Was ist Rechnungswesen? Danke für die Antworten?

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5 Antworten

Als Kommentar zur Sandraaaa habe ich eine ganze Menge über die Herkunft der Buchführung geschrieben. Das ist der größte Teil des Rechnungswesens.

Buchführung notiert was täglich so passiert ist. Was hat man eingenommen, was hat man ausgegeben. Das System vermindert einfach die Fehler und bringt die Zahlen in Gruppen zusammen.

Damit kann man dann erkennen, was wie ein Unternehmen geführt wird.

Mit Mathematik hat das gar nichts zu tun! Man muss zwar mal Zinsen auf einen Kredit buchen, aber das hat einem die Bank ja schon ausgerechnet.

Oder man drei ganz unterschiedliche Sachen im Supermarkt gekauft. Ein Telefon, ein Karton Druckerpapier und Kaffee. Dann gehören die drei Sachen in der Regel in vier Listen.

Womit habe ich das bezahlt? Bank oder bar? Und dann eben was die drei Dinge für Ausgaben gewesen sind. Habe ich vielleicht schon eine Telefonanlage gekauft? Gehört das Telefon dazu? Dabei braucht man auch Kenntnisse über Regeln. Wie ist das mit den Dingen? In welche verschiedenen Listen könnte sie gehören?

Das entscheidet man in der Buchführung. Und bildet dann diese Buchungssätze. Da schreibt man dann also auf GWG (für das Telefon), Kundenverköstigung (für den Kaffee), Büromaterial (fürs Papier) aus der Kasse. Da sind jetzt keine Beträge dabei. Für die Überschriften wie GWG, Kundenverköstigung, Büromaterial, Kasse und Bank hat man in der Regel dann vierstellige Zahlen.

Weil das Prinzip immer gleich ist, wie man das notiert, ist das wie eine einheitliche Grammatik mit einem ganz kleinen Wortschatz.

Buchführung ist wirklich so einfach, dass viele beim Lernen denken: Wenn man da so viel angeblich raus lesen kann, dann muss das auch entsprechend kompliziert sein. Ist es aber nicht.

Ein paar Regeln muss man lernen. Eben was mit solchen Dingen wie einem Telefon alles sein kann. Soll es verkauft werden, weil man Telefonhändler ist? War das privat für zu Hause oder den Betrieb? Wenn es für den Betrieb war, was hat es denn gekostet?

Die "Grammatik" habe ich mal in vier Merksätze umgeschrieben. Und der wichtigste Hintergrund an Wissen passt in vielleicht vier Paragraphen. Die man nicht einmal auswendig kennen braucht. Aber den Inhalt sollte man schon wissen.

Das ist der erste große Haufen - Buchführung.

Daraus entwickelt man dann nach einem festen Schema das Betriebsergebnis. Da werden wieder solche Fragen wichtig, wie das mit dem Telefon ist. Am Ende steht dann ein Gewinn oder Verlust.

Ein anderer Teil des Rechnungswesens ist die Ermittlung von sogenannten Kennziffern. Da wird eine fertige Buchhaltung bzw. Zahlen daraus genommen und ins Verhältnis gesetzt.

Also wenn ich Waren für 2.000 Euro kaufe, wie viel davon werde ich los? Ein Obsthändler muss ja auch was wegwerfen. Und was bekomme ich für den Rest von meinen Kunden?

Das wäre die Ermittlung eines Rohgewinns. Oder man errechnet gleich: Was für Preise schreibe ich denn an Kiwi und Kirschen? Dazu braucht man eine einfache Sache, den kalkulatorischen (rechnerischen) Waren-Aufschlags-Satz. Waren? Was haben die gekostet? Aufschlag? Was rechne ich auf meinen Einkaufspreis oben drauf? Satz? Das macht man in Prozenten?

Gibt da natürlich ganz einfache "Formeln". Aber keine mit irgendwelchen Unbekannten oder was auch immer.

In diesem Teil des Rechnungswesens muss man diese Rechenwege wirklich auswendig lernen.

Das ist das, was man in Rechnungswesen lernt. Keine große Sache und keine Frage wie klug jemand ist. Kann eigentlich fast jeder und jede lernen.

Die Probleme liegen meistens zu 100% darin, wie man seine Lehrerin oder seinen Lehrer versteht.

Die paar Gesetze, die man inhaltlich wissen muss, die sind fast so wie Schablonen. Man kann es Prüffolge nennen, was mit jeder Rechnung zu machen ist.

Grob gesagt: Hat die Rechnung was mit dem Betrieb zu tun? Steht alles drauf, was drauf stehen muss? Was habe ich tatsächlich gekauft? War es Ware, Werbung, Verwaltung, sonstige Kosten? Oder war es eine Investition? Bei Investitionen interessiert einen noch: Wie lange wird die für das Unternehmen wichtig sein? Weniger als ein Jahr? Oder wie viele Jahre?

Aber auch das wird in der Schule immer verraten und in der Praxis ist auch klar was mit den Sachen passieren wird.

Man muss also bei der Gelegenheit auch mal was rechnen. Das ist aber keine Mathematik.

Hoffe Du kannst Dir jetzt ein Bild darüber machen, was in Rechnungswesen auf die Leute zukommt. Solltest Du Dich dafür entscheiden oder auch dagegen, dann wünsche ich Dir auf Deinem weitere Weg viel Erfolg.

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Alles was in einem Betrieb oder Geschäft mit Geld zu tun hat zählt da dazu. Gehälter, neue Ware, Fuhrpark, Quittungen. Das und noch mehr zählt man zum Rechnungswesen

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Am einfachsten kannst du dir das so vorstellen:

Du machst dir eine Liste über deine Einnahmen (zB Taschengeld, Geldgeschenke etc.) und deine Ausgaben (zB: Snacks, Getränke, Schulmaterial etc.) - die tabellarische Anordnung ist eine Einnahmen/Ausgabenrechnung - dieeinfachste Form der Buchführung.

In einem Unternehmen ist das komplizierter, dort ist doppelte Buchhaltung Pflicht.

Weiters kannst du deine zukünftigen Einnahmen und Ausgaben planen -das nennt man Kostenrechnung.

Buchhaltung und Kostenrechnung zusammen werden unter dem Begriff "Rechnungswesen" zusammengefasst.

Mathematisch brauchst du dafür die Grundrechenarten, bei komplexeren aufgaben sehr wohl auch Zinseszins, geometrische Folgen → also sehr wohl auch Algebra (=rechnen mit Buchstaben)!

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In Rechnungswesen macht man Buchungen von Rechnungen, Lohnverrechnung, Gewinn und Verlust Rechnungen usw. Also mit Mathematik hat es nur wenig zu tun, da man überall den Taschenrechner verwenden kann :-)

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Das ist sehr langweilig. Da macht man buchungssätze und sowas. Also das brauchst du nur wenn du mal Buchführer werden möchtest. Ich habe den Zweig leider gewählt und finde es als Fehlentscheidung weil das für mich unnötig ist

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Kommentar von faiblesse
10.02.2016, 21:05

Buchführer? Noch nie gehört 😂

Zudem ist es auch in anderen Bereichen nicht verkehrt, Ahnung von Buchhaltung zu haben.

Ich habe den Zweig auch gewählt, er ist alles andere als langweilig.

Ebenso verzweifeln meine Kollegen und ich immer an den anderen Abteilungen, weil die einfach keine Ahnung haben.

Man sollte auch mal über den Tellerrand hinaus schauen.

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Kommentar von Sandraaaa15
10.02.2016, 21:29

Ich verstehe einfach nicht wie es jemanden interessieren kann wenn man buchungssätze oder Geschäftsfälle macht oder irgend welche Steuer berechnet oder Quittungen bearbeitet. Ich versteh nicht mal den Sinn warum man überhaupt auf eine solche Idee gekommen ist, warscheinlich weil es dann mehr Jobs gibt, anders kann ich mir das nicht erklären.
Von einem sprachlichen Zweig hätte ich jetzt mehr, denn mit dem  Wirtschaftliche Zweig weis ich in meiner Zukunft nichts anzufangen

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