Frage von mohanadmomo, 36

Was ist Stadtflucht ich brauche hillfe?

Hallo zusammen Ich schreibe morgen ne Deutsch arbeit über das Thema Stadtflucht...Ich weisss aber nicht was das ist Müss text zusammenfassen Kann mir jemand klären .

Antwort
von nooppower15, 8


Heute versucht man der Suburbanisierung in Deutschland und anderen Industriestaaten entgegenzuwirken, da mit ihr die Zersiedelung der Landschaft anwächst und der Flächenverbrauch direkt und indirekt (Verkehr) ansteigt. Auch der Lastenausgleich für den Bau und Unterhalt von Infrastruktur wird zwischen Kernstadt und suburbanem Raum zunehmend zum Problem. Als ein raumordnerisches Gegenkonzept zur Suburbanisierung wird in der Raumordnung der Bundesrepublik Deutschland vor allem das Leitbild der dezentralen Konzentration verwendet. Steuerungsmöglichkeiten des Suburbanisierungsprozesses sind:



Ansätze auf landesplanerischer Ebene (LEP, Regionalpläne),
Ansätze auf regionalplanerischer Ebene,
Ansätze auf fachplanerischer Ebene (z. B. im Siedlungswesen, Naturschutz oder Gewerbe),
Ansätze auf kommunaler Ebene:

Wichtig ist dabei die interkommunale Kooperation, da sich
Suburbanisierung selten auf das Gebiet einer Stadt beschränkt. Mit der
Initiierung innovativer und kreativer Projekte kann eine „win-win“-Situation geschaffen werden. Das kann beispielsweise im Rahmen der Verkehrs- oder Siedlungsplanung erfolgen.


Ansätze fiskalischer Art (z. B. über den kommunalen Finanzausgleich, Abschaffung der Entfernungspauschale, Benzinsteuererhöhung).


Die unmittelbaren Folgen sind Pendlerströme
zwischen Wohnorten und Arbeitsplätzen, die sich häufig weiterhin in der
Stadt befinden, was zu Fahrtkosten, Zeitverlust und Umweltbelastung
führt. Außerdem wird die Landschaft zersiedelt, es bildet sich ein
sogenannter „Speckgürtel“ um die Stadt.


Da häufig die politische Stadtgrenze oder sogar Landesgrenze verlassen wird, schrumpfen die städtischen Steuereinnahmen. Einkommensteueranteil und weitere Steuern fließen stattdessen dem Landkreis zu. Dennoch wird erwartet, dass die Kernstadt ihre Infrastruktur erhält und sogar den wachsenden Verkehrsströmen
anpasst. Leerstände sollen beseitigt und durch Ansehnliches ersetzt
werden. Es kann aber auch der Fall auftreten, dass Umlandgemeinden
großer Städte zu reinen Wohngemeinden werden. Infrastruktur wie
Einkaufsmöglichkeiten können sich nicht behaupten, da die Bewohner ihre
Einkäufe in der Stadt tätigen und damit in der kleinen Gemeinde das
Steueraufkommen fehlt. Außerdem können die Grundstückspreise sehr hoch
steigen, so dass die angestammte Bevölkerung sich aus Kostengründen
nicht ausweiten kann. In der Folge kann es zur Segregation von Bevölkerungsschichten (z. B. nach Stand oder Einkommen) kommen. Unter solchen Rahmenbedingungen besteht auch die Gefahr zur Bildung von Slums.


Durch ein Wachstum der Siedlungs- und Verkehrsfläche geht stadtnaher Freiraum mit seinen ökologischen Funktionen (Frischluftschneisen, Kaltluftentstehung, Biotopverbund, Grundwasserregeneration, u.a.) und Erholungsfunktion sowie als Landschaftsbild verloren. Folglich wird das Stadtklima
negativ beeinträchtigt. Die meist dünn bebauten Gebiete verursachen für
die Gemeinden zukünftig hohe Infrastrukturfolgekosten, da Leitungen,
Straßen oder soziale Einrichtungen neu aufgebaut werden müssen.



Gründe für Suburbanisierung sind insbesondere



Ein starker Zuwanderungsdruck in die Stadt durch Inländer (Landflucht) oder Außenwanderungsgewinne (z. B. Zuzug hochqualifizierter ausländischer Arbeitskräfte in global cities). Seinen extremen Ausdruck findet dieser Prozess in der Ausbildung von Megastädten.
Ein starker Siedlungs- und Flächendruck in den Kern- bzw. Innenstädten, bei dem in westlichen Industrieländern
mit zumeist steigenden individuellen Flächenansprüchen und hohen
Miet-/Baulandpreisen in innerstädtischen Lagen ein lang andauernder
Prozess der Wohnsuburbanisierung ins städtische Umland, in dem die
Flächenpreise niedriger und auch die Verfügbarkeit an Wohnbauland größer
sind, entstanden ist.
Das Imageproblem der Kernstädte gegenüber dem Umland, das häufig als attraktiver gesehen wird. Da die gestiegene Mobilität
nicht mehr eine unmittelbare Nähe zum Arbeitsplatz bedingt, spielen
eine kinderfreundliche Umgebung, eine hohe Wohn- und Lebensqualität, ein
grünes Wohnumfeld, die Nähe zu Freizeiteinrichtungen und die
landschaftliche Attraktivität eine immer größere Rolle.
Suburbanisierung wurde in den Industrieländern, wie z. B. Deutschland, durch ein deutlich verändertes Mobilitätsverhalten mit gleichzeitigem Ausbau des Verkehrswegenetzes, den Ausbau des ÖPNV und insbesondere die stark zugenommene Motorisierung ermöglicht.
Eine Sonderform der Suburbanisierung bildet die sog. „autochthone
Suburbanisierung“. Hier gibt die einheimische Bevölkerung die
Landwirtschaft als Lebensgrundlage auf und nimmt einen Arbeitsplatz in
der Kernstadt an, wodurch es zwar nicht zu einer
Bevölkerungsumverteilung kommt, wohl aber zu einer Wandlung des
Lebensstiles.



Suburbanisierung (englisch suburban – am Stadtrand) oder Stadtflucht ist die Abwanderung städtischer Bevölkerung oder Funktionen aus der Kernstadt in das städtische Umland und auch darüber hinaus. Damit verbunden ist eine Diffusion
der kompakten Stadt in ihr umliegendes Land, d. h. Bevölkerung,
Arbeitsplätze, Funktionen und damit auch zentralörtliche Bedeutung
verschieben sich aus dem Stadtkern in den suburbanen Bereich, z. B. in
die Vorstadt. Mit der Entwicklung von Suburbanisierung und ihren demographischen, ökonomischen und siedlungsstrukturellen Auswirkungen befassen sich die Regionalplanung und die Stadtgeographie. Zu unterscheiden ist Stadtflucht von Entstädterung.


Zumeist parallel mit der Entwicklung des motorisierten
Individualverkehrs ist ein (historischer) Prozess der Ausdehnung
städtischer Lebens- und Siedlungsweise aus der Kernstadt in das Ergänzungsgebiet zu beobachten. Die Abwanderung aus den Großstädten oder die Zuwanderung in die Ballungsgebiete führt zur Verstädterung ländlicher Gemeinden oder – bei Neugründungen von Siedlungen – zur Entstehung von Satellitenstädten oder Trabantenstädten.
Diese außerhalb der Grenzen der Kernstadt liegenden Gebiete sind
funktional mit der Kernstadt verbunden. Die funktionale Verflechtung
zwischen Kernstadt und Umland wird in der Regel über den Anteil von
Auspendlern aus einer Umlandgemeinde (englisch suburb)
in die Kernstadt definiert. Schwierigkeiten bei der Messung von
Verflechtungen treten auf, wenn sich die Größe der Umlandregionen
zwischen zwei zu untersuchenden Zeitpunkten verändert.


Folgende Aspekte stehen bei der Beschäftigung mit Suburbanisierung im Vordergrund:



Die ungleiche Verteilung von Belastungen der öffentlichen
Infrastruktur geht im allgemeinen zu Ungunsten der Kernstadt aus, die
häufig ganz erhebliche Leistungen (auch) für das Umland erbringt, ohne
dafür einen finanziellen Ausgleich zu erhalten, obwohl Umlandgemeinden
oft ein relativ höheres Steueraufkommen haben.
Der Verlust an Zentralität und Bevölkerung führt in der Kernstadt häufig

zum Verlust an Arbeitsplätzen,
zur Veränderung der Einzelhandelsstruktur,
zu Segregation
marginalisierter Bevölkerungsgruppen insbesondere im
Innenstadtrandbereich und Segregation von bestimmten Haushaltstypen im
suburbanen Raum (Akteure der Suburbanisierung),
einem Leerlaufen bzw. einer Überkapazität von Infrastruktur (in den Bereichen Verkehr, Ver- und Entsorgung, Kultur und Freizeit)


Die Zunahme an Zentralität in der Umlandgemeinde führt hingegen zu

einer Verknappung des verfügbaren Wohn- und Gewerbebaulandes,
einer Zunahme der Flächeninanspruchnahme (Zersiedelung),
Zunahme der Pendlerbewegungen und höherer Belastung der
Verkehrsinfrastruktur, vor allem im Bereich des MIV (motorisierten
Individualverkehrs),
einem Anpassungsdruck sonstiger Infrastruktur, z. B. Kindergärten,
soziostrukturellen Problemen, z. B. Konflikte zwischen zugezogener und alteingesessener Bevölkerung,
einem Verlust regionaler und kommunaler Identitäten,
einem erhöhten Steueraufkommen,
einer Überformung der alten, gewachsenen Siedlungsstrukturen


Die zunehmende Zersiedelung und der wachsende Flächen- und Energieverbrauch sind mit dem Aspekt der Nachhaltigkeit in der Nutzung natürlicher Ressourcen nicht vereinbar.

https://de.wikipedia.org/wiki/Suburbanisierung



Antwort
von Herb3472, 13

Als Stadtflucht bezeichnet man das Bestreben von Leuten, die in einer Stadt leben, aufs Land zu ziehen. Die umgekehrte Bewegung wird als Landflucht bezeichnet.

Kommentar von mohanadmomo ,

Danke 😊

Antwort
von Pinkmelone123, 17

Gib "Stadtflucht" bei Wikipedia ein. Zwei Mal laut vorlesen und Morgen mit deinen eigenen Worten auf Papier bringen.

Kommentar von mohanadmomo ,

okay Danke

Antwort
von Berlinfee15, 9

http://www.welt.de/finanzen/immobilien/article132912815/Metropolen-leiden-unter-...

Hier die Antwort/en.....

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