Was ist so schlimm daran überwacht zu werden?

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10 Antworten

Du gehst offenbar davon aus, dass der Überwachende (Staat) moralisch gesehen zu den "Guten" gehört und nichts Falsches tut. Nun ja... das tut nicht jeder. Es gibt eben keine Garantie, dass die über dich gewonnenen Informationen nicht missbraucht werden - entweder durch den Staat oder nachdem sie "verkauft" werden. Die Vergangenheit zeigt genauso wie die Gegenwart, dass beim Staat nicht nur "Gute" sitzen oder Daten abhanden kommen.

Zudem besteht das Risiko, dass die durch Überwachung gewonnenen Daten später auch für andere Zwecke verwendet werden als ursprünglich gedacht.

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Kommentar von visu95
17.11.2015, 10:40

Vielen Dank. Mich nähme nun vor allem Wunder, was denn das für Interessen sein könnten, mit meinen Daten?

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Wenn die Überwacher immer "Die Guten" wären - aber so einfach ist das nicht. 

Durch Überwachungsmaßnahmen haben andere Menschen Macht über mich, die sich im Deckmantel der "Sicherheit" nicht rechtfertigen lässt. "Sicherheit" wird es nie geben. Und diese Macht könnte immerzu missbraucht werden. Heutzutage wissen die meisten Menschen gar nicht mehr, was Freiheit für ein hohes Gut ist und erachten sie für Selbstverständlich.

Zusätzlich stellt sich die Frage nach der Verhältnismäßigkeit im Thema "Sicherheit". Warum muss ich gründlich überwacht werden, während irgendwelche Riesenkonzerne uns täglich mit krebserregendem Glyphosat, Nikotin und übermäßigen Mengen an Rohrzucker versorgen? In der Überwachung spiegelt sich die subjektive Fehleinschätzung der realen Gefahren für Laib und Leben wider. Wir werden keine Welt ohne Kriminalität und Terror schaffen können so lange wir den Fehler nicht in der Ursache selbst suchen.

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Kommentar von visu95
17.11.2015, 10:39

Dankeschön. Du hast relativ gut erkannt, was ich meine. Ich Frage mich nun aber was genau für Interessen Menschen haben können, die eben nicht zu den "Guten" gehören, an meinen Daten?

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Öffentliche orte werden schon oft Überwacht auch mit Überwachungskammeras aber solange es nur die Polizei tut ist es in Ordnung.Aber Möchtes du wirklich das jeder weist was du an hobbys,Vorlieben,Essgewohnheiten und bekanntschaften hast .Damit köntest du schon Ärger bekommen nur weil du dich mal mit einer Frau trifts egal ob dies in einer partnerschaft ist oder nicht.Außerdem würde mal wirklich jemand Überfallen dan heist es zb nein auf die daten hat keiner zugriff Oder es wurde angeblich nichts aufgezeichnet.zb an Bahnhöfen. Außerdem Möchtest du wirklich jederzeit von allen überwacht werden die deine daten gebrauchen können.Ich würde dir mal Georg Orwels 1984 zum Lesen Empfehlen oder zum schauen um die gefahren besser zu erkennen.Totale Überwachung bedeute auch das alle deine Entscheidungen aufgezeichnet werden zb auch bei einer Wahl wen diese dan noch nicht abgeschaft wurde.

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Nichts. Und zwar generell nichts. Ich habe nichts verbrochen, habe auch nichts dies bezüglich vor. Soll heißen: es stört mich nicht.

Die Linken haben eh gegen jeden und alles was und die Liberalen fehlt irgendwie das Parteiprogramm...

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Kommentar von martinzuhause
16.11.2015, 14:59

"Soll heißen: es stört mich nicht."

das kann ja auch sein. aber keiner kann sagen wer die daten bekommt. da kommt dann vllt demnächst ein schreiben von deiner krankenkasse das du jetzt 20% mehr zahlen darfst weil deinen kreditkartenabrechnungen nach dein alkoholkonum über dem durchschnitt liegt.

das würde die führerscheinstelle dann auch mal berücksichtigen und vorsichtshalber eine mpu anordnen lassen

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Nichts im Moment, aber vielleicht ist der nächste Machthaber in Deutschland etwas weniger freiheitlich, und dann weiß er auch noch alles über Dich. Auch deine Kontonummer und deinen Pin, er weiss wie lang dein Penis ist, wer deine Freunde sind. usw. usw. Er kennt auch deine Gesinnung und alle deine Meinungen.

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Solange die Regierung noch eine Demokratie ist und sich 100% korrekt verhält könnte man sagen "ist ja nicht schlimm". Aber was passiert, wenn die Regierung in einen Polizeistaat abrutscht? Dann ist es bereits zu spät. Dann wird bei dir Kipo gefunden (Zitat Putin: Wenn ich anstelle der Amerikaner wäre, hätte ich welche gefunden. (Über die fehlenden Massenvernichtungswaffen im Irak nach dem Einmarsch der US-Truppen)
(Mai 2003)"

Es geht um das Verhältnis Bürger <-> Staat und ein Gleichgewicht der Macht.

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Ich würde sagen, die Sache ist: ja, einerseits wird Terror unterbunden. Aber wer sagt, dass nicht auch Dinge zensiert werden, die einfach nur der allgemeinen politischen Meinung nicht gefallen? Also wo ist Sinn gegeben, wo fängt dann Missbrauch an? Eben Missbrauch durch den Staat oder seine organe.

Das ist das Schwierige und ein echter Spagat


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Kommentar von Technomixer
16.11.2015, 14:43

Wer das will, kann ja mal nachlesen wie es mit der Kommunisten Verfolgung in den USA war. Und nun stellen wir uns die moderne Überwachung vor.. und zwar 1000 mal so genau wie zu der Zeit.

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Ich bin der Meinung wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten. Also, wenn's der guten Sache dient...

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daran ist erst mal nichts schlimm wenn es denn klare regelungen gibt wer die ergebnisse der überwachung bekommt. wenn sie nur zur verfolgung von straftaten genutzt werden ist das ok.

aber sind die daten erst mal da möchte vllt auch der landkreis die haben um zu sehen ob man vllt mal zu schnell gefahren ist und nicht geblitzt wurde - das bringt doch dann geld.

die krankenkasse möchte vllt gern sehen wer wieviel alkohol kauft um die beiträge "anzupassen".

der arbeitgeber möchte dann vllt auch mal sehen was seine angestellten so in der freizeit machen. könnte ja auch die effektivität der arbeit auswirkungen haben

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Überwachungskameras an öffentlichen Orten, finde ich eine gute Idee. Natürlich fühlt man sich im ersten Moment überwacht, aber so bestände die Möglichkeit, auffälige Personen, oder sogar Täter schneller und besser zu identifizieren und Dingfest zu machen.

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Kommentar von Technomixer
16.11.2015, 14:44

Hat ja auch bisher wunderbar gewirkt , allerdings erst im nachhinein. U-Bahn Schläger z. B.

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