Frage von linksoben, 102

Was ist so schlimm daran, dass die gletscher und die eiskappen der pole schmelzen?

Natürlich steigt der meeresspiegel und dadurch werden länder wie zum beispiel die niederlande bedroht, aber was sind sonst noch probleme die das schmelzen der eiskappen mit sich bringen?

Expertenantwort
von realfacepalm, Community-Experte für Klimawandel, 14

Die größte Folge ist ja das Ansteigen des Meeresspiegels. Bei dieser Diskussion hört man aber meistens nur vom Anstieg bis zum Jahr 2100 oder zum Jahr 2200. Der Anstieg wird aber noch lange danach weitergehen, und könnte bis zu 25 Meter in zehntausend Jahren betragen. http://scilogs.spektrum.de/klimalounge/meeresspiegel-ueber-die-jahrtausende/

Die nächste Folge ist eine in der Arktis stark steigende Temperatur, die auch die globalen Temperaturanstiege weiter verschärft. Die hellen und stark reflektierenden Eis- und Schneeflächen der Arktis reflektieren eine großen Teil der eintreffenden Sonnenstrahlen wieder zurück in den Weltraum. Wenn diese Flächen abgeschmolzen sind und die Sonnenstrahlen auf dunkles Wasser treffen, wird ein Großteil nicht reflektiert sondern aufgenommen und in Wärme umgesetzt. (Eis-Albedo-Rückkopplung) Etwas ähnliches passiert auf Grönland, wenn abschmelzendes Eis die Schutzpartikel, die sich aus der Luft abgelagert haben, zurück lässt und die Oberfläche dadurch immer dunkler wird. https://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article153022063/Der-Eispanzer-in-Groenl...

Die Eisfläche sorgt auch vor allem im Winter für stabile Wetterlagen. Dadurch kann sich ein durchgehendes System aus Höhenwinden, den Jet-Streams bilden, der "Polar Vortex". Dieses System wird immer instabiler, je weniger Meereis vorhanden ist. Dadurch werden starke Wetterschwankungen nicht nur bei uns in Mitteleuropa immer wahrscheinlicher und häufiger. https://www.theguardian.com/environment/2016/nov/25/arctic-ice-melt-trigger-unco...

Als letztes kann das Schmelzwasser aus Grönland Teile des Golfstrom-systemes unterbrechen, indem das süße Schmelzwasser die Dichteunterschiede als einen der Antriebe der Tiefenwasserbildung in der Arktis verringert. Dazu forscht auch Prof. Rahmstorf:

Kommentar von realfacepalm ,

Und ich habe noch das Auftauen der Methanhydrate am Meeresgrund der Arktis sowie das freigesetzte Methan bei Abtauen des Permafrostbodens in Sibiren und Kanada vergessen....

Dadurch würden große Mengen an Methan und damit letztendlich nach dem natürlichen Abbau dessen, an Kohlendioxid freigesetzt, die die Erwärmung weiter verstärken würden.

Antwort
von MAB82, 52

Das Steigen der Meeresspiegel allein ist schon schlimm genug. Das trifft nicht nur irgendwelche Inselgruppen oder niedrig gelegene Landstriche, sondern würde beim kompletten Abschmelzen Miliarden von Menschen betreffen in Deutschland und überall auf der Welt.

http://flood.firetree.net/

Eine andere kontroverse Theorie besagt das, dass einfließende Süsswasser ins Meer, den Golfstrom unterbrechen könnte. Dies würde zB. eine Eiszeit in Europa auslösen.

Antwort
von Buckykater, 45

Eisfreie Pole an sich sind eigentlich der Normalzustand der Erde. 80- 90 % in der Erdgeschichte waren die Pole ganzjährig völlig oder fast völlig eisfrei.  Wenn zu Eis gefrorenes Meerwasser schmilzt steigt der Meeresspiegel nicht.  Nur wenn das Inlandeis schmilzt was auch geschieht steigt der Meeresspiegel. Für viele Küstenstädte und Inseln ist das schlimme weil sie im Meer versinken würden. Tiere die sich an ein Leben im Eis angepasst haben müssten sich entweder wieder anpassen oder würden aussterben. Die Erwärmung würde die Erde sogar grüner machen. CO2 macht die Welt grüner - SPIEGEL ONLINE. es gibt negative und positive Folgen .  Für einige Tiere und andere Arten würde es aber auch das Ende sein. Küstengebiete würden überschwemmt werden.  Zur Zeit der Dinosaurier zum Beispiel waren die Pole eisfrei. Der Meeresspiegel lag höher und Europa war ein Gebiet aus großen und kleinen Inseln weil nur höhere Gebiete aus dem Meer ragten. 

Kommentar von randomhuman ,

Das mit dem grüner werden scheint aber kein langanhaltender Effekt zu sein zumindest nach dem Artikel.

Antwort
von randomhuman, 9

Der Lebensraum von den dort lebenden Tieren wird kleiner. Eisbären werden mittlerweile schon zu Kannibalen, um genug Nahrung aufzunehmen. Gleiches gilt für Menschen, die Inuit. 

Zudem werden riesige Mengen an Treibhausgasen freigesetzt. Wenn das passiert, dann kann man die Entwicklung des Klimas wohl gar nicht mehr einschätzen.

Wenn der Meeresspiegel steigt sind Städte, wie Hamburg oder New York Geschichte. 

Antwort
von Mentar, 5

Die Gletscher sind wichtige Süßwasserspeicher. Im Winter, wenn  die Natur wenig Wasser braucht, wird Wasser in der Form von Schnee und Eis gespeichert. Im Frühling und Sommer schmilzt es und sorgt im Tal für genügend Wasser in der warmen Jahreszeit, wo die Natur viel Wasser braucht.

Die wichtigsten Flüsse der Welt entspringen Berggletscher, ob Donau oder Ganges, Nil oder Yangtze. Lebensader für Milliarden Menschen.

Antwort
von frax18, 51

Neben den Treibhausgasen und den Trinkwasserquellen auch der steigende Meeresspiegel. Einige Länder werden dann zu großen Teilen ggf. unter Wasser sein. Außerdem bietet der Klimawandel gute Voraussetzungen für steigende Unwetter und größere Wüsten. In einigen Ländern um die Äquatorzone, besonders in Afrika, wird die Trinkwasserversorgung bereits zu einem Problem, da ein See nach dem anderen austrocknet.

Antwort
von voayager, 28

"Land unter", wenn sie denn flach am Meer liegen, ist das denn nicht schlimm genug???

Wie knüppelhart sollter es diner Meinung nach noch kommen? Brauchst du etwa die allerhärteste Katastrrophenkost, damit du erst in Fahrt kommst?

Antwort
von Infomercial, 36

Daß tatsächlich der Meeresspiegel steigt bzw. in welchem Verhältnis - wenn überhaupt - er das im Falle des Schmelzens des Poleises tut, kann nicht mit genügend großer Sicherheit behauptet (belegt) werden, um nur diesen Schluß zu zulassen.

Was den Nordpol anbelangt, so befindet sich über 90% des Eises auf dem Ozean (Nordpolarmeer - https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/81/Arctic_de.svg) Ein Abschmelzen des Meereises hat keine Auswirkung auf den Meeresspiegel.

Fülle ein Glas randvoll mit Wasser und leg nen Eiswürfel rein. Der Eiswürfel guckt ein Stück aus dem Wasser und damit über den RAnd des Glases. Ist er vollständig geschmolzen, steht das Wasser immer noch bis zum Rand.

Genauso verhält es sich mit dem Meeresspiegel.

Bei "Landeis" kommt der Effekt sich hebender und absenkender Landmassen aufgrund des abnehmenden Druckes durch das Eis von oben hinzu.

Bei steigenden Temperaturen - sofern diese tatsächlich für das Abschmelzen des Polareises verantwortlich seien sollen (es gibt auch schlüssige Gegenargumentationen) - kann die Atmospähre einerseits mehr Wasser aufnehmen und andererseits wird der Verdunstungsprozess beschleunigt. Das wiederum mündet in höhere Niederschläge...wodurch es auch mehr schneit und die Pol- und Gletschereisbildung beschleunigt wird.

Kein seriöser Wissenschaftler kann daher behaupten, wenn das Poleis schmilzt, steigt auf jeden Fall der Meeresspiegel an. Eine Restunsicherheit - hier sogar relativ hoch - bleibt bestehen.

Kommentar von realfacepalm ,

Kleiner Faktencheck:

Volumen des Grönländischen Eisschldes: 2.900.000 Kubikkilometer.

höchstes jemals errechnetes Volumen des arktischen Meereises: 
28.000 Kubikkilometer

Das Meereis hat also grade mal 1 Prozent des Volumens im Vergleich zum grönländischen Eisschild, nicht 90% wie von Dir behauptet und mit einer politischen Karte ohne jeden Bezug zu Eis "belegt"


Uns selbstverständlich steigt der Meeresspiegel, wenn auf dem Land liegendes Eis in dieser Größenordnung schmilzt. Die Unsicherheiten dabei bewegen sich dabei darum, ob der Meeresspiegel beim völligen Abschmelzen von Grönland um 7,36m steigt oder um 7,0m 
"A new bed elevation dataset for Greenland" Bamber et al 2013 http://www.the-cryosphere.net/7/499/2013/tc-7-499-2013.pdf

-----

https://de.wikipedia.org/wiki/Gr%C3%B6nl%C3%A4ndischer\_Eisschild#R.C3.A4umliche...

http://psc.apl.uw.edu/research/projects/arctic-sea-ice-volume-anomaly/

(diese Fakten zu googlen hat etwa 2 Minuten gedauert)

Kommentar von Infomercial ,

Ok, hab ich mich scheinbar stark geiirt was die Eisverteilung angeht.

Allerdings bleibt ein Umstand bestehen: Die diversen Studien räumen selbst ein, daß es Unklarheiten und Unsicherheiten gibt. Variablen in ihren Modellen, die nicht ausreichend bestimmt und erfaßt werden können.

Das von mir angesprochene Heben und Senken von Erdmassen, der Atmosphärische Einfluß durch Verdunstung und Niederschlag bspw. findet nirgendwo Beachtung.

Der Anstieg von 7m resp 70m (wenn auch die Antarktis komplett schmilzt) ist eine rein rechnerische Größe, wenn man das derzeitige Eisvolumen gleichmäßig auf die Fläche aller Ozeane verteilt.

Hinzu kommt: Zu jeder Studie läßt sich eine Studie finden, die das Gegenteil behauptet und beweist. Ich wäre als Wissenschafter mit Prognosen über chaotische Systeme - wie bspw. Klima und eben Poleis - sehr zurückhaltend....es sei denn, ich brauche dringend Geld.

Antwort
von FvN81, 48

Viele Länder werden durch eine "normale" Gletscherschmelze mit Wasser versorgt. Durch die starke Zunahme kann es dazu führen, dass es in diesen Ländern zu starken Überschwemmungen kommt. Außerdem ist dann, langfristig gesehen, kein Wasser.

Antwort
von Henrikjuergnes, 46

Mal abgesehen von den Tieren, werden wir sterben. Der Meerespiegel steigt an. Das ganz Klima wird kippen, denn das Gletcherwasser mischt sich mit den großen Strömen z.B Golfstrom, welches auch das Klima beeinflusst.

Antwort
von Canteya, 49

Wichtige Trinkwasserquellen gehen verloren und Tiere koennen sterben

Antwort
von derhandkuss, 36

Die Gletscher im Gebirge stellen die größten Süßwasser-Reserven dar, also mögliches Trinkwasser. Schmelzen die, fließen die über verschiedene Flüsse zum Meer und werden damit zum Salzwasser. Und dann erst einmal nix mehr mögliches Trinkwasser!

Kommentar von Infomercial ,

Weiß ja nicht wo du wohnst, aber bei uns regnet es kein Salzwasser.

Zudem frage ich mich, wie die Spanier ohne Gletscher solange überlebt haben...und die Briten und Iren...

Kommentar von derhandkuss ,

Ich schrieb Süßwasser-Reserven! Im Zweifel können die wichtig werden!

Kommentar von ThomasJNewton ,

Ich weiß nicht, wo du denken lässt.

Kommentar von derhandkuss ,

bei Dir!

Antwort
von Tastenheld, 45

der Permafrostboden taut auf und es wird metangas in unglaublichen Mengen frei, das noch mehr Energie speichert als CO2. Es wird mehr extremwetter geben und deine kleine Nase wird von einem umherfliegenden Dachziegel getroffen. 

Dann bist du tot. Lustig, oder?

Antwort
von altgenug60, 14

Wenn du in Nepal wohnst, ist das vermutlich echt nicht schlimm. Wenn die Malediven deine Heimat sind, dann schon. Ist alles relativ.

Antwort
von jenny0412, 41

Naja schonmal an die Tiere gedacht, die dort leben? Pinguine, Eisbären? Die würden mit der Zeit aussterben.

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