Frage von Zwiok, 193

Was ist schmerzhafter, wenn man natürlich gebärt oder wenn man keiserschnitt macht?

was schmerzt mehr? beschreibt mal den schmerz,wie es sich anfühlt... oder kann man das nicht beschreiben?

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von GWIFACH, 60
bei jedem anders

Zunächst mal: Bitte beziehe die Horrorgeschichten, die hier und auch in div. Gesprächen oft zu hören sind niemals auf dich. Zumeist handelt es sich um "habe gehört/vermute/befürchte"-Storys, seltenst aber um Wissen bzw. echte Eigenerfahrungm, an deren negative Seiten sich die wenigsten im Detail wirklich erinnern können, weil durch das Glücksgefühl sein Kind in den Armen zu halten bald alles andere aus dem Gedächtnis vernebelt wird.
Leider meinen manche wohl, dass sie mit einer möglichst tollen Geschichte mehr Bewunderer für Ihre "Leistung" bekommen ;-)

Unabhängig davon kann  man jedoch tatsächlich niemals von sich auf andere schließen! Ich habe sowohl Kaiserschnitt, als auch Spontangeburt erlebt - und beides hat positive Seiten.

Der Kaiserschnitt war wg. der Kindeslage bei mir medizinisch erforderlich und ließ sich trotz div. Drehversuche mittels versch. Turnübungen, Moxen, Taschenlampe & Co nicht verhindern. Glücklich war ich darüber zunächst nicht, da es sich bei einer Section samt Durchtrennen mehrerer Gewebeschichten um eine der größten Bauch-OPs handelt und von mir  als unnatürlich angesehen wurde.  Der Kaiserschnitt wurde bei mir in Teilnarkose durchgeführt.

Vorteile bei mir waren:
Planbarer Termin, kaum/kein Wehenschmerz, sichere Geburt fürs Kind. 
Weniger gut empfand ich:
Ich fühlte mich (auch aufgrund "ach so toller Elebniserzählungen anderer Geburten"), als hätte ich nichts geleistet. Mein Kind wurde mir quasi vom Arzt wie ein Geschenk überreicht. Das gab sich aber rel. schnell  durch die besondere Bindung in der langen Voll-Stillzeit, die die ungeduldigen Story-Helden nicht mal ein paar Tage lang schafften und so von eigentlich unnötiger Industriefertignahrung abhängig wurden.

Auch wurde nicht wie bei einer normalen Geburt durch die Wehentätigkeit automatisch das Fruchtwasser aus der Lunge des Kindes gedrückt und musste folglich abgesaugt werden - zwar kein Problem, aber eben in meinen Augen auch unnatürlich.

Anders als "normal entbundene" Mütter konnte ich mich nicht sofort komplett allein um die Versorgung/Wickeln meines Kindes kümmern, sondern brauchte fürs Aufstehen und Heben die ersten 2-3 Tage im KH Hilfe, ganz normal für einen frisch Operierten. Durch die Schmerzmittel tat es zwar nicht extrem weh, doch hinderte die relativ kleine Narbe  doch daran, sich normal aufrichten zu können und etwas flotter unterwegs sein zu können. Völlig "wie voher immer" konnte ich mich erst nach ca. 1/2 Jahr wieder bewegen. Bis dahin ging es täglich aufwärts und die leicht gebeugte Schonhaltung war schon nach  2-3 Wochen nicht mehr erforderlich.
Doof auch dass man nach einer Bauch-OP erst ganz langsam mit Zwieback&Co wieder zu essen beginnen darf bis die Verdauung wieder soweit in Gang gebracht ist, dass sie ohne zusätzlichen Druck von statten geht  - während die anderen sofort nach Geburt leckere Menus erhielten ;-)

Mein zweites Kind kam spontan zur Welt, was ich mir auch sehr gewünscht hatte. Allerdings auch total anders als geplant. Ich hatte mich auf Massagen/Musik hören und die Übungen des Geb.Vorbereitungskurses gefreut..... nur hatte es mein Kind so eilig, dass es nach nur 2 Std. Wehen mit dem Ellenbogen voraus nach draußen sauste und dadurch anschließend ein Stück seines Weges genäht werden musste. Während der Wehen, die sich eher anfühlten wie ein ständiger Wechsel von "mir ist übel/muss aufs Klo" dachte ich bei mir, dass der relativ wehenlose Kaiserschnitt doch auch was Gutes hatte ;-)

Ich gehöre nicht zur Sorte Mensch, die z.B. in Achterbahnen aus sich rauskommen und zu schreien beginnen - bin eher ein sehr ruhiger Typ und dachte auch, dass ich sowas bei einer Geburt nicht tun werde. Da aber bekanntermaßen eine Verspannung im Mundbereich auch eine Anspannung im Beckenbereich verursacht und umgekehrt , kam der Schrei völlig unbewusst und ungeplant doch und bewirkte, dass ich den sicherlich schmerzhaften Druck des Kopfes auf den Beckenboden gar nicht als solchen wahrnahm - vor allem war diese Schmerzphase gefühlt relativ kurz und sofort vorbei, als die 10cm Kopflänge des Kindes draußen war.
Und - ich konnte mich tatsächlich sofort wieder normal essen und mein Kind selbst wickeln/ zu den div. Untersuchungen bringen und auch im Zimmer immer ohne um Hilfe bitten zu  müssen zu mir holen.

Mein Fazit:
Wenn es medizinisch OK ist, würde ich immer die natürliche Geburt bevorzugen, weil -selbst wenn die Wehen länger dauern und möglicherweise zermürben- die Phase in der man tatsächlich Einschränkungen im Wohlbefinden hat relativ kurz ist und der Körper schneller wieder fit ist, als bei einer OP.  Gibt es aber triftige medizinische Gründe für die Gesundheit von Mutter/Kind für einen Kaiserschnitt - der im OP Moment dank neuester Narkosetechnik gar nicht zu spüren ist - der Körper sich aber dafür längere Zeit danach regenerieren muss- dann wäre es für mich gar keine Frage, diesem zuzustimmen.

Ganz egal wie das eigene Kind auf seinem ganz individuellen zu ihm und seiner Mama passenden Weg zur Welt kommt: es ist und bleibt ein Wunder das Mühen/Schmerzen egal welcher Art und Dauer in Sekundenbruchteilen in Vergessenheit geraten lässt, wenn man es zum ersten Mal im Arm hält :-)

Antwort
von isebise50, 33
beides schmerzt

Nachdem hier so ausführlich und vor allem von GWIFACH sehr anschaulich persönliche Erfahrungen geschildert wurden, möchte ich meinen Senf aus beruflicher Sicht dazugeben. Die unzähligen medizinischen, physische und psychische Vorteile der Spontangeburt für Mutter und Kind gegenüber einem Kaiserschnitt lasse ich dabei außer Acht.

Schmerzen und ihr Empfinden sind immer relativ und lassen sich noch nicht mal von Geburt zu Geburt eins zu eins übertragen, geschweige denn von Frau zu Frau.

Auch liegt die Beurteilung ganz im Auge des Betrachters. Bei so mancher Spontangeburt habe ich zu mir gesagt: "Mein Gott, die Frau hat aber einen Stiefel mitgemacht", die Frau versicherte mir jedoch glaubhaft, dass doch alles gar nicht so schlimm war. Andere Male gratulierte ich zu einer besonders schönen Geburt und die Frau fand aber alles einfach nur ganz furchtbar schrecklich.

Der Sinn und Zweck und der Zeitpunkt des Schmerzes spielen zu seiner Verarbeitung eine Rolle. Bei der Spontangeburt bringt der Schmerz Fortschritt, jede Wehe führt einen näher zu seinem Kind. Ist es dann geboren, ist man in der Regel schmerzfrei, könnte aufgrund der Hormone Bäume ausreißen und kann sich seinem Baby voll und ganz widmen.

Nach einem Kaiserschnitt dient der (Wund-)schmerz keinem auf das Kind und seine Bedürfnisse bezogenen Zweck. Man kann sich nur eingeschränkt oder gar nicht um sein Kind kümmern. Auch dauert der Schmerz nach einer großen Bauch-OP viel länger an als jede Spontangeburt.

Wehenschmerz ist intensiver als Wundschmerz, dafür aber von Pausen zur Erholung unterbrochen und endet (von Nachwehen abgesehen) mit der Geburt. Wundschmerz ist über Tage unterschwellig immer da, mit extremen Spitzen bei Bewegung und vor allem beim Husten, Nießen und Lachen.

Ich selber habe Wehen vorwiegend als Schmerzen an der Harnblase empfunden, ähnlich einer Blasenentzündung, nur halt viel schlimmer. Der Wundschmerz nach Kaiserschnitt fühlt sich an, als ob du zerreißen würdest.

Wenn du diese Frage stellst, weil sie dir als "Entscheidungshilfe" Spontangeburt versus Kaiserschnitt dienen soll, möchte ich dir raten, auch andere Aspekte und Risiken zu bedenken.

Alles Gute für dich!

Antwort
von NicoleU, 56

Kind 1:
Notkaiserschnitt nach 10 Stunden Wehen. Ich war sehr schnell wieder fit und hatte wenig schmerzen.

Kind 2:
Spontangeburt. Nach 20 Stunden Wehen noch mal 2 Stunden Presswehen - davon die letzten 30 Minuten versucht das Kind mit der Saugglocke rauszuziehen. Konnte drei Wochen kaum laufen und hab keinen vernünftig funktionierenden Beckenboden mehr.

Fazit - lieber das unangenehm taube Gefühl unterhalb der Narbe für 1-2 Jahre als die Folgen einer schweren natürlichen Geburt für den Rest des Lebens!

Antwort
von briina94, 32
bei jedem anders

Die schmerzen sind von Frau zu Frau anders jeder fühlt ja auch anders und hat ein eigenes anderes schmerzempfinden 

Aber bei einer natürlichen geburt hat man währenddessen die schmerzen und beim Kaiserschnitt danach 

Hatte auch eine schnelle Geburt Gott sei dank hatte nur 3 Std gelegen wollte auch immer normale geburt haben als die wehen dann anfingen wollteich dann einen Kaiserschnitt da der aus medizinischen gründen eigentlich geplant war den ich als es aber schon 3 1/2 Wochen von selbst früher los ging aber auch haben wollte wobei man aber in dem Moment man eh alles zustimmt glaub war es zu spät als ich im kh ankam hatte ich da schon den Kopf im geburts Kanal und der der Schädel guckte schon raus :D 

Was ich damit sagen will ist wenn es nicht medizinisch notwendig ist ist eine natürliche geburt für Mutter und Kind immer das beste:) 

Antwort
von Goodnight, 65

Die Schwiegertochter unserer Freunde lag gerade 3 Tage im Koma nachdem der Kaiserschnitt schief gelaufen war und es zur Notoperation kam. Meine Schwägerin hatte zwei Notoperationen nach dem Kaiserschnitt und monatelang Schmerzen und Wundheilungsstörungen. 

Ich kenne viele Frauen bei denen der Kaiserschnitt nicht schmerzfrei war. Bis man sich nach einem Kaiserschnitt wieder frei bewegen kann dauert es oft Wochen.

Wenn du alle Beschwerden aufrechnest, ist sicher die natürliche Geburt deutlich weniger belastend und das euphorische Gefühl gibt es nach dem Kaiserschnitt nicht.

Kommentar von Kathyli88 ,

Selber schonmal ein kind zur welt gebracht?

Kommentar von Goodnight ,

Ja mehrere und ich unterrichte Schwangerschafts- und Rückbildungsgymnastik.

Kommentar von Kathyli88 ,

Na klar 

Antwort
von milliR1901Lau, 94

Ist man bei Kaiserschnitt nicht betaubt

Kommentar von Kathyli88 ,

Währenddessen schon, aber danach nicht mehr. Die meisten sagen man verschiebt nur den schmerz. Bei der natürlichen geburt sind die meisten danach recht schnell wieder fit. Bei einem kaiserschnitt dauert es ein paar wochen

Antwort
von Kathyli88, 92
bei jedem anders

ich werde einen kaiserschnitt durchführen lassen müssen, weil ich skoliose habe. Die einen sind dafür, die anderen dagegen. In meinem fall sowieso irrelevant. Trotzdem meine mutter sagt lass auf jeden fall einen kaiserschnitt machen, meine schwiegermutter sagt auf gar keinen fall....

Kommentar von Goodnight ,

Eine Skoliose ist sicher kein Grund für einen Kaiserschnitt.

Kommentar von Kathyli88 ,

Wenn du metallstäbe links und rechts von der wirbelsäule hast, dann ist es sehr wohl ein grund xD bist du jetzt der arzt oder sind es die ärzte? Öko-Pfeife

Antwort
von abendleserin, 84

Hab normal geboren, aber sehr sehr oft gesagt bekommen, dass der Kaiserschnitt viel schmerzhafter ist

Kommentar von milliR1901Lau ,

oh Viel Glück mit deinem Kind

Antwort
von FuckYouSuckYou, 93

Natürliche Geburt. Sie ist besser für das Baby. Beim Kaiserschnitt merkt man nichts außer das vielleicht jemand was an deinem Bauch macht, vielleicht ein paar kleine Schmerzen danach aber sonst weiter nichts.

Kommentar von hourriyah29 ,

Wer keine Ahnung hat sollte besser nicht schreiben! Schon mal einen Kaiserschnitt gehabt?!

Kommentar von Kathyli88 ,

Die person hatte definitiv keinen. Wahrscheinlich irgendein kerl der absolut keine ahnung hat und auch kein kind aber meint mitreden zu müssen. Der account name sagt alles. 

Kommentar von briina94 ,

Bei einem Kaiserschnitt nur ,,paar kleine schmerzen " ? Ne geburt ist an sich nicht schmerz frei egal ob normal oder Kaiserschnitt und ein Kaiserschnitt setzt einen länger ausser Gefecht als die normale geburt allein durch die schmerzen danach.

Kommentar von FuckYouSuckYou ,

Entschuldigung aber ich hatte schonmal einen Kaiserschnitt und ich finde es respektlos so etwas über mich zu behaupten.

Antwort
von Consti112, 81
kaiserschnitt

Kaiserschnitt soweit ich gehört habe.

Antwort
von MasterCardInt, 79

Ich Glaub B der Kaiserschnitt

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