02

Da hast du recht. Ich würde es nicht so lange durchhalten. Es handelt sich doch um einen erwachsenen Mann, oder? Dann ist er eben auch für sich selbst verantwortlich. Wenn er aber glücklich ist, so wie es ist, dann hat er eine Entscheidung getroffen.

Vielleicht sagst du ihm, dass dir die Beziehung zu einseitig ist und du dich in (z,B.) einem Monat wieder telefonisch meldest. Sollte er vorher Kontakt haben wollen, soll er sich doch bitte melden.

Einfach mal austesten. Ich würd nicht zuviel auf Suchtersatz geben. Und wenn: er schadet weder sich noch anderen mit seinem Verhalten, man könnte ihn auch als exzentrisch bezeichnen. Und dass er keine Menschen fotografieren mag... geschenkt.... viele Künstler mögen auch lieber Stilleben.

Alles Gute, Sofa


anonym
beantwortet von DesWurzelsZweig am 3. November 2009 08:56
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Hallo! Mir kam bei der gesamten Diskussion noch ein neuer Gedanke: Ob die Fotografie nun eine echte Leidenschaft ist oder eine neue Ausdrucksweise der alten Sucht sei jetzt einfach mal dahingestellt. Wie wäre es denn, wenn er sich mal einer Gemeinschaft von Fotografen anschließen würde?Da könnte er sein Bedürfnis, über Fotografie zu sprechen, doch ausreichend mit verschiedenen Menschen stillen, du wärst somit entlastet und er hätte obendrein möglichwerweise sogar noch Anregung oder könnte zusätzliche Freundschaften über sein Hobby schließen. Meinst du, so etwas würde ihm gut tun? So eine Art Fotografie-Club oder sowas..Viel Erfolg jedenfalls!

Kommentar von 9656864b2e4b55bbee4de57919bedc50smallgartenfee am 3. November 2009 11:27

tja, so etwas denke ich schon auch. er hätte auch die möglichkeit dazu. komischerweise tut er es aber nicht wirklich. also er bleibt bei diesem fotoklub (im internet) auch sehr auf distanz. weiß nicht, warum.


johmarie
beantwortet von johmarie am 3. November 2009 10:05
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vielleicht ist er bipolar oder hat eine andere psychische störung.

Kommentar von 9656864b2e4b55bbee4de57919bedc50smallgartenfee am 3. November 2009 11:28

zu den psychischen störungen habe auch ich so meine eigene auffassung. ich denke, kurz gesagt, daß sich die psychologie es viel zu einfach macht, so unterschiedliche menschen über einen kamm zu scheren.

aber mal abgesehen von diesen vorbehalten auch meinerseits, so hat er es zumindest nicht ganz leicht.

Kommentar von 1918126f6028c32f41499cd6dd3b0f2asmalljohmarie am 3. November 2009 14:06

ja da hast du nicht ganz unrecht. - nachdenk. die meisten "störungen" haben eh die selben symtome also ist die diagnose ein oft ein modewort z.zt. is grad bipolar und borderline modern. gleichen symtome. vor allem die diagnose stellmethoden find ich sehr fragwürdig. und bei jedem therapeut kann was anderes herauskommen. ich sehe für mich nur entweder ist ein mensch sehr vorbelastet (schwere kindheit oder ähnliches traumatisches) oder nicht sehr vorbelastet. wobei im ersteren fall evtl. medikamente den alltag vereinfachen können. die psychologie ist eh alle 10 jahre wieder ganz woanders das nennt sich dann weiterentwicklung aber freud bleibt freud. naja. menschen sind komplexe wesen.

Kommentar von 9656864b2e4b55bbee4de57919bedc50smallgartenfee am 3. November 2009 23:50

ich sehe, wir verstehen uns. man kann menschen, die "irgendwie vorbelastet" sind nämlich auch durch solche diagnosen (und die dazugehörigen "behandlungen") ganz schön zusätzlich schädigen. wichtig ist auch für mich der mensch. und dem sollte man sich eigentlich widmen.


anonym
beantwortet von Anna198 am 3. November 2009 23:42
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Es ist viel geschrieben worden, und sicherlich ist Vieles auch richtig. Du hast Dich zurückgezogen, und er ist wiedergekommen....heißt das nicht, dass er Dich instinktiv um Hilfe bittet? Das Besondere begegnet einem übrigends viel weniger, als vorher beschrieben. Das Besondere übt nämlich die Anziehungskraft aus, welches man unmöglich an jeder 3. Straßenecke wiederbekommen kann. Vielleicht steckt viel mehr dahinter, als ihr Beide vermutet? Wenn man aufhört zu reden, dann stirbt das Besondere- Schweigen kann man mit Jedem.

Kommentar von 9656864b2e4b55bbee4de57919bedc50smallgartenfee am 3. November 2009 23:53

ich gebe dir zu vielem recht. möglich, daß er mich um hilfe bittet, jedenfalls will er noch was von mir. auch was du zum besonderen geschrieben hast, das sehe ich ganz ähnlich. nur das letzte - und darum antworte ich dir hier auch noch mal - das sehe ich eigentlich genau umgekehrt. erst wenn man aufhört zu reden, dann kommt das besondere überhaupt zum tragen. und gerade schweigen kann man nur mit ganz wenigen.

danke dir für deine worte.


anonym
beantwortet von eljogi am 4. November 2009 10:04
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es kann sein das es eine suchtverschiebung ist oder aber er ist ganz einfach soetwas wie ein künstler. die ticken so. mein vater ist auch einer und sein ganzes leben bestand nur aus musik und nichts anderem. die familie hatte ihn sehr wenig interessiert.


anonym
beantwortet von KesselBauer am 11. November 2009 20:56
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Ist zwar schon über eine Woche alt, ich versuchs trotzdem. Deine Geschichte erinnert mich teilweise an meine eigene. Ich kann SEHR GUT verstehen was in Dir und auch in Ihm abgeht. Und, eines ist Gewiss; ihr leidet BEIDE. Bei deinem Freund handelt es sich um einen Menschen mit einer hohen Sensitivität. Dass er Menschen nicht fotografiert spricht eine klare Sprache; sie interessieren ihn nicht. Höchstens, und das kenne ich auch von mir, um Sex zu haben. Dies war meine Art "Gefühle" zu zeigen. Ich will hier nicht allzu ins Private gehen, es sei denn Du möchtest das weiter diskutieren.


Kommentar von 9656864b2e4b55bbee4de57919bedc50smallgartenfee am 12. November 2009 13:50

sehr interessante antwort von dir. und wahrscheinlich hast auch du irgendwie recht. tatsächlich stelle ich eine merkwürdige große diskrepanz fest zwischen eigener empfindsamkeit dieses bekannten (um nicht zu sagen verletzlichkeit) und unempfindlichkeit/ unsensibilität gegenüber anderen menschen, z.b. mir, und deren bedürfnissen. einfach desinteresse. ob dies tatsächlich so ist, oder nur nach außen getragen wird, quasi als maske, habe ich bis heute nicht wirklich herausgefunden.


pierrot
beantwortet von pierrot am 3. November 2009 09:00
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Hallo Gartenfee!Dieser Mensch hat deine Freundschaft nicht verdient.Denn wenn nur einer ímmer gibt und der andere immer nur nimmt,so kann keine Freundschaft funktionieren.Daß Du dich von ihm zurückziehst,ist ganz richtig,denn irgendwann wird auch er es kapieren,daß es so nicht geht.Alles Gute für dich!Pierrot


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