Was ist nur mit der Moralvorstellung?

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6 Antworten

Man sieht, was man sehen will. Wenn du mit der Überzeugung durch die Welt gehst, dass Menschen sehr respektvoll miteinander umgehen wirst du sie überall finden. Ich würde mit solchen pauschalen Aussagen vorsichtig sein. :D

Aber grundsätzlich gebe ich dir recht, dass es durchaus einige Menschen gibt, die mit der Ellebogen-Mentalität durch die Welt rennen, egal ob offensiv oder defensiv, offen oder versteckt. Diese Mentalität ist natürlich, kommt aber eigentlich nur dann hoch, wenn sich der Mensch irgendwie bedroht fühlt.

Und in einer Welt, wo lauter Menschen misstrauisch sind, weil sie sich fragen, was der andere wo erzählt hat, wo Leute erfahren was es heißt gemobbt zu werden, wo ein System existiert, in dem oftmals falsche Methoden mehr belohnt werden als richtige, wo Leute ständig daran erinnert werden, um was man sich kümmern und sorgen muss - tja, da fällt es schwer den Egoismus abzulegen. Man passt sich halt an. Und meistens merkt man das nicht mal.

Ich glaube nicht, dass die Menschen sich geändert haben oder dass es hier "gute" und "schlechte" Menschen gibt. Ist eher so ein falscher Modus im Hirn, der uns unsere Moral gerne mal vergessen lässt.

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Das liegt wohl an der zu häufigen Verwendung des Internets als Kommunikationsmedium. Dort kannst Dich vermeintlich anonym austoben, ohne konkrete Repressalien fürchten zu müssen.

Im schlimmsten Fall schaltest einfach aus.

Dieses Gehabe wird vermehrt ins persönliche Umfeld übertragen, Respekt und Vertrauen gehen verloren, und es entstehen schnell unnötige Aggressionen.

Dagegen hilft nur, die Menschen immer wieder über die Gefahren aufzuklären und ihnen den sprichwörtlichen Spiegel vorzuhalten.

Bei der Generation der jetzt 16- bis 20-jährigen beobachte ich einen Gegentrend: öfter persönliche Treffen, gemeinsam Ausgehen, weniger Smartphonitis.

Ich hoffe, besagter Trend hält an, denn diese jungen Leute sind deutlich entspannter und respektvoller.

Allerdings muss sich jeder Vertrauen und Respekt auch verdienen und nicht als grundsätzlich gegeben voraussetzen.

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Kommentar von J1gsaw
16.09.2016, 22:55

Ich stimme dir im Grunde zu, nur muss man eines auch dazu sagen...

Das Internet selbst ist nicht das Problem. Das Problem ist die Art der Kommuinikation die immer unpersönlicher wird. Sozialnetzwerke wie Facebook und Co würde ich nicht direkt als Internet bezeichnen, dass ist zB WhattsApp auch. Das richtige Leben wird als virtuelles Nachschlagewerk präsentiert und Freundschaften werden nicht über Jahre zusammen geschweißt, sondern zeichnen sich durch den Bruchteil einer Sekunde eines "Klicks" aus.

Dann ist da auch die Schreiberei. Die Rede ist natürlich nicht von einem Diskussionsthread unter Fremden wie hier oder eine kurze Info und auch eine rein schriftliche Brieffreundschaft ist was anderes, sondern im wahrsten Sinne des Wortes stundenlange Unterhaltungen in der digitalen Textform unter Freunden.

Die Fähigkeit der sozialen Kommunikation und Gepflogenheiten wird dadurch nicht unbedingt gefördert und mit der Anonymität in der virtuellen Welt, steigt auch immer weiter die Aphatie in der realen Welt. ("Läuft doch, passt schon. Lass die anderen mal machen, geht mich nichts an. Wer mir quer kommt kann was erleben, denn ich bin wichtig.")

So eine Weiterentwicklung wäre echt schlimm, aber wie du auch schon angedeutest hast, gehen zB Facebooks Zahlen zurück, was in dem Punkt ja ein Anfang ist. :-)

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Leider ist das heutzutage in den meisten westlichen Gesellschaften so. Menschen werden benutzt, Materielles wird geliebt obwohl es eigentlich umgekehrt seien sollte. Alles was schlecht ist, ist gut und alles was gut ist, ist schlecht. Jeder will Aufmerksamkeit anstatt Respekt, Lügen und betrügen ist an der Tagesordnung. Es ist also kein Wunder das sich viele wünschen im Zoo mit Tieren zusammen zu arbeiten :)

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Ja das kenne ich.

Normalerweise mache ich diese Personen auf ihr mieses Verhalten aufmerksam und sage ihnen was ich davon denke und halte. Oft hilft es. :)

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Leider entwickelt sich unsere Gesellschaft sich immer mehr zu Egoisten. Das fängt schon im Elternhaus und mit der erziehung an und setzt sich dann im Arbeitsleben und in der freizeit fort...alte / stabile Werte werden nicht mehr aufrecht erhalten sondern viele leben für den moment und da ist es ihnen egal, was sie anderen antun


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Kommentar von MatthiasHerz
16.09.2016, 16:41

Was genau sind denn die „alten und stabilen Werte”, Deiner Ansicht nach?

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das ist ein zeitzeichen, da die menschen im zeitalter des kampfes leben

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